Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

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Redaktion
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Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Redaktion » Sa Mär 21, 2020 8:06 am

Gerhard Berger glaubt, dass Ayrton Senna die Formel 1 mit Williams ohne seinen tödlichen Unfall dominiert hätte - Anschließend wäre er in die Politik gegangen

Ayrton Senna wäre am heutigen Samstag 60 Jahre alt geworden.

Obwohl Senna bei zahlreichen Formel-1-Fans als der größte Pilot aller Zeiten gilt, steht er mit "nur" drei WM-Titeln in dieser Hinsicht hinter Michael Schumacher (sieben Titel), Lewis Hamilton (sechs), Juan Manuel Fangio (fünf), Alain Prost und Sebastian Vettel (je vier). Gerhard Berger glaubt allerdings, dass diese Statistik ohne Sennas tödlichen Unfall 1994 in Imola ganz anders aussehen würde.

Im Gespräch mit dem 'kicker' erklärt der Österreicher, er habe "überhaupt keinen" Zweifel daran, dass Senna 1994 noch Weltmeister geworden wäre - obwohl der spätere Champion Schumacher die ersten drei Rennen des Jahres gewinnen konnte. "Dann hätte er [beim vierten Rennen] in Monte Carlo noch einmal gejammert, dass der Williams aerodynamisch wahnsinnig schwierig und fast nicht fahrbar ist", glaubt Berger.

"Aber er hätte sich auch gesagt: Ich muss jetzt noch ein Rennen überstehen, weil schon ab dem nächsten Rennen Adrian Newey die Lösungen haben wird", sagt Berger und ergänzt: "Monte Carlo hätte er vermutlich trotzdem schon gewonnen, weil es da auf die Aerodynamik nicht so ankommt und er in Monaco sowieso immer für den Sieg gut war. Ab Barcelona mit der funktionierenden neuen Aerodynamik wäre er auf und davon gewesen."

Und der ehemalige Teamkollege des Brasilianers glaubt, dass für Senna mit dem Titel 1994 - es wäre sein vierter gewesen - noch lange nicht Schluss gewesen wäre. "Ab da, glaube ich, hätte eine Erfolgsära begonnen, die geheißen hätte: Ayrton Senna, Adrian Newey und Williams. Dabei muss man sagen: Das hätte die Formel 1 vielleicht beschädigt, wenn nicht sogar zerstört, so überlegen wäre das gewesen", glaubt Berger.

"Senna hätte so gut wie jedes Rennen gewonnen", vermutet der Österreicher und erklärt: "Das Auto war so überlegen, und dann darin als Fahrer ein Ayrton Senna ... Ganz egal, ob vom Speed her oder von seinen Aussagen, die Adrian Newey nur noch mehr motiviert hätten: Das hätte eine Ära gegeben wie keine zuvor. Da hätte sich der eine oder andere gefragt, ob er sich das im Fernsehen noch anschaut, denn es gewinnt ja sowieso nur einer."

1994 und 1995 ging der Titel mit Schumacher an Benetton, 1996 und 1997 triumphierte dann wieder Williams. Berger vermutet, dass Senna all diese Jahre im Sack gehabt hätte. "Ich glaube, wir würden heute sagen, dass Senna sieben- oder achtmal Weltmeister gewesen ist, was für Michael Schumacher bedeutet hätte, dass er nicht in der Form die Statistik geprägt hätte, wie er es dann ja getan hat", so der 60-Jährige.

"Michael hätte ja noch nicht einmal das Material zur Verfügung gehabt, um in die Nähe von Ayrton zu kommen. Aus meiner Sicht wäre das eine ganz klare Geschichte für Ayrton Senna geworden", so Berger. Tatsächlich ist nicht ausgeschlossen, dass Senna noch mindestens bis 1997 weitergefahren wäre. Da wäre er 37 gewesen. Genau in diesem Alter beendete später Schumacher seine (erste) Karriere.

Berger glaubt, dass Senna anschließend in die Politik gegangen wäre. "Er wäre Präsident von Brasilien geworden", sagt der Österreicher und erinnert: "Er hat damals schon immer wieder ein Auge in Richtung der Politik geworfen, er hatte schon seine Kinder-Stiftung, es kamen Zehntausende Menschen zu seinem Begräbnis. Er hatte das ganze Land hinter sich. Und das Wichtigste: Er hatte auch die nötigen Fähigkeiten dazu."

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Feldo
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Feldo » Sa Mär 21, 2020 8:59 am

Falls sich noch jemand fragt, wieso Berger den Beinamen „Hättiwari“ trägt.... :roll:
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Jordan EJ10
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Jordan EJ10 » Sa Mär 21, 2020 10:44 am

Wahre Worte von Berger. Wer drei Jahre lang in dem Top-Team der frühen 90er an der Seite des besten F1 Fahrers der Moderne gefahren ist, muss wissen wovon er spricht. :top:

Schumi_Fan_1990
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Mär 21, 2020 10:48 am

Ich schätze Bergers Expertise in Sachen Motorsport wirklich sehr, aber jedes Mal, wenn es um Senna geht, sind seine Aussagen derart parteiisch und subjektiv, dass man da nur noch den Kopf schütteln kann. Und leider scheint Berger seine eigenen Aussagen nicht richtig zu verstehen, denn wenn er sagt:
Gerhard Berger hat geschrieben:Ab Barcelona mit der funktionierenden neuen Aerodynamik wäre er auf und davon gewesen.
... dann bestätigt er ja im Prinzip nur die These, dass Senna auch nur mit Wasser gekocht hat und genau so auf ein gutes und funktionierendes Auto angewiesen war wie alle anderen auch. Wenn Senna nur dann gewinnen konnte, wenn das Auto aerodynamisch gut fahrbar war, dann spricht das eher gegen als für die These, dass Senna nun angeblich der Überfahrer schlechthin gewesen sein soll.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass er beim ersten Rennen 1994 in Brasilien durch einen eigenen Fahrfehler ausgeschieden ist. Da war der Williams angeblich unfahrbar, aber dieses angeblich unfahrbare Auto war merkwürdigerweise trotzdem gut genug, dass er damit drei Mal auf Pole gefahren ist. Vielleicht war das Auto also gar nicht so schlecht wie man uns das immer erzählen will, sondern Senna, der Schönwetterfahrer, brauchte ein perfektes Auto. Und ein Auto, das minimal schlechter als perfekt war, war sofort nicht mehr gut genug. Vielleicht war also genau das das eigentliche Problem und nicht die angeblich so schlechte Aerodynamik des Williams.
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von maxo34 » Sa Mär 21, 2020 10:58 am

Also Senna - absolut Top!

Aber jetzt schlägt die Corona Krise bei MST total durch!
Bin mal Gespannt welchen Scheiß die noch schreiben in dieser Zeit. :roll: :roll: :roll:

Wenn ich 5 Tage früher zur Welt gekommen wäre wäre ich auch Formel1 Fahrer geworden und 10facher Weltmeister

100%

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TifosiF40
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von TifosiF40 » Sa Mär 21, 2020 12:16 pm

Wäre Schumacher nach Benetton bei Williams, dann bei McLaren und zum richtigen Zeitpunkt bei Ferrari, Renault, Red Bull und Mercedes gefahren, dann wäre er jetzt mindestens 1000facher Weltmeister :betrunken:

Hätte, wäre, wenn. Berger halt.
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Maglion
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Maglion » Sa Mär 21, 2020 12:25 pm

Senna hatte 1994 seine beste Zeit schon hinter sich und sein Tod hat verhindert, dass die Welt Zeuge seines Niedergangs geworden wäre. Er war schon seit einiger Zeit nichtmehr der Überfahrer, den man aus seiner besten Zeit kannte - teilweise hatte er ja schon Probleme sich gegen einen Gerhard Berger zu behaupten und der war sicher nicht DER Maßstab in der F1. 1992 lag Senna in der WM nur einen Punkt vor seinem Teamkollegen Berger, der dann 1993 zum Glück zu Ferrari weg ist, sonst hätte es 1993 schon sehr eng werden können. 1993 hatte er schon keinen großen Bock mehr auf Formel 1 und hatte keinen Vertrag für die gesamte Saison, sondern fuhr von Rennen zu Rennen.
Scon bei der Vorbereitung zu 1994 merkte er, dass Williams nicht das Überauto gebaut hat, das er sich gewünscht hatte und die Saison startete schon schlecht, was seine schon zu Saisonbeginn mager Motivation nicht gerade pushen konnte - den Senna, den wird Anfang 1994 zu sehen bekommen haben, hatte nichts mehr mit dem Senna zu tun, den heute noch viele seine Fans verehren.

Berger vergisst auch, dass Senna 4 Tage vor seinem Tod bei einem Treffen mit Montezemolo seinen Wechsel zu Ferrari plante und er am liebsten 1995, spätestens 1996 zu Ferrari wechseln wollte. Und was Ferrari ab 1995 zustande gebracht hat, wissen wir ja alle und da Frage ich mich, wie hätte ein ausgebrannter Senna auf diesen Gurken WM werden sollen? Ferrari wäre sein totales Fiasko geworden und hätte seine Karriere unwürdug beendet.
Wie Berger auf diesen Schwachsinn kommt, den er mal wieder verzapft hat, ist für mich absolut nicht zu erklären - immer wenn es um Senna geht, schaltet sich bei ihm das Hirn komplett ab und er greift in die Fantasiekiste und macht den Märchenonkel - echt peinlich.
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Alboreto
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Alboreto » Sa Mär 21, 2020 12:49 pm

Wie viel schneller Senna war, sieht man doch am Teainingsduell gegen Berger und später gegen Hill. Im Rennen war er ebenfalls schneller, man darf aber nicht vergessen, dass es damals technische Defekte gab, was das Bild doch zu Bergers Gunsten beim WM Stand verfälscht hat. Wenn man sieht wie weit Hill - immerhin späterer WM - auch in den Rennen hinter Senna herhinkte und wie nahe Hill an Schumacher im Rest der Saison 1994 dran und zum Teil vorne dran war, dann hat Berger seine Meinung zumindest zum Jahr 1994 nicht exklusiv.

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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Mär 21, 2020 1:33 pm

Alboreto hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 12:49 pm
Wie viel schneller Senna war, sieht man doch am Teainingsduell gegen Berger und später gegen Hill. Im Rennen war er ebenfalls schneller, man darf aber nicht vergessen, dass es damals technische Defekte gab, was das Bild doch zu Bergers Gunsten beim WM Stand verfälscht hat. Wenn man sieht wie weit Hill - immerhin späterer WM - auch in den Rennen hinter Senna herhinkte und wie nahe Hill an Schumacher im Rest der Saison 1994 dran und zum Teil vorne dran war, dann hat Berger seine Meinung zumindest zum Jahr 1994 nicht exklusiv.
Warum wird bei Senna plötzlich der Teamkollegenvergleich als Kriterium herangezogen? Weder Berger noch Hill sind der Maßstab, also warum sollte man es lobend erwähnen, dass Senna diese beiden geschlagen hat? Schumi wird ja auch nicht dafür gelobt, dass er Irvine und Barrichello klar geschlagen hat, im Gegenteil: Das wird von vielen sogar dahingehend umgedeutet, dass er angeblich keine richtigen Gegner hatte.

Und die Tatsache, dass Hill 1994 am Ende nur knapp gegen Schumi verloren hat, lag an den vielen Disqualifikationen und Rennsperren, die Schumi in dem Jahr bekommen hat und hat eher weniger (wenn überhaupt) mit Hills eigener Leistung zu tun. Mit Senna als Gegner wäre Schumi das so in der Form sicherlich nicht passiert, weil nach Magny-Cours nicht die Leichtsinnigkeit oder was auch immer eingesetzt hätte.
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Maglion
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Maglion » Sa Mär 21, 2020 1:44 pm

@Alboreto
In der Saison 1992 hatte Senna EINEN Ausfall und einen Sieg mehr als Berger - also so klar, wie man es von einem Senna erwartet, hat er Berger nicht geschlagen und ich habe manchmal den Verdacht, dass Berger Senna so in den Himmel lobt, weil er selbst Senna im letzten echten vergleichbaren Duell so nahe war und er so in erster Linie seine eigene Leistung hervorheben möchte. Berger ist noch immer der Meinung, dass seine zählbaren Erfolge in der F1 nicht seine tatsächlichen Leistungsfähigkeit widerspiegelt. :wink2:

Wennman schon Schumacher vs. Hill als Maßstab heran zieht, sollte man auch darauf hinweisen, dass Hill 3x öfters ein gewertetes Rennen hatte, als Schumacher und trotzdem hat´s nicht gereicht. Man kann nicht in einem duell (Senna vs. Berger) auf die geringeren Ankünfte hinweisen und bei einem anderen vergleich (Schumacher vs. Hill) lässt man es unter den Tisch fallen. Wie eine Saison 1994 mit Senna bis zum Ende gelaufen wäre, ist absolute Spekulation. Selbst wenn Senna noch diesen einen Titel geholt hätte, wäre es das dann gewesen, denn 1996 bei Ferrari wär damit Schluss gewesen und die von Berger vorhergesagten 8 Titel in weiter Ferne.

Senna hat/hätte ja am Ende seiner Karriere nur deshalb ständig die Teams gewechselt, weil er nur im besten Team eine Chance auf die WM hatte - das war am Anfang seiner Karriere anders. Deshalb ist es nur logisch, wenn man davon ausgeht, dass Senna schon ab 1992 (Duell gegen berger) schon nicht mher seine volle Leistungsfähigkeit hatte.
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automatix
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von automatix » Sa Mär 21, 2020 2:41 pm

Tatsache ist aber auch, daß Senna 92 als einziger die beiden Williams schlagen konnte - während Bergers Siege dadurch zustande kamen, daß bei den Rennen sowohl Senna als auch beide Williams draußen waren - und 93 holte Senna mit dem Ford Kundenmotor 5 Siege, während Schumacher mit dem Werksmotor grad mal einen holen konnte.... Und betrachtet man die Jahre nach 94, dann kann man davon ausgehen, daß Senna bei Williams auf jeden Fall noch mehrere Titel gewinnen hätte können - denn selbt auf dem 'absteigenden Ast' wären 96 und 97 kein Problem gewesen für ihn....

natürlich ist alles Mutmaßung und Raterei, so vieles wäre wohl anders gelaufen, wenn Senna nicht gestorben wäre (wer weiß, ob Benetton dann für 95 Renault Motoren bekommen hätte z.b.).... Es ist auf jeden Fall Schade, daß uns Senna vs Schumacher genommen wurde....

Pappschachtel
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Pappschachtel » Sa Mär 21, 2020 2:52 pm

Ein Haufen Papperlapapp. In dieser Hypothese sind so viele hätte, wäre und wenns.
Sicher hätte es so kommen können, aber genauso auch nicht. Mit einem Big-Player mehr im Spiel, hätte es über die Zeit genauso auch jemand völlig anderer werden können.
Warum spricht man heute überhaupt noch darüber? Die gemeinsame Zeit war sehr kurz und keiner von beiden ist in der Lage je wieder zu fahren.

AEnima
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von AEnima » Sa Mär 21, 2020 3:38 pm

Wenn Schumachers Unfall in Silverstone schlimmer ausgegangen wäre und sein Karriereende bedeutet hätte,würde heute auch keiner auch nur im entferntesten annehmen,er hätte danach noch 5 Titel geholt. ;)

Schumi_Fan_1990
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Mär 21, 2020 5:12 pm

Maglion hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 1:44 pm
Wennman schon Schumacher vs. Hill als Maßstab heran zieht, sollte man auch darauf hinweisen, dass Hill 3x öfters ein gewertetes Rennen hatte, als Schumacher und trotzdem hat´s nicht gereicht. Man kann nicht in einem duell (Senna vs. Berger) auf die geringeren Ankünfte hinweisen und bei einem anderen vergleich (Schumacher vs. Hill) lässt man es unter den Tisch fallen.
Genau so ist es. :top: Es fällt schon auf, dass viele sich das immer so hindrehen, wie es gerade passt. Gerade im Fall von 1994 war es wirklich extrem, wie sehr Schumi benachteiligt wurde und welch massiven Einfluss die Disqualifikationen und Rennsperren auf das WM-Endergebnis hätten haben können. Zum Glück hatten sie es nicht in der Form, dass Schumi dadurch den WM-Titel verlor, denkbar knapp war es natürlich trotzdem. Im Prinzip war das, was man 1994 seitens der Rennleitung und der FIA veranstaltet hat, nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung.
Maglion hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 1:44 pm
Senna hat/hätte ja am Ende seiner Karriere nur deshalb ständig die Teams gewechselt, weil er nur im besten Team eine Chance auf die WM hatte - das war am Anfang seiner Karriere anders. Deshalb ist es nur logisch, wenn man davon ausgeht, dass Senna schon ab 1992 (Duell gegen berger) schon nicht mher seine volle Leistungsfähigkeit hatte.
Auch das ist ein guter Punkt. :top: Ausgerechnet Senna, der angebliche Überfahrer, wollte ständig das beste Auto haben. Warum eigentlich? Hatte er etwa so wenig Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten? Dass er zur Saison 1994 unbedingt zu Williams, also dem dominierenden Team der beiden vorangegangenen Jahre, gegangen ist, zeigt doch, dass er darauf gehofft hat, dass Williams 1994 ähnlich überlegen sein würde wie 1992 und 1993. Und das wiederum bedeutet, dass er sich bei Williams einfach nur ins gemachte Nest setzen, von einem überlegenen Auto profitieren und weitere WM-Titel einstreichen wollte. Hat ein angeblich so toller Fahrer wie Senna soetwas wirklich nötig?
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von automatix » Sa Mär 21, 2020 5:20 pm

Warum hat denn Schumacher für 95 die Renaultmotoren bei Benetton haben wollen? Warum wollte Ferrari einen exklusiven Reifenpartner? Jeder versucht immer, das bestmögliche rauszuholen. Und Senna hat halt erkannt, daß all das Talent nicht reicht, wenn die anderen ein Auto haben, das soviel besser ist - und Mclaren hatte ja dann eben nichtmal mehr einen Werksmotor, da war der Wechsel zu Williams einfach nur natürlich, wenn die Möglichkeit besteht....(wie schwer es ist gegen ein überlegenes Auto Weltmeister zu werden hat ja Schumacher 96 - 99 erlebt) Warum gewinnt denn ein Lewis Hamilton momentan alles und ein Alonso hat aufgehört und ein Vettel kommt nichtmal in die NÄhe des WM Titels? ohne ein gutes Auto hilft halt auch kein Talent)

Oder warum wollte Senna 93 die Ford WErksmotoren haben? Dann wäre er da vielleicht sogar Weltmeister geworden...

Ihr könnt versuchen, Senna schlecht zu schreiben soviel ihr wollt, Tatsache bleibt, daß er einer der größten war und daß er wenn er nicht gestorben wäre und noch ein paar Jahre weitfahren hätte können danach auch weiter Erfolge geholt hätte dürfte auch keiner bestreiten.

Ob er 94 die WM noch geholt hätte wenn er in Imola nur ausgefallen und nicht gestorben wäre darf man bezweifeln, auch weil die FIA danach die Saison mit Gewalt spannend machen wollte - aber was nach 94 gewesen wäre ikann man sicher spekulieren....

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Alboreto
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Alboreto » Sa Mär 21, 2020 5:32 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 1:33 pm
Warum wird bei Senna plötzlich der Teamkollegenvergleich als Kriterium herangezogen? Weder Berger noch Hill sind der Maßstab, also warum sollte man es lobend erwähnen, dass Senna diese beiden geschlagen hat? Schumi wird ja auch nicht dafür gelobt, dass er Irvine und Barrichello klar geschlagen hat, im Gegenteil: Das wird von vielen sogar dahingehend umgedeutet, dass er angeblich keine richtigen Gegner hatte.

Und die Tatsache, dass Hill 1994 am Ende nur knapp gegen Schumi verloren hat, lag an den vielen Disqualifikationen und Rennsperren, die Schumi in dem Jahr bekommen hat und hat eher weniger (wenn überhaupt) mit Hills eigener Leistung zu tun. Mit Senna als Gegner wäre Schumi das so in der Form sicherlich nicht passiert, weil nach Magny-Cours nicht die Leichtsinnigkeit oder was auch immer eingesetzt hätte.
Schon komisch, wie hier jeder Post plötzlich gleich als Beleidigung von Schumi ausgelegt wird. Ich habe nichts zum Vergleich Senna-Schumi geschrieben. Aber Tatsache ist, dass selbst ein Hill im Laufe des Jahres Schumi das Leben schwer gemacht hat, als man den Williams zum Laufen gebracht hatte. Offensichtlich war der Williams ab einem gewissen Zeitpunkt in 1994 das schnellste Auto. Vom Speed her war Hill aber nur ein kleiner Furz, verglichen mit Senna. Kunststück, dass man da auf die Idee kommen könnte, dass es für Schumi mit einem fahrerisch gleichwertigen Gegner (Achtung: jetzt sage ich wirklich was zum Vergleich Schumi - Senna!), der im besseren Auto sitzt, nicht zum WM Titel gereicht hätte... Von den Folgejahren ganz zu schweigen. Hill wäre jedenfalls mit Senna nie WM geworden, Villeneuve auch nicht.

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Jan
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Jan » Sa Mär 21, 2020 5:43 pm

"Senna hätte so gut wie jedes Rennen gewonnen", vermutet der Österreicher und erklärt: "Das Auto war so überlegen, und dann darin als Fahrer ein Ayrton Senna ... Ganz egal, ob vom Speed her oder von seinen Aussagen, die Adrian Newey nur noch mehr motiviert hätten: Das hätte eine Ära gegeben wie keine zuvor. Da hätte sich der eine oder andere gefragt, ob er sich das im Fernsehen noch anschaut, denn es gewinnt ja sowieso nur einer."
Genau das haben wir doch schon seit 6 Jahren Hamilton und Mercedes gewinnen fast jedes Rennen, und jede WM, und man fragt sich wirklich warum man sich das noch anschaut, aber Tot ist die Formel 1 trotzdem noch nicht....

Elch75
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Elch75 » Sa Mär 21, 2020 6:23 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 10:48 am
Ich schätze Bergers Expertise in Sachen Motorsport wirklich sehr, aber jedes Mal, wenn es um Senna geht, sind seine Aussagen derart parteiisch und subjektiv, dass man da nur noch den Kopf schütteln kann. Und leider scheint Berger seine eigenen Aussagen nicht richtig zu verstehen, denn wenn er sagt:



... dann bestätigt er ja im Prinzip nur die These, dass Senna auch nur mit Wasser gekocht hat und genau so auf ein gutes und funktionierendes Auto angewiesen war wie alle anderen auch. Wenn Senna nur dann gewinnen konnte, wenn das Auto aerodynamisch gut fahrbar war, dann spricht das eher gegen als für die These, dass Senna nun angeblich der Überfahrer schlechthin gewesen sein soll.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass er beim ersten Rennen 1994 in Brasilien durch einen eigenen Fahrfehler ausgeschieden ist. Da war der Williams angeblich unfahrbar, aber dieses angeblich unfahrbare Auto war merkwürdigerweise trotzdem gut genug, dass er damit drei Mal auf Pole gefahren ist. Vielleicht war das Auto also gar nicht so schlecht wie man uns das immer erzählen will, sondern Senna, der Schönwetterfahrer, brauchte ein perfektes Auto. Und ein Auto, das minimal schlechter als perfekt war, war sofort nicht mehr gut genug. Vielleicht war also genau das das eigentliche Problem und nicht die angeblich so schlechte Aerodynamik des Williams.
Und da sind sie wieder die Senna Kritiker und Versteher !
Ja Senna brauchte steht's das Beste Auto um zu Siegen, sah man ja '92 als er glaube ich 4 Siege Einfuhr. Und Berger wie viel ? 1 Richtig ? Das auch noch als Williams mit dem FW14B, ein Technisches überlegenen Wagen hatte 10 Siege!
Senna ein Schönwetterfahrer? Ja klar ne, der GP Süd Afrika, Brasilien und Europa'93 war ja auch so Sonnig! Und das auch noch, mit dem Ford Kundenmotor und Williams wieder mit dem FW15 ein überlegenes Fahrzeug hatte sogar mit Prost am Steuer!
Daß man mit einem Boliden im Qualifying Top Zeiten in den Asphalt brennt und im Rennbetrieb Schei.. zu fahren ist, ist nicht neu. Gibt's ewig, auch heutzutage! Der Grund warum er einen Dreher in Brasilien hatte war weil er, über dem Limit des FW16 Fuhr um den misserbelen Boxenstopp wettzumachen und um dem Illegalem B194 zu folgen.

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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Elch75 » Sa Mär 21, 2020 6:56 pm

Maglion hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 12:25 pm
Senna hatte 1994 seine beste Zeit schon hinter sich und sein Tod hat verhindert, dass die Welt Zeuge seines Niedergangs geworden wäre. Er war schon seit einiger Zeit nichtmehr der Überfahrer, den man aus seiner besten Zeit kannte - teilweise hatte er ja schon Probleme sich gegen einen Gerhard Berger zu behaupten und der war sicher nicht DER Maßstab in der F1. 1992 lag Senna in der WM nur einen Punkt vor seinem Teamkollegen Berger, der dann 1993 zum Glück zu Ferrari weg ist, sonst hätte es 1993 schon sehr eng werden können. 1993 hatte er schon keinen großen Bock mehr auf Formel 1 und hatte keinen Vertrag für die gesamte Saison, sondern fuhr von Rennen zu Rennen.
Scon bei der Vorbereitung zu 1994 merkte er, dass Williams nicht das Überauto gebaut hat, das er sich gewünscht hatte und die Saison startete schon schlecht, was seine schon zu Saisonbeginn mager Motivation nicht gerade pushen konnte - den Senna, den wird Anfang 1994 zu sehen bekommen haben, hatte nichts mehr mit dem Senna zu tun, den heute noch viele seine Fans verehren.

Berger vergisst auch, dass Senna 4 Tage vor seinem Tod bei einem Treffen mit Montezemolo seinen Wechsel zu Ferrari plante und er am liebsten 1995, spätestens 1996 zu Ferrari wechseln wollte. Und was Ferrari ab 1995 zustande gebracht hat, wissen wir ja alle und da Frage ich mich, wie hätte ein ausgebrannter Senna auf diesen Gurken WM werden sollen? Ferrari wäre sein totales Fiasko geworden und hätte seine Karriere unwürdug beendet.
Wie Berger auf diesen Schwachsinn kommt, den er mal wieder verzapft hat, ist für mich absolut nicht zu erklären - immer wenn es um Senna geht, schaltet sich bei ihm das Hirn komplett ab und er greift in die Fantasiekiste und macht den Märchenonkel - echt peinlich.
Hättest du Bock gehabt 1992 und 93 ? wenn du als Fahrer gegen ein Technik überlegenen Wagen fährst, das dir pro Runde um die 2 Sekunden auf brummt.
Und Senna ausgebrannt? Da Lachen ja die Hühner! Mit Adrian bei Williams und Senna als Fahrer. Mann sah ja nachfolgend was der Designer darauf hat!

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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Klugscheisser » Sa Mär 21, 2020 7:44 pm

Hätte hätte Steuerkette!

Dem ungekrönten Konjunktiv-Rekordhalter Berger zur Kenntnisnahme: Wäre nicht Spa gewesen, wäre der Brasilianer NIE Weltmeister geworden. Dann hätte Stefan Belloff ihn in allen weiteren Rennen vorgeführt wie in Monaco, als beide noch in "Gurken" unterwegs waren. Einsame Weltspitze war der Brasilianer vor allem darin, es genial verstanden zu haben, gemeinsam mit einem großen, ihn unterstützenden Interessentenkreis einen unvergleichlichen Hype um sich zu kreieren. Schon beim Start zu seinem ersten F1-Rennen hatten diese Kreise ihn doch bereits als größten Rennfahrer aller Zeiten glorifiziert! Aber wie schon gesagt:

Hätte hätte Steuerkette!

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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Schumi_Fan_1990 » Sa Mär 21, 2020 9:08 pm

automatix hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 5:20 pm
Ihr könnt versuchen, Senna schlecht zu schreiben soviel ihr wollt, Tatsache bleibt, daß er einer der größten war und daß er wenn er nicht gestorben wäre und noch ein paar Jahre weitfahren hätte können danach auch weiter Erfolge geholt hätte dürfte auch keiner bestreiten.
Dass Senna selbstverständlich einer der Größten der Formel 1 Geschichte ist, ist mir völlig klar. Das würde ich auch nie in Frage stellen. Und dass er ohne seinen Tod noch weitere Erfolge eingefahren hätte, denke ich auch. Die Frage ist dann aber: Was für Erfolge? Einzelne Rennsiege? Sicherlich. Weitere WM-Titel? Meiner Meinung nach eher nicht. Und was ich erst recht nicht glaube, ist, dass er noch lange weitergefahren wäre. Und ob er wirklich noch die dominanten Williams-Jahre 1996 und 1997 als aktiver Fahrer miterlebt hätte und dort vielleicht sogar Weltmeister geworden wäre, wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Man darf auch nicht vergessen, dass Senna 1994 schon 34 Jahre alt war. Das bedeutet, dass er 1996 und 1997 bereits 36 bzw. 37 Jahre alt gewesen wäre. In dem Alter noch so konkurrenzfähig zu sein, dass man um den WM-Titel fährt, halte ich für sehr gewagt.
Alboreto hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 5:32 pm
Schon komisch, wie hier jeder Post plötzlich gleich als Beleidigung von Schumi ausgelegt wird. Ich habe nichts zum Vergleich Senna-Schumi geschrieben. Aber Tatsache ist, dass selbst ein Hill im Laufe des Jahres Schumi das Leben schwer gemacht hat, als man den Williams zum Laufen gebracht hatte. Offensichtlich war der Williams ab einem gewissen Zeitpunkt in 1994 das schnellste Auto. Vom Speed her war Hill aber nur ein kleiner Furz, verglichen mit Senna. Kunststück, dass man da auf die Idee kommen könnte, dass es für Schumi mit einem fahrerisch gleichwertigen Gegner (Achtung: jetzt sage ich wirklich was zum Vergleich Schumi - Senna!), der im besseren Auto sitzt, nicht zum WM Titel gereicht hätte... Von den Folgejahren ganz zu schweigen. Hill wäre jedenfalls mit Senna nie WM geworden, Villeneuve auch nicht.
Es war überhaupt nicht meine Absicht, irgendwem Beleidigungen zu unterstellen. Ich empfinde das, was hier positiv über Senna geschrieben wurde, auch nicht als Beleidigung gegenüber Schumi. Ich wollte nur versuchen zu verstehen, warum man ausgerechnet Sennas Teamkollegenvergleiche mit Berger und Hill, die nun beide nicht zu den Allerbesten zählen, ins Feld führt, um zu sagen, wie toll Senna war. Das ergibt für mich überhaupt keinen Sinn angesichts der Tatsache, dass Schumis Siege gegen Irvine und Barrichello ja auch nicht über Gebühr positiv dargestellt werden, eher im Gegenteil.

Und den Umstand, dass Hill im Laufe der Saison ein ernstzunehmender Gegner für Schumi wurde, lag eben nur teilweise am verbesserten Williams, sondern an der Strafenflut, mit der Schumi in der zweiten Saisonhälfte regelrecht überschüttet wurde. Man wird das Gefühl nicht los, dass die FIA pausenlos versucht hat, eine langweilig zu werden drohende WM künstlich spannend zu machen. Dass man dabei aber jegliches Maß verloren hat und im Prinzip nichts anderes als Wettbewerbsverzerrung gemacht hat, wird gerne ausgeblendet.
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Alboreto » Sa Mär 21, 2020 10:16 pm

Weisst Du noch, wo Hill zu Beginn der Saison rumgekrebst ist? P4 im Quali, in Interlagos im Rennen von Schumi und Senna überrundet! Fünf bis sieben Zehntel im Schnitt hinter Senna! Absolut nicht siegfähig. Da hätte Schumi noch drei Rennen mehr pausieren können.

Entscheidend war da schon die Steigerung beim Auto. Wenn Senna mit dem miesen Williams mit Schumi mithalten konnte, wäre er mit der verbesserten Variante im Vorteil gewesen.

Übrigens: Hill galt immer als Notlösung für ein Topteam wie Williams und war nie als Überfahrer bekannt. Berger dafür schon. Nachdem er Mansell und den Feuerunfall überstanden hatte, galt er durchaus als einer, der mit Senna und Prost auf einer Stufe steht - bis er ins direkte Duell mit Senna kam.

Elch75
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Elch75 » Sa Mär 21, 2020 10:44 pm

Schumi_Fan_1990 hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 9:08 pm
Man darf auch nicht vergessen, dass Senna 1994 schon 34 Jahre alt war. Das bedeutet, dass er 1996 und 1997 bereits 36 bzw. 37 Jahre alt gewesen wäre. In dem Alter noch so konkurrenzfähig zu sein, dass man um den WM-Titel fährt, halte ich für sehr gewagt.
Wie Alt war Schumacher noch mal als er Konkurrenzfähiger um den Titel 2006 fuhr?

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Maglion
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Maglion » So Mär 22, 2020 12:11 am

Elch75 hat geschrieben:
Sa Mär 21, 2020 10:44 pm
Wie Alt war Schumacher noch mal als er Konkurrenzfähiger um den Titel 2006 fuhr?
Schumacher war bei seinem LETZTEN WM-Titel 35 Jahre - lt. Berger sollte Senna mit 34 ANFANGEN weitere FÜNF (!!!) Titel einzufahren. Das ist schon ein riesen Unterschied. In seiner BESTEN Zeit hat Senna alle 2 Jahre EINEN Titel geholt, wenn er also dieses Tempo 1994 wieder aufgenommen hätte, hätte er 10 Jahre fahren müssen, um Bergers vorausgesagten 5 weitere Titel einzufahren - völlig absurd.

Senna hatte mit den jungen wilden Nachwuchspiloten wie Schumacher schwer zu kämpfen und wirkte wie aus einer anderen Zeit. Dieser generationswechsel sieht man immer wieder und auch Senna hätte es sehr schnell erwischt. Wahrscheinlich wäre der Rest seiner F1 Karriere eher so verlaufen, wie Schumis nach seinem letzten Titel und nicht wie Schumis Karriere ab 2000.

Wer mal die Dokus zu Senna genau verfolgt hat, der sollte eigentlich gesehen ahben, dass Senna 93/94 ziemlich ausgebrannt war und nicht mehr die Motivation und Hingabe hat, wie zu seinen Glanzzeiten. Lt. Montezemolo wollte Senna bei Ferrari seine Karriere beenden und wer schon 1994 das Ende plante, dem traue ich nicht mehr zu, sich unmenschlich zu quälen und zu schinden, um einen 4. Titel einzufahren. Lauda hat mal gesagt, sobal man ans Aufhören denkt, sollte man sofort den Stecker ziehen - ein guter Rat ! Formel 1 ist in erster Linie ein Sport bei dem es auf Motivation und mentale Stärke ankommt und da war Senna schon vor 1994 nicht mehr ganz vorne dabei. Es reichte immer mal wieder für Glanzlichter, aber für mehr aber auch nicht - er hatt noch die fahrerische Klasse, aber er konnte diese immer seltener konstant abrufen und machte auch immer mehr Fehler und verschenkte Punkte. Chancen auf einen WM-Titel hätte er nur durch die Unterstützung durch ein top Auto gehabt - das er ja unbedingt wollte und er alles dran setzte, um es zu bekommen. Nur damals 1992 - 2000 gab es keine dominanten Teams mehr, die über Jahre WM-Titel eingefahren haben, der letzte Profiteur eines so konkurrenzfähigen Autos war er ja selbst, mit seinen 3 WM-Titeln mit McLaren. Sein Tod hat verhindert, dass man seinen Abstieg und Ausstieg aus der Formel 1 mitverfolgen konnte, so wie es nahezu jedem Champion der moderne F1 ergangen ist, der seinen Ruhestand erlebt hat. Für seine Fans bleibt er der gottgleiche Überfahrer, der für immer und ewig so weiter gefahren wäre, wie man ihn in der verklärt Erinnerung hat.
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Zed
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Re: Berger: Ohne Imola wäre Senna Rekordweltmeister, nicht Schumacher

Beitrag von Zed » So Mär 22, 2020 1:57 am

Wieso kommen hier so viele Hill/Schumacher Vergleiche?
Man hat doch 1995 gesehen was beide mit konkurrenzfähigem Material gezeigt haben, und Michael hat Damon klar besiegt.9:4 Siege für Schumi, 102:69 Punkte für Schumacher.

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