DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

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Redaktion
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DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von Redaktion » Di Jun 18, 2019 11:52 am

Warum DTM-Boss Gerhard Berger der Forderung nach mehr Slow-Zones eine Absage erteilt und wieso Loic Duval das Thema mit der Rennleitung diskutieren will

DTM-Boss Gerhard Berger erteilt Dieter Gass' Forderung nach mehr Slow-Zones statt Safety-Car-Phasen eine klare Absage. "Ich hasse es, wie es die Formel 1 mit dem Virtual-Safety-Car und all diesem Blödsinn macht", sagt der Österreicher gegenüber 'Motorsport-Total.com' und übt damit Kritik an der Regelung, die Abstände in einer Neutralisierung künstlich einzufrieren.

"Ich habe nichts gegen das Safety-Car, denn dann gibt es einen Re-Start. Und das ist manchmal auch gut für die Show. Manchmal ist es auch für jemanden nicht so gut", sagt Berger.

An einen Verzicht auf Safety-Car-Phasen, die dieses Jahr durch den größeren Abbau der Reifen und die damit einhergehende Aufwertung der Strategie mehr Einfluss auf den Rennverlauf haben, denkt Berger nicht: "Wenn es um die Sicherheit geht, dann muss man etwas tun."



Berger gilt als großer Verfechter der Safety-Car-Phasen und vor allem des Indianapolis-Re-Starts, der unter seiner Leitung im Jahr 2017 eingeführt wurde.

2018 hatten sich die Hersteller, der DMSB und die ITR darauf geeinigt, Gefahrensituationen, die eine Neutralisierung des Rennens erfordern, auf diese Art und Weise zu lösen - außer ein Pilot gerät in Verdacht, absichtlich eine Safety-Car-Phase auszulösen, um einem Markenkollegen zu helfen. Dann kommt weiterhin die Slow-Zone zum Einsatz.

Dennoch hadern viele Piloten damit, dass ein plötzliches Safety-Car jenen Fahrern in die Hände spielt, die ihren Stopp bereits absolviert haben, da Reifenwechsel während der Safety-Car-Phase nicht als Pflichtstopps gezählt werden.



"Versteht mich nicht falsch: Ich finde den Re-Start, wie wir ihn in der DTM haben, sehr cool", sagt Audi-Pilot Loic Duval gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Das ist ein tolles Show-Element für die Zuschauer. Aber wenn man sich die ersten drei Rennwochenenden jetzt anschaut: Es gab jedes Mal ein Safety-Car, das in den Rennverlauf eingegriffen hat."

Man müsse sich daher überlegen, "wann und wie" man das Safety-Car einsetzt. In Misano sei der BMW von Joel Eriksson nach Ansicht Duvals nicht an einer besonders gefährlichen Stelle geparkt gewesen. "Es war vielleicht nicht wirklich notwendig, das Safety-Car einzusetzen, aber das ist eine Sache der Einschätzung. Wir sind alle nur Menschen und schätzen die Dinge manchmal unterschiedlich ein."

Duval schlägt eine offene Diskussion mit Rennleiter Sven Stoppe über das Thema vor: "Wir können mit ihm auch mal diskutieren, ob sich das Safety-Car allgemein positiv oder negativ auf die Serie auswirkt. Wir brauchen ja eine gute Show. Und die Safety-Car-Phasen tragen zur Show bei. Aber man kann nicht immer um den Rennausgang pokern."



Auch BMW-Pilot Timo Glock, dessen Strategie in Zolder im ersten Rennen vom Safety-Car durchkreuzt wurde, sieht die Angelegenheit ambivalent: "Es hat seine Vor- und Nachteile. Es ist auch gut für die Show - vor allem die Re-Starts. Aber wenn man in der Position ist, dass es dein Rennen zerstört - wie bei mir in Zolder - dann ist es schon schmerzhaft."

Audi-Pilot Mike Rockenfeller hält währenddessen die aktuelle Lösung für die beste: "Wir hatten in der Vergangenheit verschiedene Regelungen. Man kann es nie 100-prozentig fair gestalten. Es wird immer jemanden geben, der dadurch ein bisschen dazugewinnt oder verliert. Damit müssen wir klarkommen. Und über die Zeit gleicht sich das aus."

Am wichtigsten sei es aber, "spektakuläre Rennen für die Fans" zu liefern. "Und da funktionieren die Re-Starts wirklich sehr gut." Der Indianapolis-Re-Start, bei dem sich das Feld in Zweierreihen extrem eng formiert, ist laut Rockenfeller "viel besser als die normalen Re-Starts, die wir aus der Vergangenheit oder von der Formel 1 kennen. Es macht nicht so viel Spaß, wenn der Erste Gas gibt und der Zehntplatzierte schon eine halbe Runde zurückliegt."



Genau dieses unberechenbare Momentum ist laut Rosberg-Audi-Teamchef Arno Zensen das Salz in der Suppe der aktuellen DTM. "Ich mag den Indy-Re-Start nicht. Aber ich mag ihn auch deswegen nicht, weil ihn die Zuschauer mögen", sagt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Für meine Nerven ist das nichts, aber für die Zuschauer bietet er unglaubliche Action. Und so bleiben die Rennen auch spannend."

Und das sei am Ende das entscheidende. "Ich werde lieber in einer spannenden Meisterschaft Zweiter als dass ich eine langweilige Meisterschaft dominiere, denn davon hat niemand was", sagt Zensen, der schon in der alten DTM in den 1990er-Jahren mit dabei war.

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h00bi
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Re: DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von h00bi » Di Jun 18, 2019 12:39 pm

In gewisser Weise haben sie da schon recht.

Das Safety Car sollte aber wirklich nur dann raus kommen wenn es die Sicherheit erfordert.
Wenn man die Gefahr schnell genug weg bekommt sollte das okay sein, wie zuletzt in Misano.
VSC finde ich ebenso falsch wie Berger. Da halte ich slow zones für wesentlich besser.
Unfall in Kurve 11? Dann slowzone von Kurve 10 bis 12 mit definierter Sektorzeit. Unterschreitet ein Fahrer die Sektorzeit hat er im nächsten Sektor entsprechend langsamer zu fahren, gerechnet auf seine langsamste Zeit unter Rennspeed.
Die Targets bekommt der Fahrer bei der heutigen Technik nahezu in Echtzeit aufs Lenkrad, das ist kein Problem.

Solange niemand die Strecke überqueren muss, das Medical Car nicht rausfahren muss und keine Trümmer auf der Fahrbahn liegen, sollte das SC weg bleiben.

Hr. Gesheimer
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Re: DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von Hr. Gesheimer » Di Jun 18, 2019 8:20 pm

h00bi hat geschrieben:
Di Jun 18, 2019 12:39 pm

Solange niemand die Strecke überqueren muss, das Medical Car nicht rausfahren muss und keine Trümmer auf der Fahrbahn liegen, sollte das SC weg bleiben.
Grundsätzlich ist das richtig. Im Zweifel wird der jeweilige Verantwortliche aber immer pro SC entscheiden. Zum einen ist es schwierig, die komplette Situation zu erfassen, es muss dann ja auch recht schnell gehen, zum anderen ist er der Gelackmeierte, wenn dann doch etwas passiert.

Im Grunde gibt es nur zwei vernünftige Lösungen, um zu verhindern, dass Backpacer auf Grund eines frühen Boxenstopps viel weiter vorne landen, als es ihre Speed eigentlich ermöglicht: Entweder ich streiche den Pflichtboxenstopp, dann hat derjenige , der früh gestoppt hat den Vorteil frischerer Reifen, aber muss zumindest noch durch das ganze Feld. Oder ich sorge technisch durch die jeweils zugelassenen Reifenmischungen, dass es nahezu unmöglich wird, nach einem Stopp in Runde 1 bis 5 das Rennen auf diesem Reifensatz zu beenden. Das würde natürlich aufwändiger, da es mehr Reifenmischungen -je nach Strecke- geben müsste.

7Racing
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Re: DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von 7Racing » Mi Jun 19, 2019 10:33 pm

Um die Slow-Zones wird man aber nicht drum herumkommen, wenn man vernünftige Rennen veranstalten möchte.

Mit dem jetzigen Vorgehen kann man keinen sportlichen Wettbewerb austragen, da es ein reines Glücksspiel ist, ob man ein Rennen auf dem Podium oder am Ende des Rennens beendet.

Man muss ja nicht gleich übertreiben und ein Virtual Safety-Car einführen. Die Slow Zones halte ich für eine gute Alternative und haben außerdem den Vorteil, dass auf den anderen Streckenabschnitten im Gegensatz zum Safety-Car weiter unter Renntempo gefahren werden kann. Des Weiteren wird diese bei einer schnellen Räumung der Gefahrenzone nach 2-3 Runden sowieso wieder aufgehoben.

Ansonsten muss man entweder die Pflichtboxenstopps abschaffen (was ich mir allerdings nicht wünsche) oder ein Boxenstoppfenster einführen, während diesem ebenfalls kein Safety-Car zum Einsatz kommen darf.
Früher waren in der DTM auch während einer Safety-Car-Phase Boxenstopps erlaubt, wodurch eine Wettbewerbsverzerrung durch dieses verhindert wurde.

Egal für welche Alternative sich die DTM entscheidet, sie muss hier dringend eine Lösung finden, damit in Zukunft nicht mehr das Safety-Car den Rennausgang bestimmt, sondern die Fahrer. Ansonsten haben diese Rennen dann überhaupt nichts mehr mit Sport zu tun.

h00bi
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Re: DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von h00bi » Do Jun 20, 2019 9:27 am

Grundsätzlich könnte man in der aktuellen Situation den Pflichtstopp tatsächlich streichen.
Es ist mit den neuen Motoren und den aktuellen Reifen nahezu unmöglich das ganze Rennen durch zu fahren ohne massiv an Performance zu verlieren.
Blöd sind dann aber Strecken mit 50 Sek. Bosengasse wie Misano, wobei das ein hausgemachtes Problem ist weil einfach das Tempolimit viel zu lang gilt.

Jimmie2448
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Re: DTM-Boss Berger verteidigt Safety-Car: "Hasse, wie es die Fo

Beitrag von Jimmie2448 » Sa Jun 22, 2019 1:34 am

lol Indy Restart

Haben die Herren jemals ein Indycarrennen gesehen? :jupi: In Indianapolis restarten die Fahrer auch in Single File. Die einzigen die nebeneinander restarten sind die Nascars. Der Rest immer Single File.

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