Wittmann und Eng abgeschlagen: Audi-Dominanz "schade für die

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Wittmann und Eng abgeschlagen: Audi-Dominanz "schade für die

Beitrag von Redaktion » So Aug 25, 2019 8:32 pm

Die BMW-Aushängeschilder Marco Wittmann und Philipp Eng haben in der Lausitz keinen Weg vorbei an der Audi-Konkurrenz gefunden - Titelträume wohl geplatzt

Während Audi sich über den Sieg von Rene Rast beim 500. DTM-Rennen und den vorzeitigen Triumph in der Herstellerwertung auf dem Lausitzring freuen darf, ist die Stimmung bei BMW getrübt. Marco Wittmann schafft als bestplatzierter Audi-Rivale Rang sechs, Philipp Eng wird trotz starker Aufholjagd zu Rennbeginn frustrierter Zehnter. Die Titelhoffnungen der Meisterschaftsdritten und -vierten schwinden.

"Es ist natürlich frustrierend, aber so ist es. Ich kann es leider nicht ändern", muss Wittmann nach seiner Fahrt gegenüber 'ran.de' feststellen. "Teilweise kommen wir doch immer wieder in ein Sandwich. Momentan sehen wir leider kein Land." Vor allem gegen die Übermacht von Audi.

Schon zu Rennbeginn am Sonntag musste Wittmann zwei Positionen einbüßen, er fand sich nach der ersten Startphase nur auf Platz acht wieder. "Beim Start heute bin ich etwas zu aggressiv an die Sache herangegangen, hatte durchdrehende Räder und habe dadurch ein paar Plätze verloren", erklärt er.



Zumindest konnte er sich vor den Boxenstopps noch vor Titelrivalen Nico Müller halten. Doch auch mit einem späten Boxenstopp in Runde 17 ging es für den 29-Jährigen nicht nach vorn. Er musste sich hinter der "Audi-Armada" von Robin Frijns, Jamie Green, Mike Rockenfeller, Müller und Rast einsortieren.

Gegen Rennende bekam er außerdem noch Druck von Loic Duval und Pietro Fittipaldi. Mit 0,770 Sekunden Vorsprung rettete er den sechsten Rang über die Ziellinie. "Mehr ging heute einfach nicht. Es ist schon frustrierend, wenn wir das auf Platz sechs sagen müssen, aber so ist die aktuelle Lage."

Entsprechend sehe auch die Situation in der Meisterschaft aus, die laufe ihm "weg", wie auch die Punkte. "Wir haben da aktuell einfach keine Chance gegen die Audis", muss Wittmann einsehen. Sein Problem: Während Audi auf ein insgesamt starkes Feld setzen kann, kämpft Wittmann als einziger BMW vorn in den Top 10. Ihm fehlt Schützenhilfe, während die Konkurrenz konstant punktet.

"Man muss realistisch sein. Ich glaube, man sieht, dass ich kämpfe, dass ich mich in die Löcher reinbremse und versuche, mit aller Gewalt noch das Beste herauszuholen, aber irgendwo kommt man halt dann auf Platz sechs an", muss er resignierend akzeptieren.

Die Schützenhilfe für Sieger Rene Rast durch Jamie Green hat Wittmann nicht gefallen. Zwar könne er dieses Vorgehen verstehen, aber: "Die Dominanz ist am Ende schade für die DTM-Serie, um ehrlich zu sein." Nach dem Triumph des Meisterschaftsführenden liegt er nun bereits 67 Zähler zurück.

Zwar möchte er, "solange es rechnerisch möglich ist", alles versuchen, doch man müsse auch Realist sein. "Dann ist es eigentlich eine fast unlösbare Aufgabe", schreibt Wittmann seine Titelchancen indirekt bereits ab. Rast selbst will noch nicht so weit gehen. Er hat BMW weiterhin auf der Rechnung.



"Wir dürfen BMW nie unterschätzen. Marco Wittmann ist immer stark. Er ist der ärgste Rivale von uns beiden, auch wenn der Abstand schon recht groß ist. Aber alles kann immer noch passieren", macht er seinem Kontrahenten Mut.

Diese Worte könnte auch der WM-Vierte Philipp Eng gut gebrauchen. Der Österreicher liegt nach dem Wochenende in der Lausitz nun bereits 94 Zähler zurück - und das obwohl er zu Beginn des zweiten Rennens eine beherzte Aufholjagd zeigte.

Eng musste aus der Boxengasse in das Sonntagsrennen gehen, da sein Team die Parc-ferme-Regelung gebrochen hatte. "Nach dem Qualifying haben sie etwas in den Daten gesehen, was nicht ganz in Ordnung war", erklärt er im exklusiven Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Daher musste ein Teil gewechselt werden und dadurch wurde gegen die Parc-ferme-Regel verstoßen. Es war schade, aber die richtige Entscheidung." Zwar hätte er nicht mit einem Ausfall gerechnet, wenn der Wechsel nicht durchgeführt worden wäre, jedoch wäre es nicht "optimal" gewesen.

Der Start ist Eng gut gelungen, er konnte sich bereits in den ersten Runden auf die zehnte Position nach vorne kämpfen. "Wichtig waren die ersten vier, fünf Kurven. Ich bin volles Risiko gegangen, aber das hat nur so funktioniert, weil entweder du schaffst es in der ersten Runde oder dann gar nicht mehr."

Wäre er von seinem regulären Startplatz 13 ins Rennen gegangen und hätte sieben Ränge in der ersten Runde aufholt, dann hätte er sich vor Wittmann auf Rang sechs wiedergefunden, rechnet er vor. Wenig später, bereits in Runde acht, bog der 29-Jährige an die Box ab. In 6,5 Sekunden gelang seiner Crew ein guter Reifenwechsel.



"Ich habe meine Chance nach dem Boxenstopp gesehen, dass wir einfach aufholen mit dem Undercut. Mit dem Vorteil, den Audi aktuell uns gegenüber hat, musste ich eben etwas probieren. Deswegen habe ich mir dabei die Reifen ein wenig kaputt gefahren."

Dass sei aber "quasi mit Vorsatz" passiert. Eng wusste, dass er dann zum Schluss Probleme bekommen würde. "Das war die einzige Chance, dass ich mich besser positionieren kann." Als Robin Frijns in Runde 12 stoppte, kam er dem BMW-Fahrer auf kalten Reifen in die Quere. Die beiden berührten sich, was ohne Folgen blieb.

"Wir haben gerade darüber gesprochen", berichtet Eng im exklusiven Gespräch. "Ich finde, er hat die Spur zu spät gewechselt. In Kurve 1 hat er mich dann ziemlich weggedrückt. Ich bin selbst ein harter Racer und ich mag es auch, wenn man gegen mich hart fährt, aber das sollte auch immer fair sein. Das war nicht ganz der Fall", erklärt Eng seinen Ärger.

Generell fahre er aber gerne gegen Frijns, denn er bewege sich "genau am Limit", wie Eng erklärt. "Er steckt halt nicht zurück. Er teilt aus und steckt auch ein. Das ist für mich in Ordnung." Am Ende muss sich Eng hinter Fittipaldi auf Platz zehn einreihen.

Ein Punkt mehr in der Meisterschaft hilft ihm jedoch kaum weiter. Daher ist er ebenso frustriert wie Markenkollege Wittmann: "Ja klar. Wenn man sich anschaut, wie gut es am Anfang der Saison gelaufen ist und wir seit Misano nicht mehr auf dem Podium waren, ist das natürlich enttäuschend."

Speziell im Qualifying am Sonntagvormittag hat es nicht gepasst, erklärt Eng. "Dafür haben wir vom letzten Startplatz noch ziemlich viel rausgeholt. Aber es ist dennoch alles andere als ein Traumergebnis." Eine Erklärung, warum gegen die Audis derzeit kein Land in Sicht ist, hat er nicht.



"Wir sind von der Balance ganz gut dabei. Aber die Stoppuhr lügt nicht. Ich habe im Moment noch keine Antwort. Das müssen wir uns jetzt wirklich genau anschauen und einen aggressiven Weg gehen für die letzten vier Rennen."

Seine Chancen im Titelkampf kommentiert er mit einem alten Zitat eines österreichischen Nationalteam-Spielers: "Hoch werden wir's nicht mehr gewinnen", lacht Eng. "Ich glaube, das passt ganz gut." Den Ausfall von Rast am Samstag konnte er ebenso wenig ausnutzen.

"In solchen Situationen musst du dann halt 25 Punkte abstauben. Und das haben wir nicht gemacht, deswegen bin ich wahrscheinlich um die hundert Punkte hinten. 112 oder 113 Punkte gibt's insgesamt noch." Deshalb geht es für ihn in den letzten vier Saisonrennen nur noch darum, gute "Einzelergebnisse" zu erzielen.

Seinem Markenkollegen zollt er Respekt: "Ich glaube, Marco ist heute ein extrem gutes Rennen gefahren. Und er ist Sechster geworden. Wir haben Audi gegenüber im Moment einfach ein Defizit. Ich hoffe, dass wir das in den letzten vier Rennen noch egalisieren können."

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Jimmie2448
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Re: Wittmann und Eng abgeschlagen: Audi-Dominanz "schade für die

Beitrag von Jimmie2448 » So Aug 25, 2019 9:45 pm

Dieses WE 2x eine böse Klatsche in der DTM abgeholt. In der IMSA gibt es grad die übliche Klatsche und bei den 10h von Suzuka gabs außer der Pole auch nichts.Aus 4 Rennen 1x P4 geholt. Echt tolle Leistung Herr Marquardt oder?

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