Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

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automatix
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von automatix » Mi Okt 14, 2020 8:00 pm

Was hat denn Schumacher gemacht bei Ferrari? Die Leute, die ihm bei Benetton das WM Auto gebaut haben zu Ferrari holen lassen - tolle Arbeit von Schumacher, Jean Todt zu überzeugen, daß er die Leute holt. Also könnte man wohl sogar sagen, daß es Schumacher war, der Ferrari aufgebaut hat, weil er gewußt hat, welche Leute ihm das perfekte Auto bauen können....

HolgerSausB
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von HolgerSausB » Mi Okt 14, 2020 8:22 pm

seahawk hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 4:00 pm
Hat Lewis natürlich Recht. Der Fahrer baut das Auto ja nicht und er organisiert nicht das Team.
Sorry, aber man muss sich nur mal die Funksprüche eines Michael Schumachers anhören, oder die Interviews. Und dann vergleiche sie mal mit denen von Lewis, wenn es mal minimal nicht rund läuft. Michael hatte bei Benetton und Ferrari das Team hinter sich. Er war der große Motivator, der nicht nach einem Jahr oder 2 oder gar 4 Jahre wo es nicht läuft, ein böses Wort zu seinem Team verloren oder am Funk mal gemotzt hat.

Lewis hingegen nörgelt andauernd und als Nico Rosberg noch im Team war, der Lewis eigentlich ebenbürtig war und der vorher Michael im Griff hatte, war die Stimmung bei Mercedes total vergiftet. Reifentests für Pirelli? Die hat meistens Nico gefahren, als Hamilton sein Teamkollege war. Auch ne Frechheit, die FIA macht Events, wer fehlt? Lewis, tolle PR, muss man ehrlich sagen.

Elch75
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Elch75 » Mi Okt 14, 2020 8:58 pm

Fairplay hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 5:29 pm
Schumacher kam 1996 zu Ferrari und es dauerte bis 2000, dass er mit diesem Team die WM gewann.
Und wisst Ihr auch, dass Barichello ab 2000 Schumachers Teamkollege war.
Schumacher war der herausragende Fahrer zu der Zeit. Und Barichello war zwar der langsamere Fahrer, dafür aber der bessere Autoentwickler.
Trotzdem Schumacher ab 1996 das volle Testprogram der Tifosi auf der Hauseigenen Teststrecke nutzen konnte, hat er es ohne Barichello nicht hinbekommen.
Oh bitte,
Was war den 1997 oder 1999? Hätte er nicht Jacques Villeneuve gerammt, oder hätte er sich nicht die Beine gebrochen wäre er mit Sicherheit auch da schon Weltmeister werden können. Ab 1997 waren Gianni Morbidelli und Nicola Larini Test und Ersatz-Fahrer, ab 1998 Luca Badoer ab 2002 noch Luciano Burti dazu, ab 2003 ersetzte Felipe Massa alle beide Test und Ersatz-Fahrer. Also tu nicht so, als hätte Barrichello die ganze Arbeit selbst gemacht!

SchumiOne
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von SchumiOne » Mi Okt 14, 2020 9:14 pm

Herr Gott HAM, dann geh endlich zu Ferrari und mach es besser!!!!

Sicher war es nicht alleine Schumi....aber er hat mit Jean Todt und Ross Brown ein Team aufgebaut, was Jahre brauchte bis die Lorbeeren endlich geerntet werden konnten.

Was macht HAM...setzte sich bei McLaren sowie bei Mercedes ins gemachte Nest.

Und die Funkübertragung zeigt ja eindeutig,das HAM nicht mal sein Lenkrad richtig kennt.

HAM sollte in einem Auto sitzen,wo sein Gegner im direkt im Nacken sitzt...Druck macht.

Darkstar
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Darkstar » Mi Okt 14, 2020 10:28 pm

Heult ihr alle in eurem Bekanntenkreis und vor eurer Freundin/Frau eigentlich auch so rum?

Ihr seid einfach nur bemitleidenswert :jupi:
Wie so Geier, die meinen irgendwelche Fremden im Internet mit ihrer Meinung überzeugen zu müssen :D

Marcha
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Marcha » Mi Okt 14, 2020 10:58 pm

Lewis hat in gewisser Weise recht, allerdings muß man auch sehen was 1996 passiert ist :
Todt und di Montezeolo haben Schumacher geholt.
Schumacher gewinnt zwar relativ bald Rennen aber Todt will die Außenstelle in Guildford schließen
und John Barnard kommt nicht mit Schumacher klar ,Barnard lehnt einen Umzug nach Italien eh ab.
Wer nun warum das Thema vorwärts getrieben hat weiß man nicht , aber es ist schon bezeichnend dass sowohl Brawn als auch Rory Byrne Schumacher nach Maranello gefolgt sind .
Das ist,aber erst im zweiten Jahr losgegangen , das 1997 er Auto wurde noch in Guildford gezeichnet und gebaut .
Interessanterweise konnten Byrne und Brawn ansatzlos anknüpfen , Byrne,hat auf Barnards,Basis aufbauend ein Superauto nach dem anderen entworfen und Brawn hat in England gute Leute angeworben.
Rob Smedley von Jordan zum Beispiel .
Ob Schumacher der begnadete Testfahrer war sei mal dahingestellt , er konnte halt super fahren und,war akribisch .
Fahrer wie Irvine und Barrichello haben sicher große Beitrage geleistet das Auto vorwärts zu bringen.

,

Elch75
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Elch75 » Mi Okt 14, 2020 11:46 pm

Darkstar hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 10:28 pm
Heult ihr alle in eurem Bekanntenkreis und vor eurer Freundin/Frau eigentlich auch so rum?

Ihr seid einfach nur bemitleidenswert :jupi:
Wie so Geier, die meinen irgendwelche Fremden im Internet mit ihrer Meinung überzeugen zu müssen :D
Echt jetzt? :jupi: :kotz: :roll:

Sidious Awesome
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Sidious Awesome » Do Okt 15, 2020 7:53 am

102030 hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 6:45 pm
Meiner Meinung nach, sind über die fast 30 Jahre sehr Informationen verloren gegangen, oder wurden verfälscht weitergegeben.
Na, GSD gibt es das Internet ;)

Ferrari fuhr 1995 die letzte Saison mit einem V12. Schon bei Schumachers ersten Tests im Ferrari 412T2 war im Heck ein V10 Motor für Testzwecke verbaut. Gerhard Berger äußert sich auch in seinem Buch "Zielgerade" darüber.

Übrigens, die Benennung von Ferrari von 1996 - F310 spielt auf den ersten V10 an: 3l 10 Zylinder


https://www.f1technical.net/f1db/cars/782/ferrari-f310
Ich schreibe hier meine Meinung und was ich aus meinen Eindrücken ableiten kann. Ich stelle keinerlei Anspruch darauf, dass meine Meinung die einzig richtige ist und würde mich auch sonst niemals als Experten im Bereich Motorsport ansehen.

Snip
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Snip » Do Okt 15, 2020 8:22 am

MT_Racing hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 2:50 pm
Die Frage ist im Bezug auf die Thematik Teamaufbau und Entwicklung etwas pauschal gestellt.

Zum Einen braucht es im Schnitt 2-3 Jahre, bis ein Team zusammengestellt und aufeinander eingespielt ist, sodass es erfolgreich entwickeln kann. Die Kombination Schumacher/Brawn, die ihre gemeinsame Art und Weise, andere sehr gute Mitarbeiter zu rekrutieren und zu fördern beinhaltet, trägt ihre Früchte in das Team, das seit 2014 so erfolgreich ist.

Zum Anderen gibt es die technische Entwicklung, die auch durch gute Fahrerarbeit (ohne fundiertes Feedback keine Evolution) stattfinden kann. Diese wird eingeleitet, sobald das entsprechende Reglement festgelegt ist. Das war auch in diesem Fall nicht erst mit Beginn der Saison 2014.
Aber Fakt ist, dass sich das Reglement seitdem nur wenig geändert hat, der Antriebsstrang ist sogar praktisch nahezu identisch. Die geringe Motorenoptimierung seit damals läuft ausschließlich über den Prüfstand.

Ich hoffe, das macht den Zusammenhang für Sie etwas greifbarer.
Gibt es auch irgendeinen Beweis für diese Legende, dass Schumacher bei Mercedes Mitarbeiter rekrutiert und gefördert hat? Und weil man kein Vertrauen mehr ins seine Personalvorstandsatätigkeiten hatte, wurde er von Mercedes samt Brawn und Haug rausgegickt?

Schumachers große Stärke war das Testen. Testfahrten während der Saison sind seit 2009 verboten. Wie soll Schumacher Feedback für ein Auto geben, welches noch nie die Straße gesehen hat :betrunken:

Mit dem Antriebsstrang hat Schumacher ganz sicher nichts zu tun gehabt. 2017 gab es eine große Regelrevolution.

Wenn man sich so manche Beiträge durchliest fragt man sich, warum die Teams hunderte Ingenieure, einen Windkanal, oder einen Simulator haben, wenn es doch nur einen Fahrer braucht, der all dies ersetzen kann :top:
Zuletzt geändert von Snip am Do Okt 15, 2020 8:34 am, insgesamt 1-mal geändert.

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seahawk
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von seahawk » Do Okt 15, 2020 8:28 am

HolgerSausB hat geschrieben:
Mi Okt 14, 2020 8:22 pm
Sorry, aber man muss sich nur mal die Funksprüche eines Michael Schumachers anhören, oder die Interviews. Und dann vergleiche sie mal mit denen von Lewis, wenn es mal minimal nicht rund läuft. Michael hatte bei Benetton und Ferrari das Team hinter sich. Er war der große Motivator, der nicht nach einem Jahr oder 2 oder gar 4 Jahre wo es nicht läuft, ein böses Wort zu seinem Team verloren oder am Funk mal gemotzt hat.

Lewis hingegen nörgelt andauernd und als Nico Rosberg noch im Team war, der Lewis eigentlich ebenbürtig war und der vorher Michael im Griff hatte, war die Stimmung bei Mercedes total vergiftet. Reifentests für Pirelli? Die hat meistens Nico gefahren, als Hamilton sein Teamkollege war. Auch ne Frechheit, die FIA macht Events, wer fehlt? Lewis, tolle PR, muss man ehrlich sagen.
Ferraris Erfolge liegen primär an Montezemolo und Todt. Als Fahrer und Persönlichkeit sehe ich Lewis Hamilton als einmalige Lichtgestalt in der F1. Kein Fahrer sonst kommt auch nur in die Nähe.

MT_Racing
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von MT_Racing » Do Okt 15, 2020 9:36 am

Snip hat geschrieben:
Do Okt 15, 2020 8:22 am
Gibt es auch irgendeinen Beweis für diese Legende, dass Schumacher bei Mercedes Mitarbeiter rekrutiert und gefördert hat? Und weil man kein Vertrauen mehr ins seine Personalvorstandsatätigkeiten hatte, wurde er von Mercedes samt Brawn und Haug rausgegickt?

Schumachers große Stärke war das Testen. Testfahrten während der Saison sind seit 2009 verboten. Wie soll Schumacher Feedback für ein Auto geben, welches noch nie die Straße gesehen hat :betrunken:

Mit dem Antriebsstrang hat Schumacher ganz sicher nichts zu tun gehabt. 2017 gab es eine große Regelrevolution.

Wenn man sich so manche Beiträge durchliest fragt man sich, warum die Teams hunderte Ingenieure, einen Windkanal, oder einen Simulator haben, wenn es doch nur einen Fahrer braucht, der all dies ersetzen kann :top:
Hier werden ja viele Dinge durcheinander geworfen, falsch interpretiert und die eigenen Behauptungen dann kommentiert. Ich versuche dennoch, einige Fragen sachlich zu beantworten:

Warum Schumacher, Brawn und Haug von diesem Team weg sind, hat grundsätzlich überhaupt nichts mit der Erfüllung ihrer Jobs oder der Zufriedenheit von irgendwem zu tun. MSC war darüberhinaus offiziell als Markenbotschafter weiterbeschäftigt. Es gibt allerdings Leute, die sich in ihrer Position im Team eingekauft haben, mit denen die genannten nicht mehr zusammenarbeiten konnten oder wollten. Nachzulesen z.B. auf motorsport-total.com, formel1.de oder im Buch von Herrn Brawn.

Wie schonmal gepostet: Die Entwicklungsarbeit beginnt mit dem Zeitpunkt der Reglementankündigung.
Das heißt auch, dass die Testfahrten mit der Fertigung der Bauteile stattfinden, das hat mit der Testreduzierung während der Saison nichts zu tun. So war Michael bis kurz vor seinem Unfall noch am Testbetrieb auf der Rennstrecke für Mercedes im Einsatz. Davon gibt es Fotos aus Herbst 2013.

Auch die Änderungen für 2017 haben wir schon erläutert, da war nix revolutionär. Gut für die Rundenzeiten waren diese Änderungen aber auf jeden Fall und dringend notwendig!
Die Hybridformel hat sich seit 2014 nicht geändert. Die einzige Änderung am Antriebstrang seit 2014 ist das Getriebe, das von 7 auf 8 Gänge erhöht wurde und die Übersetzung die gesamte Saison unverändert bleibt.

Micha_r1
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Micha_r1 » Do Okt 15, 2020 12:07 pm

Es ist im Enddefekt doch ganz einfach. Es braucht ein Team !!!
Keiner kann allein erfolgreich sein ! Egal wer es ist. Der Unterschied liegt darin wie jemand im Team arbeitet.
Ist er Teamfähig hat er die richtige Einstellung kann er gutes Feedback geben usw.
Im Fall Schumacher war es aus meiner Sicht eben die Fähigkeit seinen Mechanikern genau sagen zu können wie er was gerne hätte. Er hat viel Energie mit testen verbracht. Seine Akribie für die Details war oder ist ja bekannt.
Er hat in der Zusammenarbeit mit anderen das Team aufgebaut das er gebraucht hat, um das richtige Umfeld für ihn zu haben.
Er hat den bedingungslosen Rückhalt des Teams gehabt ( was zeitweise bei Vettel z.B. nicht der Fall war).
Was den Unterschied zu heute betrifft ,früher war es eben nicht nur fahren und der Rest macht der Computer. Das ist vielleicht heute der Fall oder bei Hamilton. Aber zu Schumachers Zeiten war es durchaus noch mehr das Feedback des Fahrers das Aufschluss gegeben hat. Die Telemetrie war noch nicht so genau und es gab bei weitem weniger Sensoren als heutzutage.
Also ich würde sagen das Schumacher mit Sicherheit einen großen Anteil an der Ferrari Dominanz hatte dies aber natürlich nicht allein.

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seahawk
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von seahawk » Do Okt 15, 2020 1:46 pm

Im Endeffekt muss man doch sehen, dass der Fahrer nie der Kernfaktor ist,sondern immer der Teamchef oder sonstige Führungskraft in der obersten Teamstruktur. Montezemolo holte 1993 Todt, der dann Schumacher und Brawn holte.

Bei Mercedes war es sicher Nobert Haug, der den Weg zum Erfolg maßgebend ebnete, indem er Mercedes überzeugte Brawn GP zu übernehmen. An 2013 war es dann Toto Wolf, der wesentlichen Anteil am Erfolg hatte.

Die Fahrer sind da nur ein keines Rädchen, denn das Hauptziel ist aus fähigen Technikern ein Team zu formen, dass gemeinsam ein erfolgreiches Auto bauen kann, ohne sich dabei gegenseitig zu bekämpfen oder im Chaos zu enden.

Fragt euch doch einfach mal was passiert wäre, wenn der jeweilige Nr2. Fahrer die Nr-1 gewesen wäre und eine Nr-2 minimal langsamer als er gewesen wäre. Wir würden dann heute über die mehrfachen WM Rosberg und Barrichello reden.

Zed
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Zed » Fr Okt 16, 2020 10:38 am

Wie hat sich denn Hamilton ins gemachte Nest gesetzt?
Bevor er zu Mercedes kam hatten die in 3 Jahren einen Rennsieg von Rosberg, Schumacher war nicht mehr da, und hat auch nicht viel verändert. Das Auto war eine Krücke.
Man kann Nudeln machen warm, man kann Nudeln machen kalt.

Turrican4D
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Turrican4D » Fr Okt 16, 2020 10:22 pm

2013 war das Auto bereits deutlich besser als 2012.

automatix
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von automatix » So Okt 25, 2020 5:56 pm

Turrican4D hat geschrieben:
Fr Okt 16, 2020 10:22 pm
2013 war das Auto bereits deutlich besser als 2012.
das wußte Hamilton aber 2012 auch noch nicht oder?

msc481
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von msc481 » So Okt 25, 2020 6:26 pm

So sehr ich Lewis Hamilton und seine Leistungen respektiere, liegt er mit seinen Aussagen nicht ganz richtig. Natürlich sind beide auf viele andere angewiesen.

Aber Hamilton kam bei Mercedes ins gemachte Nest, Schumacher musste sich jeden Erfolg bei Ferrari hart erarbeiten (natürlich gemeinsam mit Todt, Brawn und Rory Byrne, den vergisst man leider zu oft obwohl der eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat). Bei Hamilton hat ausgerechnet Schumacher neben vielen anderen (zb Ross Brawn) große Vorarbeit geleistet und große Aufbauarbeit musste dann Hamilton nicht mehr leisten. Er konnte gleich im zweiten Jahr WM werden während Schumacher 5 Jahre brauchte. Das spricht nicht für Hamilton, sondern für Schumacher. Die Konkurrenz mit Williams und McLaren war einfach viel stärker als in den Hamilton-Mercedes Zeiten, wo es nur darum ging, wer von den beiden Mercedes-Fahrern die WM holt. Das war bei Schumacher zumindest in den ersten Ferrari Jahren ganz anders: was war das nicht für ein unglaublicher Zweikampf zwischen McLaren, Häkkinen und Ferrari, Schumacher, den dann letztendlich Schumacher 2000 gewann und der Jubel so groß war, dass er das Lenkrad kaputt schlägt. das waren so geile Zeiten, viel besser als jetzt, wo in Hamiltons Zeit jedes Jahr Mercedes mit Abstand das beste Team ist und die WM sich nur die 2 Mercedes Fahrer unter sich ausmachen.

Ein interessantes Detail am Rande: am Erfolg von Mercedes werden Toto Wolff und Niki Lauda ein so immanenter Anteil zugeteilt. Dabei war es Ross Brawn, der die strategische Aufbauarbeit (technisch, richtige Leute geholt) geleistet hat und die anderen zwei haben dann quasi den Erfolg geerbt. Als Österreicher spreche ich da gegen die eigenen Leute aber es ist nun mal so, dass der Dominanz von Mercedes vielmehr Ross Brawn zu verdanken ist.
Michael Schumacher, the best there is, the best there was and the best there ever will be.

Voyager1
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von Voyager1 » So Okt 25, 2020 8:44 pm

.
Hier lese ich ständig davon, ob durch unbegrenztes Testen bestimmte Fahrer enorme Entwicklungsarbeit (oder auch nicht) geleistet hätten.

Also dann, ein Blick zurück in die (meine) Zeit, als jedes Team nach belieben Testfahrten durchführen konnte:

Diese Möglichkeit hatte jedes(!) Team. Dass manche mehr, andere weniger davon Gebrauch machten, hatte mit der jeweiligen finanziellen Ausstattung der einzelnen Teams zu tun. Jeder Test-Tag kostete viel Geld.

Zu den Fahrern:
Testfahrten waren bei den Fahrern extrem unbeliebt. (Natürlich gab es auch hier einzelne Ausnahmen).

Ein Test-Tag bedeutete, auf irgendeiner abgelegenen leeren Rennstrecke die meiste Zeit untätig herum zu lungern. Aber sofort parat sein zu müssen, wenn die Techniker damit fertig waren, wieder irgend etwas am Auto umzubauen. Oder wenn das Wetter endlich passt.

Die Nr.1-Fahrer versuchten meistens, sich davor zu drücken.

Teams die es sich leisten konnten hatten extra Test-Fahrer engagiert. Oft waren es auch Paydriver die dafür bezahlten, einen Formel1 testen zu dürfen und hofften, so einen Fuss in die Tür zur F1 zu bekommen. (Alexander Wurz).

Zum Fahren:
Die Fahrer mussten vorgegebene Programme abspulen. Dabei ging es nur ganz selten darum, richtig schnell zu sein (ein Unfall hätte ja das ganze Programm vermasselt. Höchstens zum Schluss, wenn alles abgearbeitet war, wurde Feuer frei gegeben).

... Sondern es galt bestimmte Szenarien auf genau definierte Art und Weise abzuspulen um gewünschte Daten zu liefern. Fahrwerk, Aerodynamik, mal diese Linie, mal jene Linie, mal absichtlich über jeden Kurb, ... . Gelegentlich wurde auch aus Kostengründen auf einem ruhigen Flugplatz den ganzen Tag auf der Landebahn hin und her gefahren. Manchmal reichte so etwas durchaus, um zum Beispiel Erkenntnisse über verschieden Aerodynamik-Konfigurationen zu gewinnen.
Reifen-Testfahrten waren oft genug noch öder. Einen Fahrer der auch potentieller Weltmeister sein könnte, brauchte man dafür nicht.

Und wenn ein Michael Schumacher und ein Mika Häkkinen sich ins Auto setzten, dann war die Hauptarbeit in der Regel bereits gemacht.

Voyager
.

automatix
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Re: Lewis Hamilton: Michael Schumacher hat Ferrari nicht zum Erfolg geführt

Beitrag von automatix » So Okt 25, 2020 10:07 pm

msc481 hat geschrieben:
So Okt 25, 2020 6:26 pm
So sehr ich Lewis Hamilton und seine Leistungen respektiere, liegt er mit seinen Aussagen nicht ganz richtig. Natürlich sind beide auf viele andere angewiesen.

Aber Hamilton kam bei Mercedes ins gemachte Nest, Schumacher musste sich jeden Erfolg bei Ferrari hart erarbeiten (natürlich gemeinsam mit Todt, Brawn und Rory Byrne, den vergisst man leider zu oft obwohl der eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat). Bei Hamilton hat ausgerechnet Schumacher neben vielen anderen (zb Ross Brawn) große Vorarbeit geleistet und große Aufbauarbeit musste dann Hamilton nicht mehr leisten. Er konnte gleich im zweiten Jahr WM werden während Schumacher 5 Jahre brauchte. Das spricht nicht für Hamilton, sondern für Schumacher. Die Konkurrenz mit Williams und McLaren war einfach viel stärker als in den Hamilton-Mercedes Zeiten, wo es nur darum ging, wer von den beiden Mercedes-Fahrern die WM holt. Das war bei Schumacher zumindest in den ersten Ferrari Jahren ganz anders: was war das nicht für ein unglaublicher Zweikampf zwischen McLaren, Häkkinen und Ferrari, Schumacher, den dann letztendlich Schumacher 2000 gewann und der Jubel so groß war, dass er das Lenkrad kaputt schlägt. das waren so geile Zeiten, viel besser als jetzt, wo in Hamiltons Zeit jedes Jahr Mercedes mit Abstand das beste Team ist und die WM sich nur die 2 Mercedes Fahrer unter sich ausmachen.

Ein interessantes Detail am Rande: am Erfolg von Mercedes werden Toto Wolff und Niki Lauda ein so immanenter Anteil zugeteilt. Dabei war es Ross Brawn, der die strategische Aufbauarbeit (technisch, richtige Leute geholt) geleistet hat und die anderen zwei haben dann quasi den Erfolg geerbt. Als Österreicher spreche ich da gegen die eigenen Leute aber es ist nun mal so, dass der Dominanz von Mercedes vielmehr Ross Brawn zu verdanken ist.
Schumacher hätte auch schon 97 Weltmeister werden können, wenn er besser gerempelt hätte. Ferrari war 97 und 98 WM fähig, ab 99 das beste Auto.

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