Scott Dixon über Formel-1-Test 2004: Auto war unglaublich zu fahren

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Redaktion
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Scott Dixon über Formel-1-Test 2004: Auto war unglaublich zu fahren

Beitrag von Redaktion » Do Jan 23, 2020 12:54 pm

Im Jahr 2004 durfte Scott Dixon als frisch gebackener IndyCar-Champion einen Formel-1-Boliden von Williams testen - Er erinnert sich gerne an die Testfahrt

Im Jahr 2004 wurde Scott Dixon nach Barcelona und Paul Ricard eingeladen, um einen Formel-1-Boliden aus dem Hause Williams zu testen. Damals war der IndyCar-Champion eine echte Option für Teamchef Frank Williams, der sagte: "Eines Tages könnte Dixon ein interessanter Kandidat für die Formel 1 werden." Dazu kam es nicht, aber Dixon blickt noch immer gerne auf den Test zurück.

Gegenüber 'Motorsport-Total.com' sagt der Neuseeländer: "Als der Formel-1-Test zustande kam, hatte ich gerade eine gleichermaßen schwierige wie interessante Zeit. Ich hatte gerade meinen ersten IndyCar-Titel gewonnen [2003 Champion, dann schwierige Saison 2004] und es gab eine Möglichkeit, Formel 1 zu fahren."

"Ich habe einen Test auf dem Circuit Paul Ricard absolviert und dann noch einen in Barcelona", erklärt er weiter. "Das Auto war unglaublich zu fahren. Aus Rennserien mit überwiegend Einheitsautos in eines umzusteigen, das vielfältig abstimmbar und veränderbar ist, war schon eine große Umstellung. Das Auto hat einfach unglaublich sensibel auf Veränderungen reagiert."

Der V10-Motor aus dem Hause BMW, der damals in den Williams-Autos steckte, hat sich in das Gedächtnis des heutigen IndyCar- und Langstrecken-Piloten gebrannt. Ein Merkmal bringt ihn aber heute noch zum Lachen: "Das Auto hatte diese lustigen Rillenreifen drauf."

"Für mich ist damals ein Traum wahr geworden", so das Fazit des 39-Jährigen. "Das war aber genauso, als ich das erste Mal ein IndyCar getestet habe. Allein die schiere Kraft und Größe eines solchen Boliden und wie man ihn handhaben kann, war völlig verrückt. Ja, ich muss schon sagen, dass ich großes Glück habe."

Nach seinem IndyCar-Meisterschaftssieg im Jahr 2003 hat Dixon vier weitere Male den Titel in der amerikanischen Formelserie geholt (2008, 2013, 2015 und 2018). In die Formel 1 hat er es aber nicht geschafft, da Williams im Jahr 2005 auf Mark Webber und Nick Heidfeld setzte. Am Ende der Saison 2014 hatten zuvor Juan Pablo Montoya und Ralf Schumacher das Team verlassen.

Im Jahr 2020 wird Dixon wieder für Chip Ganassi in der IndyCar-Serie auf Punktejagd gehen. Außerdem startet der Neuseeländer am kommenden Wochenende bei den 24h von Daytona für Wayne Taylor in der DPi-Klasse der IMSA-Serie. Dixon ist ein Daytona-Veteran und hat das Rennen in seiner Karriere bereits 16 Mal bestritten.

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vampiresclub
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Re: Scott Dixon über Formel-1-Test 2004: Auto war unglaublich zu fahren

Beitrag von vampiresclub » Do Jan 23, 2020 2:48 pm

Interessant in dem Zusammenhang wäre gewesen, unter welchen Bedingungen Dixon welche Zeiten in Referenz zu anderen fahren konnte. Der Zeitraum beschreibt eine Phase als die Indys die maximale Konzentration auf Ovale hatten.
Ich möchte nicht beurteilen ob Dixon ein guter Fahrer ist, ziehe aber in Zweifel, dass er ein F1 Kandidat gewesen wäre.

Mit Montoya und Villeneuve gab es gerade mal zwei Fahrer die in der F1 wirklich aus den amerikanischen Serien heraus Fuß fassen konnten. Ich denke die Serien sind so verschieden, dass wir Wechsel zwischen beiden in der Zukunft nicht mehr sehen werden.

Am Rande, Beeindruckt war ich damals von Mansell, als dieser den Titel in den USA holen konnte, ohne auf Ovalen zu gewinnen. Da wurde deutlich, wie groß der Unterschied zwischen fahren im Oval und auf Rundstrecken ist.
it´s a sad day for formula one when privateers really do go.
But I think we are entering a new era where the privateers are the Red Bulls.
They are really well funded. ------Paul Stoddart-----

Zed
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Re: Scott Dixon über Formel-1-Test 2004: Auto war unglaublich zu fahren

Beitrag von Zed » Do Jan 23, 2020 10:34 pm

vampiresclub hat geschrieben:
Do Jan 23, 2020 2:48 pm
Mit Montoya und Villeneuve gab es gerade mal zwei Fahrer die in der F1 wirklich aus den amerikanischen Serien heraus Fuß fassen konnten. Ich denke die Serien sind so verschieden, dass wir Wechsel zwischen beiden in der Zukunft nicht mehr sehen werden.
Stimmt schon.
Jetzt wo ich so darüber nachdenke was Zanardi, Da Matta und Bourdais in der Formel 1 gerissen haben, und alle 3 die Indycar/Champcar Serie dominiert haben.
2002 Champion Da Matta wurde sogar als zukünftiger F1 Weltmeister gefeiert, holte aber nur ein paar Punkte für Toyota, Zanardi bliebt 1999 im Williams sogar komplett punktlos, nachdem er das Jahr davor noch Cart Meister wurde, und Bourdais als 4 facher Champ Car Meister sah im Toro Rosso kein Land.

Technisch gesehen fuhr von Indycar nicht mal einer erfolgreich in der F1. Villeneuve und Montoya kamen aus der Cart Serie, welche durchaus unterschiede zur Indycar serie aufwieß: Cart war tatsächlich mehr auf Rennstrecken/Stadtkurse konzipiert (fuhr aber auch Oval) wohingegen Indycar eigentlich schon immer überwiegend auf Speedways ausgelegt war. Erst 2008, zur Vereinigung der Champ Car und Indycar Serie begannen auch Indys auf Rennstrecken erfolgreich zu sein.

WotW
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Re: Scott Dixon über Formel-1-Test 2004: Auto war unglaublich zu fahren

Beitrag von WotW » Fr Jan 24, 2020 1:24 am

Neben Villeneuve und Montoya überseht ihr Mario. Der wurde F1-Weltmeister als dreifacher ChampCar-Meister.

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