Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

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Redaktion
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Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Redaktion » Mo Aug 10, 2020 11:45 am

Während viele seiner Fans unterstellen, dass er absichtlich sabotiert wird, nimmt Sebastian Vettel Ferrari zumindest nach außen in Schutz: "Ich vertraue dem Team"

"Wir opfern Seb nicht." Es war eine klare Ansage, die Teamchef Mattia Binotto am Sonntagabend nach dem zweiten Silverstone-Rennen abgegeben hat. Tags zuvor hatte schon Sportdirektor Laurent Mekies versichert: "Wir stehen voll hinter ihm." Lippenbekenntnisse, die viele Fans von Sebastian Vettel der Scuderia nicht mehr glauben.

Tatsache ist: Vettel trägt auch selbst seinen Teil dazu bei, dass er dieser Tage einen der Tiefpunkte seiner Karriere erreicht hat. Es mutete seltsam an, dass er bei seinem Dreher am Start zunächst eine Feindberührung vermutete, später aber zurückrudern musste, als die TV-Bilder belegten, dass er sich das Zurückfallen auf den letzten Platz nur selbst zuzuschreiben hatte.

"Es war ein merkwürdiger Zwischenfall", analysiert 'Sky'-Experte Jenson Button. "Für mich klang es so, als sei nur eines seiner Räder auf dem Randstein durchgedreht. Und als es sich wieder festgebissen hat, drehte es ihn um."

"Ich hatte einen guten Start", erklärt sich Vettel, "und wollte mich von Ärger fernhalten. Da kam ich innen ein bisschen auf den Randstein. Im ersten Moment fühlte es sich so an, als hätte mich jemand berührt. Ich habe mir die Wiederholung noch nicht angesehen." Zähneknirschend gibt er zu: "Wahrscheinlich bin ich auf den Randstein gekommen und habe so das Auto verloren."



Button war 2009 der letzte Weltmeister, ehe die Vettel-Ära mit vier Titeln hintereinander begann. Aber das ist lange her. Es schwingt kollegiale Wehmut dabei mit, wenn der heutige TV-Experte sagt: "Dabei wünsche ich mir so sehr, dass er sich gut schlägt!"

"2010 bis 2013, als ich noch gegen ihn gefahren bin, hat er fast keine Fehler gemacht. Er war immer voll da und holte auf eine Runde das Maximum aus dem Auto raus. Das gelingt ihm momentan aber nicht", analysiert Button und beobachtet: "Er lässt jetzt auch ziemlich den Kopf hängen."

Dass Vettel in der Coronapause plötzlich das Rennfahren verlernt hat, glaubt in der Formel 1 kaum jemand. Die Theorie, dass der SF1000 auf Charles Leclerc zugeschnitten ist und der fahrstiltechnisch ganz andere Bedürfnisse hat als der Deutsche, könnte eine Erklärung sein.

Andere vermuten, dass vielleicht mit Vettels Chassis etwas nicht stimmt. Ihm für Barcelona einfach ein neues zu geben, wäre, so sehen das manche deutsche TV-Experten, die beste Methode, um solche Zweifel auszuschließen.

Bei Ferrari glaubt man zwar nicht, dass mit Vettels Chassis etwas nicht stimmt. Trotzdem verweigert sich Binotto dem Vorschlag eines Chassiswechsels nicht: "Wenn es einen Ansatz gibt, wie wir helfen können, sind wir dafür offen", sagt er. "Warum nicht? Alles, was wir tun können, um ihm zu helfen, ist gleichermaßen wichtig für uns als Team und für Sebastian als Fahrer."

Davor hatte Vettel in einem TV-Interview auffällig gezögert, als er von einer Reporterin gefragt wurde, ob er sicher ist, dass die beiden Ferraris komplett gleich sind: "Ich weiß es nicht. Ich denke ... Es gibt etwas, das ich übersehe. Ich bin aber nicht sicher, was es ist." Binotto überlässt es jetzt "dem Fahrer und dem Team", auszudiskutieren, ob ein Chassiswechsel etwas bringen kann.



Der im Raum stehende Verdacht - ob nun gerechtfertigt oder nicht -, dass Vettel ja nicht plötzlich das Rennfahren verlernt haben kann und Ferrari folgerichtig irgendetwas tun muss, um ihn schlecht aussehen zu lassen, hängt nach zweimal Silverstone wie ein Damoklesschwert über der Atmosphäre zwischen dem viermaligen Weltmeister und der Scuderia.

"Ihr wisst, dass ihr das verpennt habt", funkte Vettel, als er so unglücklich an die Box geholt wurde, dass er hinter ein paar viel langsameren Autos wieder auf die Strecke kam. Und dass man ihn dann just zum Reifenwechsel reinbeorderte, als das für Leclercs Rennen, der zu dem Zeitpunkt hinter ihm lag, hilfreich war, regt ebenfalls die Fantasie einiger Verschwörungstheoretiker an.

"Es gab keinen Grund reinzukommen", zeigte Vettel unmittelbar nach dem Rennen kein Verständnis für das Timing seines zweiten Boxenstopps. "Das ergab einfach keinen Sinn. Warum den harten Reifen für zehn Runden nehmen und danach den Medium für 20? Am Ende gingen meine Reifen in die Knie."

Aber Binotto wehrt sich gegen Unterstellungen von außen: "Wir opfern Seb nicht. Wir konnten an den Zeiten ablesen, dass es keinen Unterschied macht, ob er früher oder später reinkommt. Im Nachhinein, nach dem Studium aller Daten, hätten wir vielleicht die Möglichkeit gehabt, nur einen Stopp zu machen, wenn wir ihn draußen gelassen hätten. So hatten wir die nicht."

"Aber es ging nicht darum, ihn dabei zu opfern. Wir haben immer gesagt, dass es für uns oberste Priorität hat, die Punkteausbeute des Teams zu maximieren. Das haben wir versucht", erklärt Binotto. Vettel akzeptiert das so: "Ich habe gerade nicht den besten Lauf. Aber ich vertraue dem Team und den Leuten in meiner Garage."

Auf die Verschwörungstheorien, die in den sozialen Netzwerken kursieren, möchte sich der 33-Jährige nicht einlassen: "Ich gehe mit einem freien Kopf ins nächste Rennen." Nachsatz: "Schlimmer kann's eh nicht werden ..."



"Dieses Wochenende zu bewerten", sucht er nach Erklärungen, "ist schwierig, weil wir leicht unterschiedliche Flügeleinstellungen gefahren sind. Über die Runde verteilt es sich ziemlich gleichmäßig, wo ich Zeit verliere. Am meisten in den langsamen und mittelschnellen Kurven. Das haben wir nicht in den Griff bekommen."

"In einer Woche haben wir schon das nächste Rennen. Hoffentlich bin ich dort wieder normal schnell. Heute und auch vor einer Woche hatten wir sehr unterschiedliche Rennen. Ich startete weiter hinten, steckte im Verkehr fest. Dass ich das Auto in der ersten Runde verloren habe, hat nicht geholfen. Aber wirklich vergleichen kann man zwischen uns eigentlich nur ein paar Runden."

Von einem nachhaltigen Tief, in dem er dem Grund für seine schlechten Leistungen nicht auf die Schliche kommt, will Vettel nichts hören: "Es sind gerade mal ein paar Wochen", plädiert er dafür, nicht in Panik zu verfallen. "Im ersten Rennen in Österreich hatte ich ein Problem mit einem beschädigten Satz Bremsen. Da hat das Gefühl in Qualifying und Rennen nicht gestimmt."

"Das zweite Rennen in Österreich war ziemlich kurz. Ungarn war ein ereignisreiches Rennen, aber normaler, wenn man das so sagen kann. Und dann kam schon Silverstone. Im Grunde reden wir von zwei Wochen. Aber wenn ein Rennen nach dem anderen folgt, kommt es einem lang vor, wenn man dabei keine richtigen Fortschritte macht."

"Ich bin ein optimistischer Mensch. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, versuche ich, mein Bestes zu geben. In der Hinsicht hatte ich jetzt nicht meine besten vier, fünf, sechs Tage. Aber ich freue mich auf das nächste Rennen. Ich bin mir sicher: Wenn ich wieder ein normales Rennen habe, dann bin ich auch weiter vorne", sagt er.

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PaulPahl
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von PaulPahl » Mo Aug 10, 2020 12:08 pm

Dieser ganze Sabotagequatsch ist doch völliger Unfug. Plazierungen in der Konstrukteurs-WM bedeuten bares Geld, Geld das selbst Ferrari dringend benötigt. Und nun soll die Scuderia darauf verzichten nur um Vettel eins auszuwischen? Nachdem ohnehin klar ist dass man sich trennt und der Nachfolger längst feststeht? Das ergibt selbst für Ferrari-Verhältnisse schlicht keinen Sinn. Zumal Vettels schlechte Ergebnisse Leclercs ordentliche (in Anbetracht der Umstände sogar gute) Ergebnisse in der Weltpresse vollkommen in den Schatten stellen, gutes Marketing geht anders.
Vettel braucht ein Auto das wie auf Schienen läuft so wie früher der RB. Das wird ihm aber kein Team hinstellen können so wie er es gerne hätte. Als Topfahrer ist es dann seine Aufgabe sich darauf einzustellen, als Beispiel schaue man sich Alonso an was der aus seinen Gurken jeweils herausgeholt hatte. Kann er das nicht dann ist er kein Topfahrer, ganz einfach. Denn mit einem Auto das wie auf Schienen fährt wären auch andere Fahrer schnell, dafür brauchts dann keinen Vettel.

greys
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von greys » Mo Aug 10, 2020 12:10 pm

Es war doch auch schon bei Red Bull so gegen Ricciardo.
Ist das Auto nicht nach seinen Vorstellungen abgestimmt, fährt er hinterher.

Das unterscheidet halt die guten Fahrer von den Besseren. Die Besseren kommen mit allen klar.
Vettel braucht ein Auto das auf ihn zugeschnitten ist, sonst wird das nichts.

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Seppi
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Seppi » Mo Aug 10, 2020 12:35 pm

Aber bei RB hatte er gegen Ricciardo noch das Team hinter sich, welches RIC eingebremst hat und es dadurch nicht ganz so deutlich wurde, dass VET eben doch nicht der "Überfahrer" ist.

Gegen Raikkönen ging das auch noch ganz gut, wobei der seinen Zenit auch schon lange überschritten hat.

Jetzt hat er halt mal ein echtes Talent als Teamkollegen, da bleibt VET nur noch Jammern und Heulen, auf der Piste kann er dem nichts entgegensetzen.

Und nächstes Jahr wird er dann von Stroll eingedost so what?
jeder für sich und Gott gegen alle

Hanno
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Hanno » Mo Aug 10, 2020 12:46 pm

Ja alles richtig hier geschrieben.....

Vettel hat seinen Zenit überschritten, is doch ganz normal,
das Alter, die Erfolge, die Kinder, und dann keinen neuen Vertrag
mehr bekommen.....
Alles ganz logisch, da fehlt schnell eine halbe Sekunde.

Aber was will Racing Point mit ihm ..... :mad: :mad: :mad:
Für einen ex Weltmeister Geld bezahlen, so dumm können die
gar nicht sein.

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ICH biNs
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von ICH biNs » Mo Aug 10, 2020 1:40 pm

Mensch Leute,
ist uns hier bisher eigentlich aufgefallen, dass man bei FER den VET (auf WEIß gestartet) viel zu früh und ohne Not reingeholt hat um den LEC wieder herankommen zu lassen (Zitat: Bino), und ihn dann, wieder auf WEIß!, auf einen ganz kurzen Sprint-Stint (10 Rd.) in den Verkehr raus zu schicken, um ihm dann anschließend, auf dem langen Endstint, den allseits ungeliebten halbweichen Gummi (GELB) aufzuziehen zu dürfen?!?
Der LEC hingegen ist jedoch, mit nur 2 mal WEIß (Strategie-Wunder FER?!?), von Team, schon wieder einmal zufällig, wunderbar durch den Verkehr gelotst worden, nicht wahr?!?

Yukahini
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Yukahini » Mo Aug 10, 2020 1:47 pm

nicht ganz. leclerc fuhr gelb und dann weiß. er hatte nur 1 boxenstop. 2x weiß geht nicht siehe regeln.

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Maceo
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Maceo » Mo Aug 10, 2020 1:52 pm

ICH biNs hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 1:40 pm
Der LEC hingegen ist jedoch, mit nur 2 mal WEIß (Strategie-Wunder FER?!?), von Team, schon wieder einmal zufällig, wunderbar durch den Verkehr gelotst worden, nicht wahr?!?
Nochmal, die Einstopp Strategie war Leclercs Idee. Das Team war lange Zeit dagegen. Leclerc hat sich aber durchgesetzt. Was Vettels Meinung dazu war, ist leider nicht überliefert. Jedenfalls ist Leclerc seine eigene Strategie gefahren. Wenn es nach Ferrari gegangen wäre, hätte er auch zweimal stoppen müssen.
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ICH biNs
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von ICH biNs » Mo Aug 10, 2020 2:00 pm

Yukahini hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 1:47 pm
nicht ganz. leclerc fuhr gelb und dann weiß. er hatte nur 1 boxenstop. 2x weiß geht nicht siehe regeln.
Stimmt!
FER sollte aber auch der neuen Nr. 2 im Team eigentlich die gleichen Chancen einräumen dürfen, nicht wahr?!?

Micha_r1
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Micha_r1 » Mo Aug 10, 2020 2:07 pm

Wenn Fer die Kohle aus der KM so wie wichtig ist, wie es dann zu erklären das man Vettel reinholt und das ohne Not ??
Wissentlich das er dann in den Verkehr zurückfällt? Mir ist das nicht erklärbar. Von daher muss man sagen, wäre dieser Stopp nicht gewesen, wäre Vettel auch nicht da gelandet wo er gelandet ist und alles wäre halb so wild. In meinen Augen ist das ein Hausgemachtes Problem. Am Ende verlieren beide und keiner hat was davon.

Shepard
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Shepard » Mo Aug 10, 2020 2:19 pm

Das Auto ist bei der F1 doch das wichtigste, siehe Hamilton. Ihr glaubt nicht wirklich, dass der in einem anderen Auto jemals Weltmeister geworden wäre oder? Rosberg hat ihn schon geschlagen im selben Auto. Hamilton ist auch nicht der Überfahrer. Man vergisst aber auch mal schnell, dass Vettel ein Mensch ist, mit Gefühlen und Emotionen, dass er verunsichert ist ist normal und absolutes Vertrauen kann er in seinem Team nicht haben, denn das Ferrari Team ist auch kein gutes, schon bevor LeClerc kam, haben sie oft die Rennen durch schlechte Strategien vermasselt. Das Vettel jetzt mehr Fehler macht als früher liegt einfach an der Gesamtsituation, andere könnten in solchen Situationen sogar Depressionen bekommen. Niemand kann mir erzählen, dass ein Vettel es nicht ins Q3 schafft mit einen halbwegs normalen Auto. Das ist doch lächerlich. Die Konstrukteurswertung hin oder her, Ferrari würde ziemlich blöde dastehen, wenn Vettel plötzlich vor LeClerc herumfahren würde. Deshalb sieht es schon nach Sabotage aus, denn wenn man ehrlich ist, wenn etwas kaputt beim Auto geht, ist es Vettels Auto, wann hat LeClerc mal einen schaden am Auto oder überhaupt nur ein Problem? Aber ist natürlich alles Zufall. LeClere wird im Ferrari niemals Weltmeister werden. Vielleicht mit Mercedes, mit dem schafft es eh jeder. Ferraris Zeit ist vorbei. LeClerc wurde auch in der letzten Saison häufig bevorzugt. Mercedes lässt ihre Fahrer wenigstens noch gegeinander Fahren so hat man wenigstens etwas Spannung. Aber die meisten Überholmanöver finden eh in der Boxengasse und durch Strategie statt. DRS ist auch eine ziemliche Ungerechtigkeit, der vorne fährt hat gar keine Chance dagegen zu halten und man kann sich als führender Fahrer doch gar nicht wären. Früher war es eine Leistung einen anderen Fahrer geschickt hinter sich zu halten, dass fällt durch DRS ja völlig weg.

HerrMaier
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von HerrMaier » Mo Aug 10, 2020 3:16 pm

Micha_r1 hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 2:07 pm
Wenn Fer die Kohle aus der KM so wie wichtig ist, wie es dann zu erklären das man Vettel reinholt und das ohne Not ??
Wissentlich das er dann in den Verkehr zurückfällt? Mir ist das nicht erklärbar. Von daher muss man sagen, wäre dieser Stopp nicht gewesen, wäre Vettel auch nicht da gelandet wo er gelandet ist und alles wäre halb so wild. In meinen Augen ist das ein Hausgemachtes Problem. Am Ende verlieren beide und keiner hat was davon.

Ich denke der Hauptgrund Vettel reinzuholen war, das verhindern eines neuen Brasilien 2019. Binotto hat ja gesagt es ging drum das Leclerc vorbeikommt..Wobei Leclerc hatte frische Reifen drauf, und wäre sicherliche zügig vorbeigewesen. Aber es zeigt wie vergiftet die Stimmung zwischen Vettel und Binotto ist

PaulPahl
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von PaulPahl » Mo Aug 10, 2020 3:18 pm

Yukahini hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 1:47 pm
nicht ganz. leclerc fuhr gelb und dann weiß. er hatte nur 1 boxenstop.
Und das ist schon bemerkenswert. Er hielt seine Reifen am Leben und war dennoch schnell genug für P4, sein Rückstand auf Bottas betrug gerade mal 10 Sekunden. Und beim ersten Silverstone-Rennen waren es 12 Sekunden gegen Verstappen auf P2, nun wirklich auch nicht übel, selbst wenn man Bottas Platzverlust wegen Reifenschadens mit betrachtet. Da stellt sich schon die Frage ob das Auto wirklich so schlecht und instabil ist wie es gerne als Begründung für Vettels überschaubare Performance in den Raum gestellt wird, das Ding sollte dann ja eigentlich ständig rutschen und dadurch ziemlichen Reifenverschleiß haben?
Aber das ist genau das was ich weiter oben meinte: Seine guten Leistungen geraten leider völlig ins Hintertreffen, obwohl er genau das zeigt was man eigentlich von Vettel erwarten würde: Mehr aus dem Auto herausholen als eigentlich drinsteckt.

PaulPahl
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von PaulPahl » Mo Aug 10, 2020 3:21 pm

HerrMaier hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 3:16 pm
Wobei Leclerc hatte frische Reifen drauf, und wäre sicherliche zügig vorbeigewesen.
Nicht wenn Vettel das nicht gewollt hätte. Und davon musste Ferrari ausgehen, es gab keinen Grund zu der Annahme dass sich Vettel plötzlich als vorbildlicher Teamplayer präsentiert. Das Risiko wollte man sicher nicht eingehen, Leclercs P4 war wertvoller als Vettel auf P9 oder P10.

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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von HerrMaier » Mo Aug 10, 2020 3:30 pm

PaulPahl hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 3:21 pm
Nicht wenn Vettel das nicht gewollt hätte. Und davon musste Ferrari ausgehen, es gab keinen Grund zu der Annahme dass sich Vettel plötzlich als vorbildlicher Teamplayer präsentiert. Das Risiko wollte man sicher nicht eingehen, Leclercs P4 war wertvoller als Vettel auf P9 oder P10.
Naja die P4 war zu dem Zeitpunkt für Ferrari nicht vorhersehbar

Micha_r1
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Micha_r1 » Mo Aug 10, 2020 3:35 pm

HerrMaier hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 3:16 pm
Ich denke der Hauptgrund Vettel reinzuholen war, das verhindern eines neuen Brasilien 2019. Binotto hat ja gesagt es ging drum das Leclerc vorbeikommt..Wobei Leclerc hatte frische Reifen drauf, und wäre sicherliche zügig vorbeigewesen. Aber es zeigt wie vergiftet die Stimmung zwischen Vettel und Binotto ist
Ja das schon aber genau darum geht es ja, es wird immer auf das Ergebnis geschaut, dass Vettel derzeit keine glücklich Figur abgibt darüber braucht man denke ich nicht zu diskutieren. Aber wie gesagt somit hat meinen einen Fahrer nach vorne und einen nach hinten befördert, ob das die optimale Lösung für die KM ist/war stelle ich mal in den Raum.
Hätte man Vettel nicht reingeholt wäre es auf der Strecke dazu gekommen das Lec an Vettel hätte vorbei müssen.
Diese Szenario bringt natürlich eine gewisses Risiko mit sich aber wir befinden uns immer noch im Motorsport. Man hätte es natürlich auch so machen können wie Merc und einen Funkspruch an beide abgeben können mit der Hoffnung das sich beide daran halten und schon hätte man ein deutlich besseres Teamergebnis. Es mangelt einfach an der richtigen Struktur bei Fer. .

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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von kindasport » Mo Aug 10, 2020 4:07 pm

Jetzt tut es mir fast ein bisschen leid um Seb aber ja, andere mussten im Team auch schon seinetwegen zurückstecken. Jetzt weiss er selber wie das ist. Dumm für VET ist natürlich auch das er 2x die Möglichkeit gehabt hätte mit Ferrari Weltmeister zu werden aber er hatte alles in seiner eigenen Hand.

Micha_r1
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Micha_r1 » Mo Aug 10, 2020 4:35 pm

kindasport hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 4:07 pm
Jetzt tut es mir fast ein bisschen leid um Seb aber ja, andere mussten im Team auch schon seinetwegen zurückstecken. Jetzt weiss er selber wie das ist. Dumm für VET ist natürlich auch das er 2x die Möglichkeit gehabt hätte mit Ferrari Weltmeister zu werden aber er hatte alles in seiner eigenen Hand.
Und wann hatte er die genau ??
Fer und ich meine jetzt nicht Vettel im speziellen hatte nie ein Auto das über eine ganze Saison hinweg mit Merc konkurrenzfähig war. Sie waren phasenweise sehr nahe dran aber wenn es Ernst wurde hat Merc immer die Antwort gehabt.

Was nicht seine Fehler entschuldigen soll die hat er defentiv gemacht.

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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von AMIGA » Di Aug 11, 2020 12:42 am

Schon eigenartig dass hier diskutiert wird, warum Ferrari irgendwelche Sachen macht... Soweit ich mich erinnere haben die mit unnachvollziehbaren Entscheidungen und Strategien zwei WM gegen Mercedes verloren. Die haben Vettel verheizt. Leclerc ist noch unerfahren, der glaubt die Gweschichten noch, die ihm erzählt werden. Vettel kann nur noch frustriert sein nach den Jahren knapp verlorener WM ohne Titel mit Ferrari, und nach der Art und Weise der Abschiebung. Der hatte in den letzten Jahren bei Ferrari auch kein Schienenfahrzeug und hat trotzdem einige Siege eingefahren. Arrivabene auszutauschen war vlt. nötig, aber sicherlich ist Pinocchio, äh, Binotto die noch schlechtere Alternative. Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken.
Schade nur, das Vettel das nicht früher gerochen hat.

Leclerc zukünftiger Weltmeister? Nicht solange Verstappen ein gutes Auto hat. ;)

vandamm
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von vandamm » Di Aug 11, 2020 9:35 am

Maceo hat geschrieben:
Mo Aug 10, 2020 1:52 pm
Nochmal, die Einstopp Strategie war Leclercs Idee. Das Team war lange Zeit dagegen. Leclerc hat sich aber durchgesetzt. Was Vettels Meinung dazu war, ist leider nicht überliefert. Jedenfalls ist Leclerc seine eigene Strategie gefahren. Wenn es nach Ferrari gegangen wäre, hätte er auch zweimal stoppen müssen.
Wie sieht es denn mal mit einer Quelle aus?
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von Maceo » Di Aug 11, 2020 10:12 am

vandamm hat geschrieben:
Di Aug 11, 2020 9:35 am
Wie sieht es denn mal mit einer Quelle aus?
Mit F1TV bist du vorn dabei...
https://youtu.be/cBfgtkbWXRI
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PaulPahl
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Re: Sebastian Vettel am Tiefpunkt: "Schlimmer kann's nicht werden ..."

Beitrag von PaulPahl » Di Aug 11, 2020 1:56 pm

Was mir bei den Interviews immer wieder auffällt: Ferrari bekommt es noch nicht einmal gebacken vernünftig passende Masken anzufertigen/zu beschaffen die nicht permanent runterrutschen :lol: .

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