Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

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Redaktion
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Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Redaktion » So Feb 23, 2020 9:30 am

Der vermeintliche ERS-Defekt am zweiten Testtag hat sich für Mercedes als gravierender herausgestellt: Zweites Motorenproblem innerhalb von drei Tagen

Die erste Testwoche in Barcelona schien aus Mercedes-Sicht nicht besser laufen zu können. Die Silberpfeile holten zwei Tages- sowie die Wochenbestzeit und legten von allen Teams auch die meisten Runden hin. Doch obwohl die Testfahrten so perfekt schienen, ereilte auch Mercedes ein Motorenproblem, das sie zu einem Motorwechsel und einem vorzeitigen Testende zwang.

Ein vermeintlicher ERS-Defekt beendete den Testtag von Valtteri Bottas am Donnerstag früher. Allerdings soll dieser Defekt schwerwiegender sein als zunächst angenommen. Denn die gesamte Power-Unit war kaputt und musste ausgetauscht werden.

Motorenchef Andy Cowell muss zugeben, dass den Hersteller auch den Winter über immer wieder kleinere Probleme geplagt haben: "In Brixworth ist eine Menge los. Es gibt viele Verbesserungen an der ganzen Power-Unit, der ERS-Seite, der Verbrennungsmotorseite", sagt er. "Und wie immer hatten wir ein paar kleine Probleme, als wir alles zusammengestellt haben."

"Wir stecken eine Menge Arbeit hinein, die richtige Spec zu bauen, sie haltbar zu machen und die Power-Unit dann an andere Teams zu geben, damit sie ihre Autos anheizen können", so Cowell weiter.

Doch das Werksteam war nicht das einzige, das von Problemen heimgesucht wurde. Auch bei Kundenteam Williams musste am Freitag die Power-Unit ausgetauscht werden, sodass Nicholas Latifi eine Menge Zeit verlor.

Das ist bei den Testfahren vor der Saison jedoch nicht ungewöhnlich. Auch Konkurrent Ferrari erlitt am Freitag einen Antriebsdefekt mit Sebastian Vettel, Red Bull musste mit Honda am zweiten Tag einen Motorenwechsel vornehmen, als ein Ingenieur etwas Auffälliges in den Daten gesehen hatte. Nach einem Check wurde der Motor am dritten Tag jedoch wieder ins Auto verbaut.

Trotzdem war die Formel 1 bei den Testfahrten 2020 so zuverlässig wie noch nie. Schon am ersten Testtag sprengten die zehn Teams alle Zuverlässigkeitsrekorde und spulten zusammen 1.358 Runden ab - also 6.321,5 Kilometer. Kein Team fuhr dabei weniger als 100 Runden.

Trotz der Motorenprobleme war es am Ende der drei Tage Mercedes, die mit 494 Runden die meisten drehen konnten, gefolgt von Red Bull mit 471. Auch bei den Herstellern liegen die Deutschen mit ihren drei Teams Mercedes, Racing Point und Williams vorn: 1.189 Runden waren es und damit 95 mehr als Ferrari mit dem Werksteam, Haas und Alfa Romeo.

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Werner Stutz
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Werner Stutz » So Feb 23, 2020 12:32 pm

Genau für diesen Zweck sind Testfahrten da (im Gegensatz zum Rennwochenende). Man geht ans Limit und schaut, was defekt gehen kann, verstärkt dann das Teil. Möglich dass man bereits hier Spec-2 getestet hat.

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Joshzi
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Joshzi » So Feb 23, 2020 2:13 pm

Natürlich muss man da ein wenig zurückrudern, nach dieser Machtdemonstration. Ja, auch in diesem Jahr wird man den Rest das eine oder andere Rennen gewinnen lassen - um dann doch wieder vorzeitig beide Titel einzuheimsen. Dieses Prozessionsfahren geht also weiter.
©joshzi

vlado777
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von vlado777 » Mo Feb 24, 2020 7:08 am

Joshzi hat geschrieben:
So Feb 23, 2020 2:13 pm
Natürlich muss man da ein wenig zurückrudern, nach dieser Machtdemonstration. Ja, auch in diesem Jahr wird man den Rest das eine oder andere Rennen gewinnen lassen - um dann doch wieder vorzeitig beide Titel einzuheimsen. Dieses Prozessionsfahren geht also weiter.
Bitte etwas leiser heulen. ;)

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Joshzi
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Joshzi » Di Mär 03, 2020 11:48 am

vlado777 hat geschrieben:
Mo Feb 24, 2020 7:08 am
Bitte etwas leiser heulen. ;)
Wieso heulen? Das ist eine ganz nüchterne Feststellung. Ich bin in erster Linie Fan dieses Sports und natürlich ist eine solche Dominanz schlecht für ihn. Aber das hat wohl mehr mit der guten Arbeit von Mercedes zu tun und der Unfähigkeit der anderen Teams. Insbesondere die des Riesenkonzerns Renault. Sie alle sind mehr für diese Langeweile im Sport verantwortlich, als Mercedes. Die machen nur ihren Job.
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Snip
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Snip » Di Mär 03, 2020 11:59 am

Joshzi hat geschrieben:
So Feb 23, 2020 2:13 pm
Natürlich muss man da ein wenig zurückrudern, nach dieser Machtdemonstration. Ja, auch in diesem Jahr wird man den Rest das eine oder andere Rennen gewinnen lassen - um dann doch wieder vorzeitig beide Titel einzuheimsen. Dieses Prozessionsfahren geht also weiter.
Erst lässt Mercedes die Hosen bei den Tests runter, alle kriegen Angst und damit es doch spannend wirkt, gaukelt uns Mercedes Motorprobleme vor???

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Joshzi
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Re: Doch nicht so perfekt: Auch Mercedes erlebte Motorschaden bei Tests

Beitrag von Joshzi » Mi Apr 01, 2020 10:33 am

Snip hat geschrieben:
Di Mär 03, 2020 11:59 am
Erst lässt Mercedes die Hosen bei den Tests runter, alle kriegen Angst und damit es doch spannend wirkt, gaukelt uns Mercedes Motorprobleme vor???
Na ja, in den Tests lässt Mercedes nicht die Hosen runter. Erst während der Saison haben sie jeweils den Hammer ausgepackt. Niemand weiss, was sie ausprobiert haben, während der Tests. Ich denke nicht, dass sie Probleme vorgetäuscht haben, sondern vielmehr, dass sie bereits in einer ganz anderen Sphäre getestet haben als die anderen.

Nur zur Klarstellung: Ich bin überhaupt kein Mercedes Fan! Sie machen einfach den besten Job - unter den besten Voraussetzungen möchte ich anfügen. Doch ihre Überlegenheit und überhaupt die Tatsache, dass unter normalen Umständen genau 6 Autos in der Lage sind zu gewinnen, das hat diesem Sport geschadet, wie nichts anderes meine ich. Das ist bestimmt nicht die "Schuld" von Mercedes. Ein schwacher Ecclestone hat die Serie quasi an die Hersteller verkauft und die FIA und Liberty zu Organisatoren von reinen Marketingprozessionen gemacht.
©joshzi

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