Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

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Redaktion
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Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von Redaktion » Di Sep 03, 2019 7:57 am

Der Moto2-WM-Leader äußert sich zu den Gerüchten über den möglichen Petronas-Wechsel und erklärt, warum er auch 2020 für das Marc-VDS-Team fährt

Mit dem Beginn der zweiten Saisonhälfte in Brünn keimte das Gerücht auf, Alex Marquez wäre sich mit Petronas einig und würde 2020 für das Moto2-Team von Razlan Razali fahren. Ein möglicher Aufstieg in die MotoGP mit Petronas war sicher einer der Schlüsselreize, um sich nach einer Alternative zu Marc VDS umzuschauen.

Doch Petronas setzt in der MotoGP auf Material von Yamaha und einen Marquez auf einer Yamaha wird es nicht geben, bestätigte Rennleiter Lin Jarvis mehrfach in der Vergangenheit. Marquez ruderte zurück und entschied sich dazu, bei Marc VDS zu bleiben (zur Meldung).

"Es waren Gerüchte", spielt der Spanier die Geschichte mit Petronas herunter und relativiert umgehend: "Natürlich gab es auch einen Kontakt." Doch in Österreich platzte der laut Insidern bereits vereinbarte Deal plötzlich.

Marquez ist bemüht, die Stimmung bei Marc VDS hoch zu halten. Aktuell ist er voll auf WM-Kurs. "Das ist das Team, das aus den Leuten besteht, mit denen ich gewinnen konnte. Diese Leute haben das Vertrauen in mich. Es gab keine bessere Option, als mit diesem Team in der Moto2 zu bleiben, weil wir einen sehr guten Zusammenhalt haben", bemerkt der Bruder von MotoGP-Champion Marc Marquez.

"Ich genieße das Fahren hier. Das ist der wichtigste Aspekt. Es hätte keinen Sinn ergeben, innerhalb der Moto2 das Team zu wechseln. Deshalb bleibe ich im Team und bin darüber sehr froh", kommentiert Marquez. "Ich versuche, mich jetzt auf diese Saison zu konzentrieren und den Titel zu holen."

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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von F1-Spezialist » Mi Sep 04, 2019 8:11 am

Sehr interessant, wie der politische Einfluß von VR immer wieder kurz sichtbar wird. Der hat seine Finger offenbar überall drin, siehe auch das Absägen von Teams.

2CV
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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von 2CV » Fr Sep 06, 2019 6:57 am

F1-Spezialist hat geschrieben:
Mi Sep 04, 2019 8:11 am
Sehr interessant, wie der politische Einfluß von VR immer wieder kurz sichtbar wird. Der hat seine Finger offenbar überall drin, siehe auch das Absägen von Teams.
Meinst du nicht, daß Yamaha die Sepang-Aktion von Marquez "persönlich" genommen hat? Yamaha hat ein hohes Ethos, Honda nicht.

Yamaha war nie und ist kein Teil der Kriegsindustrie wie z.B. Honda (hat erstmal mit Krieg Geld gemacht). oder auch alle deutschen Fahrzeughersteller (die alle hinter Hitler standen und niemand weiß so recht, ob sie im Falle das Spiel grad nochmal wiederholen würden).

Yamaha war und ist zunächst einmal Produzent von Musikinstrumenten (daher auch das Firmensymbol mit den 3 Stimmgabeln), man ist sozusagen "Feingeist" und hat menschlich ein dementsprechendes Verständnis und auch Selbstbild. Man war und ist kein Kriegstreiber, Bandit, Mörder und Verbrecher, möchte auch keiner sein und auch Niemanden mit derartigem Charakter beschäftigen - schon gar nicht wenn er/sie die Firma nach außen hin repräsentieren soll -.

Marquezs Sepangaktion 2015 war nicht das Verhalten eines anständigen, ehrenwerten Menschen und solch einen unmoralischen Gauner will man nicht bei Yamaha. Ich finde das gut, wenn eine Firma so ethisch und politisch Stellung bezieht, selbst wenn es sie wie hier u.U. Titel kostet.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von Döskopp » Fr Sep 06, 2019 1:00 pm

F1-Spezialist hat geschrieben:
Mi Sep 04, 2019 8:11 am
Sehr interessant, wie der politische Einfluß von VR immer wieder kurz sichtbar wird. Der hat seine Finger offenbar überall drin, siehe auch das Absägen von Teams.
Ich bezweifle, dass VR ausserhalb des Werkteams einen Fahrerentscheid in die eine oder andere Richtung lenken kann.
Ausserdem finde ich, AM sollte ruhig noch eine Saison in der Moto2 anhängen.
Bis er sich endgültig vom Sturzpiloten verabschiedet hat. :roll:

2CV hat geschrieben:
Fr Sep 06, 2019 6:57 am
Yamaha war nie und ist kein Teil der Kriegsindustrie wie z.B. Honda
Es erweckt den Anschein, Du saugst Dir die Vergleiche aus den Fingern. :betrunken:
Auf Wikipedia findest Du viel - doch längst nicht alles. :jupi:
1941 wurden die Arbeiter zu Soldaten des Staates. Der ordnete an, dass die Orgelfabrik Propeller und Bauteile für Flugzeugtragflächen produziere. Schliesslich machte das Rüstungsministerium den Betrieb zur Munitionsfabrik.
Quelle: https://www.kfz-tech.de/Hersteller/Yama ... Virago.htm

2CV hat geschrieben:
Fr Sep 06, 2019 6:57 am
Marquezs Sepangaktion 2015 war nicht das Verhalten eines anständigen, ehrenwerten Menschen und solch einen unmoralischen Gauner will man nicht bei Yamaha.
Wer wurde denn nun eigentlich in Sepang 2015 bestraft?
Moment....... muss kurz überlegen....... ist schon lange her....... ach ja stimmt, so war's doch:

VR von der Rennkommission... :schumi:
.... und MM durch die VR-Fangemeinde. :zzz:

Ich komme zum Schluss, dass es womöglich doch am gelben Rauch der Petarden liegen muss, die den Geist zu sehr vergiften.
Zumindest was die Meinung anderer erfolgreicher Fahrer anbelangt. :green:
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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von 2CV » Sa Sep 07, 2019 1:53 am

@Döskopp: Also erstmal sehe ich die Sache wie du: Auch ich bezweifle, daß Rossi soviel Macht hat.

-- Zu Yamaha und ihrem Ethos: Daß sie damals gezwungen wurden, Flugzeugflügel zu produzieren, wußte ich nicht. Ich mein, ich bin kein Japaner und weder fahre noch spiele ich eine Yamaha -- als Deutscher muß ich über die Moral der deutschen Industrie Bescheid wissen und als Verbraucher über die jener Produkte/ Marken, die ich benutze/ konsumiere, aber es ist nicht von mir zu verlangen, daß ich jede Kleinigkeit über Honda oder Yamaha (oder sonstige Firma, die weder deutsch ist und die ich auch nicht benutze/ konsumiere) kenne. Es ist IMHO aber immer noch ein gewaltiger Unterschied, ob man gezwungen wird oder ob man aus eigenem Antrieb an der Kriegsmaschinerie teilnimmt. Ganz vermeiden läßt sich das wohl nicht, weder als Verbraucher noch als Firma, über 5 Umwege stecken viele Firmen und Produkte in der Kriegsmaschine (da kannste sogar Ikea kaufen, die Stahldübel sind von einem Stahlhersteller, der wiederum vielleicht an irgendeinen Rüstungsproduzenten oder an ein Krisengebiet Waffenstahl liefert und den man insofern als Kriegsgegner eigentlich boykottieren müßte).

Wo ich das gelesen oder gehört habe, daß Yamaha kein Kriegsunterstützer war / ist, weiß ich nicht mehr, ist schon lang her, aber 20-30 Jahre werden's sein. Vielleicht in der Musikerszene (ich spiele E-Gitarre), Yamaha ist dort ja auch ein Thema und manchmal auch Politik (Gibson zerstörte Urwälder ne Zeitlang, z.B., war dann längere Zeit ein Thema, ob man als Ökofreak überhaupt Gibson spielen darf. Mal ganz abgesehen von der Frage, daß die Teile alle mit Strom laufen, aber da gibt's die Ausrede, daß man manchmal im Kampf zu den Waffen des Gegners greifen muß). Ich erinner mich, daß das auch als Begründung aufgeführt wurde, warum Yamaha seinen Moppeds keine Namen aus der Jagd-, Kampf- oder Kriegswelt gibt, also keine Ninja, Katana, etc, aber ob das in jedem Fall wirklich stimmt, weiß ich nicht, ich bin kein extremer Moppedfreak der alle Modelle kennt.

Jedenfalls weiß ich jetzt, daß diese Behauptung so nicht ganz richtig ist und wenn, dann einzuschränken / eingehender zu erläutern ist. Trotzdem nehme ich an, daß der Mythos (muß man dann ja wohl so sagen) eines hohen Firmenethosses bei Yamaha nicht ganz falsch ist, denn er existiert ja. Ist wohl ähnlich wie mit Nike (auch ne Firma mit "Ethos"-Selbstanspruch), hier eine politisch gute Aktion, dort eine schlechte. Leider, sobald man mit den guten Aktionen beginnt, werden dann auch alle anderen Aktionen scharf beäugt und begutachtet und die "nicht so guten" werden - in dem Sinne ungerechterweise - überproportional stark kritisiert. Während Jene, die keinen ausgesprochenen Ethos pflegen, nie schärfer beäugt werden (im Sinne von: daß VW und Mercedes laufend bescheissen gehört sich halt so, ist halt Industrie). Ist auch bei der "Schulstreik für die zukünftigen Generationen-Klima-Greta so: Jetzt wird jede Unperfektheit dazu benutzt, die Wirkung ihrer guten Aktionen zu zerstören. Schlicht dumm. Aber so sind die Menschen der Zivilisation (Sag mir nicht, daß ich ein Lemming bin).

Jedenfalls scheint mir das Selbstbild Yamahas eine bessere Erklärung für die Ablehnung von Marquez zu sein als anzunehmen, Rossi habe diese Macht (und in diesem zweiten Punkt sind wir uns ja wie gesagt einig).

...Aber falls er doch diese Macht hat, wär es nur ein Beweis dafür, daß er in seinem Leben viel geleistet hat um überhaupt in eine solche Position kommen zu können -- falls also Rossi nach seinem Rücktritt CEO oder Präsi von Yamaha wird, dann hat F1-Spezi vielleicht doch recht (aber daran glaube ich nicht).

-- Zum Thema Sepang 2015 muß man wirklich nicht mehr viel sagen: MM machte etwas sportlich Unmoralisches und blockte und behinderte Rossi rundenlang (und mit dieser einen Aktion vernichtete er nicht nur dieses eine Rennen für Rossi, sondern dessen komplette Saison - seine WM-Titelchance - und das wußte Marquez, das war wohl auch seine Antriebsfeder, er will ja eines Tages die Rossi-Rekorde einstellen und da ist es zweckmäßig, diese mit allen Mitteln nicht noch wachsen zu lassen, zehn Titel ist schwieriger einzuholen und einzustellen als neun) und nur weil er das (bei entsprechend "wohlwollender" Auslegung) im Rahmen der Regeln tat, wird diese Aktion nicht anständiger und nicht sportlicher. Yamaha hat es offenbar gesehen und sich "ewiglich" gemerkt.

Da die Rennleitung nicht eingriff, hat (und erst nach ein paar Runden !) Rossi dann in einer Art verzweifelten Selbsthilfe (je nach Betrachtungsweise auch Selbstjustiz) re-agiert, aber er war nicht der Auslöser, er hat nur reagiert. Kann man verstehen, denn diese Aktion war kein normales Rennen, sondern kostete ihn den Titel, das war Jedem klar, der zuschaute und Ahnung hat von der MotoGP.

Rossi hat dabei vielleicht suboptimal reagiert, vielleicht hat er aber auch gar nichts falsch gemacht (der berühmte Fußtritt soll ja jedenfalls laut Rennleitung nicht stattgefunden haben).

Trotzdem wurde er dann (für Abdrängen) bestraft und MM bekam nichts, keine Strafe, keine Verwarnung, keinen Verweis.

Seitdem weiß auch der vorletzte Blindheini, daß die Dorna und die FIM nicht unparteiisch agieren und mittlerweile hat man sich dran gewöhnt. Es gibt halt einen Unterschied zwischen olymp. Spielen und einem privat organisierten WM-Event: Sportlich sollte man diese Privatevents nicht zu hoch bewerten, es gewinnen meist die Wunschkandidaten, nicht die besten Sportler. (Nachbemerkung: Und selbst die olymp. Spiele sind nicht immer kristallsauber, wir - die moderne Zivilisation - sind wie schon gesagt halt eine traurige Menschheit, verfault&verdorben durch und durch, bekommen nicht mal ne saubere, sportliche Veranstaltung hin).

Doch Sepang 2015 ist mittlerweile Schnee von Gestern; ...allerdings hat sich Yamaha dieses Verhalten von Marquez offensichtlich und auch hochoffiziell notiert ("einen Marquez auf einer Yamaha wird es nicht geben"): Das hat IMHO wie schon gesagt nichts mit Rossi zu tun (das hätte damals auch ein anderer Fahrer auf der Yam sein können, den MM behindert hat), das ist Yamahas Entscheidung gewesen und sie geschah aus einem gewissen Ethos heraus -- darauf wollte ich hinaus in meiner Antwort auf den Beitrag von F1-Spezialist (der diese Entscheidung Rossi zuschrieb). Ich wollte halt mehr sagen als nur "Das glaub ich nicht" oder "Schwachsinn" (dieser argumentationslose Antwortstil gefällt mir gar nicht), sondern meine Meinung auch begründen. Vielleicht gibt es ja einen ganz anderen Grund, warum "es nicht einen Marquez auf einer Yamaha geben wird", mir ist der aber nicht bekannt. Könnten die Leute von mst ja mal nachhaken bei den Yamaha-Leuten.
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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von Döskopp » Mo Sep 09, 2019 9:11 pm

Es wäre meiner Meinung nach unvernünftig von Yamaha, wenn sie einen Fahrer eines Kalibers wie MM zum vornherein ablehnen würden.
Ausserdem gehört MM's "rüpplige" Fahrweise und die daraus resultierenden unnötigen Ramboaktionen mittlerweile der Vergangenheit an.

Bei einer Fahrerverpflichtung Romano Fenati's hingegen würde ich mir als Teamchef auch so meine Gedanken machen. Ob so ein Verhalten (2018, Bremsgriff) mit der Teamphilosophie in Eintracht steht.
Dass er sowohl 2018 beim Vorfall, als auch als "geläuterter" Fahrer 2019 mit einem Hondamotor fährt, ist von daher mehr als bedenklich.
Ich hab mich noch nie mit dieser Thematik auseinandergesetzt.
Du hast mich jetzt aber doch etwas nachdenklich gestimmt. :roll:

Aber zurück zu den Marquez-Brüdern und Yamaha….

Alex ist einfach noch zu unkonstant, was die Leistungen anbelangen.
Mit einem (angenommenen) Moto2-WM-Titel in der Tasche bietet er sich jedoch an, in die MotoGP aufzusteigen.

Dass er wegen der "Blutfehde" zwischen VR und MM von Yamaha gemieden werden sollte, sehe ich aber nicht ein.
Er kann weder etwas dafür, dass die zwei sich in der MotoGP streiten, noch in welche Familie er hinengeboren wurde.
Es wäre unethisch, einen Fahrer aus diesen Gründen abzulehnen.
So viel zum Yamaha-Ethos und Ethik.


Marquez' sein Vertrag endet 2020 bei Honda.
Vales' endet gleichzeitig.

Warum sollte Yamaha nicht auch Honda mit MM besiegen dürfen oder wollen?
Yamaha hat meines Wissens nie einen Rückzug angedroht, wegen den beiden Streithähnen.
Repsol hingegen schon (ok, ist nur der Sponsor, aber immerhin).
Quelle: https://www.motorsport-total.com/motogp ... g-15102801

Ich würde desswegen eher ein Problem bei einem Wechsel von Vale zu Honda sehen, als umgekehrt.

Nachdem Du mir jetzt einen "Denkzettel" mit den unterschiedlichen Werk-Ethos verpasst hast erlaube ich mir, bezogen auf Deine Aussage:
2CV hat geschrieben:
Sa Sep 07, 2019 1:53 am
...er will ja eines Tages die Rossi-Rekorde einstellen und da ist es zweckmäßig, diese mit allen Mitteln nicht noch wachsen zu lassen, zehn Titel ist schwieriger einzuholen und einzustellen als neun)...
Dir einen kleinen Seitenhieb zu verpassen: :D
Zeitindex 26:05:
https://m.youtube.com/watch?v=JaVfqQE2JDA
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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von 2CV » Di Sep 10, 2019 7:18 am

Zum Video (26.05min): Das war mal. Dieses Jahr zeigt MM sehr gut, daß er auch mit 2. und 3. Plätzen klarkommt, denn: Der Titel ist wichtiger ....respektive das Erreichen von 10 Titeln. Das hat er ja sogar geäußert, daß er das neuerdings wichtiger findet und daher auch mal im einzelnen GP nachgibt und auch seine Rennstrategie neuerdings danach ausrichtet (Punktesammeln wichtiger als das einzelne Rennen gewinnen).

Zu dem anderen Thema: Das habe ich mir auch schon überlegt, daß Yamaha zu einem gewissen Prozentsatz inkonsequent ist: Die hätten z.B. ja nach Sepang und der Entscheidung der Rennleitung (und der Dorna dahinter) den Rückzug aus der MotoGP anmelden müssen. Jetzt kennen wir nicht die Verträge zwischen Dorna, Werken und Sponsoren, das kostete wahrscheinlich einen Batzen Geld, diese Verträge während ihrer Laufzeit aufzulösen. Und eigentlich will Yamaha auch MotoGP fahren. Trotzdem inkonsequent.

Die von dir erwähnte Inkonsequenz bzgl. Alex (Alex ist nicht Marc) ist zwar eine andere Inkonsequenz, aber trotzdem. Beachte allerdings: Marcs Verhalten und seine Strategien sind wohl kaum auf seinem eigenen Mist gewachsen (zu jung) -- daß das Verhaltensanweisungen seines Vaters waren/ sind (ergo Erziehungsmuster), ist ziemlich logisch. Daher anzunehmen, daß Alex andere Strategien verfolgen würde, wär ziemlich blauäugig. In dem Sinne könnte man sagen, es geht Yamaha nicht nur um Marc, sondern um die "Sippe" Marquez: Die sind alle so und der eigentlich Verantwortliche sind die Eltern. Unter dem Gesichtspunkt kann ich die Totalablehnung beider Marquezbrüder nachvollziehen.

Was das Thema "Rossi zu Honda" und "Marquez zu Yam" anbetrifft: Also erstmal ist mittlerweile zw. Rossi und Marc halbwegs Burgfrieden. Zwischen Honda und Yamaha nicht und zwischen der Marquezsippe und Yamaha ebenfalls nicht. Erstaunlicherweise könnte ich mir daher eher eine Rückkehr Rossis zu Honda vorstellen (immerhin ist das ja mal "seine" Honda gewesen) als daß Yamaha und Marquez zusammenkommen.

Aber wie sagte Adenauer mal? "Was kümmern mich meine Worte von Gestern." Es gibt wenig Menschen und noch weniger Institutionen mit Rückgrat, die meisten sind Opportunisten und glitschig wie Aale. Vielleicht ist dem nächsten Yamaha-Präsidenten das Alles egal und er gibt sein ok zu einem Deal mit Marquez. In zehn Jahren wissen wir, wie die Geschichte ausging, vorhersagen tu ich da nichts.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von fourtysixxer » Mi Sep 11, 2019 8:41 pm

Hier wird ja wieder heftig spekuliert.
Gebt euch aber keine Mühe, die echten Gründe, findet ihr/wir eh nicht raus.

Eure Aspekte, haben dabei alle ein wenig Substanz.

Ich schmeiß hier aber noch einen weiteren möglichen Grund in den Ring:

Die Marquez-Family, ist nunmal eine Familie.
Vielleicht fürchtet Yamaha einfach nur den Abfluss von KnowHow.
Alex und Marc, würden sicherlich über die Unterschiede der Bikes reden.
Und über die weiter geplante Strategie, zur Entwicklung des Bikes.
Damit bekäme Honda Einblick in die Yamaha-Welt.

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Re: Alex Marquez: Warum er auch in der Moto2-Saison 2020 bei Mar

Beitrag von Döskopp » Do Sep 12, 2019 8:39 pm

fourtysixxer hat geschrieben:
Mi Sep 11, 2019 8:41 pm
Hier wird ja wieder heftig spekuliert.
Gebe mir alle Mühe um mit 2CV mitzuhalten :D
fourtysixxer hat geschrieben:
Mi Sep 11, 2019 8:41 pm
Die Marquez-Family, ist nunmal eine Familie.
Vielleicht fürchtet Yamaha einfach nur den Abfluss von KnowHow.
Alex und Marc, würden sicherlich über die Unterschiede der Bikes reden.
Und über die weiter geplante Strategie, zur Entwicklung des Bikes.
Damit bekäme Honda Einblick in die Yamaha-Welt.
Jetzt dämmert mir, weswegen Aprilia und KTM hinterherhinkt...
Muss an den Espargaro-Brothers liegen. :wink2:

In Unkenntnis der einzelnen Fahrerberträgen würde ich jetzt einfach mal behaupten, dass da bestimmt eine Verschwiegenheitsklausel drin steht.
Bei Verstössen mit saftigen Bussen bestraft. :idea:
Was natürlich Deine These nicht ganz ausschliesst.

Denke Yamaha ist gut aufgestellt mit den Rookies. Die wollen und brauchen Alex (einstweilig?) nicht. :green:

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