Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

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Redaktion
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Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von Redaktion » Mi Jun 17, 2020 10:21 am

Mit welchen zwei Konzepten Gerhard Berger die DTM retten will und wieso eine GT3-Premiumserie wahrscheinlicher ist als ein Umstieg auf die neuen LMDh-Sportwägen

Bis heute herrscht Rätselraten, wie es 2021 nach dem Audi-Ausstieg mit der DTM weitergeht. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat DTM-Boss Gerhard Berger aber nun einen Plan für die ums Überleben kämpfende Traditionsserie: Als Szenario mit der größten Zukunftsperspektive hat sich eine DTM mit GT3-Boliden herauskristallisiert, während auch ein Wechsel auf LMDh-Boliden noch nicht ganz vom Tisch ist.

Das LMDh-Sportwagen-Szenario hatte bislang kaum jemand auf dem Schirm, denn das neue IMSA-WEC-Reglement sieht Prototypen vor, die auch optisch nichts mit Tourenwagen zu tun haben.

Das große Herstellerinteresse, ein Silhouettenkonzept mit geringeren Kosten als bei den aktuellen Class-1-Boliden in der DTM und ein Verzicht auf eine Balance of Performance (BoP) sind allerdings Argumente, die die Langstrecken-Vision auch für die Plattform der DTM-Dachorganisation ITR attraktiv machen. Auch wenn man sich dann vom Namen DTM verabschieden müsste.



Legende Hans-Joachim Stuck hatte die LMDh-Option schon im März ins Spiel gebracht: "Mit einem Class-1-Auto hat man nur zwei Rennserien", verwies er auf DTM und Super GT, "während diese neue IMSA-WEC-Serie die ganze Welt abdeckt. Auch bei IMSA-WEC sind keine Sprintrennen vorgesehen. Warum also keine nationale Sprintserie?"

Und auch Berger selbst hatte im Februar offenbart, dass er das LMDh-Konzept grundsätzlich für den "richtigen Weg" halte. "Man setzt wie bei unserem Class-1-Konzept auf Einheitsbauteile mit einer Silhouette. Außerhalb der Formel 1 kann man professionellen Motorsport nur noch betreiben, indem man über Einheitsbauteile die Kosten in den Griff kriegt."

Es sei zwar noch nicht klar, wie viele Hersteller "wirklich mitmachen", meinte Berger. Er schätze aber die "IMSA-Jungs rund um Ed Benett" und gehe davon aus, "dass sie das hinkriegen".



Die DTM-Dachorganisation ITR verfügt tatsächlich über gute Kontakte zur IMSA-Serie, mit der man in Hinblick auf die Konzeption eines Hybridsystems für das Jahr 2022 sogar eine Kooperation geplant hatte. Und IMSA hätte mit Sicherheit großes Interesse daran, dass eine weitere Serie auf die neuen Boliden setzt.

Es gibt aber einen entscheidenden Haken: Die LMDh-Autos sind frühestens ab 2022 verfügbar, und das Reglement steht nach wie vor nicht endgültig fest.

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich hatte zwar angedeutet, dass 2021 auch ein Jahr ohne DTM vorstellbar wäre, doch Berger ist davon wenig begeistert. "Ich glaube nicht, dass eine Pause eine gute Lösung ist", meint der ITR-Vorsitzende. "Wenn man eine große Firma hat, und die ein Jahr lang schließt und alle Produktionsabläufe stoppt, dann ist es sehr aufwändig, alles wieder hochzufahren."

Das gleiche gelte für die ITR: "Alles ist eingespielt. Wenn man das ein Jahr lang einstellt, dann wäre das keine gute Lösung. Im Moment würde ich aber nichts ausschließen, da ich nicht weiß, wie die Lösung aussieht."



Abgesehen davon weiß im Moment niemand genau, wie hoch die Kosten beim LMDh-Konzept wirklich sein werden, obwohl die Hersteller im Endeffekt nur den Motor selbst entwickeln. Während Audi für ein Jahr DTM unter dem Class-1-Reglement 80 bis 100 Millionen Euro ausgab, besagen Schätzungen, dass LMDh mit der gleichen Anzahl an Autos um rund 60 Millionen Euro machbar sein dürfte.

Da aber ein Jahr Auszeit, unklare Kosten und ein Abschied von der Serienauto-Optik für die ITR ein großes Risiko bergen, spricht derzeit alles für die deutlich konkretere GT3-Lösung. Laut einer FIA-Erhebung gibt es derzeit weltweit 4.000 GT3-Autos auf dem Markt - und auch der Zuspruch für die neu gegründete Rahmenserie DTM-Trophy, in der GT4-Autos zum Einsatz kommen, hat Berger diesbezüglich ermutigt.

"Wir waren spät dran und haben uns Sorgen gemacht, waren dann aber sehr überrascht, dass in kurzer Zeit 24 Autos genannt wurden", bestätigt Berger.



Doch wie will man sich mit GT3-Sprintrennen vom GT-Masters abheben, das auf ein ähnliches Konzept setzt? Der Gedanke ist, dass ausschließlich Profis zum Einsatz kommen, man auf Fahrerwechsel komplett verzichtet und der Premiumgedanke der DTM gewahrt bleibt.

"Das sind für mich grundsätzlich zwei unterschiedliche Konzepte, denn hier trifft mit der DTM die Welt des Profisports auf die Welt von Menschen, die diesen Sport in den GT-Masters vorrangig als Hobby betreiben", vergleicht Berger gegenüber 'Motorsport-Total.com' die beiden Serien und würde daher auch bei einem DTM-Umstieg auf GT3-Autos kein Problem sehen.

Hobbyfahrer, wie Berger sie bezeichnet, seien auf einer Plattform wie dem GT-Masters am richtigen Ort. "Sie haben den Motorsport ins Herz geschlossen, bringen oft Talent und auch die nötigen finanziellen Mittel für tolle GT3-Autos mit. Und dann wird bei den GT-Masters das Feld durch einige Profifahrer aufgefrischt, was die Rennen auch spannend machen kann. Die sportlichen Leistungen von den Profis mit den Hobbyfahrern werden dann über verschiedene Lizenzkategorien und BoP-Maßnahmen ausgeglichen."



In der DTM-Welt gäbe es hingegen "nur Profifahrer, die auch für ihre Einsätze bezahlt werden. Das Ganze wird getragen von Herstellern, die wirklich wöchentlich technische Weiterentwicklungen einbringen und somit den vielen Fans einen direkten sportlichen sowie technischen Wettbewerb bieten können. Und dieses Konzept funktioniert seit 30 Jahren sehr erfolgreich, was die hohen Zuschauerzahlen der DTM ja eindrucksvoll bestätigen."

Daher wäre bei einem Wechsel auf GT3-Autos vorgesehen, dass die DTM keine klassische Kundensport-Serie wird, sondern weiterhin eng mit den Herstellern verbunden ist. Dass so etwas möglich ist, zeigt sich Jahr für Jahr auch beim GT-Weltcup in Macao oder beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, wo sich die Werke teilweise intensiv engagieren und den Einsatz von Werksfahrern finanzieren.

Und um die DTM trotz des Wechsels auf GT3-Autos weiterhin als Premiumserie zu positionieren und auch die Class-1-Rundenzeiten zu erreichen, schwebt Berger vor, die Balance-of-Performance-Anpassung über die ITR selbst vorzunehmen.



Denn die GT3-Boliden, deren Einsatz weniger als die Hälfte der Class-1-Autos kostet, haben in der Serienversion rund 100 PS mehr zur Verfügung als im Rennsport. Mit einer eigenen BoP-Lösung könnte man diese Leistung freimachen und wie in der aktuellen DTM auf rund 600 PS kommen.

Ein weiterer Vorteil des Plans: Wenn sich die Hersteller in der GT3-DTM engagieren, dann wäre auch die Teileversorgung der Kundensport-Teams in der GTC-Serie gewährleistet, die im Rahmenprogramm ebenfalls auf GT3-Autos setzt.

Dass eine DTM mit GT3-Autos kommende Saison umsetzbar wäre, gibt Berger inzwischen offen zu. "Es gibt abgesehen von Class 1 nicht viele Reglements", sagt der ITR-Chef. "Am Ende kommt man auf GT3-Autos. Das wäre machbar, aber es handelt sich um eine andere Philosophie - und wir hätten wieder eine BoP. Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber bevor wir das angehen, müssen wir andere Dinge lösen."



Eine Anspielung auf den Audi-Ausstieg, der noch nicht endgültig abgewickelt ist, denn die Ingolstädter sind nach wie vor Mitbesitzer der ITR. Dennoch laufen im Hintergrund längst Bemühungen, um die Traditionsserie auch 2021 am Leben zu erhalten. "Wir überlegen in alle Richtungen", meint Berger, der sich noch nicht öffentlich auf ein Szenario festlegen will. "Es ist einfach noch zu früh, um über Vor- oder Nachteile zu sprechen."

Eine Beibehaltung des Class-1-Reglements hätte aber wegen der hohen Kosten auch mit Privatteams kaum Zukunftschancen, was auch für die sterbende GTE-Klasse gilt. Und ein Einsatz von TCR-Boliden würde dem DTM-Konzept als Premiumserie widersprechen.

Warum man kein neues, eigenes Reglement entwickelt? Das könnte man selbst mit äußerst fähigen Ingenieuren frühestens bis Ende des Jahres fertigstellen. Viel zu spät, um für eine Saison 2021 Hersteller zu gewinnen. Mit GT3-Autos könnte man die Zeit bis 2025 überbrücken, ehe die geplante ITR-Elektrovision Realität werden könnte.

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Boltar
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von Boltar » Mi Jun 17, 2020 2:09 pm

Unter vielen schlechten Ideen (GTE, LMDh, Class One) ist der GT3 Plan, so wie oben dargelegt, noch die "guteste".

Maik Aefer
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von Maik Aefer » Mi Jun 17, 2020 8:31 pm

Redaktion hat geschrieben:
Mi Jun 17, 2020 10:21 am
...Und ein Einsatz von TCR-Boliden würde dem DTM-Konzept als Premiumserie widersprechen.
Genau hier liegt doch das Problem. Die DTM will mit Macht etwas darstellen das sie gar nicht ist und auch nie war. Genau dieser überkandidelte Premiumgedanke hat der DTM den Todesstoß gegeben. Die Serie war früher mal ideal für Kundensport und das hat die Leute interessiert. Ohne die paar deutschen Marken die ihre erschwindelten Einnahmen im Motorsport rausschmissen gäbe es die DTM schon länger nicht mehr wie man am kollektiven Desinteresse sämtlicher ausländischer Konkurrenten sehen kann (jaja ich weiß das der Herr Berger viele Interessenten hat bla bla). Wie abgehoben man mittlerweile ist zeigt sich gut daran das nicht mal über ein echtes Tourenwagenkonzept nachgedacht wird obwohl das dem Namen der Serie entsprechen würde. Außerdem wäre das günstig was wiederum gut für Kundenteams wäre aber das will man ja nicht denn die Fans wollen ja angeblich Werke mit Premiumfahrzeugen sehen.

alfatino
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von alfatino » Mi Jun 17, 2020 8:59 pm

Berger sollte einfach mal zum ADAC krabbeln und fragen, wie man die TCR-Germany und das DTM unter einen Hut bekommt. Vielleicht als DTM-TCR? Eine DTM wird erst dann wieder sinnvoll, wenn dort Tourenwagen fahren. Oder man sollte noch einmal über die V8-STAR nachdenken. Motorsport ohne "brumm" ist Quatsch.

Smokey
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von Smokey » Mi Jun 17, 2020 11:40 pm

Maik Aefer hat geschrieben:
Mi Jun 17, 2020 8:31 pm
Genau hier liegt doch das Problem. Die DTM will mit Macht etwas darstellen das sie gar nicht ist und auch nie war. Genau dieser überkandidelte Premiumgedanke hat der DTM den Todesstoß gegeben. Die Serie war früher mal ideal für Kundensport und das hat die Leute interessiert. Ohne die paar deutschen Marken die ihre erschwindelten Einnahmen im Motorsport rausschmissen gäbe es die DTM schon länger nicht mehr wie man am kollektiven Desinteresse sämtlicher ausländischer Konkurrenten sehen kann (jaja ich weiß das der Herr Berger viele Interessenten hat bla bla). Wie abgehoben man mittlerweile ist zeigt sich gut daran das nicht mal über ein echtes Tourenwagenkonzept nachgedacht wird obwohl das dem Namen der Serie entsprechen würde. Außerdem wäre das günstig was wiederum gut für Kundenteams wäre aber das will man ja nicht denn die Fans wollen ja angeblich Werke mit Premiumfahrzeugen sehen.
Stimme zu 100% zu. Berger und ITR haben keine Ahnung vom Kundensport. Wenn Privatteams mit GT3-Autos antreten, die jeweils nur von einem Profi-Fahrer gefahren sollen, aber keine Werksunterstützung bekommen, wer soll dann die Zeche zahlen? Fahrer wie Ferdinand Habsburg, Ed Jones oder Fabio Scherer hätten dafür vielleicht das Geld, aber ein ganzes Feld voller echter Profis (sprich Werksfahrer wie Rast oder Wittmann) bekommt man sicher nicht zustande. Zumal sich die Frage stellt, warum man als zahlungswilliger Fahrer überhaupt die DTM einer anderen GT3-Serie vorziehen sollte. Das Niveau der Spitzenfahrer im GT Masters oder in der GT Challenge Endurance Series muss die DTM erst einmal erreichen. Also nur wegen des Namens in der DTM antreten?

totho1504
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von totho1504 » Do Jun 18, 2020 10:01 am

LMDh erst ab 2022?

Hattet ihr nicht in einem anderen Artikel geschrieben das die WEC berets ab Saison 2020/2021 (startet diesen Herbst) die neue LMDh Klasse einführt?

Das wäre für die DTM auf jeden Fall die beste Lösung. Die Hersteller können die Autos zusätzlich in der WEC und der in IMSA einsetzen und wir hätten diese Boliden durch die DTM endlich auch auf deutschen Rennstrecken.

GT3 haben wir doch durch GT Masters, Blancpain und die ganzen GT Clubsport Serien mehr als genug!

Vielleicht sollte man aber auch mal den Namen "DTM" überdenken, da die LMDh mit "Deutschen Tourenwagen" nichts mehr zu tun haben. Aber das haben die DTM Fahrzeuge ja schon seit Jahren nicht mehr. Das ist wohl auch der Hauptgrund für die Probleme. Etikettenschwindel!

Echte Tourenwagen sind doch nur noch die TCR und manche GT4. Aber die haben schon ihre eigenen Serien in Deutschland.

Also mein Wunsch: LMDh Autos und neuer Name, z.B. LMDh Germany :-)...und auf jeden Fall ein 24h Rennen as Höhepunkt der Saison. Vielleicht kann man dann gemeinsam mit der WEC agieren, z.B. in Le Mans oder Spa.

totho1504
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von totho1504 » Do Jun 18, 2020 10:20 am

Noch ein Nachtrag: "Denn die GT3-Boliden, deren Einsatz weniger als die Hälfte der Class-1-Autos kostet, haben in der Serienversion rund 100 PS mehr zur Verfügung als im Rennsport. Mit einer eigenen BoP-Lösung könnte man diese Leistung freimachen und wie in der aktuellen DTM auf rund 600 PS kommen."

Das war vielleicht vor 10-20 Jahren mal so. Die heutigen GT3 sind reine Rennfahrzeuge die optisch an Serienfahrzeuge angelehnt sind. Die haben nichts, aber auch gar nichts mit den Serienfahrzeugen zu tun. Man kann denen nicht einfach 100 PS mehr geben. Die sind nach dem GT3 Reglement entwickelt.

Die einzigen Seriennahen Rennfahrzeuge mit mehr Leistung als GT3 sind die neuen GT2, wie der Porsche GT2RS oder Audi R8 mit rund 700PS. Die sind aber aufgrund der Seriennähe (Fahrwerk, Aero, etc.) trotzdem deutlich langsamer als GT3.

Grunger
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von Grunger » Do Jun 18, 2020 2:07 pm

Aus meiner Sicht geht es jetzt um eine Übergangszeit von 3 Jahren. Aus meiner Sicht wäre eine Premium GT3 Serie, ohne Fahrerwechsel, zugeschnitten auf eine Fahrerwertung eine gute Wahl.
Auf lange Sicht gibt es eine Lücke, die die DTM füllen könnte: eine Tourenwagen / Prototypen E- Rennserie. Denn außer Formel E, Markenpokalen und E TCR gibt es Richtung Premium nichts. Das Ganze mit Einheitsbatterie wie in der FE, und freien Antrieben / Motoren wäre aus meiner Sicht für die Hersteller, und die DTM war seit Mitte der 90er immer eine Herstellerserie, hoch interessant.
Es gab ja schonmal eine Studie in diese Richtung.

ArminLoeffler
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Re: Gerhard Bergers DTM-Plan: GT3-Autos oder LMDh-Sportwägen?

Beitrag von ArminLoeffler » Fr Jun 19, 2020 4:44 pm

„Wir werden unseren Wandel zum Anbieter sportlicher, nachhaltiger Elektromobilität vorantreiben." sagte da Audi neulich zur Absage an die DTM. Das stand zumindest irgendwo in den News.

So schön wie die DTM ist, kann man diese Aussage auch deutlicher interpretieren:
"Die DTM ist nicht genug Innovativ und liegt nicht im Trend"

Wie wäre es denn, wenn die DTM-Fahrzeuge ebenfalls etwas mehr in diese Trend-Richtungen gehen würden?
Ein technisches Konzept mit zum Beispiel Boost-Batterien/Boost-Funktionen, vielleicht mit Einschränkungen, z.B. die Autos fahren mit leeren Batterien los und der Fahrer, der am wirtschaftlichsten fährt, hat dann im Laufe des Rennens den einen oder andern Elektro-Boost (DRS) mehr, oder im Boxengassenbereich darf nur auf E gefahren werden,
oder reduzierter/kein E-Modus statt Zeitstrafen, könnte möglicherweise alles von der Rennleitung eingestellt werden.
Nur wirtschaftlich und elektrisch macht allerdings keinen Spaß. Ein Mittelweg wird daher gesucht werden müssen.

Für mich, also jemand der einen 10 jährigen Jungen zuhause hat, fehlt zudem irgendwie ein modernes Vermarktungskonzept.
Die Beziehung zur neuen Motorsport-Säule SimRacing gibt's da zwar irgendwo, aber man muss dort die DTM eigentlich schon suchen,.... OBWOHL wahrscheinlich alle DTM Fahrer inzwischen einen Simulator benutzen und sich auch teilweise damit präsentieren.

Die DTM-Teams und Fahrer sind super interessant. Vielleicht können die Teams, Fahrer und Marken zusätzlich in einer SIM-Racing Version vorstellt werden um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen?
Mit einer Marketing-Aktion "Assetto Corsa DTM Teams" kann man vermutlich mehr Zielgruppenreichweite erzielen als mit so manchen unnützen TV-Werbesport.

Jedenfalls sollte man nicht außer Acht lassen, dass die Fahrzeughersteller an einer möglichst großen Marktpräsenz Ihrer Marke interessiert sind. Schafft man es hier, diese Präsenz im positiven Sinn zu verbessern, kann ich mir nicht vorstellen, dass es da Probleme mit der Zukunft der DTM gibt.

Ich wollte das hier nur mal hier als Diskussionsthema einwerfen und finde es sehr schade, wie es momentan um die DTM steht.

VGA

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