"Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

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Redaktion
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"Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Redaktion » Mi Sep 04, 2019 11:17 am

Rund einen Monat vor der geplanten Präsentation des DTM-Kalenders für 2020 ist man sich mit dem Hockenheimring nicht einig: Die Hintergründe des Pokers

Der neue DTM-Kalender für die Saison 2020 soll in rund einem Monat beim Finale in Hockenheim präsentiert werden, wie 'Motorsport-Total.com' berichtet hat. Während Strecken wie Monza und Anderstorp im Gespräch sind, ist aber noch immer nicht geklärt, ob der Hockenheimring, auf dem seit 1995 mit einer Ausnahme (Finale 2010 in Schanghai) traditionell das erste und das letzte DTM-Rennen der Saison stattfindet, überhaupt fix im Kalender sein wird.

Denn der dieses Jahr auslaufende Vertrag zwischen der DTM-Dachgesellschaft ITR und der Hockenheim-Ring GmbH wurde noch nicht verlängert. "Mit Hockenheim ist noch nicht alles klar", bestätigt der ITR-Vorsitzende Gerhard Berger die unklare Lage. Der Österreicher geht aber davon aus, "dass wir dort ein Rennen haben werden, denn normalerweise haben wir immer die richtigen Wege für diese Partnerschaft gefunden".

Dass es wie bisher zwei Saisonrennen in Hockenheim gibt, stehe auf dem Prüfstand, gibt Berger allerdings offen zu: "Da ist die Frage, ob es richtig wäre, einmal dort und einmal woanders zu fahren." Aber handelt es sich bei der Vertragsverlängerung um eine reine Formalität oder gibt es tatsächlich Hürden, die noch überwunden werden müssen?



Eine Frage, mit der 'Motorsport-Total.com' schon vor einigen Wochen die Verantwortlichen auf dem Hockenheimring konfrontierte. "Wir wünschen uns nach wie vor die DTM, aber es ist wie bei der Formel 1: Wir müssen Geld verdienen", stellte der Ende August in den Ruhestand gegangene Hockenheimring-Geschäftsführer Georg Seiler im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar. "Der Partner muss uns die Gelegenheit geben, nicht nur kostendeckend zu arbeiten, sondern Geld zu erwirtschaften."

Seiler lässt keinen Zweifel daran, dass man die DTM "am liebsten zweimal, also zum Saisonauftakt und als Finale" in Hockenheim zu Gast hätte, "aber zumindest das Finale sollte es schon sein", stellt er die Prioritäten klar.

Kein Wunder, denn während dieses Jahr beim Auftakt-Wochenende am Sonntag rund 45.000 Zuschauer vor Ort waren, strömen zum Finale in der Regel rund 60.000 Besucher. Dazu wäre es natürlich wichtig, dass die Titelentscheidung im letzten Rennen fällt.



Aber ist die Situation mit dem Formel-1-Grand-Prix zu vergleichen, der nicht stattfinden wird, weil das finanzielle Risiko für den Streckenbetreiber zu groß ist? "Wenn wir in eine Situation kommen, dass das Risiko auch bei der DTM zu hoch wird, dann werden wir das ebenfalls hinterfragen", so Jorn Teske, der bislang für das Marketing zuständig war und nun von Seiler gemeinsam mit Jochen Nerpel die Geschäftsführung übernimmt, gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Zudem sei "nichts in Stein gemeißelt, solange es nicht vertraglich vereinbart ist". Das gelte auch für die DTM. Da es aber in der traditionsreichen Tourenwagenserie anders als in der Formel 1 keine Lizenzgebühr gibt, für die man Millionen auf den Tisch legen muss, ist der Druck geringer.

"Die Tickets werden teilweise um 35 Euro verkauft. Wenn man das bei 40.000 bis 50.000 Zuschauern hochrechnet, dann kommt nicht die Summe heraus, die bei der Formel 1 erwirtschaftet werden muss", stellte Teske klar. Dennoch seien die Kosten, die der Veranstalter wegen der Infrastruktur trägt, nicht zu unterschätzen. "Der Vertrag muss daher so viel hergeben, dass von den Einnahmen einiges für uns übrig bleibt."



Zumindest müsse es mehr sein als bei einer normalen Vermietung der Strecke. "Das könnten wir ja jeden Tag tun, denn der Aufwand, der hinter einem DTM-Rennen steckt, ist natürlich ungleich größer", relativiert der neue Geschäftsführer.

Aber wie sieht es mit dem Interesse der Zuschauer nach dem Ausstieg von Mercedes im Vorjahr aus? "Eigentlich gleich", verweist Seiler auf den DTM-Auftakt 2019 Anfang Mai und die Vorverkaufszahlen für das Saisonfinale. "Es hat nichts ausgemacht, dass Mercedes weg ist. Die Leute erkennen schon, dass es da einen Neuaufbau gibt."

Die DTM sei "kein Problemkind", so Seiler, dennoch müsse man sich weiter darum bemühen, das Starterfeld zu vergrößern und nach Aston Martin weitere Hersteller anzulocken. Ob ein Aus für die DTM auf dem Hockenheimring ein vorstellbares Szenario sei? "Nein, an sich nicht, denn das wünscht sich keiner", lässt Teske die Fans zumindest etwas durchatmen. Auch die Tatsache, dass Hockenheim durch das Formel-1-Aus gerade ein Highlight verloren hat, könnte die Chancen auf eine Einigung erhöhen.

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Steilstrecke
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Steilstrecke » Mi Sep 04, 2019 5:22 pm

Ich habe es nie verstanden, aus welchem Grund Hockenheim diesen Sonderstatus hatte, in jedem Jahr zwei DTM Rennen -den Saisonauftakt und das Saisonfinale- auszutragen. Hier stellt sich die doch die Frage, was hat diese Strecke eigentlich an Besonderheiten zu bieten?
So lange Mercedes noch dabei war und die Schwaben diese beiden Rennen immer als ,,IHR" Heimrennen ansahen, wusste man schon wer hier die Finger im Spiel hatte. Aber nun, wo diese,, Elite-Truppe" nicht mehr dabei ist, wird ein zweites Rennen in Frage gestellt. Spätesten jetzt muss das doch jedem zu Denken geben, wer hier vermutlich in jedem Jahr die nötigen Finanzspritzen gegeben hat.
Es müssen auf keiner Rennstrecke zwei DTM Veranstaltungen im Jahr stattfinden,.....auch nicht in Hockenheim!

meineinerseiner
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von meineinerseiner » Mi Sep 04, 2019 7:19 pm

Naja, wenn man mit Freikarten oder stark verbillite Aintrittskarten die Tribünen vollmach hat das sagen

Petunia
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Petunia » Do Sep 05, 2019 10:00 am

Steilstrecke hat geschrieben:
Mi Sep 04, 2019 5:22 pm
Ich habe es nie verstanden, aus welchem Grund Hockenheim diesen Sonderstatus hatte, in jedem Jahr zwei DTM Rennen -den Saisonauftakt und das Saisonfinale- auszutragen. Hier stellt sich die doch die Frage, was hat diese Strecke eigentlich an Besonderheiten zu bieten?
So lange Mercedes noch dabei war und die Schwaben diese beiden Rennen immer als ,,IHR" Heimrennen ansahen, wusste man schon wer hier die Finger im Spiel hatte. Aber nun, wo diese,, Elite-Truppe" nicht mehr dabei ist, wird ein zweites Rennen in Frage gestellt. Spätesten jetzt muss das doch jedem zu Denken geben, wer hier vermutlich in jedem Jahr die nötigen Finanzspritzen gegeben hat.
Es müssen auf keiner Rennstrecke zwei DTM Veranstaltungen im Jahr stattfinden,.....auch nicht in Hockenheim!
Damit kann ich nur d'accord gehen. Lieber sollte man ne weitere deutsche Strecke befahren, wie Oschersleben oder den Sachsenring. Was vielleicht interessant wäre, ist, wenn man bei den jeweiligen beiden Rennwochenenden ein anderes Layout fährt. Z.B. Nürburing und Nordschleife oder Hockenheim alt und Hockenheim neu. So hat das keinen Reiz, doppelt zu fahren.

ulli142
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von ulli142 » Sa Sep 07, 2019 2:27 pm

Sieht man hier schon wieder das Anfang vom Ende?
Berger will ja auch den Namen der DTM ändern und mit den Japanern was Größeres basteln.
Das hatte bei der ITC damals schon "prima" funktioniert. Alles wurde viel zu teuer .. und dann war Ende.

Ich will doch einfach nur deutschen Torenwagensport sehen!
Die heutigen Autos haben mit Tourenwagen eigentlich schon nichts mehr zu tun! Das ist Prototypensport.
Brauch ich alles gar nicht. Bringt ganz normale Autos an die Strecke, wie früher.

Zur Erinnerung, was "Tourenwagen" eigentlich sind:
"Als Tourenwagen bezeichnet man Personenkraftwagen aus Großserienproduktion, die in modifizierter Form zu Motorsport-Rennen eingesetzt werden. Hierzu zählen Stufenheck-Limousinen als auch Steilheck-Limousinen mit 4 Türen. Außerdem sind teilweise je nach Reglement 2-türige Coupés erlaubt. Sie müssen aber „zum normalen Verkauf an die Kundschaft bestimmt“ sein.
Ein gerne verwendetes Synonym ist Produktionswagen. Diese werden von den bekannten Autoherstellern in erster Linie für den Massenmarkt und die reguläre Teilnahme am Straßenverkehr in großen Stückzahlen gebaut."

Hr. Gesheimer
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Hr. Gesheimer » Sa Sep 07, 2019 9:14 pm

ulli142 hat geschrieben:
Sa Sep 07, 2019 2:27 pm

Ich will doch einfach nur deutschen Torenwagensport sehen!
Die heutigen Autos haben mit Tourenwagen eigentlich schon nichts mehr zu tun! Das ist Prototypensport.
Brauch ich alles gar nicht. Bringt ganz normale Autos an die Strecke, wie früher.
Ich will wohnt auf der ich-krieg-nicht-Straße. Früher ist lange her.

Kimi81
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Kimi81 » Sa Sep 07, 2019 11:03 pm

zu den zwei Rennen am Hockenheimring.
Früher war es ja auch so, als es noch die alte Strecke gab, dass man unterschiedliche Varianten gefahren hat.
Zum Saisonauftakt auf dem kleinen Kurs (Ameisen-Variante), wo heute die VIP-Autos parken.
Saisonfinale dann auf dem Grand-Prix Kurs.

Steilstrecke
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Re: "Müssen Geld verdienen": Hockenheims DTM-Zukunft weiter unkl

Beitrag von Steilstrecke » So Sep 08, 2019 6:04 pm

Kimi81 hat geschrieben:
Sa Sep 07, 2019 11:03 pm
zu den zwei Rennen am Hockenheimring.
Früher war es ja auch so, als es noch die alte Strecke gab, dass man unterschiedliche Varianten gefahren hat.
Zum Saisonauftakt auf dem kleinen Kurs (Ameisen-Variante), wo heute die VIP-Autos parken.
Saisonfinale dann auf dem Grand-Prix Kurs.
Es geht doch nicht darum, dass in Hockeim bei zwei Rennen verschiedene Streckenvarianten gefahren werden sollen.
Nein, in Hockenheim soll grundsätzlich nur noch ein DTM Auftritt stattfinden und dafür sollen wieder andere Strecken - wie Oschersleben- mit ins Boot genommen werden. Der bisherige Mercedes-Bonus muss endlich der Vergangenheit angehören.

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