Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

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Redaktion
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Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Redaktion » Mo Sep 14, 2020 2:26 pm

Um die Fahrer besser auf Gefahrensituationen hinweisen zu können, experimentiert die MotoGP mit einem Funksystem - Testpilot Stefan Bradl gibt erstes Feedback

Seit in der MotoGP eine verschärfte Gelbe-Flaggen-Regel gilt, hat es immer wieder Vorfälle gegeben, in denen Fahrern Runden gestrichen wurden und diese sich nachher beschwerten, die Flaggen nicht rechtzeitig gesehen zu haben - wie etwa Pol Espargaro (KTM) im Qualifying zum Grand Prix von Tschechien in Brünn.

Valentino Rossi (Yamaha) forderte deshalb ein verbessertes Anzeigesystem - etwa mit gut sichtbaren Displays am Streckenrand wie etwa in der Formel 1. Darüber hinaus wird auch an einem Funksystem gearbeitet, das Honda-Pilot Stefan Bradl am Trainingsfreitag in Misano im Auftrag der Dorna erstmals testete.

"Ja, die Dorna kam zu mir, um etwas in Bezug auf die Funkverbindung zum Fahrer auszuprobieren. Da geht es um das Thema Sicherheit, wenn zum Beispiel ein Sturz passiert. Bei dem Tempo, das wir im Rennen haben, und dem Verkehr ist es manchmal schwierig, die gelben oder roten Flaggen zu sehen. Also haben wir in der Sicherheitskommission diskutiert, um eine Lösung zu finden", so Bradl.



Es gehe in erster Linie darum, die Fahrer für Gefahrenstellen besser zu sensibilisieren. "Dafür haben wir ein System ausprobiert, wie sie es wahrscheinlich in der Formel 1 jeden Tag benutzt wird: Funk. Das war das System, das ich hier ausprobiert habe, und es hat gut funktioniert", resümiert Bradl den ersten Testlauf.

Carlos Ezpeleta, Sportdirektor der MotoGP, erklärt, dass das Ganze auf Initiative der Fahrer entstanden ist: "Nach den Vorfällen in Österreich (schwere Unfälle führten zum Rennabbruch; Anm. d. R.) sprachen wir mit einigen Fahrern der Sicherheitskommission, und sie baten darum, dass wir das Funksystem noch einmal ausprobieren."

"Wir hatten dies in der Vergangenheit mit verschiedenen Fahrern getestet, und sie sagten, dass es ein wenig störend sei. Aber jetzt, da sich die Technologie in den vergangenen Jahren stark verbessert hat, beschlossen wir, es noch einmal auszuprobieren. Und der Test verlief ziemlich gut. Es ist nur ein allererster Versuch, um zu sehen, was in Zukunft verbessert werden muss", hält Ezpeleta fest.



Gedacht sei das System zunächst für die Kommunikation der Rennleitung hin zum Fahrer - etwa mit zuvor aufgezeichneten Nachrichten über Flaggensignale, Strafen und Ähnliches. "Das ist die Idee dahinter. Für die Zukunft könnte es, wenn die Teams und Fahrer sich einig sind, auch für die Kommunikation der Teams geöffnet werden."

Dann wären also auch sie in der Lage, ihren Fahrern Nachrichten via Funk zukommen zu lassen. Und mehr noch: Ezpeleta kann sich auch vorstellen, die Kommunikation der Fahrer zurück zu den Teams zu erlauben. Doch noch ist das Zukunftsmusik, denn erst müssen die technischen Grundlagen dafür eruiert werden. Und diese gestalten sich, anders als im Autorennsport, doch etwas komplizierter.

"Es ist sehr herausfordernd, deshalb haben wir in der Vergangenheit mit diesem Projekt aufgehört. Die Fahrer befinden sich ständig in Bewegung und der Lärm des Motorrads ist sehr laut. Das System befindet sich in der Lederkombi und muss angeschlossen werden, und das ist eine große Herausforderung", erklärt Ezpeleta die Hürden.



"Aber ich denke, auch wenn es nicht so einfach wie in einem Auto ist, wollen wir, dass die Fahrer in Zukunft vor allem mit der Box sprechen können. Mit der Zeit werden wir vielleicht ein gutes System finden können." Um die nächsten Schritte zu gehen, soll das System an diesem Dienstag in Misano von weiteren Fahrern getestet werden.

Bradl wird dann nicht dabei sein, zieht aber nach seinem ersten Kontakt damit ein positives Fazit: "Ich bekam einige Meldungen wie eine Warnung bezüglich der gelben Flagge, und die Stimme, die ich im Ohr hatte, war in Ordnung. Ich konnte sie sehr gut hören und es war auch nicht gefährlich oder hat mich abgelenkt. Also von diesem Standpunkt aus gesehen leisten sie bereits gute Arbeit."

Allerdings müssten noch bessere Lösungen gefunden werden, "denn wir bewegen uns im Vergleich zu den Formel-1-Fahrern viel mehr mit dem Kopf, und auch der Lärm ist manchmal anders", gibt Bradl zu bedenken. Auch der Windeffekt sei, wenn sich der Fahrer aus der Verkleidung bewegt, viel stärker und beeinträchtige das Hören.



"Deshalb müssen wir bessere Verbindungen ins Ohr finden, auch um den Lärm abzudecken. Aber ich glaube, wir haben bereits einige Ideen, sodass wir schnell vorankommen können, um das System für die Zukunft einzuführen", sagt der Deutsche abschließend. Und Ezpeleta ergänzt, dass es dabei allein nicht bleiben soll.

"Wir arbeiten an verschiedenen Möglichkeiten mit den Fahrern und mit der Technologie, die wir haben. Wir arbeiten auch mit FIM an den Rennstrecken, um bald Leuchttafeln zu haben. Und das ist nur eine weitere Möglichkeit, um immer in der Lage zu sein, den Fahrern so viele Informationen wie möglich zukommen zu lassen."

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karlchen1111
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von karlchen1111 » Mo Sep 14, 2020 3:50 pm

Wenn Ihr den Sport auch noch kaputt machen wollt führt den Funk ein. Wenn es nur um Warnungen geht kann man die Dispayfarbe von der Box aus verändern und schon weiß der Fahrer bescheid. Gelb unterlegt = Gefahr. Rot= Langsam fahren reinkommen. Mehr muss nicht mitgeteilt werden sonst wird es wie in der F1. Da sagen sie den Fahrern wenn Kurven kommen.

Danijel_Nico
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Danijel_Nico » Mo Sep 14, 2020 3:57 pm

Ich schätze mal dass der gute Herr Ezpeleta eher mehr Wert auf das Traditionelle legt, denn es kann mir keiner sagen dass die bereits montierten und in Betrieb genommenen Leuchttafeln bei den "F1" Strecken nicht auch für die MotoGP hätten aktivieren werden können. Das wäre auch gleich eine gute Gelegenheit, Feedback der Fahrer einzusammeln.
Aber naja...
Wahrscheinlich rennt da mehr hinter den Kulissen als wir uns denken.

Dass das mit dem Funk eher komplizierter ist kann ich mir schon denken, wäre aber toll mal die Reaktionen der Fahrer im Helm zu hören :lol: bin aber eher kein Fan vom Funk, evtl. LEDs im Helm drinnen, die der Fahrer im Augenwinkel sehen kann

enrgy
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von enrgy » Mo Sep 14, 2020 6:00 pm

headup display im helm oder verkleidungsscheibe, mit vorgabe der ideallinie wie im computerspiel...

als warnsystem ok, aber bitte kein bidirektionaler funk wie in der f1, dann werden dort auch bald die optimalen kurvengeschwindigkeiten fürs reifenmanagement durchgegeben...ist ja jetzt schon so, daß die angezeigt bekommen, welches mapping sie nehmen müssen, um nicht trocken zu fahren. :kotz:

VTR1000F
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von VTR1000F » Mo Sep 14, 2020 9:43 pm

Ich sehe das genauso kritisch wie karlchen. Diese ganze Kommunikation macht für mich die Formel 1 sowie den Radsport kaputt :flop: . Wenn überhaupt dann nur über Leuchten im Cockpit informieren und auch nur Einweg, von der Rennleitung zum Motorrad. Lang lebe die Boxentafel ;)

Nick Knatterton
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Nick Knatterton » Di Sep 15, 2020 8:39 am

Der gute "Ezpeleta" sollte am besten mal die Kommentar bei Motorsport Total lesen, dann wäre die Thematik bereits lange umgesetzt. :emb:
Als Abhilfe für den "angeblichen Grund" würde ein gelbes Blinklicht im Dashboard reichen.
Aber darum geht es gar nicht. Übrigens werden Fahrer wie Espargaro auch die nicht sehen.
Es geht darum die Moto GP zur Idiotenformel auf zwei Räder zu machen. Genau genommen ist sie das bereits. :betrunken:

Bevor also die geneigte Oma und Opa auf dem Sofa einschlafen, weil nur der Führende gezeigt wird und der im gleichbleibenden Abstand fahrende zweite, muß etwas gespielte Dramatik dazu kommen.
Quasi "der gespielte Witz" per Flurfunk.

Der Zuschauer darf sich dann die KTM Mentalstrategie per unverständlicher Funkbefehle anhören und darüber philosophieren, was denn eigentlich gesagt wurde.
Gas is rechts
Pokal oder Spital
Mepping 3 Pol, scholt um af Meppig 3 (Zeigt die Uhrzeit in Echtzeit an :lol: )

Am Ende Interview mit P. Espargaro warum es erneut nicht für das Treppchen gereicht hat.
Die Kernaussage wird sein: Ich hab mich so verjagt, der Funk war viel zu laut und Mapping 3 hat nicht funktioniert. Ich konnte nichts machen. Wir müssen den Fehler finden und darauf hoffen das Mapping 3 das nächste mal läuft. :zzz:

Ingmar71
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Ingmar71 » Di Sep 15, 2020 1:56 pm

Hervorragend, unbedingt genau so machen!!! Damit verkommt dann eine der letzten sehenswerten Serien zum arschlangweiligen Strategiepoker ala F1! Heulen oder Lachen? ... ich weiß es nicht...

Kirk Conaway
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Kirk Conaway » Di Sep 15, 2020 8:00 pm

Entwicklung ist gut. Sagt man. Fortschritt muss sein. Glaubt man. Laut Wikipedia wird Motorsport (Rennen) wie folgt definiert: Motorradsport ist das Fahren von Motorrädern und Motorrädern mit Seitenwagen im sportlichen Wettkampf.

Man steigt auf den Bock, fährt gegeneinander und einer gewinnt. Hat so viele Jahre toll funktioniert. Die Massen waren begeistert, die Fahrer Macher. Dann kamen die Verbände und immer mehr Regeln. Und Regeln lähmen den Sport. (Jaja, manche grundlegenden Regeln muss es geben.)

Tatsache ist, die MotoGP wird immer langweiliger. Nicht nur wegen MM. Das gesamte Regelwerk wird immer F1 konformer, in sich unspektakulärer und schlussendlich unglaubwürdig als SPORT!

Da bin ich raus...

Nick Knatterton
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Nick Knatterton » Mi Sep 16, 2020 8:12 am

Das Schicksal einer jeden Rennserie trifft auch die Moto GP.
Wobei dort in einzigartiger Manier nichts unterlassen wird, um deren vorzeitigen Tod noch zu beschleunigen.

Wenn es nicht so traurig wäre, eigentlich zum schieflachen komisch.

Wenn die Moto GP als angebliche Königsklasse in der Zukunft eine Daseinsberichtigung haben möchte, findet sich diese nur in:
back to the roots. Sicherlich nicht durch Hilfseinrichtungen für Volldeppen, die nicht einmal mitbekommen ob und wer direkt neben ihnen fährt.


EINFACHHEIT IST DAS RESULTAT DER REIFE !

Friedrich Schiller

Es geht doch angeblich darum, den besten Fahrer der Welt zu finden oder ?
Oder war es doch eher der Synchronfahr-Wettbewerb für grenzdebile Ausredenkönige.

Uccios nightmare
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Uccios nightmare » Mi Sep 16, 2020 10:10 am

Einspruch euer Ehren!

So schlecht ist es nun auch wieder nicht!

Momentan sind 5 Werke !!!! Siegfähig, wenn ich mich nicht irre haben 7 verschiedene Fahrer in den letzten 2 Jahren gewonnen, die Top 10 sind oft innerhalb von 0,5 Sekunden.

Jetzt vergleiche mit früher, es siegte nur 2 oder 3 Leute, Abstände in den Top 10 von fast 2 Sekunden, die Siege wurden unter 2 Hersteller aufgeteilt, wenn überhaupt.

Sicher ist nicht alles Top, aber, man muß es auch nicht schlechter machen als es ist.
Motorräder mit 300 PS sind ohne Elektronik nicht mehr zu fahren.
Die ersten 500cc hatten gerade einmal putzige 120 PS und ein Drehmoment das eher eine lachnummer gegen heute ist.

Wie gesagt, ihr habt recht dass die MotoGP nicht formeleinsisiert wird, aber ganz so schlecht ist sie auch nicht. Besonders da man nicht voraussagen kann wer gewinnen wird.

Biker748
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Biker748 » Mi Sep 16, 2020 12:51 pm

Ich sehe es schon kommen, wenn man dieses "System" ersetzt und man einem Fahrer eine Nachricht auf die Ohren sendet, er den Lenker verreisst und abschmiert, weil er erschrocken ist, da er Hochkonzentriert ist.
Man kann es nicht mit einem Autofahrer vergleichen, der einigermaßen "entspannt" im Auto sitzt und vier Räder unter seinem Hintern hat.

Man ist absolut Fokussiert auf sein Tun und Handeln und auf einmal schreit einem einer was und die Ohren!

>Den Blödsinn sollte man lassen und dafür bei Gefahren auf dem Dashboard warnen, helles gelb Achtung Gefahr eventuelle noch die Kurvennummer dazu und rot Abbruch, mehr braucht es nicht, auch braucht man keine F1 2.0 in der MotoGP.

Nick Knatterton
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Nick Knatterton » Mi Sep 16, 2020 1:10 pm

Das hohe Gericht gibt aber zu bedenken:
Zum Ende der 500er Ära haben die Motoren je nach Wetterlage zwischen 220 und 230PS abgedrückt !

knallharte 220 Hammer PS !

Damals wurden einfach die Unterschiede zwischen der Güte der Fahrer deutlich.

Heute ist es nur noch Einheitsbrei und die bessere Software entscheidet.

Als Mick Doohan von einem Reporter gefragt wurde, ob er mit Traction Control fahren würde, antwortete er:
Schon immer, ist von Geburt an im rechten Handgelenk eingebaut.

Und so muß es ein sein und nicht anders.

Wir brauchen also keine 270 PS und mehr, die dann permanent eingeregelt werden, sondern 220 bis 240, die immer da sind und ausschließlich vom Fahrer kontrolliert werden.
Das ist echte Action, ungeschönt und nur für echte Männer.

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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Nick Knatterton » Mi Sep 16, 2020 1:12 pm

Also nix mit: Mepping 3 Pol, schalt halt af Mepping3 :jupi:

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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von weissnicht » Mi Sep 16, 2020 1:27 pm

Damals in der 500er Ära waren die Geräte wohl sehr schwer zu beherrschen. Da hiess es seinerzeit: "Nur Barry Sheene ist in der Lage, diese Motorräder kontrolliert am Limit zu fahren."

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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Uccios nightmare » Mi Sep 16, 2020 2:25 pm

Nick Knatterton hat geschrieben:
Mi Sep 16, 2020 1:10 pm
Das hohe Gericht gibt aber zu bedenken:
Zum Ende der 500er Ära haben die Motoren je nach Wetterlage zwischen 220 und 230PS abgedrückt !

knallharte 220 Hammer PS !

Damals wurden einfach die Unterschiede zwischen der Güte der Fahrer deutlich.

Heute ist es nur noch Einheitsbrei und die bessere Software entscheidet.

Als Mick Doohan von einem Reporter gefragt wurde, ob er mit Traction Control fahren würde, antwortete er:
Schon immer, ist von Geburt an im rechten Handgelenk eingebaut.

Und so muß es ein sein und nicht anders.

Wir brauchen also keine 270 PS und mehr, die dann permanent eingeregelt werden, sondern 220 bis 240, die immer da sind und ausschließlich vom Fahrer kontrolliert werden.
Das ist echte Action, ungeschönt und nur für echte Männer.
Die Zeit ist eine andere. Per se bin ich auch dafür erstens die Motorräder langsamer zu machen und zweitens den Wert des Fahrer zu erhöhen.

Aber es ist die Zeit eben so.

Was man nicht vergessen darf, ich glaube nicht das es heute sehr viel einfacher ist, es ist anders als früher.
Ich erinnere mich an Lauda der auch meinte das es easy peasy ist die neuen F1 zu fahren, als er dann mal den Jaguar fuhr war er eines besseren belehrt.

Superstars wären immer schnell, egal ob du Marquez auf eine 500er setzt oder auf Agos Agusta.
Und umgekehrt, ein Ago, Hailwood oder Doohan würden auch heute vorne mitfahren und andere dominieren. Weil einfach das Puzzle der notwendigen Talentteile zusammen passt, das Motorrad dabei weniger eine Rolle spielt. (Ich nehme an das alle dann gleich alt wären in der jeweiligen Epoche)

Nick Knatterton
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Re: Bald Funksystem wie in der F1? Ezpeleta und Bradl erklären den MotoGP-Ansatz

Beitrag von Nick Knatterton » Mi Sep 16, 2020 6:06 pm

Die Zeit ist genau das, was man daraus macht !

Wenn man sich permanent von Agenturen , Beratern , Stiftungen und Medien permanent vordenken läßt, was sein soll, kommt eben der entsprechende Mist bei heraus.
Das ist eigentlich schon alles.

Alexa: "Wisch mir den Arsch ab." ;)

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