Spritkrimi in Michigan: Penske-Piloten entgleitet gutes Erge

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Spritkrimi in Michigan: Penske-Piloten entgleitet gutes Erge

Beitrag von Redaktion » Di Aug 13, 2019 12:50 pm

Alle drei Penske-Fahrer sind in den letzten Runden des Michigan-Rennens ohne Sprit ausgerollt - Die Belohnung für die vorige starke Leistung blieb aus

Am Michigan International Speedway gab es am vergangenen Wochenende einen waschechten NASCAR-Spritpoker. Während sich an der Spitze Kevin Harvick durchsetzte und seinen zweiten Saisonsieg holte, rollte das Penske-Trio nacheinander ohne Sprit an die Box oder gerade eben über die Ziellinie. Joey Logano war mit Platz 17 bester Fahrer des Teams, das sich auf dem zwei Meilen (3,2 Kilometer) langen Oval gut verkauft hat.

Lange waren Logano, Brad Keselowski (Platz 19) und Ryan Blaney (Platz 24) an der Spitze mit von der Partie. Die Ford-Fahrer waren über den Großteil der 200 Runden konkurrenzfähig und damit auch Siegkandidaten. Eine Gelbphase rund 50 Runden vor Rennende war der Startschuss des Spritpokers, den das Penske-Team nicht gewann.

"Ich wollte unbedingt gewinnen", sagt Keselowski nach dem Rennen. "Wir hatten am Anfang des Rennens einen Reifenschaden, haben uns davon aber sehr gut erholt. In der Schlussphase war ich auf Platz drei unterwegs, aber dann hat der Sprit einfach nicht gereicht. So läuft das manchmal einfach."

Logano zieht nach einem schwierigen Start ins Wochenende ein positives Fazit: "Immerhin waren wir besser als am Freitag und Samstag. Negativ ist aber, dass wir das Rennen beinahe gewonnen haben, dann aber nur auf Platz 17 gewertet wurden. Ich habe einfach mehr Benzin gebraucht", so Logano, der kurz vor Rennende noch an die Box kam.

Während Logano und Keselowski an die Box kamen, um sich für die restlichen Meter Sprit zu holen, blieb Blaney draußen, um seinen Ford irgendwie ins Ziel zu schleppen. Er sagt: "Ich hatte ein gutes Auto, gerade in der Endphase. Ich bin zu früh aus der Box herausgefahren, weshalb uns am Ende etwas Sprit gefehlt hat."



Denny Hamlin war ebenfalls an der Spitze vertreten, konnte in der Schlussphase aber nichts mehr gegen Harvick ausrichten. Der Gibbs-Fahrer wurde hinter Harvick Zweiter und sicherte sich so wichtige Punkte in der regulären Saison.

"Als es heiß und rutschig war, hatten wir wohl das beste Handling im Auto", so Hamlin. "Als es dann kühler wurde, hat sich das zu einem Nachteil entwickelt. Ich hatte am Ende nicht genügend Tempo, um mit Harvick mitzuhalten. Letztendlich hat das schnellste Auto das Rennen in Michigan gewonnen."

Für Hamlin ist der zweite Platz in Michigan aber keine Katastrophe: Der Daytona-500-Sieger 2019 ist mit seinen drei Siegen bereits sicher für die Playoffs qualifiziert und hat außerdem schon 18 Playoff-Bonuspunkte gesammelt, die ihm im Kampf um die Meisterschaft sicher helfen werden.



Für Jimmie Johnson war das Michigan-Rennen wieder ein Sonntag zum Vergessen. Der siebenmalige Champion berührte früh im Rennen die Mauer und zog sich so einen Reifenschaden zu. In Folge der Reparaturen verlor der Hendrick-Pilot mehrere Runden, die er nicht mehr aufholte. Er landete schlussendlich auf Rang 34.

Drei Rennen von der Ende der regulären Saison wäre Johnson nicht für die Playoffs qualifiziert. Ohne Sieg liegt der Fahrer der Startnummer 48 auf Platz 18 mit zwölf Punkten Rückstand auf Clint Bowyer, der auf Platz 16 den letzten Playoff-Platz inne hat. Es wäre das erste Mal, dass sich Johnson nicht für die NASCAR-Endrunde qualifizieren würde.

"Es ist einfach eine Enttäuschung", sagt Johnson. "Es wäre einfacher, wenn ich nicht Schuld gewesen wäre. Ich bin aber derjenige, der das Auto in die Mauer gefahren hat. Wir müssen jetzt um jeden Punkt kämpfen. Alle Fahrer rund um die Playoff-Grenze scheinen momentan viel Pech zu haben. Wir müssen jetzt einfach noch drei gute Rennen abliefern."

Johnson hat seit der Saison 2018 große Probleme, zurück in Form zu finden. Seit dem Dover-Rennen 2017, das genau 800 Tage her ist, ist Johnson bereits sieglos. Im vergangenen Jahr schaffte es der Hendrick-Fahrer über die Punkte in die Playoffs. In dieser Saison wird es für "Mr. Seven-time" aber richtig eng. Am kommenden Sonntag hat er in Bristol eine weitere Chance, sich für die Playoffs zu qualifizieren.

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