R-Motorsport: Wieso man auch 2020 nur vier Aston Martins ein

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R-Motorsport: Wieso man auch 2020 nur vier Aston Martins ein

Beitrag von Redaktion » Mi Sep 11, 2019 2:17 pm

Warum DTM-Neuling R-Motorsport auch 2020 vier Aston-Martin-Boliden einsetzen will und wie zufrieden Teamchef Florian Kamelger mit seinem Fahrer-Quartett ist

DTM-Neueinsteiger R-Motorsport will auch in der kommenden Saison mit vier Aston Martin Vantage antreten, stellt Teamchef Florian Kamelger klar. "Ich denke, dass wir vier Aston Martins sehen werden", sagt der Südtiroler, der aber betont, dass dies noch nicht endgültig feststeht. "Das ist das Ziel."

Es habe auch Gespräche gegeben, wie die Rivalen von Audi oder BMW sechs Werksautos an den Start zu bringen, die Argumente dagegen überwiegen aber. "Ich denke nicht, dass es Sinn ergibt, zwei weitere Autos einzusetzen. Und zwar weder in Hinblick auf die Performance noch was die Kosten angeht", stellt Kamelger klar. "Vier ist für uns eine gute Zahl."

Das ist nachvollziehbar, denn das Joint-Venture von R-Motorsport und HWA verfügt über ein Jahresbudget von rund 20 Millionen Euro, während die Konkurrenz von Audi und BMW deutlich mehr Geld für die DTM ausgibt. Die Schätzungen gehen von 30 bis 50 Millionen Euro.



Über die Fahrerwahl für die kommende Saison macht der Teamchef noch ein Geheimnis. "Wir haben vier Fahrer, die unter Vertrag stehen", weicht Kamelger der Frage aus, welche Fahrer man 2020 einsetzen wolle. "Das ist meine Aussage." Wie es tatsächlich 2020 aussieht, lässt der Teamchef offen.

Wie er sein aktuelles Quartett beurteilt? "Mit Paul haben wir einen sehr routinierten Fahrer und Ex-Champion", beginnt er mit Aston-Martin-Routinier Paul di Resta, der bislang 15 Punkte geholt hat. "Er hat sehr viel Erfahrung in Sachen Entwicklung, Feedback und allem anderen."



Rookie-Teamkollege Jake Dennis, der zwölf Zähler auf dem Konto hat, bringt Kamelger ins Schwärmen: "Jake ist der perfekte Rookie. Er ist schnell, sehr konzentriert, kann alle Störfaktoren ausblenden und gibt den Ingenieuren tolles Feedback."

Für Daniel Juncadella, der mit 22 Punkten in der Aston-Martin-Wertung voranliegt, gelte "dasselbe - und er verfügt über große Erfahrung in der DTM. Dani ist ein Typ, der die Unterstützung seines Umfeldes und seines Teams braucht. Das spielt bei ihm möglicherweise eine größere Rolle als bei anderen. Ich denke, wir können ihm das bieten."



Und wie denkt Kamelger über den zweiten Rookie Ferdinand Habsburg, der bislang drei Punkte an Land gezogen hat? "Ferdinand ist noch jung. Bei ihm haben wir bei den vergangenen Rennen Steigerungen gesehen, seine Formkurve zeigt nach oben."

Gibt es irgendwelche Wünsche, die Kamelger für die kommende Saison hat? "Es gibt auf jeden Fall Dinge, die uns dabei helfen würden, etwas näher an die anderen heranzukommen", spielt der R-Motorsport-Teamchef auf potenzielle Nachbesserungen beim Vantage an, die eigentlich wegen der eingefrorenen Entwicklung verboten sind.

"Was die Regeln angehen, muss das in der sportlichen und technischen Arbeitsgruppe besprochen werden. Das ist derzeit nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Es geht aber nicht um etwas Großes."

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