NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

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Redaktion
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NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von Redaktion » Mo Nov 18, 2019 9:46 am

Während Kyle Busch seinen Toyota fehlerlos zum Sieg schiffte, warfen sich Martin Truex Jr., Denny Hamlin und Kevin Harvick selbst aus dem Titelrennen

35 Rennen entscheiden in der NASCAR-Saison darüber, ob ein Fahrer im Finale die Chance bekommt, um den Titel zu fahren. Im 36. Saison-Rennen geht es dann nur darum, vor den anderen drei Finalisten ins Ziel zu kommen. Dafür dürfen sich die Fahrer im 400 Meilen (rund 644 Kilometer) langen Finale am Homestead-Miami Speedway keinerlei Fehler leisten, denn sonst werden sie eiskalt ausgenutzt.

Genau so gewann Kyle Busch am vergangenen Sonntag seinen zweiten Titel im NASCAR-Oberhaus - seinen ersten Meisterschaftssieg feierte er 2015. Der Pilot von Joe Gibbs machte das ganze Rennen über keine signifikanten Fehler und wandelte seine starke Pace in einen dominanten Rennsieg um.

Während der 34-Jährige allen Grund zum Feiern hatte, standen seine drei Konkurrenten vor einem Scherbenhaufen, denn sie hatten sich selbst aus dem Titelrennen katapultiert. Martin Truex Jr., Denny Hamlin und Kevin Harvick erlitten alle Rückschläge, weil im Laufe des Rennens Fehler gemacht wurden.



Martin Truex Jr. erwischte es bei einem Boxenstopp, als die Reifenpaare jeweils auf der falschen Seite aufgezogen wurden - also die äußeren Reifen innen und umgekehrt. Truex Jr. musste wenige Runden später wieder an die Box, um den Fehler korrigieren zu lassen. Dabei verlor er viel Zeit, die der Champion des Jahres 2017 nicht mehr aufholen konnte.

Doch warum spielen die Reifen eine solch wichtige Rolle? Im Ovalrennsport sind die äußeren Reifen größer als die inneren, um das Auto automatisch in Linkskurven zu zwingen. Der sogenannte "Stagger", also der Unterschied zwischen den Reifengrößen innen und außen, ist ein elementarer Faktor beim Fahrzeug-Set-up. Wenn die Reifen auf der falschen Seite aufgezogen werden, ist das Auto schlichtweg nicht mehr konkurrenzfähig.

Truex Jr. erholte sich nicht mehr von diesem Fehler und kam letztlich nach einer tapferen, aber erfolglosen Aufholjagd mit rund 4,5 Sekunden Rückstand auf Busch auf Platz zwei ins Ziel. Der Teamkollege des neuen Champions hätte sicher eine Chance auf den Titel gehabt, hätte seine Crew an der Box nicht solch einen Bock geschossen.

"So etwas ist uns noch nie passiert", sagt Truex Jr. nach dem Rennen. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das Auto hat sich so auch nicht fahren lassen, es hat zu sehr untersteuert. Letztlich waren wir am Ende etwas schneller, aber einfach zu weit weg. Wir hatten keine Chance."



Hamlins Traum vom ersten NASCAR-Titel platzte ebenfalls an der Box, als der dritte Gibbs-Toyota beim Service mit einem großen Sticker am Kühlergrill ausgestattet wurde. So soll die Motorleistung maximiert und der Grip des Auto optimiert werden. Jedoch wird der Motor so sehr heiß, was Hamlin schlussendlich das Genick brach.

Die Crew klebte beim Stopp einen viel zu großen Sticker auf den Kühlergrill, weshalb der Motor nach nur wenigen Runden überhitzte. Schnell schoss das heiße Wasser aus dem Überdruckventil und das Antriebsaggregat drohte zu platzen. Deshalb musste Hamlin einen unplanmäßigen Stopp einlegen und das Tape am Grill wieder entfernen lassen. Das war für ihn das Aus im Titelkampf.

"Ich habe alles gegeben", sagt Hamlin, der letztlich auf Platz zehn ins Ziel kam. "Ich hätte es nicht besser machen können. In der ersten Rennhälfte waren wir einfach nicht schnell genug, aber als es dunkel wurde, wurde es dann besser. Es hat dann aber einfach nicht sein sollen, denn wir haben dann einfach zu viel Tape benutzt."



Harvicks Boxencrew machte zwar keine Fehler, verzockte sich aber bei der Strategie, weshalb der erfahrenste der vier Finalisten am Ende der 267 Runden keine Chance auf den Sieg hatte. Harvick blieb bei den Boxenstopps unter grün in der Endphase deutlich länger auf der Strecke als seine Konkurrenten - mit der Hoffnung, dass eine Gelbphase kommt.

Diese kam aber nicht und Harvick verlor auf seinen abgefahrenen Pneus Runde für Runde wertvolle Zeit. Das Pace-Car blieb hingegen seelenruhig in der Boxengasse stehen, denn es gab für NASCAR keinen Grund, das Rennen zu neutralisieren. Irgendwann war Harvick dann gezwungen, unter grün an die Box zu kommen und das besiegelte sein Aus im Titelkampf.

"Wir mussten einfach etwas anderes ausprobieren", so Harvick. "Die anderen waren viel besser als wir auf dem Longrun. Unsere beste Chance wäre eine Gelbphase gewesen, die aber niemals gekommen ist. Wir haben wirklich auf diese Caution gehofft. Man versucht einfach das Gegenteil von dem zu machen, was die Fahrer tun, gegen die man fährt."

Das alles spielte Busch in die Karten, der in den letzten Runden der NASCAR-Saison 2019 zum Titel cruisen durfte. Während es für Joe Gibbs der fünfte Titel als Teambesitzer war, freuen sich die Japaner von Toyota über ihren dritten Meisterschaftssieg in Nordamerika - alles dank des Null-Fehler-Jobs von Busch.

Die Saison 2020 startet am 16. Februar mit dem prestigeträchtigsten Rennen in der NASCAR-Welt, dem Daytona 500 in Florida. Die kommende Saison markiert voraussichtlich das letzte Jahr mit der aktuellen Generation an Fahrzeugen. Ab 2021 plant NASCAR, das "Next Gen"-Auto einzusetzen. Im Jahr 2022 oder 2023 soll dann eine neue Motorenformel folgen.

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enrgy
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Re: NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von enrgy » Mo Nov 18, 2019 1:57 pm

insgesamt ein langweiliges rennen. scheinbar herrscht für die anderen 36 fahrer eine art "nichtangriffspakt", um nicht in die entscheidung einzugreifen. die sind ja mehr oder weniger einfach nur um den kurs gekullert, bloß keinen der führenden aufhalten oder gar attackieren. :zzz:

Jimmie2448
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Re: NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von Jimmie2448 » Mo Nov 18, 2019 11:30 pm

enrgy hat geschrieben:
Mo Nov 18, 2019 1:57 pm
insgesamt ein langweiliges rennen. scheinbar herrscht für die anderen 36 fahrer eine art "nichtangriffspakt", um nicht in die entscheidung einzugreifen. die sind ja mehr oder weniger einfach nur um den kurs gekullert, bloß keinen der führenden aufhalten oder gar attackieren. :zzz:
Mit Abstand das stink langweiligste Final 4 seit dem es den Mist gibt. Dazu kommt das Chevy weiterhin nichts auf die Reihe bekommt. Wieder 2 Motorschäden und insgesamt 4 allein in den Playoffs. :mad:

Und Phoenix nächstes Jahr wird noch langweiliger werden.Mit so einen Müll brauch sich Nascar halt nicht wundern das sie ein riesen Zuschauerproblem haben.

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B#2K
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Re: NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von B#2K » Di Nov 19, 2019 10:18 am

Das hatte sich der Ford-Boss zum EcoBoost sicher auch anders gedacht :lol:
LG Marcel

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Re: NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von RowdyKB18 » Mi Nov 20, 2019 4:47 am

Ich fand das Finale alles andere als langweilig. Bis zur letzten Kurve hätte sich alles noch wenden können. Sei es durch einen Reifenschaden,einem anderen Defekt am Auto oder durch einen Fahrfehler...passiert so etwas,wird vielleicht MTJ Meister.
Oder MTJ wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen,dann ist plötzlich Harvick Champion. Der Einzige,der wirklich raus war,war Hamlin. Wie man das als "langweilig" bezeichnen kann,ist mir ein Rätsel! :roll:
Dass die anderen nicht entscheidend in den Titelkampf eingreifen,ist auch nichts Neues und völlig normal! Wer will schon der Buhmann für eine ganze (nächste) Saison sein?
Gratulation an Kyle und sein Team! :) :top:

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Tom_1985
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Re: NASCAR-Finale 2019: Was bei Kyle Buschs Titelgegnern schiefging

Beitrag von Tom_1985 » Mi Nov 20, 2019 10:08 am

B#2K hat geschrieben:
Di Nov 19, 2019 10:18 am
Das hatte sich der Ford-Boss zum EcoBoost sicher auch anders gedacht :lol:
Naja, ein Mustang beim EcoBosst 400 is schon ein bissel wenig. Aber ich denke, die Jungs von GM werden sich mehr inen Ar*** beißen, da kein Camaro am Start war.
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