"Das ist echt Scheiße!": Wie die DTM-Piloten mit der Coronakrise umgehen

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"Das ist echt Scheiße!": Wie die DTM-Piloten mit der Coronakrise umgehen

Beitrag von Redaktion » Mo Mär 16, 2020 5:01 pm

In der DTM drohen durch das Coronavirus nach dem Test weitere Absagen und Verschiebungen: Wie die Piloten mit der Ungewissheit umgehen und was sie nun tun

Eigentlich würde die DTM heute mit dem offiziellen ITR-Test die letzten Vorbereitungen für den Saisonauftakt treffen, doch dieser wurde nach der Verlegung von Monza nach Hockenheim am Freitagabend wegen der Corona-Pandemie endgültig abgesagt.

Wann die Traditionsserie nun in ihre 34. Saison geht, ist unklar - der Saisonauftakt Ende April in Zolder gilt jedenfalls als sehr unrealistisch. Aber wie gehen die Piloten damit um? "Es ist die richtige Entscheidung, dass der Rennsport derzeit eine Pause macht", stellt DTM-Vizemeister Nico Müller auf 'Instagram' klar, der am Wochenende auf dem Rennrad saß.

Für ihn besteht kein Zweifel, dass "die Gesundheit von allen zu jeder Zeit die höchste Priorität haben sollte". Es sei "hart, das zu akzeptieren, und ich vermisse es bereits schrecklich, aber wenn es wieder losgeht, sind wir definitiv so motiviert und bereit wie nie zuvor".



Von seinem Abt-Audi-Teamkollegen Robin Frijns bekommt Müller Rückendeckung. "Ich habe mich wirklich darauf gefreut, wieder in mein Biest einzusteigen", verweist der Niederländer, der bei den Herstellertests im Winter nicht zum Einsatz gekommen war, via 'Instagram' auf den abgesagten ITR-Test. "Leider wurde der Test abgesagt, aber es war die richtige Entscheidung!"

Mit der Konsequenz kann Frijns leben. "Jetzt muss ich halt noch ein bisschen länger warten, bis ich einsteigen kann ..."

BMW-Ass Marco Wittmann nutzt die Zeit ohne DTM wie viele Kollegen zum Trainieren. Obwohl er Rennfahrer mit "Herz und Leidenschaft" sei, "ist dies ganz klar die richtige Entscheidung in diesen schwierigen Zeiten", hält der zweimalige DTM-Champion mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg. "Sicherheit hat hier ganz klar Priorität! Bitte bleibt alle ruhig, sicher und vor allem gesund!", richtet er seinen Followern auf 'Instagram' aus.



Wie der südafrikanische BMW-Youngster Sheldon van der Linde mit der Lage umgeht? "Es ist ehrlich gesagt echt Scheiße, dass die Saison jetzt im Standby-Modus ist", hadert der 20-Jährige auf 'Instagram' mit der rennfreien Zeit, hält die Reaktion der DTM-Dachgesellschaft ITR aber für eine "gute Entscheidung".

In Anbetracht des "weltweiten Chaos" dürfe man aber "den größeren Rahmen nicht vergessen: Die Gesundheit geht immer vor. Wir können nur hoffen, dass diese lange Winterpause nicht noch viel länger dauert."

Dass van der Linde die Rennaction sehr vermisst, zeigt die Tatsache, dass er derzeit regelmäßig virtuelle i-Racing-Rennen fährt. Am Sonntag stand Daytona auf dem Programm - und er und sein BMW-Kollege Philipp Eng waren nicht alleine: Neben den Ex-DTM-Piloten Edoardo Mortara, Filipe Albuquerque, Antonio Felix da Costa und Daniel Juncadella nutzten sogar Superstars wie Juan Pablo Montoya die rennfreie Zeit für äußerst realistische Online-Rad-an-Rad-Duelle!



"Ich habe meinen Simulator mit einem zusätzlichen Bildschirm für Rundenzeiten und Spritverbrauch aufgerüstet", offenbart Eng, welchen Aufwand er betreibt, damit er auch in Corona-Zeiten in Schuss bleibt. Doch der Österreicher hat derzeit nicht nur den Bildschirm im Visier.

Auf 'Instagram' zeigt der Fan von Sportlerbiographien auch sein Regal, in dem sich Bücher über Niki Lauda, Kimi Räikkönen, Jacques Villeneuve, Ross Brawn, aber auch über den Radsportler Fränk Schleck aneinanderreihen. "Welches soll ich nehmen?", fragt er seine Follower.

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