"Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

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Redaktion
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"Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Redaktion » So Sep 20, 2020 6:14 pm

In acht Formel-1-Jahren gelang Toyota trotz hoher Investitionen kein einziger Sieg - Mika Salo erklärt, warum das Projekt bereits auf dem völlig falschen Fuß begann

Als Toyota sich am Ende der Saison 2009 aus der Königsklasse zurückzog, da hatten die Japaner innerhalb eines Jahrzehnts zwar eine Menge Geld in ihr Formel-1-Projekt gesteckt. Die großen Erfolge bleiben allerdings aus. Die Bilanz in acht Formel-1-Jahren: 13 Podestplätze, kein Sieg und ein vierter Platz als bestes Ergebnis in der Konstrukteurs-WM.

Bis heute ist es vielen Experten ein Rätsel, wie Toyota in seiner Zeit in der Formel 1 niemals ein Rennen gewinnen konnte. Am finanziellen Background mangelte es nicht. Und auch von einem überstürzten Projekt kann nicht die Rede sein. Denn bereits im Januar 1999 kündigte man den Formel-1-Einstieg an und verschob ihn später sogar von 2001 noch einmal auf 2002.

Stattdessen nutzte man das gesamte Jahr 2001 als "Testlauf" für die Saison 2002, für den man mit dem TF101 sogar ein eigenes Auto hatte. Mit dem fuhr man auf zahlreichen Formel-1-Strecken, um Daten für das kommende Jahr zu sammeln. Doch was von außen nach einem cleveren Ansatz aussieht, das war laut Pilot Mika Salo in Wirklichkeit das reinste Chaos.

Salo fuhr bereits seit 1994 in der Formel 1. Zunächst für die Hinterbänkler Lotus, Tyrrell und Arrows, später als Ersatzpilot bei BAR. Seine einzige Chance in einem Topauto bekam er Mitte der Saison 1999, als er bei Ferrari den verletzten Michael Schumacher für sechs Rennen ersetzen durfte und dabei die einzigen beiden Podestplätze seiner Karriere holte.



Für die Saison 2000 kam Salo anschließend bei Sauber als Stammfahrer unter. "Ich blieb nur ein Jahr [bei Sauber]. Ich hatte einen Vertrag über zwei Jahre, blieb aber nur eins, weil ich nicht besonders gut mit Peter [Sauber] klarkam", verrät er im Podcast 'Beyond The Grid' und ergänzt: "Mitten in der Saison meldete sich Toyota." Da musste Salo nicht zweimal überlegen.

"Ich hatte von Ferrari gelernt, dass man bei den großen Jungs sein muss. Darum wählte ich Toyota", erklärt er. Salo witterte seine große Chance, doch schnell wurde ihm klar dass sich seine Hoffnungen nicht erfüllen würden. Denn abgesehen davon, dass es sich bei beiden um große Hersteller handelte, hörten die Gemeinsamkeiten von Ferrari und Toyota laut Salo auch schon auf.

Immerhin stimmte das Budget. "Abgesehen davon gab es gar nichts", winkt Salo allerdings sofort ab und verrät: "Das hat mich etwas verwirrt. [Es gab im Team] viele Rallye-Mechaniker, eine Menge Sportwagen-Ingenieure, aber keine echte Formel-1-Erfahrung. Ich war quasi der einzige dort aus der Formel 1. Deswegen war dieses Testjahr etwas chaotisch."

Dazu kam, dass der TF101 nicht gerade ein Auto war, mit dem Toyota um Spitzenergebnisse mitgefahren wäre. "Es war ein Haufen Scheiße", findet Salo klare Worte und erklärt: "Es war wirklich schlecht. Es war unglaublich schwer und schwer zu fahren. Keine Ahnung, es hatte vermutlich 100 Kilo Übergewicht, es war wie ein Bus." Und das besserte sich laut Salo auch nicht.



Auf die Frage, ob man bei Toyota gewusst habe, was man für 2002 ändern müsse, antwortet er: "An diesem Punkt nicht wirklich, nein. Es war von Anfang an klar, dass das Testauto nicht wirklich gut war." Es sei lediglich darum gegangen, Daten zu sammeln. "Das Problem war außerdem, dass ich mich zu Beginn der Tests wirklich schwer verletzte", ergänzt Salo.

"Wir hatten einen großen Unfall in Paul Ricard, wo ich mir den Rücken dreifach brach. Deswegen war ich fast drei oder vier Monate raus. Es war das erste Mal, dass wir das Auto fuhren, und an der Aufhängung brach etwas. Ich krachte in die Mauer und war für eine lange Zeit außer Gefecht. Während dieser Zeit passiert quasi gar nichts", erinnert er sich.

"Alan McNish fuhr ebenfalls, aber er hatte auch keine Formel-1-Erfahrung", erklärt Salo. Der Schotte, der 2002 an der Seite von Salo sein Debüt in der Königsklasse feiern sollte, hatte sich zuvor vor allem bei Sportwagenrennen einen Namen gemacht und unter anderem im Jahr 1998 die 24 Stunden von Le Mans gewonnen. Formel-1-Erfahrung brachte er nicht mit.

"Ich war ein bisschen sauer, als ich vier Monate [nach dem Unfall] zurückkehrte, und sah, dass sich nichts getan hatte", verrät Salo. Erst mit dem TF102, dem Auto für die Debütsaison 2002, änderte sich die Situation. Toyota hatte für viel Geld Designer Gustav Brunner verpflichtet, der Andre de Cortanz ablöste und für das Einsatzauto 2002 verantwortlich war.



Der TF102 war laut Salo anschließend auch "gar nicht so schlecht". Er erinnert sich: "Und wir hatten einen leistungsstarken Motor. Daher war es viel besser. Damit waren wir viel zufriedener. Und die Saison sah zu Beginn auch ziemlich gut aus." Beim Saisonauftakt in Australien schied McNish zwar aus und Salo kam mit zwei Runden Rückstand ins Ziel.

Weil damals in Melbourne allerdings insgesamt nur acht der 22 Autos ins Ziel kamen, wurde Salo Sechster und staubt so gleich beim Toyota-Debüt einen Punkt ab. "Es war nicht so schlecht. Aber dann lief die Entwicklung nicht wie geplant", berichtet Salo und erklärt: "Jedes Mal, wenn wir etwas fanden, dauerte es zu lange, es herzustellen."

"In der Formel 1 muss man innerhalb von fünf Minuten reagieren können. [...] Aber so lief es nicht", erinnert sich Salo. Er punktete in der gesamten Saison nur noch ein weiteres Mal, als er in Brasilien (mit einer Runde Rückstand) erneut Sechster wurde. Es sollten die einzigen beiden Punkte für Toyota bleiben. Die Saison beendete man auf dem zehnten und vorletzten WM-Rang.

Trotzdem erklärt Salo, dass die Saison für ihn gar nicht so frustrierend gewesen sei, wie es sich anhört. "Das war es eigentlich gar nicht, denn ich bereitete mich auf das nächste Jahr vor", stellt er klar und erklärt: "Ich hatte eine Option [für 2003]. Und ich war sicher, dass ich weitermachen würde." Die Saison 2002 habe er nach dem verkorksten 2001 als eigentliches Testjahr gesehen.



"Am Ende des Jahres sagte man mir dann, dass ich im nächsten Jahr nicht mehr fahren würde. Das war nicht so schön", so Salo, der wie auch McNish nach nur einem Jahr ersetzt wurde. 2003 fuhren die Japaner mit Olivier Panis und Cristiano da Matta. "Das ist ganz normal. Das Team gibt immer zuerst dem Fahrer die Schuld", zuckt Salo die Schultern.

"Wenn das Auto beschissen ist, dann wollen sie die Fahrer austauschen", so der Finne, dessen Zeit in der Formel 1 damit endete. Nach 2002 sollte er nie wieder einen Grand Prix fahren. Besonders ärgerlich war sein Aus für Salo, weil er so die Früchte seiner Arbeit nicht mehr ernten konnte. Zwar war die Saison 2003 kein Durchbruch für Toyota.

Doch immerhin holte man 16 Punkte und verbesserte sich in der WM von Rang zehn auf Platz acht. "[Das neue Auto] war besser, weil ich es entwickelt hatte", ist sich Salo sicher. Zudem habe er auch hinter den Kulissen einige Dinge vorangetrieben. "Ich holte eine Menge Leute dazu, mit denen ich arbeiten wollte", berichtet Salo von seiner Zeit bei Toyota.

"Ich kannte eine Menge Leute [in der Formel 1], und es war schön, diese Leute dazu zu holen und mit ihnen zu arbeiten. Und dann wurde ich plötzlich entlassen. Es war schlechtes Timing", ärgert er sich. "Es war nicht schön, weil wir uns alle auf das Jahr 2003 vorbereitet hatten", so Salo. Die großen Erfolge sollten bekanntlich auch nach seiner Zeit ausbleiben.

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Voyager1
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Voyager1 » So Sep 20, 2020 6:39 pm

.
Mika Salos Schilderung der Situation und der Geschehnisse bei Toyota ist zu 100 Prozent zutreffend.

Auch wenn es sich bei seiner Beurteilung um die "Fahrer-Perspektive" handelt ... . Generell stimmen seine Beobachtungen mit denen anderer Beteiligter überein.

Voyager
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barcode
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von barcode » So Sep 20, 2020 6:42 pm

Wow. Das ist Stil. Am Tag des dritten Triumphes von Toyota in LeMans muss so ein Artikel erscheinen. Hut ab, da gehört schon einiges an Ignoranz dazu. :flop: :flop: :jupi:

Lakritz
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Lakritz » So Sep 20, 2020 7:41 pm

WTF???

Am Tag des Le Mans Sieg von Toyota kommt dieser Kontra-Artikel?

Diese Redaktion hat echt einen an der Waffel!

:flop: :flop: :shake: :shake:

lulesi
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von lulesi » So Sep 20, 2020 8:02 pm

Le Mans Triumph?
Ein Sieg mit einem überlegenen Werkswagen ohne Gegner würde ich nicht gerade als Triumph bezeichnen.
Unter diese Konstellation wären sie auch Formel 1 Weltmeister geworden, dumm nur dass es da Gegner gab.

2016 habe ich vor Toyota wirklich den Hut gezogen, als Sie sich ein 24 Stunden Sprintrennen gegen den bärenstarken Porsche 919 geliefert hatten und nachdem sie Porsche niedergerungen hatten, eine Runde vor Schluss quasi ausgefallen sind.

Aber die Siege 2018,19 und 20 stehn jetzt zwar in den Geschichtsbüchern, sind aber kein glorreicher Triumph sondern beschämend, wie die meisten Audi Siege.

Voyager1
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Voyager1 » So Sep 20, 2020 8:05 pm

.
Ich würde auch sagen:
An einem Tag wie heute ist der Artikel deplatziert.

Voyager
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barcode
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von barcode » So Sep 20, 2020 9:52 pm

lulesi hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 8:02 pm
Le Mans Triumph?
Ein Sieg mit einem überlegenen Werkswagen ohne Gegner würde ich nicht gerade als Triumph bezeichnen.
Unter diese Konstellation wären sie auch Formel 1 Weltmeister geworden, dumm nur dass es da Gegner gab.

2016 habe ich vor Toyota wirklich den Hut gezogen, als Sie sich ein 24 Stunden Sprintrennen gegen den bärenstarken Porsche 919 geliefert hatten und nachdem sie Porsche niedergerungen hatten, eine Runde vor Schluss quasi ausgefallen sind.

Aber die Siege 2018,19 und 20 stehn jetzt zwar in den Geschichtsbüchern, sind aber kein glorreicher Triumph sondern beschämend, wie die meisten Audi Siege.
Selbst WENN dem so wäre muss man dennoch an einem Tag eines Erfolges, ein 24h Stunden Rennen gewonnen zu haben, nicht so eine Headline lancieren, von einem bestenfalls zweitklassigen Ex-Fahrer dessen Meinung zu etwas das über 10 Jahre her ist. Dafür ist heute schlicht nicht der richtige Tag, das ist auch in einer Woche noch genauso Tages-Aktuell wie heute. Völlig unnötig. Auch Journalisten des Motorsports dürfen Anstand und Respekt vor dem haben, was die erreichen über die sie schreiben. Da braucht sich dann umgekehrt keiner über mangelnde Transparenz von Seiten der Teams wundern. Wie man in den Wald ruft....

JV Racing
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von JV Racing » So Sep 20, 2020 10:33 pm

barcode hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 9:52 pm
Selbst WENN dem so wäre muss man dennoch an einem Tag eines Erfolges, ein 24h Stunden Rennen gewonnen zu haben, nicht so eine Headline lancieren, von einem bestenfalls zweitklassigen Ex-Fahrer dessen Meinung zu etwas das über 10 Jahre her ist. Dafür ist heute schlicht nicht der richtige Tag, das ist auch in einer Woche noch genauso Tages-Aktuell wie heute. Völlig unnötig. Auch Journalisten des Motorsports dürfen Anstand und Respekt vor dem haben, was die erreichen über die sie schreiben. Da braucht sich dann umgekehrt keiner über mangelnde Transparenz von Seiten der Teams wundern. Wie man in den Wald ruft....
Ob Mika Salo nun zweitklassig war sei mal dahin gestellt und ist Ansichtssache.
Mika Salo kann jedenfalls nichts für diese News heute. Das Beyond The Grid interview ist schon ein paar Monate her und wurde bereits vor Saisonstart online gestellt. Warum der Redakteur diese Story, die zudem nur ein kleiner Teil des Podcast war, genau heute lancieren muss ist einfach schlechtes timing oder unterste Schublade.

Anscheinend gibt es gerade einfach nichts spannendes zu erzählen, da aktuell viele alte "News" als neu verkauft werden und die einzelnen Podcasts für tägliche Nachrichten zerstückelt werden :roll:

Fixbesteck
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Fixbesteck » So Sep 20, 2020 10:37 pm

Was ihr alle anscheinend noch immer nicht verstanden habt ist, im Internet zählt das alles nix. Im Internet zählen nur die Klickzahlen. Gewinnt Toyota, bringst du halt nen möglichst kritischen Artikel der polarisiert. Sowas nennt man Boulevard Journalismus.
Jetzt mal ganz ehrlich, wie lange lest ihr die Seite hier schon?

Aber abgesehen davon klingen die Schilderungen von Salo genauso wie ich es aus meiner Zeit bei einem Asiatischen Konzern kenne. Du baust strukturiert was auf und dann wird es von der Führung völlig sinnlos mit dem Arsch wieder eingerissen. Dann wird noch mehr Geld reingepumpt mit noch mehr sinnlosen Entscheidungen. Mit ein bisschen Glück trifft man irgendwann den Sweetspot.
Fehler zugeben und beheben funktioniert aber nur selten weil dann irgendein Chef einen Fehler zugeben müßte und dann würde er sein Gesicht verlieren. Das geht aber nicht weil die Asiatische Kultur nicht so funktioniert wie unsere. Selbst wenn einer der Chefs einen Fehler feststellt, muß zuerst der Ausländer (in dem Fall Salo) gefeuert werden bevor man zugeben muß, dass einer der Asiaten der Trottel war. Ich habe das selbst mehrfach erlebt. Wer die Asiatische Kultur nicht kennt, ist geschockt.
Ich gehe aber mal davon aus, dass Salo in in seiner Zeit doch gutes Schmerzensgeld bekommen hat und sich bis zur Rente noch was warmes zu essen wird leisten können. ;)

Smokey
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Smokey » So Sep 20, 2020 11:37 pm

Meine Güte, wie manche Leute hier aus jeder Mücke einen Elefanten machen...
Hier ist ein ziemlich gutes (englischsprachiges) Video zum Thema Toyota in der Formel 1: https://www.youtube.com/watch?v=ixJvJ_jdfPk

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B#2K
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von B#2K » Mo Sep 21, 2020 1:45 am

"Denn abgesehen davon, dass es sich bei beiden um große Hersteller handelte"

Also Toyota mit so einer Hinterhofklitsche wie Ferrari zu vergleichen ist schon ziemlich dreist. :wuerg:
Die faulen Typen würden feuchte Schlüpfer bekommen, bei den Umsatzzahlen von Toyota. :lol:
LG Marcel

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SchumiOne
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von SchumiOne » Mo Sep 21, 2020 7:13 am

Lakritz hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 7:41 pm
WTF???

Am Tag des Le Mans Sieg von Toyota kommt dieser Kontra-Artikel?

Diese Redaktion hat echt einen an der Waffel!

:flop: :flop: :shake: :shake:
Dann klick die Seite gar nicht erst an.
Die F1 kann man wohl kaum mit Langstreckenrennen vergleichen.

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bnlflo
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von bnlflo » Mo Sep 21, 2020 8:17 am

Voyager1 hat geschrieben:
So Sep 20, 2020 8:05 pm
.
Ich würde auch sagen:
An einem Tag wie heute ist der Artikel deplatziert.

Voyager
.
Zumal die Beyond-the-Grid-Folge mit Mika Salo vom 1. Juli ist. Wirklich seltsames Timing.

und Ich weiß ja, dass Journalismus auch Headlines braucht, aber es wäre wirklich mal schön, wenn unsere Meisterabschreiber von MST und andere diese Podcasts auch mal als "Gesamtkunstwerk" deuten würden und nicht nur als fünf mögliche knackige Artikel mit Clickbait-Überschrift. Das Schöne an Beyond the Grid ist doch, dass die Akteure eben mal ohne Zeitdruck ein paar Dinger erzählen können, und auch mal die eine oder andere Anektdote verraten. Ich hoffe das Format bleibt uns noch eine Weile erhalten.

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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von 102030 » Mo Sep 21, 2020 10:31 am

Ich habe deshalb keine schlechte Meinung über Toyota.

Weil ich weiß, dass bei Rennställen einfach nur der Name eines Herstellers drangeklebt wird.

Toyota hatte also sein Schild einfach nur an den falschen Rennstall (in Köln) gehängt.
Das kann man ihnen nicht anlasten. Sie haben sehr viel Geld investiert. Das ist doch eigentlich positiv.

Auch die Fahrer waren offenbar ziemlich desinteressiert, und schauten nur auf das große Geld welches auf ihre Konten floss.
Rolex-Ralf war ein Beispiel derer.

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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von lulesi » Mo Sep 21, 2020 10:50 am

B#2K hat geschrieben:
Mo Sep 21, 2020 1:45 am
"Denn abgesehen davon, dass es sich bei beiden um große Hersteller handelte"

Also Toyota mit so einer Hinterhofklitsche wie Ferrari zu vergleichen ist schon ziemlich dreist. :wuerg:
Die faulen Typen würden feuchte Schlüpfer bekommen, bei den Umsatzzahlen von Toyota. :lol:
Wir reden von der Formel 1, und da war damals Toyota die Hinterhofklitsche im Vergleich zu Ferrari.
Schön ist die Geschichte dass der Herr Toyoda damals den besten Fahrer (Michael Schumacher) für sein Team wollte und der nur müde - trotz einer 3-stelligen Millionenofferte - abgewunken hat.
Um ihn zu besänftigen hat man ihm dann angeblich Ralf Schumacher untergeschoben .-)

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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von bnlflo » Mo Sep 21, 2020 11:06 am

102030 hat geschrieben:
Mo Sep 21, 2020 10:31 am
Ich habe deshalb keine schlechte Meinung über Toyota.

Weil ich weiß, dass bei Rennställen einfach nur der Name eines Herstellers drangeklebt wird.

Toyota hatte also sein Schild einfach nur an den falschen Rennstall (in Köln) gehängt.
Das kann man ihnen nicht anlasten. Sie haben sehr viel Geld investiert. Das ist doch eigentlich positiv.
:confused:

Gerade Toyota hat doch versucht, sein Team wie eine Abteilung des Konzerns zu führen, in Marsdorf stand ja kein beliebiges Team, das gelabelt wurde, sondern da wurde eben bei Toyota Deutschland was gänzlich Neues aufgebaut. Ob das so eine gute Idee war, sei mal dahingestellt, aber gerade Toyota Racing war tiefer integriert - abgesehen von Ferrari - als jedes andere Werksteam.

Voyager1
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von Voyager1 » Mo Sep 21, 2020 11:10 am

.
Also das Toyota-F1Team war Toyota durch und durch.

Die Reste der Rallye-Belegschaft waren eine Stammzelle, jedoch verschwindend klein gegen den in kürzestester Zeit von überall her abgeworbenen gigantischen Personalbestand.

Und ohne Mitsprache und letztendliche Entscheidung aus dem fernen Japan durfte in Köln nichts getan oder geändert werden. Diese Zeit- und Effizienzverluste waren einer der Gründe für die Erfolglosigkeit des Formel1-Projektes.

Voyager
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B#2K
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Re: "Ein Haufen Scheiße": Mika Salos Erinnerung an Toyotas Formel-1-Projekt

Beitrag von B#2K » Mi Sep 23, 2020 9:25 pm

Voyager1 hat geschrieben:
Mo Sep 21, 2020 11:10 am
...Und ohne Mitsprache und letztendliche Entscheidung aus dem fernen Japan durfte in Köln nichts getan oder geändert werden. Diese Zeit- und Effizienzverluste waren einer der Gründe für die Erfolglosigkeit des Formel1-Projektes.

Voyager
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Das soll ja beim WEC-Team auch so (gewesen) sein, hab ich mal gehört :confused:
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