Wittmann gibt Titeltraum nicht auf: "Einfach weitermachen wi

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Wittmann gibt Titeltraum nicht auf: "Einfach weitermachen wi

Beitrag von Redaktion » Fr Aug 23, 2019 6:35 pm

Marco Wittmann ist jener BMW-Pilot mit den besten Karten im Meisterschaftskampf: Auf dem Lausitzring will er die "Audi-Armada" bereits im Quali angreifen

Marco Wittmann lässt im DTM-Meisterschaftskampf nicht locker. Der BMW-Pilot mit den größten Titelchancen liegt vor den beiden Rennen auf dem Lausitzring 59 Zähler hinter Rene Rast. Auf die diesjährige Achterbahnfahrt angesprochen, zeigt er sich abgebrüht: "Wir müssen einfach so weitermachen wie bisher", lautet sein Motto.

"In Assen und Brands Hatch haben wir zumindest am Samstag gute Arbeit geleistet, viele Punkte gesammelt und die Lücke in der Meisterschaft etwas geschlossen." Allerdings ging es im Sonntagsrennen für den Deutschen wieder bergab. Eine strategische "Fehlentscheidung" bescherte ihm nur Rang zehn am Ende, während Rast über seinen vierten Saisonsieg jubeln durfte.

Ein erneutes Tief, wie nicht zuletzt auch bei seinem Heimrennen auf dem Norisring, das in diesem Jahr "schon relativ häufig" auftrat, muss der Fürther feststellen. In der Meisterschaftswertung hat Wittmann dadurch wieder Boden auf Nico Müller und Rast verloren.



Dennoch will das BMW-Aushängeschild nicht aufgeben. "Es kommen jetzt noch sechs Rennen. Da sind noch viele Punkte zu holen. Wir alle wissen: In der DTM kann alles passieren." Das Blatt könne sich schnell wenden, da an nur einem Wochenende 56 Punkte geholt werden können.

Lieber denkt er an den Samstag in Großbritannien zurück, als ihm im Qualifying eine "sehr gute Runde" gelang, die ihm die Pole-Position bescherte. Der Start von ganz vorn sei schließlich vor allem in Brands Hatch ein "Schlüsselfaktor" gewesen.

Am Sonntag war die Überraschung deshalb umso größer, als Wittmann "so weit hinten lag" im Vergleich zur Audi-Konkurrenz. Das Rennen war bereits dank des zwölften Startplatzes gelaufen. "Wenn man acht Audis vor sich hat, ist es unmöglich, das wieder aufzuholen."

Die "Audi-Armada" habe ihn "im Griff" gehabt - "vor allem, wenn du derjenige bist, der ihnen in der Meisterschaft gefährlich wird." Auf dem Lausitzring wird Wittmann versuchen, sich erst gar nicht in eine solch schwierige Ausgangslage zu manövrieren.

Im Rennen habe man auf den langen und breiten Geraden deutlich mehr Möglichkeiten zu überholen, glaubt der zweifache Champion. "Auch wenn man im Qualifying nicht der Schnellste ist", fügt er hinzu. "Das geht über die Strategie."

"In der Vergangenheit waren wir eigentlich nie so gut hier, außer im vergangenen Jahr, da haben wir um den Sieg mitgekämpft." Deshalb ist er auch an diesem Wochenende zuversichtlich. In den ersten Trainingssitzungen konnte er sich als bester BMW-Mann behaupten.



Im ersten Freien Training am Freitag schaffte Wittmann in 1:36.217 Minuten die zweitbeste Zeit hinter Loic Duval. In der zweiten Trainingssession musste er sich mit Rang sieben (1:36.379 Minuten) zufriedengeben. Sechs Audi-Fahrer reihten sich vor ihm ein.

Wie will BMW die Lücke zum Hauptkonkurrenten dennoch schließen? "Man kann nur versuchen, die bestmögliche Qualifying-Runde hinzuknallen und vor ihnen zu bleiben", lautet Wittmanns Lehre aus Brands Hatch. Er muss aber auch zugeben, dass er Audi leicht im Vorteil sieht. "Es ist immer schwierig, diese Lücke zu schließen."

Während der laufenden Saison sei das äußerst schwierig. "Da kann man nicht viel machen, außer vielleicht am Set-up. Das versuchen wir immer in der Feinabstimmung, um das Set-up zu finden, was meinem Fahrstil am besten passt."

Ein weiteres Puzzleteil ist der Fahrer selbst. "Es kommt auf mich an, die Quali-Runde auch hinzubekommen. Wir haben schon einige Male bewiesen, dass wir es schaffen können. Und wenn wir noch um die Meisterschaft mitkämpfen wollen, bleibt das auch bei den kommenden sechs Rennen das Ziel: In Qualifying und Rennen vorn zu bleiben und viele Punkte mitzunehmen."

Doch nicht nur auf die Performance auf einer Runde will Wittmann am Wochenende achten, auch im Rennen gibt es einiges zu beachten, etwa den Reifenabbau. "Da ist es auch wichtig, über die Renndistanz zu kommen."

"Aber schlussendlich war die Qualifying-Performance in der DTM schon immer wichtig. Wenn man vorne ist, kann man sich aus Problemen heraushalten, vielleicht einen Vorsprung bei freier Fahrt herausfahren." Genau das ist sein Ziel in den Rennen am Samstag und Sonntag. Gewinnen konnte der 29-Jährige auf dem Lausitzring allerdings noch nie.

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