NASCAR: All-Star-Race 2019 mit zukunftsweisenden Neuerungen

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Redaktion
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NASCAR: All-Star-Race 2019 mit zukunftsweisenden Neuerungen

Beitrag von Redaktion » Do Apr 18, 2019 9:55 pm

Erneut eine Million US-Dollar Preisgeld und keine Punkte, dafür aber mit doppeltem Vorgeschmack auf das Gen7-Auto: Das All-Star-Race 2019 der NASCAR

Am Samstag, den 18. Mai, geht unter dem abendlichen Flutlicht des Charlotte Motor Speedway die insgesamt 35. Auflage des NASCAR All-Star-Race über die Bühne. Abgesehen von einer einzigen Ausnahme - 1986 in Atlanta - findet dieses Einladungsrennen seit 1985 Jahr für Jahr in Charlotte statt. Rekordsieger beim All-Star-Race ist Jimmie Johnson, der sich in den Jahren 2003, 2006, 2012 und 2013 durchsetzte.

Dass es beim All-Star-Race keine Punkte für die Gesamtwertung gibt, hat ebenso Tradition wie das Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar für den Sieger. Dennoch gibt es auch in diesem Jahr mal wieder etwas Neues. Betrafen zurückliegende Neuerungen mit Ausname von 2018 häufig Anpassungen am Rennformat, so stehen diesmal die Autos selbst im Mittelpunkt eines neuen Ansatzes. Das All-Star-Race 2019 dient nämlich als erster Vorgeschmack auf das Gen7-Auto, das ab der NASCAR Cup-Saison 2021 bei allen Rennen zum Einsatz kommen soll.



Die erste zukunftsweisende Neuerung ist ein Frontsplitter aus Kohlefaser, der in Verbindung mit einem ebenfalls aus Kohlefaser gefertigten Aero-Element unter der Front des Autos ("Radiator Pan") sowohl die Bodenfreiheit als auch die aerodynamische Performance im Rennverkehr konstanter machen soll. Bislang sind sowohl Frontsplitter als auch "Radiator Pan" aus Aluminium gefertigt und als zwei Teile verbaut. Bei der neuen Kohlefaser-Variante handelt es sich um ein einziges übergreifendes Bauteil.

Die zweite Neuerung betrifft die Luftführung. Vom Kühler wird die Luft dann erstmals durch die Motorhaube direkt nach außen abgeleitet. Im Gegensatz dazu wird sie bei der noch aktuellen Lösung unter der Motorhaube ins Umfeld des Motors abgeleitet. Die Folge sind des Öfteren hohe Motorentemperaturen, die dank der neuen Variante der Vergangenheit angehören sollen. Außerdem verspricht sich NASCAR auch durch diese zweite Anpassung des Regelpakets eine konstantere aerodynamische Performance - insbesondere beim direkten Vergleich der drei Hersteller Chevrolet, Ford und Toyota.

Vorausgesetzt, der Probelauf in Form des All-Star-Race 2019 verläuft zufriedenstellend, ist davon auszugehen, dass die beiden genannten technischen Features ab 2021 tatsächlich Teil der siebten NASCAR-Autogeneration sein werden. Den angekündigten Hybrid-Antrieb hat man derweil noch einmal zurückgestellt. Eine derartige Motorentechnologie wird in der NASCAR aller Voraussicht nach in nicht allzu ferner Zukunft nach 2021 Einzug halten.



Während es bei den technischen Rahmenbedingen für das All-Star-Race 2019 also zwei Neuerungen gibt, hat man das Rennformat für einmal nahezu unverändert gelassen. Wie schon 2018 wird das zweite punktelose Rennen des Jahres in vier Segmente (Stages) unterteilt. Diese Stages sind 30, 20, 20 und 15 Runden lang. Gegenüber 2018 hat man einzig die Länge des letzten Rennsegments um fünf Runden erweitert. Die Gesamtdistanz beim All-Star-Race 2019 beträgt somit 85 statt 80 Runden.

Eingeladen werden zum All-Star-Race 2019 alle Piloten, die 2018 oder 2019 ein Punkterennen in der höchsten NASCAR-Liga gewonnen haben. Hinzu kommen diesjährige Vollzeitpiloten, die in der Vergangenheit entweder einen Cup-Titel oder aber das All-Star-Race gewonnen haben. Des weiteren hinzu kommen die Stage-Sieger des dem All-Star-Race auch in diesem Jahr direkt vorausgehenden Open-Race. Und schließlich erhält auch der Gewinner des traditionellen Fan-Votings wieder einen Startplatz im All-Star-Race.

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