Lob vom WTCR-Boss: Nordschleifen-Rennen war das erfolgreichs

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Lob vom WTCR-Boss: Nordschleifen-Rennen war das erfolgreichs

Beitrag von Redaktion » Mi Dez 26, 2018 3:07 pm

Sportlich und kommerziell ein Erfolg: Die Nürburgring-Nordschleife ist ein Highlight im WTCR-Kalender, bei dem es den Organisatoren auf den richtigen Mix ankommt

Als Veranstalter Eurosport Events seinerzeit seine Pläne verkündete, im Jahr 2015 mit der Tourenwagen-WM (WTCC) Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife auszutragen, war das in der Motorsport-Szene eine kleine Sensation. 25 Jahre lang war zu diesem Zeitpunkt keine Weltmeisterschaft mehr in der "Grünen Hölle" gefahren, und nicht alle waren von der Idee des Serienchefs Francois Ribeiro, im Rahmenprogramm des 24-Stunden-Rennens zu fahren, auf Anhieb begeistert.

"Es gab Anfangs viel Skepsis, als wir damals noch mit der WTCC auf den Nürburgring gegangen sind", sagt Ribeiro im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Das 24-Stunden-Rennen ist keine FIA-Veranstaltung, und auch die Vorstellung, ein Rennen über nur drei Runden zu fahren, war einigen fremd", erinnert sich Ribeiro.

Doch weder die Unterordnung unter die Veranstaltung des ADAC Nordrhein noch das ungewöhnliche Rennformat auf der 25,378 Kilometer langen Strecke erwiesen sich als Hemmschuh. Im Gegenteil: Die Rennen der WTCC auf der Nordschleife sind mittlerweile ein fixer Bestandteil des 24h-Wochenendes und bei den Fahrern überaus beliebt - auch nach der Umwandlung der WTCC in den Tourenwagen-Weltcup WTCR.

"Die Nordschleife ist die schwierigste Rennstrecke der Welt. Und wenn man die Fahrer aus dem WTCR fragt, auf welcher Rennstrecke sie unbedingt gewinnen wollen, werden die meisten die Nordschleife nennen", sagt Ribeiro. Mit dem Umstieg auf die TCR-Autos sei die Herausforderung für die Piloten seiner Meisterschaft sogar noch größer geworden.

"Man hat keine Traktionskontrolle und vielleicht zehn Prozent der Elektronik, die man in einem GT3-Auto hat", vergleicht Ribeiro. "Die Fahrer, die auf der Nordschleife schon ein TCR- und GT3-Auto gefahren sind, haben mir alle gesagt, dass man sich kaum vorstellen kann, wie schwierig es ist, ein TCR-Auto auf der Nordschleife am Limit zu fahren."

Doch nicht nur bei den Fahrern kommt die Nordschleife gut an. Auch die Fans in aller Welt waren 2018 davon begeistert. "Das Rennen auf der Nordschleife war bei der digitalen Übertragung und in den sozialen Medien das erfolgreichste", sagt Ribeiro. "Für mich ist das kein Zufall."

Und so hat der Nürburgring auch 2019 seinen Platz im Rennkalender des WTCR, bei dem es für den Serienchef auf die richtige Mischung ankommt. "Für mich ist es wichtig, dass wir verschieden Typen von Rennstrecken habe. Hochgeschwindigkeitskurse, mittelschnelle Strecken und enge, verwinkelten und Stadtkurse", sagt Ribeiro. "Wenn man auf einem engen Stadtkurs wie Marrakesch, der Nordschleife, einem schnellen Stadtkurs wie Vila Real und auf Rennstrecken wie Suzuka und Macau erfolgreich sein will, muss man ein sehr guter Fahrer sein."

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