"Platz sechs nicht gut genug": Danilo Petrucci trifft falsch

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"Platz sechs nicht gut genug": Danilo Petrucci trifft falsch

Beitrag von Redaktion » Di Mär 12, 2019 2:55 pm

Platz sechs im ersten MotoGP-Rennen im Ducati-Werksteam: Warum Danilo Petrucci im Rückblick eine falsche Reifenwahl getroffen hat und was beim Start los war

Danilo Petrucci beendete sein erstes MotoGP-Rennen im Ducati-Werksteam auf dem sechsten Platz. Im ersten Moment nach der Zieldurchfahrt auf dem Losail-Circuit saß der Italiener mit keinem glücklichen Gesichtsausdruck in der Box. "Vom Ergebnis bin ich enttäuscht, denn ein Podestplatz oder zumindest die Top 5 waren mein Ziel", sagt der Italiener. "Der sechste Platz ist für mich nicht gut genug. Aber es kommen noch 18 Rennen und ich muss so konstant wie möglich sein. Das ist das Ziel."

Im Laufe des Rennens hatte Petrucci mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen. Zunächst verpatzte er den Start komplett. Nach der ersten Runde befand sich die Nummer 9 nur an der zehnten Stelle. "Ich habe die Kupplung zu schnell kommen lassen. Das war mein Fehler", ärgert er sich. Die neue Vorspannung, die Ducati für einen besseren Start entwickelt hat, traf somit keine Schuld. "Mein Start war nicht gut und ich musste viele Positionen aufholen. Das war eine verpasste Gelegenheit."

Er arbeitete sich aber rasch durch das Feld. Bei Rennhalbzeit war Petrucci schon an der dritten Position. Einfach war die Aufholjagd aber nicht: "Als ich alleine gefahren bin, war es gut, aber in der Gruppe war es schwierig, spät zu bremsen. Als ich Dritter war, war meine Pace okay, aber es war unmöglich, näher zu kommen. Im Nachhinein würde ich den Medium-Vorderreifen auswählen." Petrucci hatte sich für andere Reifen als sein Teamkollege Andrea Dovizioso entschieden (zur Reifenliste).



Dovizioso fuhr vorne und hinten mit dem Medium-Reifen. Petrucci hatte vorne und hinten die weiche Mischung montiert. Damit war "Petrux" schon beim Test eine konstant schnelle Rennsimulation gefahren. Die Reifenwahl erschien logisch. "Wenn ich alleine fahre, ist für mich der weiche Vorderreifen besser. Aber wenn man in der Gruppe überholen muss, dann kann man den weichen Vorderreifen nicht verwenden. In einigen Streckenabschnitten war ich schneller, in anderen langsamer. Das Problem war, dass auf der Bremse alle nach innen gezogen sind und ich meine Position nicht verteidigen konnte."

"Ich habe im Vorjahr den Podestplatz verloren, weil ich mit dem weichen Vorderreifen gefahren bin. Jetzt ist mir das wieder passiert. Vielleicht habe ich im nächsten Jahr die Lektion gelernt", lacht Petrucci. "Nein, so blöd bin ich nicht. Wir haben gesehen, dass die Temperatur um 19:30 Uhr stark gesunken ist. Als wir um 19:45 den Reifen entschieden haben, sank die Temperatur weiter. Das Problem war, dass dann die Temperatur nicht so wie am Samstag weiter gesunken ist, sondern konstant geblieben ist."

Außerdem hatte der 28-Jährige ein weiteres Handicap: "Wir müssen auch checken, warum mein Motorrad auf der Geraden nicht so schnell war. Deshalb musste ich mich in der ersten Kurve verteidigen. Beim Test war mein Motorrad eines der schnellsten auf der Geraden, aber am Rennwochenende war mein Motorrad langsamer." Mit seinem Einstand im Werksteam ist Petrucci halbwegs zufrieden. Trotz der Probleme gibt es auch ein positives Fazit: "Für die WM sind es gute Punkte und ich bin das ganze Rennen in der Spitzengruppe gewesen. Natürlich hätte ich es gerne auf das Podest geschafft. Das nächste Mal will ich es besser machen."

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