DTM-Test Lausitzring: Zwei Defekte bei BMW, Schwäche bei Aud

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DTM-Test Lausitzring: Zwei Defekte bei BMW, Schwäche bei Aud

Beitrag von Redaktion » Di Apr 16, 2019 8:37 pm

Wieso am Ende des zweiten ITR-Testtages auf dem Lausitzring nur noch ein BMW fuhr und Audi trotz erneuter Dreifachführung Konkurrenz von Aston Martin bekommt!

Erneute Audi-Dreifachführung durch Loic Duval (1:36.130), Rene Rast (+0,158) und Robin Frijns (+0,511) am zweiten ITR-Testtag auf dem Lausitzring, während BMW durch Pannen gleich zwei Autos verliert: Schon am Morgen kam Bruno Spengler, der wieder den M4 in Marco Wittmanns Schaeffler-Design fuhr, mit Brandgeruch zurück an die Box. Die verkohlten Kühlluftauslässe des Boliden auf der Motorhaube zeugen von einer großen Hitzeentwicklung.

Damit war der erste M4 außer Gefecht. Doch damit nicht genug: Auch das Auto im ZF-Design, das diesmal von Joel Eriksson gesteuert wurde, wurde nach nur 14 Runden vom Defektteufel aus dem Verkehr gezogen. Schon gestern hatte der 20-Jährige ein Elektronikproblem. Woran lag es, dass am Ende nur noch das Auto von Sheldon van der Linde einsatzfähig war, das mit 4,657 Sekunden Rückstand auf Platz sechs landete, aber immerhin 116 Runden abspulte?

Wie 'Motorsport-Total.com' von BMW erfahren hat, habe bei Spengler ein Handling-Problem dazu geführt, dass sich Öl entzündete. Die Beschädigungen seien dann zu groß gewesen, um mit den Reparaturen noch heute fertig zu werden. Das Auto soll aber am Mittwoch wieder einsatzbereit sein.



Bei Eriksson waren es laut BMW Elektronikprobleme, die dazu führten, dass der Schwede am Nachmittag gar nicht mehr ins Geschehen eingreifen konnte. Die Analyse und der Umbau des M4 hätten zu viel Zeit gekostet.

Wie BMW mit den Schwierigkeiten umgeht? "Wir haben noch Arbeit hier, das muss man ganz klar sagen, hatten auch gestern ein Auto, bei dem wir ein elektronisches Problem hatten", erklärt BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Da haben wir wirklich den ganzen Tag alles Mögliche versucht."

Dass so etwas beim Test auftritt, sieht er aber auch positiv: "Du musst schauen, dass du bei einem neuen System die auftretenden Probleme gelöst bekommst. Denn damit lernst du auch für den Fall, wenn so etwas einmal bei einem Rennwochenende auftritt."



Die BMW-Pannen waren aber nicht die einzigen Zwischenfälle des zweiten Testtages: Auch Aston-Martin-Pilot Jake Dennis löste am Nachmittag eine Unterbrechung aus, als er mit seinem Vantage auf der Gegengeraden liegenblieb. Ursache war laut R-Motorsport ein Elektrikproblem.

Dennoch überraschte der Neueinsteiger ein weiteres Mal: Daniel Juncadella, fehlten am Ende nur 0,671 Sekunden, während der DTM-Rookie Dennis im zweiten Vantage auch nur 1,064 Sekunden Rückstand war. So schnell war am zweiten Testtag kein BMW. Das Joint-Venture aus HWA und R-Motorsport kam außerdem mit zwei Autos auf 189 Runden. Bei BMW waren es 131, bei Audi 258.

Wer durch die hervorragende Zuverlässigkeit und den starken Audi-Speed schon jetzt auf einen Audi-Durchmarsch in der Saison 2019 wetten möchte, der sollte sich seiner Sache allerdings auch nicht zu sicher sein: Während die Ingolstädter auf eine Runde bärenstark scheinen, auch wenn Duvals Bestzeit um rund eine Sekunde langsamer war als Rockenfeller am Vortag, kämpft man in den Longruns mit Schwierigkeiten. Die Reifen bauen stärker ab als zum Beispiel bei Aston Martin. Dass das 2019 ein großes Thema sein wird, hat 'Motorsport-Total.com' bereits berichtet.



"Wir haben am Nachmittag etwas mehr an den Longruns gearbeitet, und ich muss sagen, dass es da wirklich viel zu lernen gibt", sagt Duval. Aston Martin war diesbezüglich schon am Vortag stärker. Und auch am Nachmittag überzeugte Dennis erneut. "Beim Renntempo können wir auf jeden Fall mit Audi mithalten, wenn wir nicht sogar besser sind", verrät der Rookie 'Motorsport-Total.com'. Ein Vergleich mit BMW fällt bislang schwer, weil die Münchner mit vielen neuen Teilen angereist sind und vor allem an Vergleichstests arbeiten.

Für Duval, der am Ende des Testtages vorzeitig hereinkam, weil er ein ungewöhnliches Geräusch hörte und über dessen Ursprung rätselte, war es trotz der Herausforderungen ein positives Erlebnis. Das hat auch damit zu tun, dass der Phoenix-Pilot, der beim Testen nicht zum Einsatz kam, erstmals in diesem Jahr im Rennauto Platz nehmen durfte.

Das war mein erster Tag auf der Rennstrecke in diesem Jahr nach einem langen Winter", bestätigt er. Wie er die neue Turbo-DTM einschätzt? Es fühlt sich durch die zusätzliche Power schon anders an als im Vorjahr", antwortet er. "Das wirkt sich auf den Fahrstil und das Set-up aus." Vor allem am Vormittag, als er seine Bestzeit fuhr, sei "die Performance wirklich gut" gewesen.



1. Loic Duval (FRA/Audi RS 5) 1:36.130 (80 Rd.)2. Rene Rast (GER/Audi RS 5) 1:36.288 (105 Rd.)3. Robin Frijns (NED/Audi RS5) 1:36.631 (73 Rd.)4. Daniel Juncadella (ESP/Aston Martin Vantage) 1:36.701 (117 Rd.)5. Jake Dennis (GBR/Aston Martin Vantage) 1:37.194 (72 Rd.)6. Sheldon van der Linde (RSA/BMW M4) 1:37.292 (116 Rd.)7. Pietro Fittipaldi (BRA/Audi RS 5) 1:38.020 (92 Rd.)8. Joel Eriksson (SWE/BMW M4) 1:40.787 (14 Rd.)9. Bruno Spengler (CAN/BMW M4) (1 Rd.)

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