Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

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Redaktion
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Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

Beitrag von Redaktion » Sa Sep 19, 2020 11:10 pm

Nach dem Durchbruch in den Verhandlungen mit Audi und BMW: Wie Gerhard Berger die DTM in Zukunft gestalten will, was er bewahren und was er ändern möchte

DTM-Boss Gerhard Berger hat den ersten wichtigen Schritt in Richtung einer Zukunft der Traditionsserie geschafft: Audi und BMW, die an der DTM-Dachgesellschaft ITR wie Berger zu je einem Drittel beteiligt sind, geben dem Österreicher die Möglichkeit, die DTM mit seinem GT-Plus-Konzept neu aufzustellen - und steigen aus dem ITR e.V. aus.

"Wir sind einen riesigen Schritt weiter", sagt der 61-Jährige, der von einer "perfekten Lösung" und einem "runden und guten Paket" spricht.

"Wir werden in den nächsten Jahren gleich spannende, wenn nicht noch spannendere und größere Rennen vor noch mehr Fans erleben", kündigt Berger an. Die finanziellen Möglichkeiten dafür habe er trotz des Ausstiegs der zwei Autohersteller, denen er "sehr dankbar" sei.



Doch wie wird die DTM-Zukunft aussehen? "Wir werden die DTM genau so weiterführen wie in den vergangenen Jahren. Es ändert sich im Hintergrund das technische Reglement, was aber bei den Fans ohnehin nicht im Vordergrund steht", verweist Berger darauf, dass er die DNA der Rennserie bewahren möchte.

Das neue GT-Plus-Reglement soll "auf der Basis GT3-Reglement aufgesetzt sein", kündigt der DTM-Boss an. Damit wolle man die Boliden an ein Sprintformat heranführen, ohne zu großen Aufwand zu betreiben. "Es werden Veränderungen stattfinden, die hoffentlich keine Kostenmaßnahmen bedeuten, aber hoffentlich zusätzliche Spannung bringen."

Details dazu bleibt Berger noch schuldig: "Ich kenne die konkreten Änderungen noch nicht, weil die noch gar nicht festgelegt sind."



Wie er auf die Absage von Mercedes und BMW reagiert, Geld für die Änderung der GT3-Autos auszugeben? "Ich glaube, dass es zwar Fragen und Ideen zu den Änderungen gibt - und da vielleicht der eine oder andere unterschiedliche Meinungen hat -, aber wir sind noch weit davon entfernt, das konkretisiert zu haben", sagt er. "Außerdem kenne ich Äußerungen nicht - weder von Mercedes noch von BMW."

Basis der Serie sollen "eigenständige professionelle Rennteams" werden. Eine Herstellerunterstützung sei aber durchaus möglich: "Audi und BMW haben gesagt, dass sie auch ihre Teams da und dort unterstützen werden", offenbart Berger.



"Abgesehen davon glaube ich, dass auch die Fahrer hoffentlich größtenteils die sein werden, die wir heute kennen. Und vielleicht noch viele mehr", sagt er. Was ihn diesbezüglich so zuversichtlich mache? "Weil das die beste GT-Sprintserie weltweit sein wird", antwortet Berger selbstbewusst.

Da man nun "den ersten und wesentlichen Schritt" geschafft habe, könne man ab Montag mit der konkreten Planungsphase beginnen. "Wir haben von so vielen Teams und Herstellern Anfragen", sagt Berger. "Diese Gespräche werden wir ab Montag aufnehmen."

Dass das bislang noch nicht stattgefunden habe, liege daran, dass er "zuerst einmal die Basis schaffen wollte". Beim Saisonfinale der DTM in Hockenheim in sieben Wochen wolle er dann "das komplette Programm vorstellen".



Am Namen DTM will Berger aber trotz des Wechsels auf GT-Autos festhalten. "Ich liebe den Namen DTM. Er wird für immer bleiben", verspricht er. Zudem kündigt Berger an, dass Deutschland weiterhin der Kernmarkt der DTM bleiben soll.

"Das heißt: 50 Prozent der Rennen - plus minus ein Rennen, je nachdem, wie es sich ergibt - werden in Deutschland stattfinden", sagt Berger. "Zudem werden wir wieder die internationalen Rennen in Europa austragen, die wir auch in den letzten Jahren ausgetragen haben."



Das aktuelle Format mit zwei Rennen pro Wochenende soll ebenfalls beibehalten werden, die Saison werde "zwischen acht und zwölf Wochenenden" umfassen. Und als TV-Partner arbeite man auch kommendes Jahr mit Sat.1 zusammen - der aktuelle Vertrag läuft noch bis Ende 2021.

Was in Hinblick auf das Rahmenprogramm geplant sei? Die DTM-Trophy bleibe als "fixer Bestandteil" der zukünftigen DTM gesetzt. In Hinblick auf weitere Rahmenserie wolle er sich aber noch nicht festlegen. "Ich kann noch nicht sagen, wie der Vorschlag aussehen wird, aber es ist uns klar, dass wir gefordert sind, Rennsport attraktiver zu machen und die Fans richtig abzuholen", sagt er. Auch für Familien wolle man mehr Abwechslung bieten.



Dass eine Balance-of-Performance-Regelung, die bei den GT3-Autos notwendig sein wird, den Rennsport weniger attraktiv mache, glaubt Berger nicht. "Wenn man das gut, also fair und transparent, löst, kann man den Fans viele unterschiedliche Marken, Fahrzeugkonzepte und Motorenkonfigurationen bieten", sagt Berger, der nach jahrelanger Kritik nun "Vor- und Nachteile" einer BoP sieht.

"Ich bin zuversichtlich, dass wir da eine gute Lösung finden", so Berger. "Der Schlüssel wird sein, wie fair, wie transparent und wie gut die BoP gelöst sein wird." Auch eine kleine Spitze gegen das GT-Masters kann sich der DTM-Boss diesbezüglich nicht verkneifen.

"Was wir im Gegensatz zu anderen Serien nicht machen werden: Wir werden keine Fahrereinstufungen machen", sagt er. "Wir werden die Technik ausbalancieren, aber versuchen, den besten Sportler, den besten Fahrer zu finden."

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Maik Aefer
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Re: Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

Beitrag von Maik Aefer » So Sep 20, 2020 12:18 pm

Ich werde mir mit meiner Meinung sicher nicht viele Freunde machen aber für mich ist Berger der falsche Mann für einen Neustart der Serie. Klar hat sein Name einen Stand und er öffnet Türen aber für mich ist er zu engstirnig und zu blauäugig. Er hatte von Anfang an nur sein GT3 Plus Konzept ins Auge gefasst ohne wirklich über andere Möglichkeiten nachzudenken. Dazu verkauft er uns jetzt schon ein volles Feld mit Topfahrern die gleichen bis besseren Motorsport liefern obwohl noch nicht einmal Details für die Serie geklärt sind. Somit weis kein Privatteam mit welchem Budget zu rechnen ist was gerade in Corona- und Klimaschutzzeiten für eine Kalkulation extrem wichtig wäre.

Leider wird eine DTM mit GT3 Fahrzeugen auch in Konkurrenz zur ADAC GT Masters stehen und am Ende wird eine der beiden Serien darunter leiden. Daher war ich persönlich auch gegen dieses GT3 Konzept und hätte die DTM ihrem Namen und Ursprung entsprechend lieber mit Tourenwagen gesehen. Statt nur die Silhouetten von A5 oder 4er BMW hätte man die echten Fahrzeuge nehmen können. In der Kattegorie hätte fast jeder Hersteller ein Fahrzeug im Angebot und viele davon hätten so ihre eigenen Sportvarianten wie AMG oder M-Sport bewerben können.

Naja die Entscheidung ist gefallen und jetzt kann man nur abwarten was kommen wird. Für mich wird eine Serie mit GT3 Fahrzeugen aber kein erhöhtes Interesse erzeugen weil das nichts neues oder gar alleiniges sein wird. Trauriger Weise wird das dann auch noch unter DTM verkauft damit man von dem doch halbwegs guten Namen profitieren kann. Da hätte ich es als Neuanfang lieber unter DGTM gesehen.

Jimmie2448
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Registriert: Mo Aug 27, 2018 12:41 pm

Re: Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

Beitrag von Jimmie2448 » So Sep 20, 2020 2:10 pm

Maik Aefer hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 12:18 pm
Ich werde mir mit meiner Meinung sicher nicht viele Freunde machen aber für mich ist Berger der falsche Mann für einen Neustart der Serie. Klar hat sein Name einen Stand und er öffnet Türen aber für mich ist er zu engstirnig und zu blauäugig. Er hatte von Anfang an nur sein GT3 Plus Konzept ins Auge gefasst ohne wirklich über andere Möglichkeiten nachzudenken. Dazu verkauft er uns jetzt schon ein volles Feld mit Topfahrern die gleichen bis besseren Motorsport liefern obwohl noch nicht einmal Details für die Serie geklärt sind. Somit weis kein Privatteam mit welchem Budget zu rechnen ist was gerade in Corona- und Klimaschutzzeiten für eine Kalkulation extrem wichtig wäre.

Leider wird eine DTM mit GT3 Fahrzeugen auch in Konkurrenz zur ADAC GT Masters stehen und am Ende wird eine der beiden Serien darunter leiden. Daher war ich persönlich auch gegen dieses GT3 Konzept und hätte die DTM ihrem Namen und Ursprung entsprechend lieber mit Tourenwagen gesehen. Statt nur die Silhouetten von A5 oder 4er BMW hätte man die echten Fahrzeuge nehmen können. In der Kattegorie hätte fast jeder Hersteller ein Fahrzeug im Angebot und viele davon hätten so ihre eigenen Sportvarianten wie AMG oder M-Sport bewerben können.

Naja die Entscheidung ist gefallen und jetzt kann man nur abwarten was kommen wird. Für mich wird eine Serie mit GT3 Fahrzeugen aber kein erhöhtes Interesse erzeugen weil das nichts neues oder gar alleiniges sein wird. Trauriger Weise wird das dann auch noch unter DTM verkauft damit man von dem doch halbwegs guten Namen profitieren kann. Da hätte ich es als Neuanfang lieber unter DGTM gesehen.
Dem ist nichts hinzu zufügen.Sehe es genau so. Ich hät ja so ein Konzept ala BTCC gern in der DTM gesehen.Aber normale 3er BMW, A3/A4,A-Klasse & andere Marken sind dem Berger nicht Premium genug.

frankW
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Re: Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

Beitrag von frankW » Mo Sep 21, 2020 9:00 am

Berger scheint ein Träumer zu sein.

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TifosiF40
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Re: Nach Einigung mit Audi und BMW: So soll Bergers neue DTM aussehen

Beitrag von TifosiF40 » Sa Okt 10, 2020 8:50 am

frankW hat geschrieben:
Mo Sep 21, 2020 9:00 am
Berger scheint ein Träumer zu sein.
Ein Mann, drei Meinungen ;) Ich glaube auch nicht, dass die GT3-DTM ein Erfolg wird. Aber eigentlich kann es nur besser werden. Ich habe mir die DTM mit ihren langweiligen Prototypen schon lange nicht mehr angesehen.
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