Gary Paffett: Weniger Abtrieb war Wunsch der Piloten

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Gary Paffett: Weniger Abtrieb war Wunsch der Piloten

Beitrag von Redaktion » Mi Mär 07, 2018 12:50 pm

Mercedes-Speerspitze Gary Paffett will in der DTM-Abschiedssaison der Stuttgarter nochmal glänzen. Geringerer Abtrieb rückt Fahrertalent mehr in den Fokus

Die DTM-Saison 2018 soll sportlich mehr Spektakel bieten und die Leistung der Fahrer wieder mehr sicht- und messbar machen. Ein wichtiges Element auf dem Weg dorthin ist die Vereinheitlichung weiterer Aerodynamikteile. Der Abtrieb der DTM-Autos wird in diesem Jahr um mindestens 25 Prozent geringer ausfallen als in der Saison 2017. Die Fahrzeuge werden mehr rutschen und schwieriger beherrschbar sein.

"Die Vereinheitlichung der Komponenten bringt alle Teams auf ein ausgeglicheneres Niveau", sagt Mercedes-Pilot Gary Paffet, "und genau das wollen wir doch alle. Es wurde viel über den geringeren Abtrieb gesprochen, aber ehrlich gesagt fühlt es sich immer noch wie ein DTM-Auto an. Es mag nicht mehr so viel Abtrieb haben, aber es fühlt sich nicht gänzlich anders an. Wenn überhaupt, rutscht es vielleicht etwas mehr." Dies sei die wichtige Erkenntnis aus den Testfahrten in Vallelunga.

"Wir Fahrer haben uns etwas weniger Abtrieb gewünscht. Wenn man viel Abtrieb hat, nimmt das viel von deiner Leistung weg", erklärt der Mercedes-Frontmann. "Außerdem ist es dadurch sehr schwierig, anderen Autos nah zu folgen und sie zu überholen. Es gibt viele Vorteile, wenn man weniger Abtrieb hat. Wir haben seit Jahren betont, dass wir den Abtrieb verringern können. Dafür müssen wir ihn aber durch mechanischen Grip ersetzen. Genau das haben wir vergangenes Jahr gemacht."

2017 führte man in Zusammenarbeit mit Hankook weichere Reifen ein, die mehr Haftung bieten. "In diese Richtung müssen wir gehen. Wir brauchen Reifen mit viel Haftung, mit denen wir schnell durch die Kurven fahren können. Ich glaube, in diesem Jahr haben wir eine ziemlich gute Balance gefunden und die Autos werden im Trockenen wie im Nassen etwas schwieriger zu fahren sein. Hoffentlich stehen dadurch die Fähigkeiten der Fahrer wieder etwas mehr im Mittelpunkt als die reine Performance der Autos", sagt Paffett.

Der Brite selbst rechnet sich in der Mercedes-Abschiedssaison 2018 gute Chancen aus. Die Bestzeit beim Vallelunga-Test könnte ein Signal sein. "Man kann es als ein positives Anzeichen sehen, dass wir am Freitag fast eine Sekunde schneller waren als alle anderen. Wir haben uns nicht darauf konzentriert, sehr schnell zu fahren. Wir haben getestet und uns auf unsere Arbeit fokussiert. Es ging uns nicht darum, schnelle Rundenzeiten abzuliefern. Es war ein schöner Anfang, die Zeitentabelle anzuführen."

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