George Russell: Angst kann auch der beste Simulator nicht simulieren

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Redaktion
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George Russell: Angst kann auch der beste Simulator nicht simulieren

Beitrag von Redaktion » So Okt 18, 2020 3:18 pm

Wie realistisch sind Formel-1-Simulatoren? - Sehr, findet George Russell - Die fehlenden G-Kräfte sind für ihn jedoch nicht der Hauptunterschied zur Realität

Simulatoren sind aus der Welt des Motorsports nicht mehr wegzudenken. Dank ihnen kommen Teams bereits mit einem gut vorbereiteten Auto an die Strecke, ohne nur einen Meter gefahren zu sein. Während die Simulatoren die Realität mittlerweile perfekt nachstellen, gibt es jedoch noch immer Unterschiede. (Leitfaden: Dein Einstieg ins Sim-Racing!)

Häufig werden die fehlenden G-Kräfte ins Feld geführt, die ein Simulator nicht nachstellen kann. Williams-Pilot George Russell führt allerdings einen anderen Faktor ins Feld: Den Angst-Faktor.

"Im Simulator hat man überhaupt keine Angst", sagt der 22-Jährige. "Es ist jetzt nicht so, dass wir uns [in der Realität] ständig beim Fahren in die Hose machen. Aber wenn man im Simulator einen Fehler macht, drückt man den Reset-Knopf und legt von vorne los. In der Realität beschert man seinen Mechanikern ein bisschen Arbeit, um es mal gelinde auszudrücken."

Simulatoren haben mittlerweile einen enormen Detailgrad erreicht. Oft ist die virtuelle von der realen Welt gar nicht mehr zu unterscheiden. Doch noch immer gibt es Bereiche, in denen sich eine gute von einer weniger guten Simulation unterscheidet: Die Reifen.

"Es ist unglaublich schwer, die Reifen zu simulieren", so Russell. "Sie sind unglaublich komplex in ihrer Temperaturentwicklung, wie sie arbeiten, sich in Kurven verformen und der Luftdruck höher und niedriger ist. Dann gibt es noch unterschiedliche Mischungen. Das ist unglaublich schwer zu simulieren."

"Hier liegt für mich der Unterschied zwischen einer Top-Simulation und einer weniger guten: Beim Reifenmodell."

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Marcha
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Re: George Russell: Angst kann auch der beste Simulator nicht simulieren

Beitrag von Marcha » Mo Okt 19, 2020 8:46 am

und genau da liegt das Problem der kurzen Wochenenden .Teams wie Mercedes haben hier ein Feld der Möglichkeiten das Williams oder Alfa schlichweg nicht zur Verfügung steht .
Bottas kann leicht sagen ,dass er den Freitag nicht braucht , wenn sein Auto mit einem guten Setup ins,Wochenende geht und im Werk alles so gut simuliert werden kann ,inklusive der Reifencharakteristik , dass nur noch im Detail Anpassung,braucht , weil Themen wie Temperatur ,Wind und,Sonneneinstrahlung eben im Modell gut abgebildet sind und für jede Konstellation die passende Setupantwort gerechnet werden kann bzw in der Rundensimulation bzw driver in the loop im Werk herausgefahren werden kann bzw wird .
Wenn also das WE auf,zwei Tage eingedampft wird, heißt das nicht weniger ,sondern mehr Simulation und Rechnerei VOR dem Rennwochenende , um auf fertige
Strategien zurückgreifen zu können, da man zwischen FP und Qualy nur noch die Optionen abwägen kann , und keine Zeit für Simulationen hat ,das Auto muß in der Zeit ja auch umgebaut werden können.
Allerdings werden sich die,Teams 2022 alle ordentlich umschauen ,denn Mit dwn neuen Regularien werden die Berechnungen erstmal wieder größere Unsicherheiten mit sich bringen und das eine oder,andere Team wird,dann eine ganze Weile brauchen bis alle“ Faktoren“angepasst sind und,die Vorhersage mit dem tatsächlichen Ergebnis zusammenpasst...
Silverstone1 hat ja deutlich gezeigt ,dass auch Mercedes das Thema Reifen nicht zur Gänze versteht und folgerichtig an beiden Autos den gleichen Schaden erlitt.
Vorraussichtlich werden wir somit 2022 wieder eine Lotteriesaison erleben wie schon einmal 2012 ,in der es Teams gab die Performance plateaus früher finden als andere ,sei es aus Zufall oder gutem Riecher oder fundierter Vorbereitung...

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