WSBK 2009: Als Ben Spies beinahe die Karriere von Tom Sykes ruinierte

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WSBK 2009: Als Ben Spies beinahe die Karriere von Tom Sykes ruinierte

Beitrag von Redaktion » Sa Dez 28, 2019 10:30 am

Ex-Superbike-Weltmeister Ben Spies spricht im Exklusiv-Interview über die 2009er-Version der Yamaha R1 und das einseitige Teamduell mit Tom Sykes

In der Saison 2009 eroberte Ben Spies die Superbike-WM im Sturm. Der US-Amerikaner kam als fünfmaliger AMA-Champion in die WSBK und holte mit der Yamaha R1 den Titel. Es sollte Yamahas bisher einziger Titel in der Serie bleiben.

Tom Sykes war in der Saison 2009 im Yamaha-Werksteam der Teamkollege von Spies. Der Brite schaffte es bei keinem der 28 Läufe auf das Podium. Spies holte 14 Siege und stand drei weitere Male auf dem Podium. Im Exklusiv-Interview mit Spies blicken wir auf die WSBK-Saison 2009 zurück.

"Es gab viele Dinge, die ich an der 2009er-Maschine mochte", erinnert sich Spies im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' an die R1. "Doch wir hatten auch viele Probleme damit, von denen die Leute nichts mitbekommen haben. Das Motorrad war nicht so gut, wie die Leute dachten."



Die Yamaha R1 der Generation RN22 wurde später auch von Cal Crutchlow, James Toseland, Marco Melandri und Eugene Laverty pilotiert. Melandri erklärte im Exklusiv-Interview bereits (zur Story), wie beeindruckend die Front der damaligen R1 war. Spies bestätigt: "Das Motorrad vermittelte ein irres Gefühlt für das Vorderrad. Ich konnte das Motorrad überall hinsteuern, wo ich wollte."

"Ich wusste, wie ich das Hinterrad kontrollieren muss und fuhr dadurch um einige Probleme der Maschine herum", blickt der US-Amerikaner zurück. "Die aktuelle R1 ist ein gutes Motorrad. Schwierig, die aktuelle Maschine mit dem 2009er-Modell zu vergleichen. Es wurden einige umfassende Änderungen vorgenommen."



Spies' Erfolge brachten Tom Sykes' Karriere in Gefahr. Sykes stieg als Rookie in die WSBK auf und bekam von Yamaha einen Einjahres-Vertrag mit einer Option auf eine Verlängerung, sollten die Ergebnisse überzeugen.

Doch Sykes stand die komplette Saison über im Schatten von Spies und fuhr nicht ein Mal aufs Podium. Spies setzte sich ein, dass Sykes eine weitere Chance bekommt, doch Yamaha setzte in der Saison 2010 auf Cal Crutchlow und James Toseland.



Laut Spies war Sykes' Rausschmiss ein Fehler: "Er verfügte schon damals über reichlich Talent. Als ich das Team verließ, stellte ich klar, dass die Saison 2009 für ihn unglücklich verlaufen war. Wir waren beide Rookies und er hatte das Pech, mich als Teamkollegen zu haben."

"Tom leistete großartige Arbeit. Auf den meisten Strecken war er 0,2 bis 0,4 Sekunden langsamer als ich. Es war nie so, dass er eine halbe Sekunde oder mehr zurücklag. Ich wusste damals einfach nur, was ich zu tun habe", schildert Spies.

"Ich teilte dem Team mit, dass er ein wirklich guter Fahrer ist. Später hat er mit Kawasaki einen WM-Titel eingefahren und war mehrere Male nah dran", so Spies. "Es war für mich eines dieser Jahre, in denen alles zusammenpasste. Ich wusste aber schon damals, wie viel Potenzial Tom hat."

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