Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um das Deutsche Tourenwagen Masters, die DTM
Antworten
Redaktion
Beiträge: 24356
Registriert: Do Nov 08, 2001 1:01 am

Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von Redaktion » Sa Okt 19, 2019 10:21 am

Wie geht es bei Aston Martins DTM-Projekt weiter? Wie Boss Andy Palmer die Lage sieht, wer HWA ersetzen könnte und warum Red Bull als Partner nicht infrage kommt

Unruhe in der DTM: Was passiert hinter den Kulissen von Neueinsteiger Aston Martin? Nach nur einem gemeinsamen Jahr könnte es zwischen Aston-Martin-Lizenznehmer R-Motorsport und Motorenhersteller und Einsatzteam HWA zur Trennung kommen, wie Vorstand Ulrich Fritz gegenüber 'Motorsport-Total.com' bestätigte.

Die wichtigste Nachricht ist aber: Das DTM-Engagement von R-Motorsport, das die britische Traditionsmarke vertritt, ist dadurch nicht in Gefahr. Schon am Nürburgring-Wochenende bestätigte Aston-Martin-Konzernchef Andy Palmer in einer Pressekonferenz, dass man sich auf die kommende DTM-Saison freue. Dabei gab es schon damals Risse in der Partnerschaft mit HWA.

Das DTM-Engagement gehe man "Jahr für Jahr an", stellte Palmer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar. "In Wahrheit würde ich aber sagen, dass man zumindest drei Jahre lang in einer Serie sein muss, um konkurrenzfähig zu sein. Ich würde mich freuen, wenn wir in diesen drei Jahren ein Podestkandidat werden."



Aber mit welchem Motorenhersteller? Das ist derzeit die große Frage. Mutterkonzern Aston Martin zeigt sich in Hinblick auf andere Marken jedenfalls flexibel. "Wir sind eine Firma, die die Schönheit des Autos zelebriert", so Palmer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Wären wir Ferrari, würden wir wahrscheinlich den Motor zelebrieren, aber bei uns geht es um die Ästhetik. Der Motor muss seinen Zweck erfüllen und gut klingen."

Bereits vor der Kooperation mit HWA hatte Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko im Sommer 2018 die Idee, R-Motorsport mit Honda zusammenzubringen, doch die Japaner sagten ab.

Obwohl die Aston-Martin-Straßenautos mit Daimler-Motoren betrieben werden, hätte Palmer nichts gegen eine DTM-Partnerschaft mit Honda einzuwenden gehabt: "Das hätte uns nicht geschadet und wäre wahrscheinlich in Ordnung gewesen."



Da Honda kommende Saison in der Super-GT-Serie nicht mehr auf einen Mittelmotor, sondern wie vom Class-1-Reglement vorgesehen - und wie in der DTM - auf einen Frontmotor setzt, gelten die Japaner als heißer Kandidat für eine mögliche HWA-Nachfolge als Motorenpartner.

Wenn dann auch noch Red Bull als potenter Sponsor an Bord kommt und die leeren Flächen auf den Aston-Martin-Boliden füllt, wäre die Traumhochzeit der Formel-1-Partner in der DTM perfekt, glauben viele.

Was sie aber nicht wissen: Red-Bull-Motorsportkonsulent Marko war zwar Geburtshelfer des Aston-Martin-Projekts in der DTM, indem er Valkyrie-Partner R-Motorsport und DTM-Boss Gerhard Berger zusammenbrachte, will aber heute nichts mehr damit zu tun haben. Daran würde auch eine Trennung von HWA - einem engen Partner des Red-Bull-Erzrivalen Mercedes - nichts ändern.



Ein möglicher Bruch zwischen HWA und R-Motorsport stehe "in keinem Zusammenhang" mit einem möglichen Red-Bull-Engagement, stellt Marko im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar. Und auch eine Partnerschaft mit Aston Martin und Honda, wie sie in der Formel 1 besteht, sei nicht von Interesse: "Die DTM ist für uns kein Thema."

Man darf nun gespannt sein, wie sich Markos klare Absage auf die Chancen von R-Motorsport, Honda als Partner zu gewinnen, auswirken wird. Denn sonst halten sich die Optionen in Grenzen: Ein potenzieller Kandidat wäre BMW, doch bei den Münchnern wird derzeit ohnehin das gesamte DTM-Programm analysiert und geprüft.

Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' schließt man in München eine Zusammenarbeit zumindest nicht kategorisch aus. Audi erhielt von R-Motorsport bereits eine Absage, nachdem die Schweizer zunächst bei den Ingolstädtern angefragt hatten, ob es eine Möglichkeit gäbe, für 2020 einen Motor zu bekommen.



Aber auch ein Verbleib bei HWA ist nach wie vor möglich. R-Motorsport-Teamchef Florian Kamelger schließt nicht aus, dass der Hersteller aus Affalterbach die Kurve für die kommende Saison noch kriegen kann. "Ich bin zuversichtlich. Es ist ein sehr komplizierter Motor, und auch ein großer Hersteller wie BMW hatte seine Probleme."

Alle hätten gewusst, "dass beim Motor in der ersten Saison mehr passieren würde als in den letzten fünf, sechs Jahren, dass es Motorschäden geben wird. Natürlich hatten wir ein paar zuviel. aber wir waren auch die letzten, die es ins Starterfeld geschafft haben. Und wir hatten eine kurze Entwicklungszeit - vielleicht zu kurz."

Von einem Streit zwischen R-Motorsport und HWA will Kamelger nichts wissen, er gibt aber eine "Auseinandersetzung auf professioneller Ebene" zu. Dass viele "Motoren in die Luft gehen", sei ein "operatives Problem, das wir leider alle zu tragen haben. Natürlich sind wir nicht froh darüber, dass der Motor so oft in die Binsen gegangen ist. Das gilt auch für HWA. Aber dann kommen offenbar solche Gerüchte auf, dass die Zusammenarbeit nicht gut ist oder dass es kracht oder dass man sich sogar trennt. Die Gerüchte kommentiere ich gar nicht."



Zumindest von den vier Aston-Martin-Boliden, die 2019 eingesetzt wurden, wird man sich allerdings trennen. Diese wurden laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' an einen chinesischen Käufer verkauft, was auch HWA nicht dementiert.

"Ich möchte mich nicht im Detail dazu äußern, an wen die Autos verkauft werden, aber Fakt ist, dass es das Ziel ist, die Autos am Ende der Saison, was ja jetzt der Fall ist, zu verkaufen", sagt HWA-Vorstand Fritz. Das lässt aber keinerlei Rückschlüsse auf 2020 zu, da ohnehin neue Autos aufgebaut werden.

Auch über dem Einsatzteam für die kommende Saison steht noch ein Fragezeichen, sollte man sich tatsächlich komplett von HWA trennen. Laut Fahrerlagergerüchten soll R-Motorsport eine britische Truppe im Auge haben, auch Aston-Martin-Partner Multimatic wurde bereits genannt. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' weiß man dort aber nichts von der Angelegenheit und zeigte sich überrascht von den Spekulationen.

Original-News aufrufen

John Thyssen
Beiträge: 42
Registriert: Sa Jul 13, 2019 10:36 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von John Thyssen » Sa Okt 19, 2019 12:22 pm

Was bildet sich Herr Marko eigentlich ein? Er ist doch nicht im Ansatz entscheidend in dieser Frage.
Dieser Penner ist doch "nur" verantwortlich für Red-Bull in der Formel 1.
Sie fahren dort zwar einen Honda-Motor, aber deswegen kann er doch noch lange nicht entscheiden, ob Honda
Ihren Super-GT Motor an Aston verkauft oder nicht.

Der ist ja nicht CEO von Honda... Ich glaube, dieser Mann weiß nicht, wo sein Platz ist.
Selbst wenn es nicht zustande kommt, kann er nicht bestimmen, was ein Konzern tut, bei dem er rein gar nichts zu sagen hat.
Man sollte ihn mal auf die Erde zurückkholen und aus seiner Phantasieweld reißen.

Super GT
Beiträge: 4
Registriert: Di Aug 27, 2019 12:26 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von Super GT » Sa Okt 19, 2019 1:04 pm

Sehen wir es doch Mal realistisch. Wenn sich R-Motorsport nicht zeitnah entscheidet mit HWA weiterzumachen, dann werden sie nächstes Jahr nicht am Start sein. Die Zeit ist jetzt schon knapp, den Motor und das Fahrzeug weiterzuentwickeln, und dann noch die vermeintlichen 4 Rennfahrzeuge zu bauen.
Eine andere Firma könnte das garnicht schaffen, denn sie müsste wieder bei Null anfangen. Auch mit einem anderen Motor.
Zum Thema Honda. Die stecken selbst mitten in der Entwicklung eines fast komplett neuen Fahrzeugs für 2020. Der 2020er Honda hat Frontmotor ein komplett neue Elektrik und Motormanagement. Die können ja nicht etwas verkaufen, das sie selbst nicht fertig haben.
Es ist aber nicht nur "der MOTOR", dahinter steckt immer ein komplettes Paket von Ingenieuren und Mechanikern die zum Betrieb und Einsatz des Motors vom Hersteller bereitgestellt werden müssen.

John Thyssen
Beiträge: 42
Registriert: Sa Jul 13, 2019 10:36 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von John Thyssen » Sa Okt 19, 2019 2:50 pm

Super GT hat geschrieben:
Sa Okt 19, 2019 1:04 pm
Sehen wir es doch Mal realistisch. Wenn sich R-Motorsport nicht zeitnah entscheidet mit HWA weiterzumachen, dann werden sie nächstes Jahr nicht am Start sein. Die Zeit ist jetzt schon knapp, den Motor und das Fahrzeug weiterzuentwickeln, und dann noch die vermeintlichen 4 Rennfahrzeuge zu bauen.
Eine andere Firma könnte das garnicht schaffen, denn sie müsste wieder bei Null anfangen. Auch mit einem anderen Motor.
Zum Thema Honda. Die stecken selbst mitten in der Entwicklung eines fast komplett neuen Fahrzeugs für 2020. Der 2020er Honda hat Frontmotor ein komplett neue Elektrik und Motormanagement. Die können ja nicht etwas verkaufen, das sie selbst nicht fertig haben.
Es ist aber nicht nur "der MOTOR", dahinter steckt immer ein komplettes Paket von Ingenieuren und Mechanikern die zum Betrieb und Einsatz des Motors vom Hersteller bereitgestellt werden müssen.
Ich glaube nicht, dass Honda gerade "mitten" in der Entwicklung steckt. Die haben den Wagen
zu 99% fertig. Der Motor ist der 2 Liter 4 Zylinder nach wie vor.
Ausserdem hat Honda beim ersten Test der GT500 nicht mitgemacht, weil es sich
um ein Auto handelte was noch nicht komplett dem Einsatzauto entsprach.

Jetzt in Autopolis waren sie aber dabei. Das heißt, die Entwicklung ist fast vollständig abgeschlossen,
wenn sie nicht schon komplett fertig sind, denn sonst macht es keinen Sinn, zu testen. Weil man keine genauen Schlüsse ziehen kann.
Vor allem gemeinsam mit der Konkurrenz. Da würde man sich doch lächerlich machen anstelle von Honda
wenn die Entwicklung nicht komplett abgeschlossen wäre.

Der Honda ist bereits fertig.

Super GT
Beiträge: 4
Registriert: Di Aug 27, 2019 12:26 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von Super GT » Sa Okt 19, 2019 3:23 pm

Wo soll der 2020er Honda gelaufen sein? Hast Du mir da mal nen Link?
Soweit mir bekannt ist das Fahrzeug am 12.09 präsentiert worden. Allerdings war das nur ein schlechtes Showcar.

CR-Motorsport
Beiträge: 2
Registriert: Mi Okt 02, 2019 6:17 pm

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von CR-Motorsport » Sa Okt 19, 2019 4:27 pm

Super GT hat geschrieben:
Sa Okt 19, 2019 3:23 pm
Wo soll der 2020er Honda gelaufen sein? Hast Du mir da mal nen Link?
Soweit mir bekannt ist das Fahrzeug am 12.09 präsentiert worden. Allerdings war das nur ein schlechtes Showcar.
Der Honda war zuletzt beim Test in Autopolis am Start: https://www.as-web.jp/supergt/532471?all

John Thyssen
Beiträge: 42
Registriert: Sa Jul 13, 2019 10:36 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von John Thyssen » Sa Okt 19, 2019 4:56 pm

Super GT hat geschrieben:
Sa Okt 19, 2019 3:23 pm
Wo soll der 2020er Honda gelaufen sein? Hast Du mir da mal nen Link?
Soweit mir bekannt ist das Fahrzeug am 12.09 präsentiert worden. Allerdings war das nur ein schlechtes Showcar.
https://youtu.be/JAsKH7xadCI

Super GT
Beiträge: 4
Registriert: Di Aug 27, 2019 12:26 am

Re: Aston Martins DTM-Zukunft: Red Bull erteilt R-Motorsport Abs

Beitrag von Super GT » Sa Okt 19, 2019 5:13 pm

Super!
Danke für den Link!

Antworten