NASCAR-Titel 2019 geht mit Homestead-Sieg an Kyle Busch

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NASCAR-Titel 2019 geht mit Homestead-Sieg an Kyle Busch

Beitrag von Redaktion » Mo Nov 18, 2019 12:36 am

Seine beiden mit um den Titel kämpfenden Teamkollegen mit Problemen an der Box und Harvicks Schlussattacke kommt zu spät: Zweiter Cup-Titel für Kyle Busch

Kyle Busch (Gibbs-Toyota) ist der Champion der Monster Energy NASCAR Cup Series 2019. Beim Saisonfinale in Homestead mit vier punktgleich angetretenen Titelkandidaten, wovon zwei seine eigenen Gibbs-Teamkollegen waren, setzte sich Busch mit dem Rennsieg durch.

Nach 2015 ist es für Kyle Busch der zweite Titel seiner Karriere in der höchsten NASCAR-Liga. Für Joe Gibbs Racing ist es der fünfte Titel. In der Saison 2019 hatte Kyle Busch zuletzt Anfang Juni in Pocono gewonnen. Beim Finale aber war er zur Stelle und hat den Titel mit seinem fünften Saisonsieg fixiert.

"Ich bin vielleicht derjenige, der gleich die Trophäe in die Höhe stemmt, aber ohne das gesamte Team wäre das nicht möglich gewesen", so die ersten Worte von Kyle Busch, der nicht nur seinem Team, sondern auch seiner Fangemeinde dankte: "Das ist für die Rowdy-Nation."

Martin Truex Jr. hat mit P2 zum zweiten Mal in Folge seinen zweiten Titel um eine Position verpasst. Denny Hamlin kam nur auf P10 ins Ziel. Diese beiden Gibbs-Piloten hatten im Rennverlauf je ein Problem bei einem Boxenstopp zu beklagen, das sie vorübergehend aus der Führungsrunde war.

Stewart/Haas-Pilot Kevin Harvick - an der Seite der drei Toyota-Fahrer von Joe Gibbs Racing der einzige Ford-Fahrer im finalen Vierkampf - kam im Rennen auf P4 ins Ziel. Damit ist er in der abschließenden Gesamtwertung Dritter hinter Champion Kyle Busch und Vize-Champion Martin Truex Jr.

In Kyle Buschs Karriere in der NASCAR-Topliga ist es Sieg Nummer 56 und damit hat der jüngere Busch-Bruder nun alleine P9 der ewigen Bestenliste inne. Zuvor hatte er mit Rusty Wallace gleichauf gelegen. Bis zum achtplatzierten Dale Earnhardt (76 Siege) ist es mit 20 fehlenden Siegen aber noch ein weiter Weg.

Doch über alle drei Ligen (Cup, Xfinity, Truck) gerechnet ist Kyle Busch schon seit März dieses Jahres der siegreichste Fahrer der NASCAR-Geschichte. Und in der Topliga, dem Cup, ist er nun neben Siebenfach-Champion Jimmie Johnson der einzige noch aktive Pilot, der mehr als einen Titel auf dem Konto hat.



In der Reihenfolge Denny Hamlin, Kevin Harvick, Martin Truex Jr. und Kyle Busch gingen die vier Finalteilnehmer nach wetterbedingter Absage des Qualifyings von den ersten vier Positionen der Startaufstellung ins Rennen.

Harvick erwischte den besten Start und kam als Führender aus der ersten Runde zurück, gefolgt von Busch und Hamlin. Derweil fiel Truex Jr. in der ersten Runde hinter zwei Piloten zurück, die nicht um den Titel kämpften: Kyle Larson (Ganassi-Chevrolet) und Brad Keselowski (Penske-Ford). Doch schon in der zweiten Runde wurden die vier Finalteilnehmer auch im Rennen in den Top 4 notiert.

Und Truex Jr. war auf dem Vormarsch. Nach 20 Runden war er es, der Harvick eingeholt hatte und ihm die Führung abnahm. Auch Hamlin und Busch kamen am Stewart/Haas-Piloten vorbei. So lagen die drei Gibbs-Toyota nach 30 Runden im Titelkampf vorn. In der Reihenfolge im Rennen lag Larson noch zwischen ihnen.

Harvick fand sich nach seiner anfänglichen Führung am Ende der vierköpfigen Titelgruppe wieder. Nach dem ersten Boxenstopp, der um die 37. Runde herum unter Grün eingelegt wurde, hatte Truex Jr. weiterhin das Zepter in der Hand.



Die erste Gelbphase gab es nach 80 Runden. Es handelte sich um die planmäßige für das Ende des ersten Rennsegments (Stage 1). Im Unterschied zu allen anderen Saisonrennen sieht das Reglement aber beim Finale keine Bonuspunkte für die Top 10 in den Stages vor.

Truex Jr. kümmerte das wenig. Sein Tempo an der Spitze war derart hoch, dass bei Ende von Stage 1 nur noch 13 der 40 gestarteten Autos in der Führungsrunde notiert wurden. Die Führung behielt der Fahrer des #19 Gibbs-Toyota auch beim Boxenstopp. Es war der zweite Stopp im Rennen, aber der erste unter Gelb.

Beim ersten Restart lautete die Reihenfolge Truex Jr., Kyle Busch, Larson, Hamlin und Harvick. Busch kam auf der Innenbahn etwas besser weg und holte sich eine Führungsrunde. Doch nach dieser einen Runde stellte Truex Jr. die alte Reihenfolge sofort wieder her.



Wie in Stage 1, so gab es auch in Stage 2 einen Durchgang Green-Flag-Stops, also Boxenstopps bei Renntempo mangels Gelbphase. Dabei leistete sich die Gibbs-Crew von Spitzenreiter Truex Jr. einen unglaublichen Fehler. Man montierte irrtümlich das linke Vorderrad rechts und das rechte links. Mit einem erneuten Stopp, der den Fehler korrigierte, fiel Truex Jr. aus der Führungsrunde.

Profiteur war Kyle Busch, der die Führung im Rennen und damit auch im Titelkampf übernahm. Truex Jr. aber hatte Glück. Keine 20 Runden später sorgte ein Dreher von John Hunter Nemechek (Front-Row-Ford) für eine Gelbphase. Dank der Lucky-Dog-Regel für den ersten Überrundeten kam Truex Jr. so zurück in die Führungsrunde.

Der nächste Boxenstopp wurde unter Gelb eingelegt. Dabei verteidigte Kyle Busch die Spitze. Er führte das Feld vor Harvick und Hamlin zum Restart. Truex Jr. lag als Letzter in der Führungsrunde an 13. Stelle. Doch nachdem Busch den Restart für sich entschieden hatte, dauerte es wie zuvor nur eine Runde, bis er an der Spitze abgelöst wurde. Diesmal war es Harvick, der vorbeizog. Busch aber gelang einige Runden später der Konter.



Runde 160 sah das Ende von Stage 2. Zu diesem Zeitpunkt hatte Busch die Nase vorn, gefolgt von Harvick und Larson. Aber Truex Jr. lag schon direkt dahinter an vierter Stelle - im Rennen, nicht im Titelrennen. Im vierköpfigen Titelkampf war er nicht mehr Schlusslicht, denn Hamlin beendete Stage 2 auf der fünften Position. Das letzte und gleichzeitig längste Rennsegment stand aber noch bevor.

Beim Boxenstopp in der Gelbphase, die das letzte Segment einläutete, behielt Kyle Busch ganz knapp die Führung vor Harvick. Beim Restart geriet dann Harvick heftig ins Rudern. Busch führte, verlor die Spitze aber zum dritten Mal direkt eine Runde nach einem Restart.

Nach Truex Jr. und Harvick zuvor war es nun Hamlin, der Busch ablöste. Damit verbuchte Hamlin seine erste Führungsrunde im Rennen. Aber Busch ging - inklusive Lackaustausch - nur eine Runde später wieder nach vorn. Und zu diesem Zeitpunkt hatten die vier Titelanwärter wieder die vier Positionen im Rennen inne. Weil aber das Tageslicht zu diesem Zeitpunkt von der Dämmerung abgelöst wurde, begann Truex Jr. mit Handlingsproblemen zu kämpfen. Mit Untersteuern fiel er etwas ab.



Noch dicker aber erwischte es Hamlin. Der Motor seines #11 Gibbs-Toyota begann zu überhitzen, weil beim vorangegangenen Green-Flag-Stop ein Routinevorgang schiefgegangen war. Ein Stück Klebeband vor dem Kühleinlass hatte sich nicht entfernen lassen, bevor Hamlin beschleunigte. Ein außerplanmäßiger Stopp, um den Kühleinlass zu befreien, bedeutete das Herausfallen aus der Führungsrunde.

Nahezu zeitgleich zu Hamlins Problem war das Rennen aus ganz ähnlichem Grund für Kyle Larson komplett gelaufen. Der bestplatzierte der Fahrer, die nicht um den Titel kämpften, musste mit Leistungsverlust an seinem Ganassi-Chevrolet die Box aufsuchen und dort schließlich aufgeben.



Nach dem letzten Durchgang Green-Flag-Stops, der zwischen der 210. und der 223. von 267 geplanten Runden eingelegt wurde, führte Kyle Busch das Feld mit sieben Sekunden Vorsprung auf Martin Truex Jr. an.

Kevin Harvick lag nach seinem spät eingelegten Stopp an 13. Stelle. Er war damit Letzter in der Führungsrunde, hatte aber die frischesten Reifen drauf. Denny Hamlin wurde nach seinem Notstopp mit einer Runde Rückstand als 18. notiert.

Das Rennen ging schließlich unter Grün zu Ende. Kyle Busch siegte mit 4,5 Sekunden Vorsprung auf Truex Jr. und fuhr damit seinen zweiten Titel. Harvicks Aufholjagd mit frischeren Reifen brachte ihn noch bis auf P4 nach vorn, aber das bedeutete im Titelkampf trotzdem nur den dritten Gesamtrang.

Dritter im Rennen und damit bester Nicht-Finalteilnehmer war Erik Jones, der damit für einen Gibbs-Dreifacherfolg am Sonntag sorgte. Hamlin schaffte es noch zurück in die Führungsrunde, mehr als P10 und damit das Schlusslicht im Titelkampf war aber nicht drin.



Für zwei Fahrer war es ihr letztes geplantes Rennen in der höchsten NASCAR-Liga. Paul Menard (Wood-Ford) und David Ragan (Front-Row-Ford) verabschieden sich mit vergleichbaren Erfolgsbilanzen. Menard hat es bei 471 Rennen auf einen Sieg gebracht, Ragan bei 470 Rennen auf zwei Siege. Zum Abschied kamen sie im 40-köpfigen Feld auf den Positionen 17 und 27 ins Ziel.

Doch nicht nur bei Menard und Ragan gab es Abschiedsgefühle. Für die Rennstrecke Homestead-Miami Speedway war es das vorerst letzte Mal, das man das NASCAR-Saisonfinale ausgerichtet hat. 2020 steigt das letzte Rennwochenende erstmals in Phoenix. Wo 2021 das Finale gefahren wird, steht noch nicht fest.

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RowdyKB18
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Re: NASCAR-Titel 2019 geht mit Homestead-Sieg an Kyle Busch

Beitrag von RowdyKB18 » Mi Nov 20, 2019 4:52 am

Herzlichen Glückwunsch an Kyle und JGR! Am Anfang der Saison dominant,dann konstant gepunktet und am Ende
keine Fehler gemacht. Daraus ergibt sich der verdiente Titel! 8-) :top:
Freue mich schon jetzt auf Februar,wenn ich wieder vor Ort beim Renn-Wochenende in Las Vegas sein werde! :)
Go Rowdy KB #18!

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