Moto2-Test in Barcelona: Test neuer Reifenspezifikationen im

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Moto2-Test in Barcelona: Test neuer Reifenspezifikationen im

Beitrag von Redaktion » Di Jun 18, 2019 9:04 pm

Einen Tag nach dem MotoGP-Test ging in Barcelona noch der Moto2-Test über die Bühne - Vielen Runden, drei neue Reifen und fünf Stürze

Zwei Tage nach dem Grand Prix von Katalonien und einen Tag nach dem MotoGP-Test mit 25 Piloten legten schließlich noch 23 Moto2-Piloten (zusammen mit vier Moto3-Piloten) einen Testtag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ein. Dabei feilten die Piloten der mittleren WM-Klasse ihrerseits an einigen Einstellungen ihrer Bikes mit Triumph-Motoren und Dunlop-Reifen.

Was die Reifen betrifft, wurden drei neue Spezifikationen (eine für das Vorderrad und zwei für das Hinterrad) getestet. Allen voran Tom Lüthi hatte sich über die Reifenauswahl für das vergangene Rennwochenende beschwert. Offizielle Rundenzeiten wurden am Dienstag aber nicht veröffentlicht.

WM-Spitzenreiter Alex Marquez (Marc-VDS-Kalex), der die Rennen in Le Mans, Mugello und am Sonntag in Barcelona allesamt gewonnen hatte, drehte am Dienstag 97 Runden und konzentrierte sich auf Bewährtes. Teamkollege Xavi Vierge probierte derweil etwas Neues hinsichtlich der Abstimmung.



Die beiden Intact-Piloten Tom Lüthi und Marcel Schrötter legten ebenfalls einen produktiven Testtag hin. Lüthi, der das Rennen am Sonntag hinter Marquez als Zweiter beendete und auch in der aktuellem WM-Gesamtwertung hinter dem Spanier an zweiter Stelle liegt, feilte im Verlauf von 71 Runden an Feinheiten an der Abstimmung seiner Kalex.

"Es war ein sehr guter Test - viel besser als der Test, den wir hier vor einem Monat noch vor Mugello hatten", berichtet Lüthi. "Ich bin nicht gestürzt und wir haben wirklich viel gelernt. Wir konnten einige Sachen ausprobieren, die uns am Sonntag im Rennen noch gefehlt haben und wir konnten uns ein bisschen verbessern. Wir waren wirklich produktiv und haben viel aussortiert."

Schrötter drehte sogar 92 Runden und arbeitete zusammen mit seiner Crew intensiv an der Geometrie des Motorrads: "Der Test war wichtig, vor allem, weil wir uns momentan etwas schwerer tun. Wir hatten zwar zuletzt ein paar Tests, allerdings war ich da mit meinem gebrochenen Fuß angeschlagen. Jetzt bin ich wieder fit. Wir haben einiges getestet und sehr interessante Sachen gefunden. Ich fühle mich wieder viel wohler auf dem Bike."



Auch Jonas Folger griff am Testtag in den Lenker. Der Deutsche war am Rennwochenende nach knapp zwei Jahren Pause in die WM zurückgekehrt und gab in der Klasse, in der er 2015 und 2016 insgesamt drei Rennen gewonnen hatte, sein Comeback. Bei diesem kam er auf Platz 19 ins Ziel hat einiges über die aktuelle Kalex mit Triumph-Motor gelernt.

Am Dienstag setzte Folger seinen Lernprozess im Zuge von 68 Testrunden fort und ist zufrieden - nicht zuletzt deshalb, weil seine beste Runde laut Auskunft des Teams eine halbe Sekunde schneller war als seine persönliche Bestzeit am Rennwochenende. Auch beim anstehenden Rennwochenende in Assen wird Folger wieder für das Petronas-Team an den Start gehen.

"Es war wichtig, heute viele Runden gefahren zu sein, denn im Rennen hatten wir Probleme", so Folger und weiter: "Wir haben auch die neuen Reifen von Dunlop ausprobiert. Das war interessant, aber das Wichtigste waren die Runden mit den Reifen, die beim nächsten Rennwochenende zum Einsatz kommen werden. Hauptsächlich haben wir uns mit meinem Fahrstil, der Abstimmung und dem Fahrwerk befasst und dabei ein paar kleinere Dinge gelernt, die uns helfen könnten."



Vier Moto2-Piloten gingen im Verlauf des Testtages zu Boden, blieben aber allesamt unverletzt. Der aktuelle WM-Dritte Jorge Navarro (Speed Up) stürzte in der berüchtigten Kurve 10, Tetsuta Nagashima (SAG-Kalex) in Kurve 9, Jorge Martin (Ajo-KTM) in Kurve 1 und Steven Odendaal (RW-NTS) in Kurve 7.

Fabio DiGiannantonio (Speed Up) beendete den Testtag vorzeitig, nachdem er sich am Montag abseits der Strecke leicht verletzt hatte. Für das kommende Rennwochenende soll der Italiener aber nicht um einen Einsatz bangen müssen.

Zu den vier Moto3-Piloten, die am Dienstag ebenfalls Testrunden drehten, zählte WM-Spitzenreiter Aron Canet (Max-KTM). Der Spanier legte in Kurve 4 einen Sturz hin, blieb dabei aber wie seine gestürzten Moto2-Kollegen unverletzt.

Nach dem verlängerten Barcelona-Wochenende geht es für die Teams der Motorrad-WM weiter in knapp zwei Wochen. Vom 28. bis 30. Juni steht das Rennwochenende in Assen (Niederlande) auf dem Programm.

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