Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

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Redaktion
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Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Redaktion » Sa Okt 24, 2020 5:54 pm

Ex-Champion Sebastian Vettel räumt ein, dass er sich beim Ferrari-Teamduell gegen Charles Leclerc in der Formel 1 "wie eine andere Klasse" fühlt

Sebastian Vettel hat es ausgesprochen. Bei 'Sky' sagte der viermalige Formel-1-Weltmeister: "Im Moment sehe ich gar kein Land [gegen Charles Leclerc]." Sein Ferrari-Teamkollege schlage ihn derzeit nicht nur, "das ist ja wie eine andere Klasse", meint Vettel. Auch im Qualifying zum Portugal-Grand-Prix in Portimao (alle Formel-1-Rennen 2020 hier im kostenlosen Liveticker verfolgen!) blieb Vettel deutlich hinter Leclerc zurück.

Während Leclerc den vierten Startplatz eroberte, kam Vettel nicht über Position 15 hinaus. Abstand: etwas mehr als eine halbe Sekunde in Q2. (Hier das komplette Qualifying-Ergebnis abrufen!)

Und Vettel gibt sich ratlos: "Ich probiere alles, was ich kann. Ich denke, die Runden, die ich treffe und mit denen ich zufrieden bin, die sind trotzdem noch zu langsam. Mehr bleibt mir im Moment nicht übrig als das rauszuholen, was in mir steckt."



Oder hat sich Vettel in Portimao schlicht bei den Reifen vertan? Nach den ersten Runden in Q1, die Vettel noch mit der Soft-Reifenmischung absolviert hatte, ließ er in Q2 plötzlich Medium ans Auto montieren - und schied im zweiten Qualifying-Segment auf dem letzten Platz liegend aus. Allerdings: Leclerc wählte genau die gleiche Reifentaktik und kam durch.

Im Gespräch mit 'RTL' verteidigt Vettel die Reifenentscheidung. Er sagte: "Im ersten Versuch hatte ich [damit] eigentlich ein ganz gutes Gefühl. Den hatte ich gut erwischt. Im zweiten Versuch aber kamen die Reifen irgendwie gar nicht auf Temperatur. Ich hatte direkt in Kurve 3 ein stehendes Rad. Dann war die Runde auch schon verkorkst."

Erklären könne er nicht, warum der Medium-Reifen für ihn nicht funktioniert habe. O-Ton: "Ich weiß nicht, wieso ich mich so schwer damit tue, die Reifen auf Temperatur zu bringen, dass es sich jedes Mal ein bisschen anders anfühlt."



"Wie gesagt: Beim ersten Versuch fühlte sich das Auto gut an. Ich dachte, mit dem Medium kann ich locker die Zeit von Q1 fahren. Das war die Vorgabe, aber war dann doch nicht so locker."

Zum Vergleich: In Q1 erzielte Vettel eine Rundenzeit von 1:17.446 Minuten und wurde zwei Hundertstel hinter Leclerc auf P8 abgewinkt. In Q2 aber blieb ihm mit 1:17.919 Minuten nur P15 als Schlusslicht der Teilsession. Leclerc kam derweil mit Medium auf 1:17.367 Minuten, war knapp ein halbes Zehntel schneller als in Q1 auf Soft.

Von einer Reifen-Fehlentscheidung will Vettel jedoch nicht sprechen, sondern bemerkt nur: "Im Nachhinein sagt es sich leicht. Ich hatte halt Schwierigkeiten damit, die Reifen zum Arbeiten zu bringen. Und das war's dann."



Er sei daher "überhaupt nicht zufrieden" mit seinem Abschneiden, so Vettel weiter. "Ich hatte Probleme damit, die Dinge auf die Reihe zu kriegen."

"Es fällt einem schon schwer, einen Rhythmus zu finden, wenn es praktisch bei jeder Runde anders ist. Das hängt normal mit der Reifentemperatur zusammen. Bisher an diesem Wochenende scheint das einen großen Unterschied zu machen."

Speziell mit der Soft-Variante von Pirelli stehe er in Portimao auf Kriegsfuß, sagt Vettel bei 'Sky Italia'. Er habe sehr schnell Graining gehabt, was im Qualifying ebenfalls für Medium gesprochen hätte. "Der Medium-Reifen", meint Vettel, "schien eben haltbarer zu sein."



Und jetzt macht sich Vettel keine großen Hoffnungen mehr für das Rennen. "Man kann eh nichts mehr ändern. Es wird ein schwieriger Tag morgen, wenn man von so weit hinten losfährt. Das Problem ist: Wir hängen morgen im gesamten Rennen im Verkehr fest. So wie schon bei den Rennen davor."

Auf die explizite Nachfrage von 'RTL', ob er sich trotzdem auf das Rennen freue, sagte Vettel: "Nächste Frage!" Dann lachte der viermalige Formel-1-Weltmeister und sagte: "So natürlich nicht. Ich meine: Heute war wieder kein gutes Qualifying. Das Rennen wird dann wieder irgendein Murks sein."

"Ja ... Morgen ist ein neuer Tag. Dann versuche ich das Beste draus zu machen. Aber natürlich ist es, wenn man da hinten drin steht, immer wieder was anderes."



Für Formel-1-Experte Alexander Wurz vom 'ORF', früher selbst Grand-Prix-Fahrer, ist all das bezeichnend für den Saisonverlauf von Vettel. Er meint: "Zumindest geht er mit sich selbst ins Gericht und sagt, er erwartet mehr von sich selbst. Wir erwarten von einem mehrfachen Champion auch mehr, müssen wir ganz ehrlich sagen. Und da kommt jetzt gerade nicht sehr viel."

"Er hat es bis jetzt nicht geschafft, das Auto auf sich abzustimmen. Da geht halt nix. Das ist hart. Und er hat ja selbst keine Antworten mehr auf die Fragen."

Fakt ist: Leclerc hat das Ferrari-Teamduell im Qualifying in Portimao auf 10:2 zu seinen Gunsten gestellt. Vettel hatte einzig im zweiten Spielberg-Qualifying und am Hungaroring den besseren Startplatz. In Ungarn erzielte Vettel zudem zum bisher einzigen Mal in diesem Jahr, wenn beide Ferrari-Fahrer im Ziel waren, ein besseres Rennergebnis als Leclerc.

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Seppi
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Seppi » Sa Okt 24, 2020 6:10 pm

Ah, jetzt wo er es sagt...
Wär mir sonst gar nicht aufgefallen :D
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Maceo
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Maceo » Sa Okt 24, 2020 6:53 pm

Wenn man sich überlegt, dass Ferrari mit Sainz anstelle von Vettel morgen von 4 und 5 starten würde, dann sähe es gar nicht mehr so schlecht aus. Stattdessen muss ich mit ansehen, wie sich ein vierfacher WM selbst zerlegt und in einem Ferrari auf P15 herumgurkt.
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von MaikT » Sa Okt 24, 2020 7:06 pm

Ist schon bitter, mit der Zeit aus dem Q1 würde er von 7 Starten.
Ich bin ja mal auf nächsten Jahr gespannt.

Was war eigentlich mit Gasly los? Der war auch im Q1 6 Zehntel schneller als im Q3.

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Shapeshifter
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » Sa Okt 24, 2020 8:08 pm

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 6:53 pm
Wenn man sich überlegt, dass Ferrari mit Sainz anstelle von Vettel morgen von 4 und 5 starten würde, dann sähe es gar nicht mehr so schlecht aus. Stattdessen muss ich mit ansehen, wie sich ein vierfacher WM selbst zerlegt und in einem Ferrari auf P15 herumgurkt.
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Wie kommst du zu dieser Erkenntnis?? Glaskugel? Drogen?
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Maceo
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Maceo » Sa Okt 24, 2020 8:41 pm

Shapeshifter hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 8:08 pm
Wie kommst du zu dieser Erkenntnis?? Glaskugel? Drogen?
Gegenfrage: Du glaubst also, Sainz hätte den Ferrari auch auf P15 gestellt?
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Shapeshifter
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » Sa Okt 24, 2020 9:00 pm

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 8:41 pm
Gegenfrage: Du glaubst also, Sainz hätte den Ferrari auch auf P15 gestellt?
Was ich glaube oder nicht, steht ja nicht zur Debatte....Aufgrund welcher Fakten kommst du zu der Erkenntnis, dass Sainz es auf P5 geschafft hätte? Etwa weil er mit einem komplett anderen Auto auf P7 und dazu noch nur 0,005 Sekunden vor seinem Teamkollegen steht? Schauen wir mal, was nächstes Jahr von Sainz kommt. Ich lass mich ja gern einens besseren belehren, aber ich befürchte das Sainz es verdammt schwer haben wird bei Ferrari.....Klein Todt ist da zum Glück für seinen Schützling bestens verflechtet.
Einfach mal rausgehauen, trifft die Sache da wohl eher. Oder anders gesagt: Da ist der Wunsch Vater des Gedankens.

Das Vettel es heute nicht auf die Reihe bekommen hat, steht ja ausser Frage, denn ansonster wäre er nicht auf P15.

Was dafür die Gründe sind, darüber liese sich trefflich streiten. dazu habe ich eine Meinung, die dir wahrscheinlich nicht gefallen wird.
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von MT_Racing » Sa Okt 24, 2020 9:24 pm

Mal ehrlich, im ersten Run in Q1 war Vettel noch vor Leclerc, im zweiten waren sie nah beieinander und dann gingen die Zeiten in gegensätzliche Richtungen.
Das kann in diesem Ausmaß doch nicht am Fahrer liegen. :shake:
Es sieht wohl eher so aus, als würde der eine Fahrer einen anderen Motorenmodus bekommen als der andere, was auch viel logischer wäre.
Bei dem Einen holt man raus, was möglich ist, um die Entwicklung für nächstes Jahr voranzutreiben. Bei dem Anderen versucht man, mit dem geringsten Materialaufwand durch die Saison zu kommen, ist ja sonst praktisch Geldverschwendung.

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Maceo
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Maceo » Sa Okt 24, 2020 9:47 pm

Na gut, dann reden wir nächstes Jahr darüber, wenn Carlos regelmäßig in Q3 fährt.
Dann hol ich diese Kommentare hier nochmal aus der Schublade. :lol:
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von MT_Racing » Sa Okt 24, 2020 10:21 pm

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 9:47 pm
Na gut, dann reden wir nächstes Jahr darüber, wenn Carlos regelmäßig in Q3 fährt.
Dann hol ich diese Kommentare hier nochmal aus der Schublade. :lol:
Du weißt schon, dass es nächstes Jahr nicht dasselbe Auto sein wird, oder?
Und die von mir genannten Umstände mit zwei Fahrern mit langfristigen Verträgen sich logischerweise dann auch ändern.

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Maceo
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Maceo » Sa Okt 24, 2020 11:16 pm

Shapeshifter hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 9:00 pm
Was ich glaube oder nicht, steht ja nicht zur Debatte....
Natürlich steht das zur Debatte. Was denn sonst? Wir stellen hier Meinungen gegenüber. Darum geht's hier doch.
Shapeshifter hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 9:00 pm
Ich lass mich ja gern einens besseren belehren, aber ich befürchte das Sainz es verdammt schwer haben wird bei Ferrari.....
Wie gesagt, darüber reden wir dann nächstes Jahr nochmal, wenn Carlos in Q3 wohnt.
Shapeshifter hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 9:00 pm
Was dafür die Gründe sind, darüber liese sich trefflich streiten. dazu habe ich eine Meinung, die dir wahrscheinlich nicht gefallen wird.
Das ist dann wahrscheinlich das Märchen von der technischen Benachteiligung Vettels. Ich habe es schon mal gesagt, Ferrari hat überhaupt kein Interesse daran einen Fahrer so deutlich außerhalb der Punkteränge verhungern zu lassen. Wenn Ferrari Vettel hinter Leclerc sehen will, dann schaffen sie das auch, klar, aber dann so, dass der Abstand so klein wie möglich ist und nicht so eklatant. Niemals! Ferrari hätte keine Vorteile davon!
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von leboef » So Okt 25, 2020 12:18 am

@ Maceo

Es wäre sicher albern, Ferrari irgendeine verschwörerische Absicht zu unterstellen. Aber es ist schon fragwürdig, warum Leclerc und Vettel 2019 noch auf Augenhöhe gefahren sind und die Tagesform entschieden hat, wer das bessere Ergebnis holte. Leclerc hat sich 2020 sicher nochmal gesteigert, aber das erklärt nicht die desaströse Performance von Vettel. Dafür muss es Gründe haben, egal ob sie bei Ferrari oder Vettel selbst zu suchen sind.

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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von MT_Racing » So Okt 25, 2020 12:31 am

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 11:16 pm

Das ist dann wahrscheinlich das Märchen von der technischen Benachteiligung Vettels. Ich habe es schon mal gesagt, Ferrari hat überhaupt kein Interesse daran einen Fahrer so deutlich außerhalb der Punkteränge verhungern zu lassen. Wenn Ferrari Vettel hinter Leclerc sehen will, dann schaffen sie das auch, klar, aber dann so, dass der Abstand so klein wie möglich ist und nicht so eklatant. Niemals! Ferrari hätte keine Vorteile davon!
Benachteiligung ist vielleicht ein starker Begriff.
Aber es ist aus Ferrarisicht absolut logisch, nur mit Leclerc zu arbeiten, der Ausschluss von Vettel bei der Entwicklung wurde ja öffentlich bestätigt.
Vorteile für Ferrari:
Sie stecken alle finanziellen, materiellen und personellen Ressourcen in die Entwicklung von 2021 und vor allem 2022. Die WM für 20/21 ist kein Ziel mehr. Elkann, Camilleri und Binotto haben auch das ja bereits bekannt gegeben.
Für den unkonventionellen Rausschmiss Vettels haben sie vor allem auch in Italien sehr viel Kritik geerntet und bekommen bei diesen Ergebnissen ihre Bestätigung.

Welches Interesse hätten sie denn, auch nur einen Cent mehr als nötig in Vettel zu investieren?

vandamm
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von vandamm » So Okt 25, 2020 1:12 am

Hm 2018 konnte der Unfähige Rennen gewinnen und dann kam Bino an die Macht und Ferrari ist ein Schatten seiner selbst....

LEC super geil, ich freue mich morgen darauf zu sehen, wenn es wieder nach hinten geht. Was könnte Ferrari davon haben einen Vettel so zu diskreditieren? Einen Konkurrenten weniger. Nur schade, dass genau das Team wo Vettel nächstes Jahr fährt davon profitiert. LEC muss nächstes Jahr noch die Gurke fahren und neue Aerodynamik und Ferrari, ja da habt Ihr Experten sicherlich eine andere Meinung....

Zu sagen, es wir hatten letztes Jahr den besten Motor, als scheiß auf den Rest zeugt von Weitsicht......
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Zed
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Zed » So Okt 25, 2020 3:00 am

wer sagt denn dass Vettel der Grund ist, vlt performt Vettel ja auf dem üblichen Ferrari Niveau, nur Leclerc überperfomt, hat was gefunden was Seb nicht gefunden hat usw. Man darf nicht vergessen, der Hauptgrund wieso Ferrari so schlecht ist, liegt am Triebwerk, und die Kundenteams mit dem selben Triebwerk fahren ja nach wie vor ganz hinten.
ich meine, von 6 Ferrari Fahrzeugen im Feld ist Leclerc der einzige der es halbwegs auf die Reihe kriegt.
Würden Haas und Alfa auch weiter nach vorne kommen, könnte man sagen es liegt an Seb, aber so... :eh:
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Seppi
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Seppi » So Okt 25, 2020 8:54 am

Zed hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 3:00 am
wer sagt denn dass Vettel der Grund ist, vlt performt Vettel ja auf dem üblichen Ferrari Niveau, nur Leclerc überperfomt
Das klingt durchaus logisch
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Maik Aefer
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Maik Aefer » So Okt 25, 2020 9:26 am

Es glaubt doch wohl niemand das Ferrari beide Fahrer technisch gleich unterstützt. Ferrari konzentriert sich auf die nächste Saison und hat dafür den einen Fahrer auf den sie ihre Zukunft ausgerichtet haben. Das bedeutet schon mal das Ferrari absolut nachvollziehbar nur noch auf die Wünsche von Leclerc eingeht um das Auto für ihn zu verbessern. Das wiederum kann dazu führen das alle Anpassungen sollte sie Vettel überhaupt bekommen auch komplett falsch für ihn sein können. Dazu kommt dann noch das Vettel zu einem der Hauptkonkurrenten in der K-WM wechselt (zumindest mit der momentanen Performance) und da wird man seitens Ferrari einen Dreck tun ihm auch noch Entwicklungsdetails und die damit verbundenen Erfahrungen zukommen zu lassen.

Das müssen nocht nicht mal große sichtbare Dinge sein. Ich bin jetzt kein Technikspezialist aber das man bei solchen komplexen Fahrzeugen wie es die F1 Autos sind mit kleinen Änderungen oft große Wirkungen erzielt ist allgemein bekannt. Wenn man also irgend ein kleines Teil findet das vielleicht die Fahrbarkeit stabilisiert oder die Traktion verbessert wird Ferrari daran interessiert sein das so lange wie möglich geheim zu halten anstatt es über Vettel der Konkurrenz zu zeigen. Solche kleinen Unterschiede würden auch die Performance Unterschiede der Fahrer erklären. Leclerc kann viel stabiler gute Zeiten fahren während Vettel nur sehr vereinzelt gut ist aber im ganzen gesehen mehr Probleme mit dem Auto hat.

Das soll sicherlich nicht bedeuten das Leclerc nicht auch der bessere Fahrer sein kann und daher stärker performt. Wenn aber bis zum Ende der letzten Saison kein sehr großer Unterschied zwischen den Fahrern war und mitlerweile die Ergebnisse immer weiter auseinander driften ist das schwer zu erklären. Vettel wird das Fahren nicht komplett verlernt haben und Leclerc macht in so kurzer Zeit keinen Quantensprung. Sollte also Vettel nicht absichtlich schlecht performen (was ich nicht glaube) kann es eigentlich nur an der Technik liegen bei der Vettel logischer Weise komplett außen vor bleibt.

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bnlflo
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von bnlflo » So Okt 25, 2020 9:27 am

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 11:16 pm
Das ist dann wahrscheinlich das Märchen von der technischen Benachteiligung Vettels. Ich habe es schon mal gesagt, Ferrari hat überhaupt kein Interesse daran einen Fahrer so deutlich außerhalb der Punkteränge verhungern zu lassen. Wenn Ferrari Vettel hinter Leclerc sehen will, dann schaffen sie das auch, klar, aber dann so, dass der Abstand so klein wie möglich ist und nicht so eklatant. Niemals! Ferrari hätte keine Vorteile davon!
ich glaube da auch nicht an eine Verschwörung. Es ist halt der Lauf der Dinge, man zieht sie Saison noch durch, Vettel ist in einem Loch, teils selbstverschuldet, teils als Folge der Umstände, und Ferrari ist offensichtlich nicht darum bemüht, ihm groß zu helfen.

Dass er nicht in die Entwicklung eingebunden wird - ja mei, das wurde er von Anfang an ja nicht in dem Maße, wie er es sich gewünscht hätte. Da sehe ich auch die Benachteiligung, dass sie eben seit Jahren ihrer (bis 2019) nominellen Nr. 1 das Gegenteil von dem hinstellen, was er braucht, weil der Marlboro-Mann halt nicht viel zu Fahrer-Einmischung wollte. Vielleicht hätte Vettel sich 2015 direkt nen italienischen Pass besorgen sollen, dann wär er sofort auch noch technischer Direktor geworden.

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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von bnlflo » So Okt 25, 2020 9:32 am

Maik Aefer hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 9:26 am
Vettel wird das Fahren nicht komplett verlernt haben und Leclerc macht in so kurzer Zeit keinen Quantensprung.
Vettel ist in ner Abwärtsspirale, und Leclerc hat meiner Meinung nach diesen Sprung wirklich gemacht, seine Schwächen über den Winter angegangen, und ist ein besserer Fahrer geworden. Und er hat natürlich, im Rahmen von Ferraris Möglichkeiten dieses Jahr, das Momentum genau so auf seiner Seite, wie es Vettel eben fehlt.

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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » So Okt 25, 2020 9:59 am

bnlflo hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 9:32 am
Vettel ist in ner Abwärtsspirale, und Leclerc hat meiner Meinung nach diesen Sprung wirklich gemacht, seine Schwächen über den Winter angegangen, und ist ein besserer Fahrer geworden. Und er hat natürlich, im Rahmen von Ferraris Möglichkeiten dieses Jahr, das Momentum genau so auf seiner Seite, wie es Vettel eben fehlt.
Es ist nicht ein "Momentum" das er auf seiner Seite hat, er hat die komplette Entwicklung auf seiner Seite. Alles was Ferrari macht, kommt Leclerc zu gute, da sie das Auto auf seine Bedürfnisse hin weiter Entwickeln. Ganz ehrlich gesagt, ist aus Ferrari Sicht alles ander eine riesen Dummheit, da Vettel nächstes Jahr ja eh nicht mehr im Team ist.
Die s. g. Experten scheinen sich bei einem einig zu sein, Vettel und Leclerc brauchen Autos die anders sind um schnell sein zu können.

Den Unterschied allein auf Vettel plötzlich fehlendes Fahrvermögen abzuwälzen macht die Sache für Ferrari recht einfach. Erst recht für den geneigten Forennutzer hier.
Wie gesagt, ob Sainz nächstes Jahr über die Rolle eines Nr 2 Fahrers hinaus kommt, wird sich zeigen.
Ich befürchte aber, das man bei Ferrari einfach auf die beste Zeit der vergangenen Jahre (2000-2005) schaut....Ein Fahrer wird klar bevorzug, der andere muss sehen wie er damit klar kommt.
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von bnlflo » So Okt 25, 2020 10:11 am

Shapeshifter hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 9:59 am
Die s. g. Experten scheinen sich bei einem einig zu sein, Vettel und Leclerc brauchen Autos die anders sind um schnell sein zu können.
Wobei ich da eher Leclerc im Vorteil sehe, was die Range seiner Komfortzone anbelangt.

Dass Ferrari dieses Jahr nur auf den Golden Boy guckt, geschenkt. Alles andere wäre falsch. Und er liefert ja auch.

Aber der Weg dahin, dass Vettel eben so massiv ins Abseits geriet, hat sicher auch viel mit Politik zu tun, bzw. Vettels Abgneigung dagegen, samt fehlender Hilfe. (Manager oder was auch immer), der das Setup und Aufgabenspektrum eines Ferrari-Fahrers mal bei Arrivabene hätte challengen können.

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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » So Okt 25, 2020 10:20 am

Maceo hat geschrieben:
Sa Okt 24, 2020 11:16 pm
Natürlich steht das zur Debatte. Was denn sonst? Wir stellen hier Meinungen gegenüber. Darum geht's hier doch.


Wie gesagt, darüber reden wir dann nächstes Jahr nochmal, wenn Carlos in Q3 wohnt.


Das ist dann wahrscheinlich das Märchen von der technischen Benachteiligung Vettels. Ich habe es schon mal gesagt, Ferrari hat überhaupt kein Interesse daran einen Fahrer so deutlich außerhalb der Punkteränge verhungern zu lassen. Wenn Ferrari Vettel hinter Leclerc sehen will, dann schaffen sie das auch, klar, aber dann so, dass der Abstand so klein wie möglich ist und nicht so eklatant. Niemals! Ferrari hätte keine Vorteile davon!
Man kann sich, wenn man möchte, scheinbar alles so zurecht legen, wie es ins vorgefertigte Bild zu passen hat.

Vettel wird nicht benachteiligt, er ist von den weiteren Entwickelungen abgeschnitten.
Es spielt Ferrari eindeutig in die Begründungdkarte, wenn er deutlich schlechter abschneidet.
Wenn die Entwicklung bei dann Aston Martin so anhält, ist auch für Vettel das Q3 mehr als ein paar mal realistisch.
Und damit du nicht anfangen mußt zu jammern: Nein ich glaube nicht, dass Sainz mit dem gleichen Auto wie Vettel, der gleichen Unterstützung des Teams deutlich häufiger ins Q3 käme als Vettel....Umgekehrt glaube ich, dass Vettel mit der gleichen Unterstüzung seitens Ferrari wie sie Leclerc geniesst, deutlich besser da stehen würde.
Kann aber ja nicht sein, weil deiner Meinung nach beide Fahrer bei Ferrari das gleiche Material, den gleichen Rückhalt und vor allem die gleichen Ressourcen bei der Entwicklung des Auto in die benötigte Richtung haben...
Zuletzt geändert von Shapeshifter am So Okt 25, 2020 10:33 am, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » So Okt 25, 2020 10:29 am

bnlflo hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 10:11 am
Wobei ich da eher Leclerc im Vorteil sehe, was die Range seiner Komfortzone anbelangt.
Dass Ferrari dieses Jahr nur auf den Golden Boy guckt, geschenkt. Alles andere wäre falsch. Und er liefert ja auch.
Leclerc ist nur in der Lage zu liefern, weil er das Auto genau so bekommt wie er es möchte......Das dies nicht für Vettel passt, ist Vettels Problem, für mich der Hauptgrund für die schlechte Leistung.
Mag sein, ist aber schwer zu beweisen, da im Moment alles auf seine Wünsche ausgerichtet wird.
Dies könnte man nur dann heraus bekommen, wenn er ein Auto entgegen seinen Vorlieben fahren müsste....Ob er damit "liefern" würde?? Ist rein spekulativ es als gegeben anzusehen, nicht unmöglich, aber nicht zu beweisen.
Gilt im übrigen auch in Richtung Vettel, ganz klar....Die letzten Jahre bei Ferrari zeigen aber, das Vettel wenn auch nicht den Titel, so aber wenigstens Siege geliefert hat, wenn man auf seine Bedürfnisse eingeht. Passt es, hat er geliefert.



btw: Freitag konnte Hamilton nicht "liefern", weil er sich im Auto nach eigener Aussage nicht "wohl fühlte und er kein Vertrauen ins Auto" hatte. Da man aber bei Mercedes alles tut damit Lulu liefern kann, hat er es gestern auf die Reihe gebracht. https://www.motorsport-total.com/formel ... n-20102325
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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von bnlflo » So Okt 25, 2020 10:41 am

Shapeshifter hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 10:29 am
Dies könnte man nur dann heraus bekommen, wenn er ein Auto entgegen seinen Vorlieben fahren müsste....Ob er damit "liefern" würde?? Ist rein spekulativ es als gegeben anzusehen, nicht unmöglich, aber nicht zu beweisen.
Ich glaube halt, dass Leclerc da eine größere Bandbreite hat. Das war ja schon immer Vettels Achillesferse, dass sein Korridor da so schmal ist (wobei er den m.E. schon vergrößert hat über die Jahre).

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Re: Ferrari-Fahrer Vettel gesteht: "Sehe kein Land" gegen Leclerc

Beitrag von Shapeshifter » So Okt 25, 2020 10:49 am

bnlflo hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 10:41 am
Ich glaube halt, dass Leclerc da eine größere Bandbreite hat. Das war ja schon immer Vettels Achillesferse, dass sein Korridor da so schmal ist (wobei er den m.E. schon vergrößert hat über die Jahre).
Und ich glaube halt, das er es noch nicht beweisen musste, das seine Range da deutlich breiter aufgestellt ist.
Auf einer Runde im Quali ist er Vettel zumindest in dieser Konstellation deutlich überlegen... im Rennen sieht es da nicht so gut für ihn aus, immer noch besser als Vettel, das liegt aber meines Erachtens einfach an der scheiß Startposition.
Ich denke das sie heute sehr dicht beieinander ins Ziel kommen werden....so ab Rang 8-10
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