US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

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Redaktion
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US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von Redaktion » So Okt 20, 2019 11:36 am

Die Sportwagen-Meisterschaft IMSA aus den USA hat Gespräche über eine mögliche Übernahme des Class-One-Reglements aus der DTM und Super GT aufgenommen

Wird das Class-One-Reglement der DTM und Super GT ein Exportschlager in den USA? Die Sportwagen-Rennserie IMSA zeigt auf jeden Fall Interesse. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' waren Vertreter der IMSA im September beim DTM-Rennen auf dem Nürburgring vor Ort. Laut DTM-Chef Gerhard Berger haben man einen Gesprächsfaden aufgenommen.

Gespräche über eine Kooperation zwischen DTM und IMSA sind nicht neu. Pläne für eine "DTM America" wurden aber 2017 nach längeren Verhandlungen endgültig verworfen. Auch frühere Pläne der GrandAm-Serie, die später in der IMSA aufging, zur Bildung einer Tourenwagenserie nach DTM-Reglement in den USA waren gescheitert.

Aktuell zeigt die IMSA laut Aussage von BMW-Motorsportchef Jens Marquardt vor allem Interesse an einem Hybridantrieb, der 2022 in den DTM eingeführt werden könnte. "Wir sprechen mit ihnen auf technischer Grundlage, man könnte sagen über ein Hybridsystem", sagt Marquardt zu 'Motorsport-Total,com'.



"Sie suchen nach einem DPi 2.0 [Regelement], und vor diesem Hintergrund kann man auf einer rein technischen Ebene Gespräche oder Kooperationen anstoßen und sehen, wohin das führt", so Marquardt weiter.

DPi (Daytona Prototype International) ist aktuell die Top-Klasse der IMSA-Serie, deren Saisonhöhepunkt traditionell Ende Januar das 24-Stunden-Rennen von Daytona ist. Bei DPi handelt es sich um modifizierte LMP2-Fahrzeuge.

Darüber hinaus werden in der IMSA auch reinrassige LMP2 wie in der Langstrecken-WM eingesetzt. Weitere Klassen sind die GTE (dort GTLM genannt) für Fahrzeuge wie den Porsche 911 RSR und die GTD-Klasse, in der GT3-Fahrzeuge eingesetzt werden. Unklar ist, wie Class-One-Boliden in dieser Klassenkonstrukt passen sollen.



Für Berger und seinen Super GT-Gegenpart Masaaki Bandoh steht die Internationalisierung des Class-One-Reglements aber weiterhin auf der Agenda. "Zwei nationale Serie arbeiten nun zusammen, und dort haben wird sechs Hersteller", sagt Bandoh zu 'Motorsport-Total.com'.

"Au dieser Basis haben wir das gemeinsame Class-One-Reglement geschaffen, welches wir gerne auf globaler Ebene verbreiten wollen. Wir müssen mehr darüber sprechen und unsere Leistungen anderen Herstellern anpreisen", so Bandoh weiter.

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Formel Heinz
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Re: US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von Formel Heinz » Mo Okt 21, 2019 9:57 am

Na für GT4 und TCR hat die IMSA doch auch eine separate Serie. Das würde doch sicher auch mit Class 1 gehen!

Petunia
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Re: US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von Petunia » Di Okt 22, 2019 6:54 pm

Formel Heinz hat geschrieben:
Mo Okt 21, 2019 9:57 am
Na für GT4 und TCR hat die IMSA doch auch eine separate Serie. Das würde doch sicher auch mit Class 1 gehen!
dabei musst du bedenken, dass gt4 und tcr auf nem ganz anderen niveau liegen. dtm ist etwa auf den niveau der dpi und ist ne super werbeplattform, da die fahrzeuge optisch doch recht ähnlich den originalfahrzeugen sind - anders als bei dpi.
die class one ist auch ne super basis für langstreckensport, meiner meinung nach.

vierringe
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Re: US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von vierringe » Di Okt 22, 2019 8:21 pm

Wobei es für mich der Artikel erst einmal so klingt, als ob das Interesse nicht am gesamten Reglement besteht, sondern zunächst einmal an den (mit Standardbauteilen) hybridisierten Antrieben, die es ja in der Zukunft in Class 1 geben soll.

Aber selbst, wenn es dabei bleiben sollte (also etwas wie Class 1 Motoren in angepassten dpi-LMP2-Chassis), könnte man das als Erfolg sehen. Für die Japaner, die ja teilweise(?) bereits in der dpi vertreten sind, wäre das zum Beispiel eine Kostenersparnis, man braucht nur ein Paket für zwei Serien zu entwickeln. Gleichzeitig wird man in den USA ein wenig hoffen, dass vielleicht auch einer der DTM-Teilnehmer dazu kommt, weil "man den Motor ja schon hat". Und umgekehrt wäre das zukünftig vielleicht auch für Projekte, wie bei Aston (also kein 100%iger Werkseinsatz), interessant, wenn man ein Auto einer Marke baut, deren Motor in den USA fährt.

John Thyssen
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Re: US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von John Thyssen » Do Okt 24, 2019 12:17 pm

vierringe hat geschrieben:
Di Okt 22, 2019 8:21 pm
Wobei es für mich der Artikel erst einmal so klingt, als ob das Interesse nicht am gesamten Reglement besteht, sondern zunächst einmal an den (mit Standardbauteilen) hybridisierten Antrieben, die es ja in der Zukunft in Class 1 geben soll.

Aber selbst, wenn es dabei bleiben sollte (also etwas wie Class 1 Motoren in angepassten dpi-LMP2-Chassis), könnte man das als Erfolg sehen. Für die Japaner, die ja teilweise(?) bereits in der dpi vertreten sind, wäre das zum Beispiel eine Kostenersparnis, man braucht nur ein Paket für zwei Serien zu entwickeln. Gleichzeitig wird man in den USA ein wenig hoffen, dass vielleicht auch einer der DTM-Teilnehmer dazu kommt, weil "man den Motor ja schon hat". Und umgekehrt wäre das zukünftig vielleicht auch für Projekte, wie bei Aston (also kein 100%iger Werkseinsatz), interessant, wenn man ein Auto einer Marke baut, deren Motor in den USA fährt.
Der Hybrid ist ja nur eine Ergänzung zum aktuellen Motor. Wenn sich die IMSA für den Hybridantrieb in der Class-One interessiert, dann deshalb weil dort alle darauf aus sind ein perfektes Einheitsbauteil herzustellen was dann alle benutzen können.

Sie werden also niemals mit den gleichen Motoren fahren. Sie suchen nur nach einem Lieferanten für den Hybridantrieb, oder verstehe ich das falsch? Wollen die vielleicht mitentwickeln (am Hybridantrieb?). Dann würde ich aber auf eine Kooperation auch was die Serien angeht bestehen, denn schließlich ist der Motor primär für Class-One Autos (DTM/GT500), nicht für die DPi oder dann indirekt die IMSA.

vierringe
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Re: US-amerikanische IMSA-Serie zeigt Interesse am DTM-Reglement

Beitrag von vierringe » Do Okt 24, 2019 1:18 pm

John Thyssen hat geschrieben:
Do Okt 24, 2019 12:17 pm
Der Hybrid ist ja nur eine Ergänzung zum aktuellen Motor. Wenn sich die IMSA für den Hybridantrieb in der Class-One interessiert, dann deshalb weil dort alle darauf aus sind ein perfektes Einheitsbauteil herzustellen was dann alle benutzen können.

Sie werden also niemals mit den gleichen Motoren fahren. Sie suchen nur nach einem Lieferanten für den Hybridantrieb, oder verstehe ich das falsch? Wollen die vielleicht mitentwickeln (am Hybridantrieb?). Dann würde ich aber auf eine Kooperation auch was die Serien angeht bestehen, denn schließlich ist der Motor primär für Class-One Autos (DTM/GT500), nicht für die DPi oder dann indirekt die IMSA.
Auch in der Class One soll der Hybrid-Anteil ja ein Einheitsbauteil werden. Wenn man das dann auch an die DPi Motoren "ranpacken" könnte, ohne große Änderungen, dann würde dieser Vertrieb zur Kostensenkung beitragen. Oder man entwickelt das direkt zusammen (ebenfalls Kostenersparnis).
Und dann bleibt ja noch die Frage, ob man dort nicht gleich das gleiche Motorreglement übernimmt.
Aber ich bin auch nur ein Fan, der sein Verständnis des Artikels zusammengefasst hatte.
Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass die Gespräche aktuell zunächst nicht um eine Class-1 Serie in den USA gehen, sondern um eine (insbesondere den Hyprid Teil betreffende) Zusammenarbeit im Motorenbereich. Und für mich wäre das alleine schon ein Erfolg (zumindest aus finanzieller Sicht), was dann daraus wird, ist ein anderes Thema.

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