DTM-Hersteller einig: Push-to-pass 2020 doppelt so stark, mehr Freiheit bei DRS

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DTM-Hersteller einig: Push-to-pass 2020 doppelt so stark, mehr Freiheit bei DRS

Beitrag von Redaktion » Do Dez 26, 2019 4:44 pm

Die DTM-Hersteller haben sich auf eine deutliche Aufwertung der Überholhilfen Push-to-pass und DRS geeinigt: Wie das Reglement für 2020 geändert werden soll

Die DTM-Hersteller haben sich für die kommende Saison auf eine Aufwertung der Überholhilfen geeinigt: Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' dürfen die Piloten ab 2020 über den Push-to-pass-Knopf einmal pro Runde gleich 60 statt 30 Zusatz-PS abrufen - und das in 24 Umläufen pro Rennen. 2019 war der Einsatz nur zwölf Mal erlaubt gewesen. Da die Dauer von fünf Sekunden pro Einsatz gleich bleiben soll, kommen die Piloten ab der kommenden Saison maximal zwei Minuten pro Lauf in den Genuss der Überholhilfe.

Doch das ist nicht die einzige Änderung, auf die man sich verständigt hat: Auch beim Umgang mit DRS sollen die Piloten 2020 deutlich mehr Freiraum haben als das bisher der Fall war.

Während man 2019 den Heckflügel abklappen durfte, wenn man bei Start-Ziel in einem Fenster von drei Sekunden zum Vordermann lag, ist das nun komplett unabhängig vom Abstand erlaubt. Bis 2018 hatte man den Rückstand noch auf unter einer Sekunde bringen müssen, um das System nutzen zu dürfen.



Auch an der Anzahl der Aktivierungen wird sich 2020 etwas ändern: Bislang war der DRS-Einsatz in zwölf Rennrunden - und maximal drei Mal pro Umlauf - erlaubt, ab sofort soll das Ausmaß der erlaubten Aktivierungen aber auf die jeweilige Rundenanzahl und Streckencharakteristik abgestimmt werden.

Das soll verhindern, dass auf Kursen wie Brands Hatch kaum überholt wird, während eine Strecke wie Hockenheim mit den gleichen Bestimmungen zu Positionswechseln regelrecht einlädt.



Aber welche Folgen werden die geplanten Änderungen haben, auf die man sich in der technischen Arbeitsgruppe noch vor Weihnachten geeinigt hatte? Müssen die Fans durch die maßgebliche Aufwertung von Push-to-pass 2020 mit noch mehr Motorenproblemen rechnen als das bereits 2019 durch die Einführung der um 100 PS stärkeren Turbomotoren der Fall war?

Ganz im Gegenteil! Das liegt daran, dass die grundsätzliche Benzindurchflussmenge von 95 auf 90 Kilogramm pro Stunde reduziert wird, wodurch die Belastung für die Motoren deutlich sinkt. Wenn der Pilot dann Push-to-pass aktiviert, wird die Durchflussmenge über einen Bypass für fünf Sekunden von 90 auf - übrigens wie 2019 - 100 Kilogramm pro Stunde erhöht. Da der Unterschied durch Push-to-pass nun aber zehn statt fünf Kilogramm pro Stunde beträgt, verdoppelt sich auch der PS-Vorteil.

Mit dieser Regelung scheint es den Verantwortlichen gelungen zu sein, eine Lösung zu finden, die weder Audi noch BMW einen Vorteil gegenüber dem Konkurrenten einbringt. Damit konnte ein Nachteil für die Ingolstädter abgewendet werden, die das System 2019 im Gegensatz zu BMW und Aston Martin aus Zuverlässigkeitsgründen nicht gegen Markenkollegen eingesetzt hatten.



Da die Grunddurchflussmenge nun aber sogar herabgesetzt wird und der Durchfluss bei Push-to-pass-Einsatz gleichbleibt, sollte sich das sogar positiv auf die Haltbarkeit der Triebwerke auswirken. Die neuen Voraussetzungen wurden übrigens bereits bei den Young-Driver-Tests in Jerez ausprobiert. Wie sie sich allerdings tatsächlich auswirken werden, wird man frühestens beim ITR-Test Mitte März in Monza sehen, wenn mehr als vier Autos gleichzeitig auf dem Kurs sein werden.

Da das DTM-Reglement traditionell erst kurz vor dem Saisonauftakt, der Ende April 2020 in Zolder stattfindet, endgültig finalisiert wird, könnte es in Hinblick auf die Überholhilfen nach dem Test noch zu weiteren Anpassungen kommen. Endgültig fixiert sind diese erst, wenn die DTM-Kommission darüber abgestimmt hat.

Darin sitzen neben der DTM-Dachorganisation ITR und dem DMSB auch Vertreter von Audi und BMW, während R-Motorsport nicht stimmberechtigt ist. In der Regel handelt es sich bei der Abstimmung aber um eine Formalität, da man sich bereits im Vorfeld auf einen gemeinsamen Weg einigt.

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Tb87
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Re: DTM-Hersteller einig: Push-to-pass 2020 doppelt so stark, mehr Freiheit bei DRS

Beitrag von Tb87 » Fr Dez 27, 2019 8:13 am

Ich frag mich, warum gibt man das DRS nicht komplett frei. Sollen sie es verwenden wie sie wollen. Zum überholen gibt es immer noch das push to pass. Wäre interessant wie früh die Piloten den Flügel dann öffnen. In der F1 war das teilweise schon am oder sogar kurz vorm scheitelpunkt.

John Thyssen
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Re: DTM-Hersteller einig: Push-to-pass 2020 doppelt so stark, mehr Freiheit bei DRS

Beitrag von John Thyssen » Fr Dez 27, 2019 12:00 pm

Ist denn durch den verminderten Benzindurchfluss auch die Grundleistung
der Autos geringer?
Ich glaube nicht, dass die sich so einfach 30 PS aus dem Hut zaubern können.

Das hieße 580 PS und dann mit den 60 Extra-PS sind es dann wieder 640.
Fände ich nicht so toll, ganz ehrlich..... Die Autos sollen ihre normale Leistung behalten.
Push to Pass bringt nicht soo viel für die 5 oder nächstes Jahr 10 Sekunden...
Da bringt DRS deutlich mehr.

Ich hatte schon gedacht es wären 30 zusätzliche PS und die Autos wären dann bei 670 PS.
Aber da ja keine Entwicklung an den Motoren erlaubt ist wird es so sein dass sie den Autos Leistung abzwacken
und dafür das P2P verstärken.

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