VLN und Creventic: Woran das gemeinsame Wochenende scheiterte

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VLN und Creventic: Woran das gemeinsame Wochenende scheiterte

Beitrag von Redaktion » Mo Mär 02, 2020 9:07 am

Die 24h Series wird 2020 nicht wie geplant im Rahmen der VLN fahren - Unmut über verfrühte Verkündung - Unterschiedliche Grundansichten führten zu Absage

Für Sportwagen-Fans war es eine tolle Nachricht, doch die Begeisterung hielt nicht lange an. Die Nürburgring Langstrecken-Serie (VLN) und die 24h Series wollten ein gemeinsames Wochenende bestreiten. Samstag der VLN-Lauf, Sonntag das 12-Stunden-Rennen der 24h Series (ja, diese fährt nicht nur 24h-Rennen).

Die Hoffnung platzte aber schon Ende November vergangenen Jahres. Was war passiert? Die 24h Series hatte am 25. September scheinbar ohne Abstimmung mit der VLN ein Kommunique herausgebracht, in dem sie ihren Kalender für 2020 vorstellte und den Nürburgring miteinschloss. Die VLN reagierte einen Tag später und verkündete das gemeinsame Wochenende ihrerseits.

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings noch gar nichts geregelt. Die vorschnelle Ankündigung des gemeinsamen Wochenendes belastete die Gespräche schon im Vorhinein. Allerdings drifteten diese ohnehin bald in eine ungünstige Richtung ab.

Denn beide Parteien waren wohl mit völlig unterschiedlichen Ansichten in die Gespräche gegangen. Für die VLN stand fest, dass sie das Hauptevent ist und die 24h Series im Rahmenprogramm fährt. Die Creventic, der Veranstalter der 24h Series, sah das gemeinsame Wochenende hingegen von Anfang an als Gemeinschaftsveranstaltung an, in der sie gleichberechtigter Partner war.

So ging man bei der 24h Series fest davon aus, dass man für das gesamte Wochenende ein festes Boxenkontingent bekommen würde. Was bei der VLN, in der die Boxen bereits mit bis zu sechs Autos belegt sind, natürlich für totale Irritationen sorgte.

So prallten zwei Welten aufeinander, die nicht miteinander zu vereinen waren. Die VLN hat klargestellt, dass sie am eigenen Lauf keine Kompromisse eingehen will. Die 24h Series hat ihren Kalender für die Europameisterschaft abgeändert und den Juli-Slot mit einem 9-Stunden-Rennen in Le Castellet gefüllt.

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