Ein Jahr nach Eau-Rouge-Crash: Pietro Fittipaldi kann kaum J

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Ein Jahr nach Eau-Rouge-Crash: Pietro Fittipaldi kann kaum J

Beitrag von Redaktion » Mi Mai 01, 2019 11:49 am

Ein Jahr ist der schreckliche Unfall von Pietro Fittipaldi im WEC-Qualifying von Spa her - Noch heute hat er beim Joggen Probleme mit seinem Bein

Beim Qualifying für das Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in Spa verunfallte Pietro Fittipaldi fast genau vor einem Jahr in der Eau Rouge von Spa-Francorchamps. Dabei brach sich der Brasilianer seine Beine. In der Saison 2019 wird er in der DTM im Audi-Kundenteam von WRT starten. Auf der Strecke kann er wieder 100 Prozent abrufen, aber im Alltag hat er noch immer Probleme.

"Es geht mir jetzt viel besser, und ich bin zu 100 Prozent genesen, was das Fahren angeht", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Der Knochen ist jetzt vollständig verheilt, aber es gibt immer noch Muskeln, die noch etwas Zeit brauchen. Ich kann nur einen Kilometer joggen, ehe ich Schmerzen bekomme. Dann muss ich aufhören."

Diese Probleme soll der 22-Jährige laut den Ärzten auch noch in den Griff bekommen. "Es ist nur eine Frage der Zeit und es soll an der großen Belastung liegen", so Fittipaldi. "Die Knochen und Muskeln müssen sich erst daran gewöhnen."



Der Brasilianer hatte bereits im Jahr 2018 sein Rennsport-Comeback in der IndyCar-Serie gefeiert. Heute bereut er diesen Schritt ein wenig: "Da habe ich es vielleicht ein wenig überstürzt. Das war zwei Monate nach meinem Unfall. Mein Bein war damals immer noch gebrochen, und ich bin so gefahren." Gerade auf der Bremse hatte sich die Verletzung bemerkbar gemacht: Er konnte nur rund 50 Prozent der Last auf dem Bremspedal aufbringen.

Die Genesung schritt voran und damit auch die Leistungsfähigkeit von Fittipaldi: "Als mein Bein dann kräftiger geworden ist, hat sich auch mein Tempo verbessert. Und bei den letzten drei Saisonrennen waren wir in den Top 10. Beim letzten Saisonrennen konnte ich bereits mit 80 Prozent Last bremsen. Jetzt bin ich bei 100 Prozent. In weniger als einem Monat ist der Unfall ein Jahr her. Verrückt, wie die Zeit vergeht."

Der Prozess zur vollständigen Heilung ist aber noch nicht abgeschlossen. Der WRT-Pilot muss weiterhin hart arbeiten, um wieder topfit zu werden: "Immer, wenn ich nach Hause komme, mache ich Physiotherapie, damit sich die Beinmuskulatur verbessert."

"Beim Fahren bin ich aber bei 100 Prozent - obwohl die Belastung auch beim Bremsen groß ist", erklärt er. "Man bremst zehn bis 15 Mal pro Runde, aber es ist anders. Beim Joggen werden andere Muskeln belastet, und man spürt den Stoß, wenn der Boden hart ist. Das ist anders."

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