Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

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Redaktion
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Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von Redaktion » Di Mär 12, 2019 11:29 am

Nach langer Verletzungspause hat sich Cal Crutchlow beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar eindrucksvoll zurückgemeldet - Operierter Knöchel im Rennen kein Problem

Dass Cal Crutchlow beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar einen Podestplatz einfahren würde, damit hatten wohl nur wenige gerechnet, er selbst am wenigsten. "Wenn du mich nach dem Warm-up - da war ich Vierzehnter - gefragt hättest, ob ich es aufs Podium schaffen würde, hätte ich lachen müssen", gab der LCR-Honda-Pilot nach seinem dritten Platz am Sonntag zu.

Im vergangenen Jahr hatte sich der Brite bei einem Trainingssturz auf Phillip Island einen schweren Knöchelbruch zugezogen und musste mehrfach operiert werden. Die letzten drei Saisonrennen sowie die Tests in Valencia und Jerez verpasste Crutchlow. Erst in Sepang kehrte er auf das seine Honda zurück. Viele Chancen rechnete er sich bei seinem ersten Grand Prix nach der Verletzung nicht aus.

"Wir wussten an einem bestimmten Punkt nicht einmal, ob ich überhaupt zurückkommen würde, geschweige denn ob ich konkurrenzfähig sein würde", gesteht der 33-Jährige. Sein Comeback mit einem Podest feiern zu können, sei deshalb wie ein "Traum", erst recht nach einer schwierigen Vorsaison: "Die Tests waren für mich verschwendete Zeit und auch dieses Wochenende war nicht einfach."



Wie Honda-Markenkollege Marc Marquez, der in Katar Zweiter wurde, hatte auch Crutchlow Probleme mit dem Vorderreifen. "Marc und ich hatten eine sehr ähnliche Taktik, um zu versuchen, den Hinterreifen zu schonen. Wie Marc sagte, mussten wir an diesem Wochenende vor allem mit dem Hinterreifen fahren, um das Motorrad sicher durch die Kurven zu bringen."

Die Strategie ging auf: Crutchlow konnte sich in der Führungsgruppe behaupten, und das obwohl es dort zuweilen ziemlich turbulent zuging. "Beim Start fühlte ich mich sehr gut, aber dann haben mich einige überholt und es wurde wild. Die sind gefahren wie die Verrückten. Ich wusste, dass ich an ihnen vorbei muss, um einen guten Rhythmus zu finden und weich zu fahren", erklärt der Honda-Pilot.

Sein operierter Knöchel machte ihm dabei keine Probleme, dafür aber sein Hintern. Der hatte im Pulk nämlich einen ordentlichen Hieb bekommen. "Jemand hat mich mit seiner Fußraste getroffen und ich spürte meine linke Pobacke für etwa 15 Runden nicht mehr", erzählt Crutchlow. "Keine Ahnung, wer das war, aber ich muss ihm seine Fußraste zurückgeben, die steckt immer noch in meinem Hintern."

Trotz dieser "Behinderung" biss der Brite die Zähne zusammen - das Podium im Visier: "Nach der Hälfte des Rennens wusste ich, dass ich die Pace für einen Podestplatz habe. Ich wusste, wo und wann ich pushen muss. Das hat am Ende zum Erfolg geführt." Im Ziel lief er mit nur 0,320 Sekunden Rückstand auf die Spitze knapp vor Suzuki-Konkurrent Alex Rins ein.

"Es ist ein toller Start in die Saison", freut sich Crutchlow. "Ich muss vielen Leuten danken, denn nur mit ihrer Hilfe kann ich überhaupt wieder laufen, geschweige denn Rennen fahren. Das war kein leichter Weg. Ich wollte einfach wieder ein normales Leben führen und in der Lage sein zu laufen. Das hat geklappt. Immer noch Motorrad fahren zu können, ist wie ein Bonus."

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Doitright
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Re: Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von Doitright » Di Mär 12, 2019 12:39 pm

Glückwunsch an CC. Aber wie hat er dass nur auf der unfahrbaren Honda geschafft?

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Döskopp
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Re: Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von Döskopp » Di Mär 12, 2019 3:07 pm

Doitright hat geschrieben:
Di Mär 12, 2019 12:39 pm
Glückwunsch an CC. Aber wie hat er dass nur auf der unfahrbaren Honda geschafft?
Ich würde lapidar meinen...
Redaktion hat geschrieben:
Di Mär 12, 2019 11:29 am
Wie Marc sagte, mussten wir an diesem Wochenende vor allem mit dem Hinterreifen fahren, um das Motorrad sicher durch die Kurven zu bringen."
... er hat MM kopiert. :naughty:

Hoffentlich gelingt ihm dies öfters. :top:

2CV
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Re: Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von 2CV » Di Mär 12, 2019 3:19 pm

Doitright hat geschrieben:
Di Mär 12, 2019 12:39 pm
Glückwunsch an CC. Aber wie hat er dass nur auf der unfahrbaren Honda geschafft?
Die ist nicht unfahrbar, sondern wahrscheinlich mit der Duc aktuell das beste Bike. Wobei niemand weiß, wo Yam mit Zarco wäre, aber hätte, wäre, wenn... Apropo hätte: Ich hätte ja an Hondas Statt CC geholt und nicht JL -- andererseits ist JL so als Gegner ausgeschaltet.
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

hAnD90
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Re: Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von hAnD90 » Di Mär 12, 2019 4:50 pm

2CV hat geschrieben:
Di Mär 12, 2019 3:19 pm
Wobei niemand weiß, wo Yam mit Zarco wäre, aber hätte, wäre, wenn... Apropo hätte: Ich hätte ja an Hondas Statt CC geholt und nicht JL -- andererseits ist JL so als Gegner ausgeschaltet.
In etwa da, wo KTM gerade mit Zarco ist? :D
Nein, nichts gegen ihn, er ist ein klasse Fahrer, aber letzte Saison waren seine Leistungen nach dem Sturz in Le Mans auch weitgehend mager.

2CV
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Re: Comeback nach Verletzung: Podium für Crutchlow wie ein "Trau

Beitrag von 2CV » Mi Mär 13, 2019 2:58 am

hAnD90 hat geschrieben:
Di Mär 12, 2019 4:50 pm
In etwa da, wo KTM gerade mit Zarco ist?
Bei aller Liebe, selbst mit Marquez wäre KTM nicht auf dem Podium. Auf Zarcos Durchhänger nach LeMans hinzuweisen ist berechtigt. Seltsam, ja. Andererseits war seine Vorstellung anfangs seltsam, oder positiv ausgedrückt, sensationell. Und die Ergebnisse nach LeMans eben das, was auf der Satelliten-Yam ab Mitte der Saison (wegen Nichtentwicklung) überhaupt möglich ist, also normal. Anders gesagt (aber letztlich Fahrradkette): Hätte er damals auf der Werks-Yam gesessen, wäre der Durchhänger nicht geschehen, a) weil das Bike entwickelt wurde, b) weil die Zukunft in einem 1A-Team gesichert gewesen wäre. Es ist ja bekannt, daß Zarco seinen Manager am Liebsten ungespitzt durch den Boden gehauen hätte als er von dem abgeschlossenen KTM-Vertrag erfuhr, er wollte ja zu Honda, die hatten angefragt, aber ging nicht mehr wegen eines abgeschlossenen KTM-Vertrages. Mag sein, daß das zu seinem "Durchhänger" beitrug, denn KTM bedeutete garantierte Zweitklassigkeit. Aber wie gesagt, hätte, wäre, wenn, jetzt sitzt er auf einem zweit- oder gar drittklassigem Bike, das mit dem WM-Titeltraum in der MotoGP hat sich wohl endgültig (er ist ja nicht mehr jung), also Geld verdient ein paar Jahre, Spaß gehabt auf einem der schnellsten Bikes der Welt (sind ja alle heiß, diese Teile - selbst das schlechteste von den MotoGP-Bikes wäre für Otto Normalmotorradfahrer immer noch ein Traum -) und gut ist. ...Muß man als potentieller WM-Titel-Fahrer auch erstmal verdauen. Ich glaube, Zarco sitzt manchmal im Bett und der potentielle WM in ihm ärgert sich grün&gelb und er rauft sich die Haare und hat Bauchschmerzen. C'est la vie. Da muß er nun drüber weg. Aufhören oder ein paar Jahre für Geld rumheizen, das sind jetzt seine Alternativen. Vielleicht wird Suzuki in den nächsten Jahren titelfähig und sie holen ihn? Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, ne? :D

However, Zarco ist nur deswegen Teil meines Kommentars gewesen weil ich mir gar nicht so sicher bin, daß die Yam wirklich sooooo grottenschlecht ist. Mit dem für sie richtigen Fahrer drauf könnte sie vielleicht mit Honda und Duc konkurrieren. Betonung auf vielleicht (!), denn es kann auch sein, daß die Yam tatsächlich nicht gut ist. So jedenfalls muß Yam nun solange weiterentwickeln, bis das Teil endlich auf Viñales oder Rossi (wieder) maßgeschneidert ist. Dann kommen jene Hundertstel Sekunden, die der Fahrer heutzutage im Zeitalter der Elektronik überhaupt noch ausmachen kann, die aber für's Podium nötig sind.
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