So liefen die 24 Stunden der Nordschleife für die DTM-Stars

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So liefen die 24 Stunden der Nordschleife für die DTM-Stars

Beitrag von Redaktion » Mo Jun 24, 2019 2:50 pm

Wieso Rene Rast beim 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife nicht nur wegen seines doppelten Einsatzes der heimliche Held war und wen die BMW-Pleite traf

Es war nicht das 24-Stunden-Rennen der DTM-Piloten, dafür durfte Audis DTM-Werksteam Phoenix beim Langstrecken-Klassiker auf der Nürburgring-Nordschleife über den dritten Triumph in der Teamgeschichte jubeln.

Ein Sieg, der wichtig ist für die Moral des Teams, denn in der DTM durften sich bisher die beiden anderen Werksmannschaften Abt- und Rosberg-Audi über Siege freuen, während die unweit des Nürburgrings beheimatete Truppe leer ausgegangen war.

Doch wie lief die 47. Ausgabe des Rennens auf der vielleicht schwierigsten Strecke der Welt für die DTM-Asse und warum ist Rene Rast, der gleich zwei Mal am Start war, der heimliche Held? Wir liefern den Überblick.



DTM-Leader Rene Rast ließ es sich nicht nehmen, dieses Jahr gleich doppelt anzutreten: Der Sieger des Jahres 2014 saß im Car-Collection- und im Land-Audi und verzichtete somit freiwillig auf Erholungspausen.

Seiner Leistung schadete das keineswegs, wie Rast zweimal auf der Döttinger Höhe bewies: Einmal überholte er in einer tollen Windschattenschlacht den später siegreichen Phoenix-Audi-Piloten Dries Vanthoor und fuhr auf Platz drei.

Später sorgte er an selber Stelle im Duell mit Gabriele Piena für das Manöver des Rennens, als er beim Überholversuch vom Zickzack-fahrenden Mercedes-Piloten bei hohem Tempo in die Wiese gedrängt wurde und seinen R8 mit toller Lenkradbeherrschung noch abfing.

Teamchef Wolfgang Land sprach sogar schon von "versuchtem Mord". Das bittere Aus folgte wenig später, als Teampartner Kelvin van der Linde einen Reifenschaden verzeichnete und auf dem Weg zurück an die Box zu schnell fuhr und somit das Heck komplett beschädigte.

"Wir haben um den Sieg gekämpft - und dann passiert so etwas", ärgert sich Rast, dem am Ende auch im Car-Collection-Audi ein möglicher Podestplatz durch die Finger glitt.Die Mannschaft hatte kurz vor Schluss eine Zeitstrafe ausgefasst und musste sich mit Rang vier begnügen.



Der Südafrikaner, der nach der Premiere mit Audi beim 24-Stunden-Klassiker im Vorjahr nun erstmals im BMW saß, hat nichts falsch gemacht. Dennoch war sein Einsatz schon nach 29 Runden beendet. Der Grund: Schnitzer-Teamkollege und Ex-DTM-Pilot Timo Scheider kollidierte beim Überrunden mit dem in der TCR-Klasse führenden Hyundai und verzeichnete dabei einen wilden Abflug.

"Die diesjährige Ausgabe ist das perfekte Beispiel dafür, wie hart und brutal dieses Rennen sein kann", meint der 19-Jährige, der mit starken Rundenzeiten überzeugt hatte. "Ich zähle aber bereits die Tage bis zur nächstjährigen Ausgabe."



Seit seinem Daytona-Sieg läuft es für den DTM-Zweiten Philipp Eng im Langstrecken-Bereich nicht mehr: Der Österreicher schied eine Woche nach dem Le-Mans-Pech aus, weil beim ROWE-BMW bei der Berührung seines Teampartners Mikkel Jensen mit einem Audi R8 der Kühler platzte.

Eng hatte sich davor bei seinem Stint wacker geschlagen und in den Zweikämpfen mit Übersicht geglänzt. Nur Rast konnte er nicht hinter sich lassen. "Als ich im Auto saß, fühlte es sich gut an, und wir waren in den Top-5 unterwegs", bestätigt Eng, dass es gut lief, ehe sein Team bereits nach nur dreieinhalb Stunden zusammenpacken musste.

"Das war mein erster Ausfall bei einem 24-Stunden-Rennen seit 2012", sagt der Salzburger, der einem Sieg beim Klassiker auf seiner Lieblingsstrecke nach wie vor nachläuft, die Enttäuschung aber mit Fassung trägt: "So etwas passiert, vor allem auf der Nordschleife."

Mit den Gedanken ist er nach drei Rennwochenenden in Folge schon wieder bei der DTM: "Jetzt werde ich bei den nächsten Herausforderungen alles geben - schon in zwei Wochen steigt das DTM-Rennen auf dem Norisring."



Marco Wittmanns Motorsport-Jahr 2019 bleibt eine Achterbahnfahrt. Entweder der BMW-Pilot ist ganz vorne, oder er erlebt bittere Rückschläge: So auch beim 24-Stunden-Rennen, als er nicht einmal im M6 GT3 Platz nehmen durfte, ehe das Rennen bereits vorbei war.

Teamkollege Jesse Krohn war nach der Boxenausfahrt beim Einlenken in die erste Kurve mit einem Porsche kollidiert, wurde die Aufhängung brach. Eine Reparatur hätte zu lange gedauert, weshalb man aufgab. "Sehr traurig aber so ist eben manchmal der Motorsport", bilanziert Wittmann, der bei seinem großen Heimspiel auf dem Norisring zurückschlagen will.

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