Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

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Redaktion
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Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von Redaktion » So Feb 16, 2020 4:14 pm

Wegen Zahlungsproblemen steht der ehemalige Grand-Prix-Kurs in Greater Noida bei Delhi vor dem Aus - Zufahrtswege bereits versperrt

Die ehemalige Formel-1-Strecke Buddh International Circuit (BIC) in Greater Noida bei Delhi, auf der von 2011 bis 2013 der Grand Prix von Indien stattgefunden hat, steht endgültig vor dem Aus. Die indischen Behörden haben demnach aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten der Betreiberfirma erste konkrete Schritte eingeleitet.

Zwar sollen die bisher geplanten Veranstaltungen noch durchgeführt werden; dabei handelt es sich aber in erster Linie um nationale Events und Track-Days und nicht um Zwei- oder Vierradrennen von internationaler Relevanz.

Konkret hat die zuständige Yamuna Expressway Industrial Development Authority (YEIDA) in einem ersten Schritt die VIP-Zufahrt zur Strecke behördlich versperrt. Gleichzeitig wird, ähnlich wie bei einem Insolvenzverfahren, eine Versteigerung aller Vermögenswerte des BIC vorbereitet.

Die hinter der Strecke stehende Firma Jaypee Infratech ist nach YEIDA-Angaben bei ihren Gläubigern in Zahlungsrückstand geraten und kann laufende Kreditverträge nicht mehr bedienen. Jaypee bestreitet das, hat daher ein Berufungsverfahren angekündigt und behauptet, man habe 90 Prozent aller fälligen Rechnungen ordnungsgemäß bezahlt.

Von 2011 bis 2013 fand dreimal ein Grand Prix von Indien statt. Dreimal hieß der Sieger Sebastian Vettel auf Red Bull. Beim bisher letzten Rennen im Jahr 2013 gewann der Deutsche frühzeitig seinen vierten und bisher letzten WM-Titel.

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Elch75
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von Elch75 » So Feb 16, 2020 6:19 pm

Wie sagte einst der "Egli" wir müssen mehr in den Osten, brauchen neue Strecken neue Länder im Kalender. Tja siehste mal, nix mehr Türkei, Malaysia,Indien. Das gleiche passiert auch in Vietnam! Bleibt doch auf den Traditionsreichen Strecken. Sch... Preise runter, lasst die Teams wieder mehr Entwickeln und Testen. Schluss mit dem Bevormunden des Fahrers am Funk! Der soll gefälligst selber entscheiden wie schnell ehr Fährt, ob es reicht mit dem Sprit, seine Sache. Die Entscheidung Reifen zu wechseln auch seine! Beim Boxenstop, nur noch Drei Mann pro Seite Lollipop und Wagenheber, mehr nicht. Noch zu guter Letzt, wieder runter auf 16 Rennen. Meine Meinung!

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2CV
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von 2CV » So Feb 16, 2020 6:37 pm

Die an der F1 beteilgten Autohersteller interessiert nur, wenn in Orten wie Indien oder Sonstwoistan Strecken eröffnet werden, aber es interessiert sie einen Dreck, ob die Betreiber dabei pleite gehen. Schon wenn sie dort nur 2x fahren, hat sich das für die Hersteller bekanntheitsgradmäßig rentiert. Ich komme immer wieder auf den Gedanken zurück, daß die Hersteller nicht mit der F1 direkt Geld verdienen dürften (sondern sie die F1 wie früher aus der Werbekasse finanzieren müßten) UND sie müßten eigentlich auch die Rennstrecken zahlen und betreiben (das sollte die FIA von ihnen abkassieren). Ich warte auf den Tag, an den der Arbeiter dafür zahlen muß, bei Benz arbeiten zu dürfen (/Ironie aus)
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

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Maceo
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von Maceo » Mo Feb 17, 2020 8:53 am

Elch75 hat geschrieben:
So Feb 16, 2020 6:19 pm
Wie sagte einst der "Egli" wir müssen mehr in den Osten, brauchen neue Strecken neue Länder im Kalender. Tja siehste mal, nix mehr Türkei, Malaysia,Indien. Das gleiche passiert auch in Vietnam! Bleibt doch auf den Traditionsreichen Strecken. Sch... Preise runter, lasst die Teams wieder mehr Entwickeln und Testen. Schluss mit dem Bevormunden des Fahrers am Funk! Der soll gefälligst selber entscheiden wie schnell ehr Fährt, ob es reicht mit dem Sprit, seine Sache. Die Entscheidung Reifen zu wechseln auch seine! Beim Boxenstop, nur noch Drei Mann pro Seite Lollipop und Wagenheber, mehr nicht. Noch zu guter Letzt, wieder runter auf 16 Rennen. Meine Meinung!
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meineinerseiner
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von meineinerseiner » Mo Feb 17, 2020 10:20 am

Sehr gute Ideen... nur wird sie leider nicht auf offene Ohren stoßen.

Zed
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von Zed » Mo Feb 17, 2020 11:05 am

Elch75 hat geschrieben:
So Feb 16, 2020 6:19 pm
Wie sagte einst der "Egli" wir müssen mehr in den Osten, brauchen neue Strecken neue Länder im Kalender. Tja siehste mal, nix mehr Türkei, Malaysia,Indien. Das gleiche passiert auch in Vietnam!
Ost-Strecken können auch funktionieren.
Siehe Sakhir, Singapur, und Shanghai.

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Feldo
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von Feldo » Mo Feb 17, 2020 12:14 pm

Was heißt "funktionieren"? - Du meinst, solange der Staat genügend Subventionen in die Strecke steckt?

Ich glaube nicht, dass eines der Rennen oder eine der Rennstrecken in der Lage wäre, ohne staatliche Unterstützung ein tragfähiges Geschäftsmodell zu bieten.
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2CV
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von 2CV » Mo Feb 17, 2020 12:40 pm

Zed hat geschrieben:
Mo Feb 17, 2020 11:05 am
Ost-Strecken können auch funktionieren.
Siehe Sakhir, Singapur, und Shanghai.
Sakhir ist "Bahrain, Regierung monarchisch und repressiv mit engem Kontakt zum saudischen Königshaus (~Wikipedia: Bahrain)" - Rennstrecke samt Rennen wird mit Petrodollars bezahlt, egal ob da ein Zuschauer hockt oder nicht -, viele sprechen auch bei Bahrain von Sportwäsche. Singapur ist schon seit langem industriell und Teil der Neuzeit, das funktioniert. Und Shanghai ist in China das globale Finanzzentrum. Kann man alle nicht unbedingt mit Indien, Türkei oder Malaysia vergleichen, wo die Autohersteller hinwollen um "Markt zu schaffen" - neue Absatzplätze -, denn die Absatzzahlen in Europa und den USA reichen den nimmersatten, kapitalistischen Konzernmonstern nicht aus. Respekt vor nichtindustriellen Kulturen existiert da nicht. Neue Rennstrecke in Brasilien, wo indigene Völker für zerstört und annihiliert werden? Aber sofort. Selbstverständlich alles unter dem scheinheiligen Deckmantel der Demokratieverbreitung. Arme Demokratie, wofür die alles geradestehen muß... :eh: Wie sagte mal Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler? "Wir leben nicht in einer Demokratie, sondern in einer Plutokratie"; das bedeutet "Herrschaft des Geldes". Die größten und reichsten Konzerne bestimmen, wo es lang geht und machen Politik, klar, ohne demokratische Legitimation [nochmal Geißler: „Das gegenwärtige Wirtschaftssystem ist nicht konsensfähig und zutiefst undemokratisch, es muss ersetzt werden durch eine neue Wirtschaftsordnung.“ ]. Das ist im privaten Kapitalismus eine zwangsläufige und völlig unmöglich zu verhindernde Entwicklung, hat dem Marx sein Kalle vor 150 Jahren schon klar gesehen: Kleine, mittelständische Unternehmen schließen sich zu immer größeren Konzernen bis hin zu weltumspannenden Mega-Konzernen zusammen, die dann so mächtig geworden sind, das sie selbst bestimmen, was in der Politik zu geschehen hat. Diese Entwicklung ist systemimanent und nicht zu verhindern, auch nicht durch Kartellämter, die werden genauso gekauft wie die übrige Politik. Wie ein interessanter Artikel bei Heise sagt, der einzige Ausweg da raus ist eine echte Gemeinwirtschaft, in der alle Teilhabe haben (Aktiengesellschaften z.B.) bzw. eine 'direkte Demokratie (das wäre eine echte Demokratie)', da die Politiker der 'repräsentativen Demokratie (eigntl. keine echte Demokratie, sondern nur eine Vorstufe dorthin)' genauso einfach korrumpierbar sind wie ein Firmenvorstand. Das wiederum braucht ein gutes Bildungssystem, denn nur gebildete Menschen haben überhaupt die Kapazitäten, die Aufgaben, die eine Demokratie an den Einzelnen stellt, zu erfüllen. Demokratie funktioniert ja nicht vollautomatisch und von allein, sondern Alle müssen mitmachen, beim täglichen Kleinkram (und nicht nur alle 4 Jahre bei den Wahlen...)

Ohne eine echte Gemeinwirtschaft wird sich an der gegenwärtigen Anti-Umweltpolitik in Deutschland und den USA nichts ändern, weil die Konzerne einfach zu mächtig sind, auch für die Politik. Solange wir dieser Realität nicht ins Auge sehen wollen, wird es immer so weiter gehen (~Heise.de).

Die Klimarevoluzzer sagen, das dauert nicht mehr lang, bis wir uns mit dem System selber ausgerottet haben. :wink2: Dann ist's gelöst :ohw: leider ist dann nur Niemand mehr da, der was besser machen könnte... :jupi:


(Tante Edit kam 2x hier vorbei, sorry)
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2CV
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Re: Indien: Formel-1-Strecke in Delhi muss zusperren

Beitrag von 2CV » Mo Feb 17, 2020 1:06 pm

Feldo hat geschrieben:
Mo Feb 17, 2020 12:14 pm
Was heißt "funktionieren"? - Du meinst, solange der Staat genügend Subventionen in die Strecke steckt?

Ich glaube nicht, dass eines der Rennen oder eine der Rennstrecken in der Lage wäre, ohne staatliche Unterstützung ein tragfähiges Geschäftsmodell zu bieten.
Das bringt mich wieder zu meinem ersten Kommentar: Eigentlich, ganz eigentlich, müßten die großen Fahrzeughersteller dieser Welt die Rennstrecken betreiben; IMHO.
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