KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

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Redaktion
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KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von Redaktion » Di Mai 14, 2019 11:13 am

Mit seinem Stahlchassis ist KTM in der MotoGP ein Exot, doch Firmenchef Stefan Pierer glaubt, dass das früher oder später zum Erfolg führen wird

Seit KTM 2017 in die MotoGP eingestiegen ist, geht der österreichische Hersteller seinen ganz eigenen Weg, um in der Königsklasse Fuß zu fassen. So setzte man im Gegensatz zur Konkurrenz von Beginn an auf einen Stahl-Gitterrohrrahmen und bleibt dieser Philosophie auch im dritten Jahr treu - wiederkehrender Kritik zum Trotz.

Auf das KTM-Chassis angesprochen, äußerten verschiedene Teamverantwortliche anderer Hersteller Zweifel daran, dass man damit langfristig Erfolg haben werde: "Es gibt viel Politik in diesem Team. Früher oder später müssen sie auf den Stahlrahmen verzichten, weil sich bereits gezeigt hat, dass er hier nicht funktioniert", so die Diagnose.

KTM-Chef Stefan Pierer widerspricht dieser Sichtweise im Gespräch mit 'Motorsport-total.com' vehement. "Wir werden den Gitterrohrrahmen nie beiseite schieben, denn er ist einer der Hauptvorteile unserer Motorräder", sagt er. "Sie gewinnen Flexibilität und verlieren Gewicht. So beherrschen wir das Motorradfahren in vielen Disziplinen."



"Wir brauchten elf Jahre, um im Supercross zu gewinnen, aber dann gewannen wir fünf Titel in Folge. Bei der Dakar brauchten wir sieben Jahre, um das Gleiche zu tun, und jetzt nennen wir 18 Triumphe nacheinander unser Eigen. Wir brauchen vielleicht zehn Jahre, aber früher oder später werden wir auch in der MotoGP dominieren."

Der letzte Hersteller, der vor KTM auf ein Stahlchassis setzte, war Ducati. Allerdings nahm man mit der Ankunft von Valentino Rossi im Team davon Abstand und schwenkte 2012 schließlich auf den konventionellen Aluminium-Rahmen um. Diesen Weg schließt KTM-Boss Pierer für die österreichische Marke kategorisch aus.

"Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir verlieren", ist er überzeugt. "KTM ist aus zwei Gründen im Rennsport tätig. In erster Linie, um Innovationen einzuführen, aber dann natürlich auch, weil wir Motorräder verkaufen wollen. Ducatis MotoGP-Bikes haben nichts mit denen zu tun, die man in den Geschäften kaufen kann", so Pierer.



"Werfen Sie doch mal einen Blick auf deren Zahlen (53.000 Motorräder im Jahr 2018 laut Werksangaben) und auf unsere (261.000 Motorräder)... Für mich sind Rennen nicht nur Emotionen, und deshalb lautet mein Motto: 'Am Sonntag gewinnen und am Montag verkaufen'", erklärt der Firmenchef seine Strategie selbstbewusst.

Bis der erste MotoGP-Sieg fällt, wird es aber wohl noch eine Weile dauern. Bisher schaffte es KTM einmal aufs Podest. Das war 2018 beim Saisonfinale in Valencia, als Pol Espargaro einen dritten Platz einfuhr. Sein neuer Teamkollege Johann Zarco blieb bisher hinter den Erwartungen zurück und musste von Pierer harte Kritik einstecken.

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karlchen1111
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von karlchen1111 » Di Mai 14, 2019 2:30 pm

Richtig Herr Pierer, nur nichts ändern. Die Anderen machen es falsch, deshalb sind sie ja vor ihnen.

mamola
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von mamola » Di Mai 14, 2019 6:05 pm

Pierer ist und war schon immer ein Unsympath und Aufschneider.

MotoGPFan1977
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von MotoGPFan1977 » Di Mai 14, 2019 6:13 pm

Jein ;)

Ich finde das querdenker die Welt verändern.
Vielleicht ist das ja der richtige Weg.
Natürlich durchlaufen sie grade eine schwere Zeit aber das muss ja nicht bedeuten,dass sie sich auf dem Holzweg befinden 🤔
Ich kann über dem ktm Chef nix sagen, kenne ihn ja auch nicht :)

Yamaha lief auch jahrelang immer vor die Pumpe.
Da kam rossi und die gewannen Titel über Titel.

Warum nicht auch ktm??

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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von Discuss » Di Mai 14, 2019 7:36 pm

Redaktion hat geschrieben:
Di Mai 14, 2019 11:13 am
Der letzte Hersteller, der vor KTM auf ein Stahlchassis setzte, war Ducati. Allerdings nahm man mit der Ankunft von Valentino Rossi im Team davon Abstand und schwenkte 2012 schließlich auf den konventionellen Aluminium-Rahmen um.
Das ist nicht richtig! Es stimmt zwar, dass Ducati der letzte Hersteller war, welcher ebenso wie jetzt KTM auf einen Gitterrohrrahmen aus Stahl setzte. Allerdings kehrte Ducati bereits ab der Saison 2009 und damit zwei Jahre vor der Ankunft von Valentino Rossi - also noch mit Casey Stoner - diesem Stahlrahmen den Rücken. Die GP9 für die Saison 2009 besaß erstmalig einen Carbonrahmen mit dem Motor als (mit)tragendes Element. Mit diesem Rahmen fuhr man drei Jahre, inkl. dem 1. Jahr von Rossi bei Ducati. Zur Saison 2012 - Rossis zweiter und gleichzeitig letzter Saison dort - wurde im Zuge der Umstellung von den 800ccm Motoren auf 1000ccm auch dieser Carbonrahmen durch einen "konventionellen" Aluminium-Rahmen ersetzt. Rossis Erfolge mit Ducati blieben aber auch mit dem Aluminiumrahmen ebenso "bescheiden" wie im Jahr zuvor mit dem anderen Rahmenkonzept. VR46 ging schließlich zur Saison 2013 wieder zurück zu Yamaha...
Zuletzt geändert von Discuss am Di Mai 14, 2019 7:53 pm, insgesamt 4-mal geändert.

Smokey
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von Smokey » Di Mai 14, 2019 7:45 pm

- Individuell = geil? Ich erinnere nur an das grenzenlos gescheiterte Nissan-LMP1-Projekt. Ein LMP1-Renner mit Frontantrieb war natürlich ein ziemlich eigenständiges Konzept, aber auch zum Scheitern verurteilt. Bei KTMs Stahl-Chassis wird es (im geringeren Maße) wahrscheinlich ähnlich sein.
- "Win on Sunday, sell on Monday" funktioniert mittlerweile nicht mal mehr bei NASCAR, absolut lächerlich mit solchen Sprüchen rumzuwerfen. Mal davon abgesehen, dass die RC16 wenig mit den Straßenmotorrädern von KTM zu tun hat...

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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von Discuss » Di Mai 14, 2019 8:06 pm

Redaktion hat geschrieben:
Di Mai 14, 2019 11:13 am
"Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir verlieren", ist er überzeugt. "KTM ist aus zwei Gründen im Rennsport tätig. In erster Linie, um Innovationen einzuführen, aber dann natürlich auch, weil wir Motorräder verkaufen wollen. Ducatis MotoGP-Bikes haben nichts mit denen zu tun, die man in den Geschäften kaufen kann", so Pierer.
Das ist eine ziemlich arrogante Aussage von Pierer!
Alle Experten sind sich einig, dass die käufliche Ducati Panigale V4R, die in diesem Jahr zum ersten Mal an der Superbike WM teilnimmt, so nahe an der MotoGP dran ist wie kein anderes Superbike vor ihr - und zwar herstellerübergreifend!
Ob dagegen KTM jemals ein Superbike bauen und verkaufen wird, das auch nur annährend so nahe an der MotoGP dran sein wird wie Ducatis neues Superbike, speziell hinsichtlich der Motorentechnik (KTM verwendet beim MotoGP Bike pneumatische Ventile, während Ducati die Desmodromik sowohl in der MotoGP als auch bei all' seinen "Straßenbikes" einsetzt), muss doch stark bezweifelt werden.

HelicopterDiarrhea
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von HelicopterDiarrhea » Di Mai 14, 2019 10:43 pm

Smokey hat geschrieben:
Di Mai 14, 2019 7:45 pm
- Individuell = geil? Ich erinnere nur an das grenzenlos gescheiterte Nissan-LMP1-Projekt. Ein LMP1-Renner mit Frontantrieb war natürlich ein ziemlich eigenständiges Konzept, aber auch zum Scheitern verurteilt. Bei KTMs Stahl-Chassis wird es (im geringeren Maße) wahrscheinlich ähnlich sein.
- "Win on Sunday, sell on Monday" funktioniert mittlerweile nicht mal mehr bei NASCAR, absolut lächerlich mit solchen Sprüchen rumzuwerfen. Mal davon abgesehen, dass die RC16 wenig mit den Straßenmotorrädern von KTM zu tun hat...
Stahlrahmen, WP Suspension, V Motor, Orange schwarzer Lack und Brembo Bremserei. All das trifft auch auf die 1290 Super Duke zu - also so unrecht hat der Herr Pierer nicht.

boniac78
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Re: KTM-Chef Pierer: "Wenn wir Ducatis Weg folgen, werden wir ve

Beitrag von boniac78 » Mi Mai 15, 2019 4:30 pm

@helicopterdirrhea ..und zwei Räder hat sie auch! :confused:
Selten dumme Argumente. Naja, Nomen est omen
Eine RC16 hat wohl eher Gemeinsamkeiten mit einem Liebherr-Kran....

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