Rast hält van der Linde für zukünftigen Champion: "So etwas noch nie gesehen"

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Rast hält van der Linde für zukünftigen Champion: "So etwas noch nie gesehen"

Beitrag von Redaktion » Fr Sep 11, 2020 8:27 am

Nach Sheldon van der Lindes DTM-Debütsieg: Wieso Champion Rene Rast dem BMW-Piloten alles zutraut und wie ihn dessen Premiere im DTM-Auto verblüffte

Das vergangene DTM-Wochenende in Assen brachte für den südafrikanischen BMW-Piloten Sheldon van der Linde den Durchbruch: Der 21-Jährige holte bei der Regenschlacht von Startplatz 14 sensationell den Sieg. Einer, der davon nicht überrascht war, ist DTM-Champion Rene Rast, der den Youngster auf 'Instagram' als "zukünftigen Champion" bezeichnet.

"Ich habe ihn damals beim Rookie-Test der DTM beobachten dürfen", erinnert sich der Audi-Pilot, der mit Dennis Rostek den gleichen Manager wie der Youngster hat, gegenüber 'Sport1'. "So etwas habe ich noch nicht gesehen."

Aber was hat den 33-Jährigen im Dezember 2018 beim Young-Driver-Test in Jerez an van der Linde, der dieses Jahr meist bester BMW-Pilot ist, so verblüfft? "Ich stand am Streckenrand und habe mit meinem iPhone die Rundenzeiten gestoppt. Ich wusste ungefähr, was eine gute Rundenzeit ist. Und er kam bereits quer aus der Box."



"Ich sagte: 'Oh, der ist motiviert!' Und er war schon bei seiner ersten Rundenzeit auf Pace. Dabei war es das erste Mal, dass der Junge in einem DTM-Auto saß. Das hat mich brutal beeindruckt."

Aber auch in seiner Rookie-Saison brauchte van der Linde nicht lange, um für Aufsehen zu sorgen. "In seinem dritten DTM-Rennen in Zolder war er bereits auf der Pole-Position", erinnert sich Rast. Dann hatte er so eine kleine Durststrecke, dann kam vor zwei, drei Wochen sein erstes Podium. Und jetzt der erste Sieg. Dabei ist der Junge 21."

Dass sein Triumph auf glückliche Umstände zurückzuführen ist, will Rast nicht gelten lassen. "Auch wenn du die richtige Strategie wählst, musst du die Pace haben. Die hatte er ganz klar. Er kam vom 14. Platz, hat früh gestoppt - und dann hat er Rundenzeiten rausgehauen, die seinesgleichen gesucht haben."



Auch nach dem Re-Start, bei dem er von der Spitze losfuhr, "musst du natürlich auch die Gegner - in dem Fall uns Audis - in Schach halten. Das hat er gemacht." Dass Rast so positiv über den BMW-Kollegen spricht, habe nichts damit zu tun, dass er auf das gleiche Management setzt.

"Ich finde den Jungen einfach überzeugend", sagt Rast, der auch dessen Bruder Kelvin van der Linde, mit dem er 2014 den GT-Masters-Titel holte, ein Kompliment ausspricht. "Damals war er 18. Beide sind bärenstark."



Rast ist nicht der einzige DTM-Pilot, der großen Respekt vor dem neuen Sieger hat. Das gilt auch für dessen RBM-BMW-Teamkollegen Philipp Eng. "Ich bin über Sheldons Speed überhaupt nicht überrascht", sagt der Österreicher. "Er ist einer der talentiertesten Teamkollegen, die ich je hatte. Er ist superschnell und clever."

Auch ihm ist van der Lindes Young-Driver-Test, der ihm schließlich den BMW-Werksvertrag und das DTM-Cockpit bescherte, in Erinnerung geblieben. "Er hatte die DTM glaube ich nie so richtig auf dem Schirm, hat beim Test aber wirklich alle aus den Schuhen gefahren."

Eng hat auch eine Theorie, warum van der Linde so stark ist. "Wir haben glaube ich relativ ähnlich mit dem Motorsport angefangen und haben ihn ähnlich betrieben. Auch bei ihm war es oft unklar, wie es weitergeht. Deswegen fährt man glaube ich um das eine Zehntel schneller, denn es muss irgendwie passieren."

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