Rast: Erschwerte Bedingungen bei erstem Test mit neuem Audi

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Rast: Erschwerte Bedingungen bei erstem Test mit neuem Audi

Beitrag von Redaktion » Do Mär 08, 2018 3:03 pm

DTM-Champion Rene Rast erklärt, wie sich die verringerte Aerodynamik am DTM-Audi bemerkbar macht - Höhere Top-Speeds und mehr Überholmanöver zu erwarten

Regen und Schnee sorgten bei den Testfahrten in Vallelunga in der vergangenen Woche für widrige Bedingungen. Lucas Auer bekam dies am eigen Leib zu spüren, als der Mercedes-Pilot auf der nassen Fahrbahn heftig abflog und in der Streckenbegrenzung landete. Wegen der Beschädigungen am Fahrzeug musste das Comeback des DTM-Rückkehrers Pascal Wehrleins vorerst verschoben werden. Auch Rene Rast musste mit den schwierigen Bedingungen zurechtkommen. "Ich bin ja Samstag gefahren, da war es schon sehr nass. Am Vormittag konnten wir nicht fahren, weil es zu viel Regen gab", sagt der amtierende DTM-Champion zu 'dtm.com'. "Ab 15 Uhr hat es aufgehört. Aber die Strecke blieb nass und wir sind komplett mit Regenreifen gefahren. Das war für mich nicht ideal."

Dennoch konnte der Audi-Fahrer rund 100 Runden absolvieren und kam in den Genuss, die Neuerungen am RS5 DTM zu testen. Vor allem die Aerodynamik und der Abtrieb an den DTM-Autos wurde vor der neuen Saison deutlich reduziert "Wir haben viele Set-up-Varianten ausprobiert. Das Auto ist natürlich nicht neu, aber wir haben eine veränderte Aerodynamik. Gerade für den Regen haben wir alles durchgetestet, was wir an Varianten hatten", erklärt der Deutsche.

Doch im Regen ist ein Vergleich mit dem Vorjahreswagen schwierig. "Das Auto fühlt sich ähnlich an. Wir haben etwas an Aerodynamik verloren. Mit dem entsprechenden Set-up kann man es gut fahrbar machen", erklärt er. Im Rennsimulator seien die Änderungen deutlicher zu spüren gewesen, meint Rast. "Da habe ich schon einen großen Unterschied gemerkt. Wenn du fünf Minuten vorher das alte Auto gefahren bist, und fünf Minuten später das neue Auto, das merkst du direkt. Wenn man sich aber einmal in das neue Auto reingesetzt hat und sich daran gewöhnt hat, dann vergisst man schnell, wie das alte Auto gefahren ist."

Besonders in den Kurven macht sich die verringerte Aerodynamik bemerkbar, denn dadurch "hast du weniger Geschwindigkeit in den Kurven", so Rast, dessen Teamkollege Jamie Green ebenfalls bei den Testfahrten in Italien im Einsatz war. "Man muss einen Tick früher bremsen und kann nicht mehr ganz so viel Geschwindigkeit mit durch die Kurve nehmen. Wenn du mit der gleichen Geschwindigkeit wie vergangenes Jahr in die Kurve fährst, kann es schon ein bisschen eng werden."

Die 18 DTM-Fahrer gehen mit den gleichen Voraussetzungen in die neue Saison und müssen sich an das neue Fahrverhalten ihrer Autos gewöhnen. Das Fahrerfeld wird durch die Angleichung der DTM-Renner noch enger beisammen sein, glaubt der Audi-Mann aus Minden. "Dadurch, dass jetzt mehr Einheitsteile verbaut sind, sind die Autos der Hersteller relativ ähnlich. Das führt dazu, dass meiner Meinung nach, das Feld noch enger zusammenrücken wird. Wir werden deshalb noch bessere Rennen sehen, es wird mehr Überholmanöver geben. Es kann sein, dass die Top-Speeds am Ende der Geraden höher werden, aufgrund des geringeren Luftwiderstandes."

Rast gibt zu, dass er die Konkurrenz in Vallelunga aufmerksam beobachtet hat. "Gerade bei der ersten Ausfahrt schaut man natürlich schon mal hin, was hat die Konkurrenz anders gemacht. Wie sind die aufgestellt?" Bevor der Champion wieder im DTM-Einsatz ist, geht es für ihn nach Neuseeland und weiter nach Amerika, wo er am 12-Stunden-Rennen von Sebring teilnimmt. Anschließend fliegt er zurück nach Deutschland zu seinem Team und nimmt im Rennsimulator Platz. Vom 9. bis 12. April finden die abschließenden Testfahrten in Hockenheim statt, wo an gleicher Stelle wenige Wochen später (4. bis 6. Mai) die neue Saison beginnt.

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