Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Hier diskutieren Fans über News und aktuelle Themen rund um die Formel 1
Fairplay
Beiträge: 196
Registriert: Mo Mär 18, 2019 12:41 pm

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Fairplay » So Okt 25, 2020 12:53 pm

Ich denke, dass in diesem Fall Zed die treffendste Aussage gemacht hat.
Leclerc überperformt. So wie Verstappen überperformt, so gibt es das halt auch bei anderen hoch talentierten Fahrern.

Vettel hingegen hatte seine Chancen in den vergangenen Jahren nicht genutzt, und seit Leclerc als Teamkollege es ihm zeigt, will er mit der Brechstange ähnliche Leistungen zeigen.
Das geht aber nur, wenn man denselben Grundspeed hat. Hat man den nicht, so muß man zwangsläufig über die Verhältnisse fahren, was dann aber zu einer erhöhten Fehlerhäufigkeit führt.

MT_Racing
Beiträge: 445
Registriert: Mi Okt 14, 2020 12:32 pm

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von MT_Racing » So Okt 25, 2020 1:00 pm

bnlflo hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 10:41 am
Ich glaube halt, dass Leclerc da eine größere Bandbreite hat. Das war ja schon immer Vettels Achillesferse, dass sein Korridor da so schmal ist (wobei er den m.E. schon vergrößert hat über die Jahre).
Das wissen wir nicht und die Fakten sprechen da eher dagegen.
Vettel hat ja vor 2020 immer mit jedem Material performed und gewonnen.
Leclerc war bisher nur bei Ferrai-B und Ferrari-A, da fällt es doch sehr schwer, die Bandbreite zu beurteilen.

Dass Vettel bei kleinsten Wehwehchen überhaupt nicht mehr performen kann, ist ein Schlagzeilengarant deer Medien, mehr aber auch nicht.

Marcha
Beiträge: 187
Registriert: Di Mai 29, 2018 6:13 pm

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Marcha » So Okt 25, 2020 1:15 pm

eben grad erzählt Herr Geosjean von Haas ,dass sie keinerlei Ahnung haben was ihr Auto macht , Fahrhöhe ,Balance ein einziges Desaster und es fehlt das Wissen um das in den Griff zu bekommen.
Haas verwendet den kompletten (!) Ferrari Hinterwagen , Getriebe , Pu , Achse , alles .
und beklagt einen 4% shift der aero balance von Runde zu Runde ...gehen wir mal von 7000 N Abtrieb aus plus 700kg Fahrzeuggewicht , also weitere7000 N vertikalkrsftverteikt auf 4 räder , das heißt dann 3500N pro Rad bei gleichmäßer verteilung , richtig ?

gehen wir mal davon aus , dass wir bei 50/50 vertwilung ein neutrales Fahrverhalten haben., aber in der nächsten runde 4% der Aerokräfte nach vorn wandern :
plötzlich habe ich aber 3430 Newton vorn und 3570 hinten .... was schonmal ganz klar aus einem neutralen Auto ein Übersteuerndes macht bei sonst gleichen Bedingungen...aua.
Jetzt ist das aber nur die halbe Story : die Balance wandert 4 % laut Grosjean ,dss sagt aber noch nichts,darüber aus wie viel Gesamtdownforce vorhanden ist , dh es kannsein dass die aerobalance nach vorn oder hinten wandert , plus es wird auch der Gesamtabrieb mehr oder weniger !

Für mich sieht das so aus , dass Ferrari für Leclerc eine lösung füe dieses Problem hat oder nicht braucht , znd Vettel im selben Boot qie Geosjean sitzt und
ein Auto hat das jedes Mal anders ist wenn er einsteigt.
Zweimal gelbe Reifen , der eines satz ok , im zweiten Run geht gar nichts ....langsam lichtet sich der Nebel um Ferrari und Haas , die Hinterachse und das temperaturmansgement der Hydraulik hinten ist das Thema .,wenn ich Vettwl wäre würde ich mal genau schauen was die mechaniker bei Leclerc s auto treiben vor und während,ders,Trainings ....ist ja bekannt dass die Italiener diejenigen die gehen ohne rot zu werden im dunkeln lassen....auf Anweisung von oben.

Benutzeravatar
Alboreto
Beiträge: 2459
Registriert: Fr Jun 17, 2005 1:01 am
Wohnort: Bergstraße

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Alboreto » So Okt 25, 2020 2:13 pm

Pornoralle hatte es doch schon in Silverstone schön aus eigener Erfahrung erklärt: wenn ein Fahrer geht, gibt es keine Infos mehr zu Updates am Fahrzeug. Da wird was drangeschraubt und im Zweifel weiß er gar nicht, was und wofür. Wie will der Fahrer da die Abstimmung treffen?

Verschärfend kommen zwei Faktoren hinzu: Vettel wurde schon vor der Saison gefeuert und nicht erst mitten im Jahr. Mitten im Jahr hätte er die Entwicklung im Jahr verstanden und auch gelernt, das Auto einzuschätzen. Das fehlt Vettel komplett. Und zum anderen war der Ferrari von Anfang an eine Fehlkonstruktion, so dass die Umbauversuche ziemlich drastisch ausfallen (müssesn), so dass er erst Recht nicht auf eine Basis kommt, auf die er aufbauen kann.

Feststeht für mich: kein Fahrer kackt über den Winter so stark im Vergleich zum Teamkollegen ab, das reine Fahrkönnen kann nicht der Grund sein.

Benutzeravatar
seahawk
Beiträge: 6668
Registriert: Di Mai 20, 2003 1:01 am

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von seahawk » So Okt 25, 2020 3:06 pm

Ferrari wird nicht traurig sein, dass die Schwäche von Vettel in den Medien mehr Aufmerksamkeit bekommt als die Schwäche des Autos.

Benutzeravatar
Shapeshifter
Beiträge: 851
Registriert: Sa Jun 16, 2018 11:41 am
Wohnort: Heppenheim

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » So Okt 25, 2020 3:48 pm

Asche auf mein Haupt... ein gutes Rennen von Leclerc mit P4, aber auch von Vettel mit P10.
Was allerdings in Perez Kopf vorsich geht, wird wohl immer sein Geheimnis bleiben
Nichts ist für die Ewigkeit, manches hält halt länger.....Danke Eko877
6:11,13 35 Jahre Rekord!

Techno
Beiträge: 719
Registriert: Mi Mär 07, 2001 1:01 am
Wohnort: Deutschland, 97070, Würzburg

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Techno » So Okt 25, 2020 3:56 pm

Weise Worte, Werter .... hmmm
Schöner Sprech, Sir seahawk.

Die Causa Ferrari-Vettel wirkt besonders und unüblich, aber der geneigte ältere F1 Zuschauer mag sich an Force India Siegfahrer Fisichella erinnern, der - mitten in der Saison in den Ferrari befördert - vom Rennsieger zum Hinterherfahrer wurde, mit teilweise mehr als einer Sekunde pro Runde auf den Teamkollegen.

Gut, der Mann stammt aus Italien und ist auch sonst keine Gefahr für das Ego der üblichen Verdächtigen, daher war das Erstaunen damals größer als die Häme. Trotzdem ein Indiz dafür dass Alboreto recht hat und die interne Politik Ferraris wieder einmal über das Ziel hinausschießt.

Fun fact: Berger berichtete in einem Buch, wie es bei Ferrari mächtig Ärger gab, weil sein Motor auf Minderleistung eingestellt wurde, damit Alboreto besser gegen ihn aussieht. Ärger gab es deshalb, weil dies nicht von Oben angeordnet wurde sondern aus dem mittleren Management kam.

Davon abgesehen kann ich den Antis nur raten die Zeit in der Vettel für Ferrari fährt gut zu nutzen. Wer weiß ob seine Leistung nächstes Jahr wieder für dümmliches Bashing herhält.

Voyager1
Beiträge: 705
Registriert: Mo Mär 19, 2001 1:01 am

Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Voyager1 » So Okt 25, 2020 6:41 pm

.
Alboreto schildert die Sache am zutreffendsten.

Ausserhalb der technischen Gegebenheiten ist ein weiterer Aspekt nicht zu unterschätzen:
Psychischer Rückhalt, menschliche Wärme.

Seit L. Hamilton wissen wir, dass dieses Beürfnis bei manchen geradezu infantile Ausmasse annehmen kann.

Aber um die entscheidenden Zehntelsekunden aus sich herausquetschen zu können, benötigen auch die etwas robusteren Naturen unter den Fahrern den bedingungslosen Rückhalt durch ihr Umfeld. Rennfahren ist kein Job, den man auch nach einer schlaflosen Nacht oder direkt nach einem Krach mit dem Chef noch irgendwie hinschludern kann ohne dabei unangenehm aufzufallen.

S. Vettel dürfte zu den robusteren gehören. Aber auch die Abgebrühtesten lässt es nicht kalt, wenn der Chef keine Zeit mehr für einen hat. Und beim Team kein Enthusiasmus bei der Arbeit am Rennfahrzeug mehr spürbar ist. - Während es gleichzeitig rund um einen neuen Teamkollegen ganz anders zugeht.

Wenn es einem so ergeht, sitzt man verkrampft im Rennfahrzeug. Und diese Sorte von Krampf kann auch kein Physiotherapeut aus einem herausmassieren. Man kann sich auch tausendmal vornehmen, sich "zusammenzureissen" ... damit provoziert man erst recht Fahrfehler.

Ich habe auf Team-Seite einige Male daran mitgewirkt, Fahrer in dieser Weise zu behandeln. Dafür gab es aus Sicht des Teams jeweils gute Gründe. Aber ich weiss auch, wie sich das für den Fahrer anfühlt und auf seine Leistungsfähigkeit auswirkt.

Voyager
.

Antworten