MotoE-Test in Valencia: Eric Granado gewinnt Proberennen

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MotoE-Test in Valencia: Eric Granado gewinnt Proberennen

Beitrag von Redaktion » Mi Jun 19, 2019 5:12 pm

Während Eric Granado die Rennsimulation für die erste MotoE-Saison gewinnt, kommt Sete Gibernau noch nicht in die Gänge - Wilder Sturz von Randy de Puniet

In Vorbereitung auf die erste Saison des MotoE-Weltcups ging in dieser Woche auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia ein dreitägiger Test über die Bühne. Für die zwölf Teams, die mit 18 Piloten für die MotoE-Premierensaison 2019 eingeschrieben sind, war es die erste Gelegenheit für Testrunden, seitdem es beim Jerez-Test im März das verheerende Feuer im Fahrerlager gegeben hatte. Damals wurde die gesamte Ausrüstung der neuen Elektro-Meisterschaft inklusive der Einheitsmotorräder vom Typ Energica Ego Corsa schwer beschädigt.

Aufgrund des Feuers in Jerez musste nicht nur der anschließend geplante Test in Le Mans abgesagt werden. Auch der MotoE-Rennkalender 2019 musste verändert werden. Statt wie ursprünglich geplant bereits am 5. Mai in Jerez in die Saison zu starten, geht der Saisonauftakt nun erst am 7. Juli auf dem Sachsenring über die Bühne (Kompletter MotoE-Kalender 2019).



Die drei Testtage in dieser Woche in Valencia (Montag bis Mittwoch) beinhalteten in Vorbereitung auf den Saisonauftakt nicht nur einzelne Testrunden, sondern auch Simulationen eines Qualifyings und eines Rennens (Fotos: MotoE-Test in Valencia).

Beim Proberennen, das am Mittwoch über eine Distanz von sieben Runden über die Bühne ging, setzte sich Eric Granado (Avintia) mit einer Sekunde Vorsprung auf Hector Garzo (Tech 3) und 1,8 Sekunden Vorsprung auf Niki Tuuli (Ajo) durch.

Das Qualifying für die Rennsimulation war bereits am Dienstag in einer separat von den anderen Testsessions gewerteten Session über die Bühne gegangen. Dabei hatte sich Garzo mit 0,025 Sekunden Vorsprung auf Granado die Pole-Position gesichert. In der Rennsimulation war es dann umgekehrt. Der Spanier unterlag nach Kopf-an-Kopf-Duell in der letzten Runde knapp gegen den ehemaligen Moto2-Piloten aus Brasilien.

"Es war ein gutes Rennen, aber auch sehr kurz. Man kann sich keine Ruhepause gönnen", sagt Sieger Granado gegenüber 'MotoGP.com'. "Ich habe Hector von Beginn an studiert und dann in der letzten Runde angegriffen. Als ich ihn überholt hatte, zog er wieder an mir vorbei, aber ich konnte noch einmal kontern. Punkte gibt es dafür aber nicht, weshalb ich das bei den kommenden Rennen genauso machen muss."



Die schnellste Testrunde in Alleinfahrt hatte am Dienstag zunächst Bradley Smith (Racing One) hingelegt. Am Montag und am Mittwoch war der Brite nicht vor Ort, weil er als Aprilia-Testfahrer in Barcelona im Einsatz war. Montags absolvierte er den gemeinsamen Test aller MotoGP-Teams, mittwochs drehte er dort beim privaten MotoGP-Test von Aprilia seine Runden.

Der Dienstag war unterm Strich der einzige Tag, an dem Smith in Valencia war und dabei setzte er mit 1:40,290 Minuten die vorläufige Richtmarke im MotoE-Feld. In der Rennsimulation tags darauf allerdings setzte Sieger Eric Granado noch einen drauf. Mit 1:40,113 Minuten als schnellste Rennrunde war der Brasilianer unterm Strich 0,177 Sekunden schneller als es Smith am Dienstag gewesen war.

Zum Vergleich: Beim Saisonfinale der Motorrad-WM 2018 in Valencia war die Pole-Zeit in der MotoGP-Klasse eine 1:31,312 von Maverick Vinales. In der Moto2-Klasse fuhr damals Luca Marini mit einer 1:35,177 auf die Pole. In der Moto3-Klasse hatte es während es gesamten Valencia-Wochenendes 2018 geregnet, weshalb der Vergleich hinkt. Die 2017er Pole-Zeit in dieser Klasse wurde mit 1:38,428 Minuten von Jorge Martin gefahren. Die schnellste MotoE-Runde von Granado war im Vergleich dazu nun weniger als 1,7 Sekunden langsamer.



Die einzige Frau im 18-köpfigen MotoE-Starterfeld 2019 - Maria Herrera - reihte sich beim Valencia-Test für das Angel-Nieto-Team fahrend im Tagesklassement am Montag auf P7 und am Dienstag auf P8 ein. Im Proberennen am Mittwoch kam die Spanierin auf P12 ins Ziel. Hingegen kam der zweimalige MotoGP-Vizeweltmeister Sete Gibernau mit seiner Energica Ego Corsa des Pons-Teams noch nicht so recht in die Gänge. Er beendete das Proberennen nur auf P15.

Derweil machte ein anderer Ex-MotoGP-Pilot mit einem spektakulären Sturz Schlagzeilen: Randy de Puniet stieg am Montag in Kurve 11 des Circuit Ricardo Tormo per Highsider von seiner LCR-Maschine ab und musste sich am Abend einer Röntgenuntersuchung am Fuß unterziehen. Diese ergab keine Brüche und de Puniet konnte den Testbetrieb am Dienstag wieder aufnehmen. Allerdings legte er gleich einen weiteren Sturz hin. Im Proberennen am Mittwoch war der Franzose dann der einzige Ausfall.

Den 18 MotoE-Piloten bleiben nun bis zum Saisonauftakt auf dem Sachsenring noch zweieinhalb Wochen Zeit, dann wird es ernst. Insgesamt sieht die Premierensaison 2019 mit dem angepassten Kalender sechs Rennen vor, wobei es in Misano und Valencia jeweils einen Double-Header mit zwei Rennen gibt.

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