DTM-Boss Berger: Einstieg der Japaner wäre ein Jahr zu spät gekommen

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um das Deutsche Tourenwagen Masters, die DTM
Antworten
Redaktion
Beiträge: 30283
Registriert: Do Nov 08, 2001 1:01 am

DTM-Boss Berger: Einstieg der Japaner wäre ein Jahr zu spät gekommen

Beitrag von Redaktion » Mo Jun 15, 2020 6:41 pm

Warum die japanischen Super-GT-Hersteller die DTM nicht retten werden und woran ein Autotausch mit Honda, Toyota und Nissan scheiterte

Die DTM sucht nach dem Audi-Ausstieg mit Saisonende weiter nach einer Zukunftslösung. Ein Einstieg von einem der drei Super-GT-Hersteller Honda, Toyota und Nissan, die über Boliden nach dem gleichen Reglement verfügen, spielt bei Gerhard Bergers Planungen aber keine besondere Rolle, wie der DTM-Boss klarstellt. "Ich bin nicht der Meinung, dass Zeitdruck mit der japanischen Kultur harmoniert", sagt der Österreicher. "Ich bezweifle also, dass es diesbezüglich eine Überraschung gibt."

Damit gab es laut Berger für 2022 den Plan, dass japanische Autos in der DTM zum Einsatz kommen, nachdem sich das Vorhaben für 2021 nicht umsetzen ließ. "Wir hatten Ende des Vorjahres intensive Gespräche, bevor Audi ausgestiegen ist. Und das kam definitiv zu früh für sie. Sie haben nicht abgesagt, aber sie haben es im Grunde um ein Jahr verschoben", erklärt Berger.

"Sie haben gesagt: 'Lasst uns noch ein Jahr lang ein oder zwei gemeinsame Rennen austragen, ehe wir für den nächsten Schritt bereit sind'." Tatsächlich war es laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' geplant gewesen, 2020 erneut ein gemeinsames Rennen mit dem Super-GT-Feld in Fuji auszutragen. Dieses Vorhaben wurde aber wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt.



Die Absichtserklärung der Japaner, 2022 mit der DTM gemeinsame Sache zu machen, habe man "positiv aufgenommen, da es uns wichtig war, langsam das Vertrauen aufzubauen, damit eine Zukunftsperspektive wachsen kann", sagt Berger. "Aber jetzt stehen wir durch die Audi-Entscheidung natürlich unter Zeitdruck." Und genau das sei in Hinblick auf eine Zusammenarbeit mit den Japanern keine gute Basis.

Dabei nutzen beide Serien das von der ITR geschaffene Class-1-Reglement, und die Autos wurden großteils bereits für 2020 aneinander angeglichen. Warum es abgesehen vom Dream-Race in Fuji im vergangenen November und dem DTM-Saisonfinale davor in Hockenheim, das mit japanischer Beteiligung stattgefunden hatte, zu keinem Austausch kam?



Das hat laut Audi-Sportchef Dieter Gass finanzielle Gründe. "Die Lage ist sehr komplex", sagt er auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Es gibt nationale Interessen und individuelle Strategien, was die Hersteller anbelangt. Wir haben klargestellt, dass wir theoretisch daran interessiert wären, auch in Japan Autos unter dem Class-1-Reglement einzusetzen, aber das hätte klarerweise auch gravierende finanzielle Auswirkungen."

Daher wäre es unmöglich gewesen, zusätzlich zu den derzeit neun DTM-Autos weitere Boliden in Japan einzusetzen. "Für uns wäre ein Einsatz in Japan nur möglich gewesen, wenn wir die Autos in Deutschland um die gleiche Menge reduzieren", stellt Gass klar.

"Und die Japaner sind in einer sehr ähnlichen Situation, denn sie haben ja ihre eigene Meisterschaft in Japan. Für sie wären die Kosten, zusätzliche Autos in Deutschland einzusetzen, extrem hoch gewesen. Und wenn es dann keine deutschen Autos in Japan gibt, die das irgendwie kompensieren, dann müssen wir diese Entscheidung akzeptieren."

Das Unterfangen sei also nicht "an mangelndem Interesse" gescheitert, mein der Audi-Sportdirektor, "sondern eher an der schwierigen Umsetzung".



Dabei hatte es vom japanischen Super-GT-Team Studie, das in der GT300-Klasse BMW-Boliden einsetzt, sogar Interesse gegeben, den DTM-Boliden von BMW in der GT500-Klasse einzusetzen, doch das Vorhaben scheiterte an der Absage aus München. An einem Einsatz in der DTM gab es aus Japan wenig Interesse, meint BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt.

"Wir befinden uns zwar jetzt in einer komplett anderen Lage, aber auch im Vorjahr ist es uns gemeinsam mit Gerhard und der ITR nicht gelungen, die japanischen Hersteller zu überzeugen", verweist Marquardt auf die Gespräche beim Dream-Race und spielt den Ball damit an die Japaner weiter.

"Wir von BMW, aber damals auch Audi und sogar Aston Martin wären bereit gewesen, nach Japan zu gehen, aber es hat so ausgesehen, als wären sie nicht sehr interessiert. Am Ende müsste man also eher den Japanern die Frage stellen, warum es nicht dazu gekommen ist."



Tatsächlich hatte Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport Pläne in der Tasche gehabt, gemeinsam mit dem Einsatzteam JOTA 2021 in die Super-GT-Serie einzusteigen, doch nach dem DTM-Ausstieg ging man auch dazu auf Distanz.

Marquardt trauert dem verfehlten Class-1-Ziel nach: "Als wir mit dem Class-1-Reglement begonnen hatten, war es die Vorgabe, dass wir irgendwann ein weltweites Reglement haben", spielt er auf die ursprünglichen Pläne an, auch in den USA eine Rennserie zu überzeugen.

Auch wenn das nicht gelang, so sei es zumindest der Plan gewesen, zwischen DTM und Super GT "Autos auszutauschen", meint Marquardt. "Ihre Meisterschaft funktioniert etwas anders als unsere, was die Aufstellung der Teams, die Reifenhersteller und den Reifenwettbewerb angeht, aber generell war es immer das Ziel. Und es ist ein bisschen schade, dass wir das nicht erreicht haben."

Original-News aufrufen

automatix
Beiträge: 105
Registriert: So Jul 22, 2012 1:01 am

Re: DTM-Boss Berger: Einstieg der Japaner wäre ein Jahr zu spät gekommen

Beitrag von automatix » Di Jun 16, 2020 5:58 am

Irgendwas läuft da einfach falsch, wenn Konzerne wie Audi oder BMW nicht in der Lage zu sein scheinen, mehr als 9 Autos zu bauen und zu betreiben... Entweder die Kisten sind zu teuer oder zu kompliziert oder beides....

Boltar
Beiträge: 72
Registriert: Mi Mär 07, 2018 5:27 pm

Re: DTM-Boss Berger: Einstieg der Japaner wäre ein Jahr zu spät gekommen

Beitrag von Boltar » Di Jun 16, 2020 10:32 am

Für das was sie dem Konzern bringen sind sie schlicht zu teuer. ROI - Return of Investment, das ist das Stichwort. Mercedes gibt ~600 Millionen Euro im Jahr für F1 Weltmeistertitel aus. Die haben eine enorme globale Strahlkraft, das Investment passt. Aber wehe, sie werden nicht mehr Serienweltmeister, dann wird sofort das Budget gekürzt weil das ROI nicht mehr stimmt.

Bei der DTM ist es nicht anders. Class One zu entwickeln und zu bauen hat sich, trotz Einheitsteilen, nur unter dem Aspekt gelohnt, dass man damit global wird fahren können. Denn das war ja das eigentliche Ziel, nicht nur Japan, sondern weltweit. Für eine einzelne Meisterschaft wie die DTM lohnt es sich überhaupt nicht. Und deswegen passiert jetzt leider unweigerlich das, was passieren muss: Kein Budget mehr, keine DTM mehr.

Wirklich schade. Aber im Nachhinein muss man sich fragen, warum man sich so sehr in dieses teure Reglement verrannt hat. Um mit "schneller als GT3" werben zu können? Das ist gehörig nach hinten los gegangen. Hätte man, statt auf Turbos, auf GT4 gewechselt, hätte man eine vitale DTM. Voller privater Teams, mit passenden Kosten und win on sunday sell on monday Funktionalität. Das wünschen sich die Fans seit je her: Wieder seriennahe Fahrzeuge und keine Carbonbomber.

imogeneom2
Beiträge: 6
Registriert: So Jul 05, 2020 10:35 pm
Kontaktdaten:

Young Heaven - Naked Teens & Young Porn Pictures

Beitrag von imogeneom2 » So Jul 05, 2020 10:35 pm

Sexy teen photo galleries
http://sitecougarkiss.topanasex.com/?miracle

digimon porn free milf porn tiny tit latin guys porn tatoo porn clips fre porn new rough face fuck

Antworten