Wie ähnlich sind sich die Bremsschächte von Racing Point und Mercedes?

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Redaktion
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Wie ähnlich sind sich die Bremsschächte von Racing Point und Mercedes?

Beitrag von Redaktion » Mo Jul 13, 2020 1:50 pm

Renault hat die Bremsschächte von Racing Point als Mercedes-Kopie moniert: Bilder zeigen, wie ähnlich sich die Systeme von außen sehen

Schon seit Anfang des Jahres gibt es kritische Äußerungen zum neuen Racing Point RP20, der dem Mercedes aus dem Vorjahr in vielerlei Hinsicht ähnlich sein soll. Doch gestern folgte der nächste Schritt: Renault hat nach dem Großen Preis der Steiermark gegen den Boliden Protest eingelegt.

Allerdings hat man dabei nicht das generelle Klonen angeprangert, sondern sich auf die vorderen und hinteren Bremsbelüftungen konzentriert. Renault glaubt, genügend Ähnlichkeit zwischen den beiden Bremsbelüftungen erkannt zu haben, um sie als Kopie bezeichnen zu können.

Am Heck des Autos sind das generelle Design der Bremstrommel, der Einlässe, der vertikalen innenliegenden Streben und der anliegenden Flügelchen schon ziemlich eindeutig. Vorne gibt es hingegen üblicherweise größere Veränderungen während einer Saison, da die Kühlung immer an die Charakteristik der Strecke angepasst wird.

Das heißt, dass die Teams häufig auch die Konfiguration der Trommel verändern müssen, um die Kühlung und die aerodynamischen Anforderungen gegeneinander aufzuwiegen. Der W10 von Mercedes wurde im Vorjahr etwa mit mindestens vier verschiedenen Designs ausgestattet.

Bilder zeigen jedoch, dass Racing Point zumindest mit einem ähnlichen, wenn nicht sogar gleichen, Design wie Mercedes unterwegs war. Kleine geometrische Unterschiede zwischen den beiden Schächten an der Außenseite könnten jedoch reichen, um den Technischen Delegierten der FIA zu beschwichtigen.

Sollten die Kanäle innen jedoch identisch sein, dann dürfte das Renaults Fall stärken, denn das geht nur mit Insider-Wissen.

Interessant wäre auch, ob Mercedes nur eines seiner Designs zur Verfügung stellen sollte oder alle, die 2019 gefahren wurde, da es signifikante Unterschiede zwischen ihnen gibt.

Bremsschächte sind in der Formel 1 unheimlich komplex und fallen seit dieser Saison unter die sogenannten "Listed Parts". Das heißt, dass Teams dieses Bauteil nicht einfach von anderen Rennstellen kaufen können. Die Designs der Bremsschächte müssen eigene sein und dürfen nicht von Konkurrenten oder Dritten kommen.

Das bedeutet auch, dass jedes Team die exklusiven Rechte an einem solchen Teil besitzt, solange es in der Formel 1 fährt. Kein anderes Team kann dieses dann benutzen.

Aufgrund des Protestes von Renault hat die FIA die relevanten Teile von Racing Point versiegelt und beschlagnahmt und einen Mitarbeiter der Technikabteilung beauftragt, eine umfangreiche Analyse durchzuführen und danach an die Kommissare zu berichten.

Dieser Mitarbeiter ist autorisiert, technische Unterstützung von außen anzufordern, auch von Racing Point, Renault und Mercedes.

Mercedes sollte zudem auch seine Bremsschächte aus der Saison 2019 zur Verfügung stellen, damit die Technikabteilung der FIA einen Vergleich hat.

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gth12
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Re: Wie ähnlich sind sich die Bremsschächte von Racing Point und Mercedes?

Beitrag von gth12 » Mo Jul 13, 2020 7:09 pm

Wenn Bremsschächte "seit dieser Saison" zu den listed Parts zählen:
Wieso sollte RP dann nicht letzte Saison schon selbige gekauft haben dürfen und dementsprechend selbst "nachdesigned" haben dürfen?! Zumal die FIA offensichtlich die Bremsschächte von 2019 haben will.

AlphaSigma

Re: Wie ähnlich sind sich die Bremsschächte von Racing Point und Mercedes?

Beitrag von AlphaSigma » Sa Jul 25, 2020 6:02 pm

gth12 hat geschrieben:
Mo Jul 13, 2020 7:09 pm
Wenn Bremsschächte "seit dieser Saison" zu den listed Parts zählen:
Wieso sollte RP dann nicht letzte Saison schon selbige gekauft haben dürfen und dementsprechend selbst "nachdesigned" haben dürfen?! Zumal die FIA offensichtlich die Bremsschächte von 2019 haben will.
Tja, die ganze Geschichte ist eine Farce und die Frage stellen sich nur hier einige Leute, weil der tolle "Insider" Nimmervoll seine Leser nicht richtig informiert.
Wo anders war von Anfang an zu lesen, das es 2019 noch legal war, daher könnten die Dinger auch von innen 1:1 aussehen, ohne dass man RP was anhaben kann.
Somit ist das ganze Schmierentheater nur für Renault und die Journaille von Nutzen.
Die Verantwortlichen, von Renault, haben eine Ablenkung, für ihr eigenes Dauerversagen und die Journaille kann etwas inszenieren und so Klicks generieren.
Ohnehin ist es doch einfach unverständlich, das selbst die ganzen F1 Teams seit Jahren nicht erkannt haben, das Mercedes das beste Gesamtkonzept hat.
Das die Journaille nur Stuß erzählt ist nicht verwunderlich, das war Ferraris Nase das Beste, Mercedes auf den falschen Weg, seit Jahren deren Konzept angeblich ausgereizt, auch war der Radstand von Mercedes ja angeblich immer zu groß und der Anstellwinkel zu klein, im Winter 2019 wurde Ferrari zu WM erklärt, weil Ferrari Vorstandsrunden gedreht hat und Mercedes alle mit einem Versuchtsträger geblufft, usw.!
Fazit : Alle haben jahrelang sich nicht eingestehen wollen, das sie entweder keine Ahnung haben, oder am falschen Konzept festhalten.
Denn wenn Mercedes Jahr für Jahr souveräne gewinnt, dann muss das nun mal das richtig Konzept sein.
RP hat das nach langer Zeit dann wohl endlich mal als erstes erkannt und folgerichtig gehandelt, sich dieses Konzept abzugucken, zumal RP nicht in der finanziellen Lage ist, etwas noch besseres zu entwickeln.
Somit war das für RP der einzig richtige Weg, um eine Chance zu haben, nach vorne zu kommen.
Das es in Wirklichkeit doch nicht gewollt ist, das die Kleinen auch mal eine Chance haben, konnte man durch diese Geschichte eindrucksvoll erleben, auch an den Schreiberlingen, die ja immer den neutralen Motorsportfan proklamieren und die kleinen Teams angeblich so bedauern und auf die Größen schimpfen.

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