DTM-Boss Berger: Warum Russland diesmal ein Erfolg wird

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Redaktion
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DTM-Boss Berger: Warum Russland diesmal ein Erfolg wird

Beitrag von Redaktion » Do Okt 31, 2019 11:23 am

Gerhard Berger erklärt, wie Petrows Ex-Managerin der DTM zum Russland-Comeback verhalf und warum es diesmal besser klappen wird als am Moscow Raceway

Das Rätselraten, wo die DTM Ende Mai 2020 ihr unbekanntes Rennen austragen wird, kannte nach der Präsentation des Kalenders für die kommende Saison kaum Grenzen: Von Monaco bis zu einem gemeinsamen Rennen mit der Super-GT-Serie in Suzuka gab es die unterschiedlichsten Tipps, ehe die DTM-Dachgesellschaft ITR das brandneue Igora-Drive-Projekt vor den Toren St. Petersburgs aus dem Hut zauberte.

Aber warum hat man sich entschieden, nach zwei Jahren Pause ausgerechnet nach Russland zurückzukehren? "Im Zuge der Internationalisierung müssen wir die wichtigen Märkte abdecken", antwortet DTM-Boss Gerhard Berger. "Russland ist ein großer Markt, und St. Petersburg war eine großartige Gelegenheit. Das passt gut in unseren Kalender." Die ITR schloss mit den Betreibern der von Hermann Tilke designten Rennstrecke einen Fünfjahresvertrag ab.

Wie Berger auf das Igora-Drive-Projekt aufmerksam wurde? "Es gibt eine russische Dame, mit der ich vor einem Jahr gesprochen habe", verrät er. "Sie hat gesagt, dass es toll wäre, wenn die DTM wieder in Russland fahren würde. Dann meinte sie, dass sie vielleicht die richtigen Leute kennt, mit denen ich sprechen sollte."



Dabei handelt es sich laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' um Oksana Kosatschenko, die früher als Managerin des Ex-Formel-1-Piloten Witali Petrow agierte und beim brandneuen Kurs als Beraterin fungiert. Sie brachte Berger mit den Leuten zusammen, die seit 2016 an dem aufwändigen Rennstreckenprojekt arbeiten.

Wie er sich schließlich überzeugen ließ? "Zuerst schaut man sich ein Land an und stellt die Frage: Ist es für den Markt der Branche relevant?", holt Berger aus. "Das wichtigste sind aber die Leute, die hinter der Veranstaltung stehen, denn es funktioniert nicht, wenn man einfach ein Rennen plant und abwartet. Man benötigt gute Leute, die die Veranstaltung bewerben. Diese Leute haben uns überzeugt, dass sie für eine gute Veranstaltung sorgen werden."



Russland ist für die DTM keineswegs Neuland: Bereits von 2013 bis 2017 fuhr man fünf Mal auf dem Moscow Raceway, doch die Zuschauerzahlen hielten sich in Grenzen. Warum der neuerliche Versuch, in Russland Fuß zu fassen, erfolgreicher sein soll?

"Ich fand Moskau bereits gut, aber nicht die Veranstaltung selbst", erklärt Berger. "Es war zu wenig los, die Strecke war zu weit weg von Moskau und hatte keine Seele", spricht er über die ebenfalls von Tilke designte Strecke, die rund 100 Kilometer nordwestlich von Moskau liegt.



Um den Igora-Drive-Kurs von St. Petersburg zu erreichen, muss man hingegen 80 Kilometer zurücklegen. "Das ist viel näher", sagt Berger. "Auch der Zeitpunkt mit der Mitternachtssonne Ende Mai, Anfang Juni ist gut. Das passt."

Durch die nachgereichte Igora-Drive-Bekanntgabe finden erstmals in der Geschichte der Tourenwagenserie nur noch vier von zehn Rennwochenenden im DTM-Mutterland Deutschland statt - also 40 Prozent. Das sorgte bei den deutschen Fans nur bedingt für Begeisterung.

Wie Berger dazu steht? "Ideal wäre 50:50, aber das wird sich von Jahr zu Jahr verschieben. Weiter als jetzt würde ich aber nicht gehen", beruhigt er die DTM-Community.

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Smokey
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Re: DTM-Boss Berger: Warum Russland diesmal ein Erfolg wird

Beitrag von Smokey » Do Okt 31, 2019 1:19 pm

Wow, 80 statt 100 Kilometer, was ein Unterschied :D Wobei die neue Rennstrecke sicher besser als der Moskau Raceway ist, wobei es sicher auch schwer wäre schlechter zu sein. Die Strecke damals war echt beschissen (alleine dieses komische Layout) und der Igora Drive wird ja immerhin als zukünftige Location für den Russland-GP gehandelt, sollte in Sotschi wirklich durch Bauarbeiten kein ausreichend langes Layout mehr vorhanden sein. Ich bin mal gespannt.

John Thyssen
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Re: DTM-Boss Berger: Warum Russland diesmal ein Erfolg wird

Beitrag von John Thyssen » Do Okt 31, 2019 5:29 pm

Smokey hat geschrieben:
Do Okt 31, 2019 1:19 pm
Wow, 80 statt 100 Kilometer, was ein Unterschied :D Wobei die neue Rennstrecke sicher besser als der Moskau Raceway ist, wobei es sicher auch schwer wäre schlechter zu sein. Die Strecke damals war echt beschissen (alleine dieses komische Layout) und der Igora Drive wird ja immerhin als zukünftige Location für den Russland-GP gehandelt, sollte in Sotschi wirklich durch Bauarbeiten kein ausreichend langes Layout mehr vorhanden sein. Ich bin mal gespannt.
Ja, da haben sie sich echt selbst übertroffen und den Fans satte 20 Kilometer erspart :lol:
Aber das die Rennstrecke von "einem Freund Putins" erbaut wurde, stößt mir viel mehr auf.
Und die Strecke hat keine Seele. Moskau hatte gewissermaßen zumindest etwas ähnliches wie "Tradition", wenn auch nicht wirklich.

Kappes74
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Registriert: Di Jul 30, 2019 11:42 pm

Re: DTM-Boss Berger: Warum Russland diesmal ein Erfolg wird

Beitrag von Kappes74 » Mo Nov 04, 2019 10:28 pm

John Thyssen hat geschrieben:
Do Okt 31, 2019 5:29 pm
(...)Moskau hatte gewissermaßen zumindest etwas ähnliches wie "Tradition", wenn auch nicht wirklich.
Nun ja, eine Rennstrecke die noch nicht mal eröffnet ist hat es schon etwas schwer Tradition vorzuweisen :mrgreen:
Lass uns diesbezüglich doch mal ein paar Jahre/Rennen warten.
Was Krupp in Essen bin ich im Trinken.

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