Warum nur Marc Marquez mit der 2019er-Honda siegen kann

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Redaktion
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Warum nur Marc Marquez mit der 2019er-Honda siegen kann

Beitrag von Redaktion » Do Mai 23, 2019 3:01 pm

Während Cal Crutchlow und Jorge Lorenzo nach dem richtigen Gefühl für die aktuelle Honda RC213V suchen, fährt Marc Marquez allen davon - Das ist seine Erklärung

Dass man mit der aktuellen Honda RC213V Rennen gewinnen kann, stellte Marc Marquez in dieser Saison bereits dreimal eindrucksvoll unter Beweis. Allerdings ist der Spanier momentan der einzige, der mit dem Motorrad Siege einfährt. Teamkollege Jorge Lorenzo und LCR-Pilot Cal Crutchlow gelingt das (noch) nicht.

Beide fahren wie Marquez das 2019er-Motorrad. Doch Crutchlow klagte zuletzt, dass es sich ganz anders als im Vorjahr anfühle, insbesondere auf der Bremse und am Kurveneingang. "Mit dem alten Bike habe ich ein viel besseres Gefühl und viel mehr Vertrauen als mit dem neuen", erklärt der Brite seine Probleme.

"Alle Honda-Fahrer haben ein etwas anderes Gefühl", entgegnet MotoGP-Weltmeister Marquez, "aber das Wichtigste für uns ist, dass ich, Cal und Jorge in dieselbe Richtung gehen, mit dem mehr oder weniger gleichen Set-up. Das ist positiv für Honda, denn es macht es einfacher für sie, das Motorrad zu verbessern."

Natürlich stellt auch er Unterschiede im Vergleich zum Vorjahrsmodell fest, kommt damit aber ganz offensichtlich besser zurecht. "Mit dem neuen Bike ist es so eine Sache. Mehr Drehmoment und Leistung führt zu Problemen in den Kurven. Das Motorrad wird schwieriger zu fahren", analysiert Marquez die Entwicklung.

"Viele Leute beobachten, dass Suzuki in den Kurven sehr stark ist, dafür haben sie aber weniger Drehmoment auf den Geraden. Es geht immer darum, die richtige Balance zu finden. Im Moment können wir mit den Nachteilen gut umgehen. Außerdem haben wir auch am Chassis ein paar Änderungen vorgenommen."

Marquez habe viele Vergleichstests auf verschiedenen Strecken absolviert und sich mit dem neuen Chassis immer besser gefühlt als mit dem alten, betont er. Und so fahren in dieser Saison neben ihm auch Lorenzo und Crutchlow damit. Der Brite ist allerdings weniger zufrieden als sein erfolgreicher Markenkollege.

"Ich kenne das Gefühl vom aktuellen Motorrad, aber mit dem Chassis vom Vorjahr habe ich mich viel, viel besser gefühlt", sagt er. Mit dem ist jetzt sein LCR-Teamkollege Takaaki Nakagami schnell unterwegs. Ein Wechsel kommt für Crutchlow nicht infrage. Der neue, stärkere Honda-Motor passt nicht zum 2018er-Chassis.

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2CV
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Warum nur MM mit der 2019er-Honda siegen kann

Beitrag von 2CV » Do Mai 23, 2019 6:33 pm

Da steht nicht warum. Außer daß er oder sie (Marquez redet ja in der aktuell so beliebten "wir"-Form), "im Moment gut mit den Nachteilen umgehen können. Außerdem haben wir auch am Chassis ein paar Änderungen vorgenommen.". Hmh. Ist das erst jetzt so? Das war doch die letzten Jahre schon so. CC hat ja eher nur in Ausnahmesituationen gewonnen, von regelmäßig kann man jedenfalls nicht sprechen. Und Pedrosa hat es auch nicht geschafft, oder seine Honda war nicht gleichwertig, da er nicht als Konkurrent zu MM gewünscht war.

Ich bin mir gar nicht so sicher, daß Crutchlows und Lorenzos Maschinen genauso fleißig geupdated und liebevoll gehegt, gepflegt und umgarnt werden wie MMs. Lor muß nur nicht schlechter als Pedrosa sein. Und CC sollte HCR schon gar nicht ans Bein pinkeln können, aber ruhig zum K-WM-Titel beitragen. Aber Bradl kommt aus dem Stand auf 10. Das passt hinten & vorne Alles nicht zusammen.

Was die Fahrer alle so an Pressetext runterschwurbeln, ist mir egal. Bei CC hört man schon dann&wann, daß das nicht dieselbe Maschine wie die von MM ist. Ist jedenfalls nichts Neues im Rennsport, daß ein Team oder eine Marke einen Fahrer, um es mal so zu sagen, extrem bevorzugt. Was natürlich in diesem konkreten Fall kein Beweis ist, sondern nur eine Möglichkeit. Man weiß es halt einfach nicht. Aber normal ist das Alles nicht.

Das Verblüffende ist, Marquez schont auch noch die Reifen am Besten - das steht aber völlig im Widerspruch zu dem, was man als seinen Fahrstil so darstellt (eher rodeomäßig). ...Manchmal wünsche ich mir, man ließe bei den Reifen wieder Wettkampf, also mehrere Hersteller zu. Das fördert immer die Entwicklung der Chose und ist zudem auch gerechter. Was weiß ich denn, wen Michelin bevorzugen soll; der Ex-Honda-Chef sitzt jetzt jedenfalls in der Dorna und ich schätze, der strickt dort nicht Wollpullis. Aber auch das nur Vermutungen in's Blaue hinein.

Letztlich steht man als Zuschauer da nur vor einer Menge wunderlicher Fakten, die vorn und hinten nicht zusammenpassen. Nein, ich weiß immer noch nicht, warum nur Marquez mit der Honda siegen kann. Und sowieso, warten wir doch erstmal diese Saison ab, bevor mit solchen endgültig wirkenden, aber reinen Suggestivbehauptungen zu kommen.

Clickbait. Los Jungs, jetzt haut euch, ihr müsst die Hofberichterstatter ernähren. ...
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

hAnD90
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Re: Warum nur MM mit der 2019er-Honda siegen kann

Beitrag von hAnD90 » Sa Mai 25, 2019 3:40 pm

2CV hat geschrieben:
Do Mai 23, 2019 6:33 pm
Das Verblüffende ist, Marquez schont auch noch die Reifen am Besten - das steht aber völlig im Widerspruch zu dem, was man als seinen Fahrstil so darstellt (eher rodeomäßig). ...Manchmal wünsche ich mir, man ließe bei den Reifen wieder Wettkampf, also mehrere Hersteller zu. Das fördert immer die Entwicklung der Chose und ist zudem auch gerechter. Was weiß ich denn, wen Michelin bevorzugen soll; der Ex-Honda-Chef sitzt jetzt jedenfalls in der Dorna und ich schätze, der strickt dort nicht Wollpullis. Aber auch das nur Vermutungen in's Blaue hinein.
Das mit den Reifen ist bei Michelin nie so ganz auszuschließen. Es steht schon seit 30+ Jahren im Raum, dass sie den absoluten Top Fahrern gerne mal noch einen besseren Reifen zuschieben. Rainey erzählt in seiner Biographie (1990): "Als ich sie zum ersten mal testete, waren wir bereits unter dem Rundenrekord, aber ich hatte noch Probleme mit dem Grip am Vorderreifen. Wir hatten das ganze Sortiment getestet, zumindest dachte ich das. Man hatte immer gehört, dass sie (Michelin) dem ein oder anderen Fahrer einen speziellen Reifen gaben. Dann telefonierte mein Reifentechniker mit seinem Chef, sie verschwanden im Truck und kamen mit einem anderen Reifen heraus und ich war sofort eine halbe Sekunde schneller. Da verstand ich es..."
Dass Rossi zu seinen Top Zeiten immer am Rennwochenende (auch als Michelin eigentlich konkurrenzlos Anfang der 2000er die Königsklasse dominierte) immer wieder spezielle Reifen gefertigt und eingeflogen bekam, ist ja auch hinlänglich bekannt.
Kann bei Marquez durchaus auch der Fall sein. Soll jetzt nichts von seinen genialen fahrerischen Qualitäten wegnehmen, aber das ist halt schon eine Geschichte, die sich bei Michelin über Jahrzehnte hinzieht.

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