Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

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Redaktion
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Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

Beitrag von Redaktion » Di Nov 19, 2019 5:25 pm

Weil seine anderen beiden Motoren bereits am Limit sind, droht Valtteri Bottas beim Saisonfinale in Abu Dhabi unter Umständen eine Grid-Strafe

Valtteri Bottas droht beim Saisonfinale in Abu Dhabi möglicherweise eine Rückversetzung in der Startaufstellung. Denn ob der Motor, der beim Grand Prix von Brasilien am Sonntag in Sao Paulo verraucht ist, in zwei Wochen noch einmal eingesetzt werden kann, steht aktuell noch nicht fest.

Der Brasilien-Motor wird im Laufe des Dienstags zurück in der Fabrik in Brixworth erwartet und soll dann gründlich untersucht werden. Das Triebwerk hatte in der 52. Rennrunde den Dienst quittiert. In der TV-Übertragung war bereits während der 51. Runde Rauch zu sehen. Bottas konnte jedoch zunächst mit voller Geschwindigkeit weiterfahren, ehe er doch plötzlichen Leistungsverlust spürte.

Technikchef James Allison erklärte am Sonntagabend, man wisse "noch nicht mehr" über den Defekt: "Wir wissen, dass wir während des Rennens einen erhöhten Ölverbrauch hatten." Innerhalb von einer halben Runde eskalierte das Problem dann "sehr plötzlich". Immerhin: Der Motor ist nicht mit einer spektakulären Rauchwolke explodiert, "sondern hat sich einfach abgeschaltet", sagt Allison.

Bottas berichtet: "Die Jungs haben Rauch gesehen - ich selbst nicht. Ich habe keinen Leistungsverlust gespürt. Der Motor hat nach Kurve 3 einfach abgeschaltet." Was übrigens eine Safety-Car-Phase nach sich zog, weil das Auto "mit dem Unterboden wo feststeckte", wie der Finne erklärt.



Sollte der Brasilien-Motor nicht gerettet werden können, müsste Bottas entweder auf einen der beiden gebrauchten Motoren zurückgreifen oder einen neuen einbauen lassen. Letzteres würde eine Grid-Strafe nach sich ziehen. Pro Saison und Fahrer/Auto sind nur drei Motoren erlaubt.

Die beiden gebrauchten Motoren dürften bereits ziemlich am Limit sein, ist Bottas doch vor Sao Paulo nur einmal vorzeitig ausgeschieden (Hockenheim). "Ich bezweifle, dass wir da noch Kilometer drauf haben. Das müssen wir uns anschauen", sagt der Vize-Weltmeister und stellt klar: "Zur Not nehmen wir halt die Strafe."

Bottas' vielleicht auffälligste Phase im Rennen am Sonntag war, als er kurz vor seinem Ausfall mit frischeren Reifen zu Charles Leclerc aufschloss und den Ferrari-Piloten unter Druck setzte. Für ein Überholmanöver reichte es jedoch nicht. "Sie sind auf den Geraden schnell. Das macht es schwierig", erinnert er sich an das Duell.

"Seine Schwierigkeiten wurden aber immer größer, und ich hatte noch ein gutes Gefühl auf meinen Reifen. Als ich den Motorschaden hatte, lud ich gerade meine Batterie auf, um noch einmal attackieren zu können. Er hat sich gut verteidigt, hat innen immer abgeschirmt", sagt Bottas und betont explizit, dass sich Leclerc zwar hart, aber doch fair verteidigt habe.



Das Rennen war für ihn von Anfang an mittelmäßig verlaufen: "Ich habe am Start keine Positionen gewonnen, und es sah danach aus, als würde Überholen schwierig sein. Dann habe ich versucht, den ersten Stint zu strecken und die Reifen ein bisschen zu schonen. Ich war aber zu langsam, weil ich, besonders im Mittelsektor, ein bisschen Untersteuern hatte. Daher fiel ich zurück."

Beim Boxenstopp "wollte ich auf den Hard wechseln, weil ich das für die einzige Chance hielt, mit einem Stopp durchzukommen. Ich hatte das Gefühl, dass es möglich sein würde, aber dann kamen wir nochmal an die Box, um gegen Albon abzudecken. Ich war ein bisschen verwirrt und habe den Stopp hinterfragt, aber ..."

Bottas gibt offen zu, dass er mit der Entscheidung des Teams, noch einmal reinzukommen und damit Track-Position gegen Alexander Albon aufzugeben, im ersten Moment nicht einverstanden war. Aber: "Es bleibt ein Fragezeichen, ob ich es bis zum Schluss geschafft hätte oder nicht. In der Theorie nicht. Aber ich habe das für meine einzige Chance gehalten. Schwierig."

Von der starken Performance von Red Bull am vergangenen Wochenende ist er nur bedingt überrascht: "Wir wussten, dass sie stark sein würden. Aber sie waren noch stärker als erwartet. Vor allem auf den Geraden. In den Kurven haben sie inzwischen ein gutes Auto. Aber auf den Geraden sind sie besser als wir. Bisher waren wir meistens ähnlich schnell."

Jetzt hofft Bottas auf einen positiven Saisonausklang in Abu Dhabi. Weil der Mercedes-Motor bei Höhenlage (zum Beispiel Österreich, Mexiko, Brasilien) relativ zur Konkurrenz schlechter performt als bei "normalen" Rennen, ist er durchaus optimistisch: "Zumindest sind wir dort auf Meereshöhe! Das scheint uns besser zu liegen."

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Feuerstein
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Re: Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

Beitrag von Feuerstein » Di Nov 19, 2019 8:18 pm

Hat sich dieses Mal kein Kundenteam gefunden, die ihr Auto unmöglichst abstellen, damit Ham noch siegen kann?

Votec
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Re: Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

Beitrag von Votec » Di Nov 19, 2019 9:43 pm

Feuerstein hat geschrieben:
Di Nov 19, 2019 8:18 pm
Hat sich dieses Mal kein Kundenteam gefunden, die ihr Auto unmöglichst abstellen, damit Ham noch siegen kann?
*gelöscht*

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Stromberg
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Re: Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

Beitrag von Stromberg » Di Nov 19, 2019 11:00 pm

Kleine Sache am Rande: Das Safetycar kam wegen Jules Bianchi raus. Das Auto steckte fest, der Kran musste das Auto bergen -> man will keinen zweiten Bianchi riskieren.

Votec
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Re: Valtteri Bottas: Brasilien-Motor wird untersucht, Strafe droht

Beitrag von Votec » Mi Nov 20, 2019 3:36 am

Stromberg hat geschrieben:
Di Nov 19, 2019 11:00 pm
Kleine Sache am Rande: Das Safetycar kam wegen Jules Bianchi raus. Das Auto steckte fest, der Kran musste das Auto bergen -> man will keinen zweiten Bianchi riskieren.
@Stromberg - Das sind aber FAKE NEWS, welche Sie HIER verbreiten!
Vor allem muss man nicht mal AMS (VW Werkszeitung) u.Co. gelesen haben, um das zu wissen, denn selbst HIER, auf MST, war ein extra Artikel, nur zu diesem Thema.

Zitat: "Valtteri Bottas machte nach seinem Defekt alles richtig - Trotzdem musste das Safety-Car raus, weil die Rennleitung einen Kran zur Bergung einsetzen musste
(Motorsport-Total.com) - In Runde 54 verursachte Valtteri Bottas am Sonntag in Brasilien die erste von zwei Safety-Car-Phasen. Allerdings war der Finne selbst daran unschuldig, denn nachdem es einen Defekt an seinem Mercedes gab, stellte er sein Auto eigentlich an der richtigen Stelle der Strecke ab. "Valtteri hat beim Abstellen des Autos einen fantastischen Job gemacht", lobt Rennleiter Michael Masi.
Bottas stellte seinen W10 extra abseits der Strecke an einem Ausgang ab, damit man den Boliden schnell wegschieben kann. "Darum haben wir uns [zunähst] für Doppel-Gelb entschieden", erklärt Masi. Das Problem: Obwohl das Auto richtig platziert war, bekamen es die Streckenposten nicht weg. "Sie haben versucht, das Auto wegzuschieben, aber er blieb auf einer Bodenwelle stecken", so Masi.
"Deshalb mussten wir den Kran einsetzen, um es wegzubekommen", erklärt er.
Damit war klar, dass es eine Safety-Car-Phase geben muss. "Sobald ein Kran zum Einsatz kommt, ist das für mich sofort ein Safety-Car", betont Masi und ergänzt: "Ich glaube, es waren drei oder vier Streckenposten, die es schieben wollten, aber es ist nichts passiert." Daher musste der ungeliebte Kran eingesetzt werden. .... "

Und da outet man sich von der Rennleitung auch noch selber, das man nicht in der Lage war, trotz langen doppelgelb, einen leeren F1 Wagen zu bewegen.
Wie schon mal erwähnt, heben 4, 5 Mann so ein Ding hoch!
Man hätte beim "stecken gebliebenen Gang" bleiben sollen, aber da hätte Mercedes bestimmt widersprochen, daher dieser Mist.
Das Safety-Car sollte das Feld zusammen bringen (Ferrari hatte z.B. schon wieder 21 Sek. Rückstand), künstliche Spannung erzeugen, das war eine Wettbewerbsverzerrung, von außen.

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