Wie Bernie Ecclestone den ersten Schwarzen in die Formel 1 gebracht hat

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Wie Bernie Ecclestone den ersten Schwarzen in die Formel 1 gebracht hat

Beitrag von Redaktion » Mo Jun 29, 2020 8:02 am

Als Teamchef von Brabham gab Bernie Ecclestone 1986 erstmals einem dunkelhäutigen Fahrer eine Chance im Formel-1-Rennwagen

Die Formel 1 hat sich nach einem kontroversen Interview von Bernie Ecclestone distanziert und Kritik geübt an dessen Aussagen zur Rassismus-Debatte. Nun aber erhält Ecclestone Rückendeckung von einem Mann, der einst unter Ecclestone eine große Chance bekommen hatte: William "Willy" Theodore Ribbs. Das Besondere daran: Ribbs ist dunkelhäutig.

Ecclestone hatte den US-Amerikaner 1986 zu Formel-1-Testfahrten nach Estoril in Portugal eingeladen und ließ Ribbs dort für sein Brabham-Team fahren. So wurde Ribbs zum ersten dunkelhäutigen Fahrer in der Formel 1, allerdings ohne Renneinsatz.

Bei 'CNN' erklärt Ribbs: "[Ecclestone] wollte mich im Auto haben, er wollte mich in die Formel 1 bringen. Damals aber hatte er Sponsoren aus Italien, die italienische Fahrer sehen wollten."



Tatsächlich steuerten mit Andrea de Cesaris, Stefano Modena und Riccardo Patrese in der Formel-1-Saison 1987 ausschließlich Italiener die Brabham-Boliden, die Ecclestone unter der Marke Motor Racing Developments einsetzte.

Ribbs ist Ecclestone dennoch dankbar und sagt heute: "Mein Ziel war die Formel 1 und Bernie Ecclestone setzte ein Zeichen, weil Bernie Ecclestone den ersten Farbigen, einen Schwarzen, in ein Formel-1-Auto setzte."

Überhaupt habe er "nur Respekt" für Ecclestone übrig und halte ihn für einen sehr fähigen Geschäftsmann, so Ribbs weiter. "Ich weiß gar nicht, ob es ohne Bernie Ecclestone die Formel 1 noch gäbe."

Für Ribbs blieb der Formel-1-Test bei Brabham eine einmalige Angelegenheit. Geschichte schrieb er schließlich 1991 in seiner Heimat als erster afro-amerikanischer Teilnehmer im berühmten Indianapolis 500 der IndyCar-Serie. Er belegte Platz 32.

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