Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

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Redaktion
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Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Redaktion » Di Okt 01, 2019 8:42 am

Helmut Marko glaubt, dass Ferrari mit seinen Spielchen sich selbst und der ganzen Formel 1 schadet - Für den internen Ärger sei auch Charles Leclerc verantwortlich

Mit den taktischen Spielchen in Sotschi hat sich Ferrari keinen Gefallen getan. Abgesehen von internen Problemen, die dadurch entstehen könnten, kamen die Aktionen auch bei vielen Fans der Königsklasse nicht gut an. Und auch Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko hat wenig Verständnis für das Vorgehen der Scuderia am Sonntag, als man Sebastian Vettel beim Boxenstopp einbremste.

"Vettel hat wahrscheinlich die bessere Rennabstimmung gefunden", grübelt Marko bei 'ServusTV' und erklärt: "Leclerc hätte ja ranfahren können, aber das hat er nicht geschafft. Vettel war einfach der schnellere. In der Situation ist es klar, dass er sich da nicht genau erinnert, was ausgemacht war." Eigentlich wollte Ferrari die Positionen auf der Strecke tauschen. Doch Vettel weigerte sich.

"Und dass man ihn dann so offensichtlich mit den alten Reifen herumschlittern lässt, bis [Leclerc] vorbei ist, das trägt natürlich auch nicht zur Stimmung bei", erklärt Marko und stellt klar: "Ich finde das gar nicht gut. Vettel ist vorn, Leclerc beschwert sich. Und dann gibt der Renningenieur mehr oder minder offiziell durch: 'Mach dir keine Sorgen, wir regeln das über den Boxenstopp.'"

"Das heißt: Wir manipulieren den Boxenstopp. Eigentlich ist das gegen die Fairness und gegen den ganzen Sport", kritisiert der Österreicher. Seiner Meinung nach steht sich Ferrari aktuell bei vielen Dingen selbst im Weg. "Das ganze ist [für Ferrari] schwierig genug", weiß er und erklärt: "Wieso verkompliziert man es noch, indem man die Fahrer irgendwo gegeneinander ausspielt?"



Bereits vor dem Rennen war abgesprochen, dass Leclerc Vettel beim Start einen Windschatten geben soll, damit dieser Hamilton überholen kann. Doch Marko wirft ein: "Wenn Hamilton einen guten Start hat, dann blockt er das ab, dann funktioniert es sowieso nicht. Beide Mercedes hatten dieses Mal keinen sehr guten Start, dadurch hat das funktioniert."

Grundsätzlich sieht er solche Spielchen kritisch - wie auch in Monza, als die beiden Ferrari-Piloten sich gegenseitig Windschatten geben sollten. Auch damals klappte der Plan nur zur Hälfte. "Vettel hat so viel Kritik einstecken müssen. Leclerc hat sich in Monza nicht an die Regel gehalten. Da hätte er [im Qualifying] einen Windschatten für Vettel geben sollen", erinnert Marko.

"Er hat das so hinausgezögert, dass die letzten fünf [Fahrer] überhaupt keine Runde mehr zusammengebracht haben. Der trägt schon seinen Teil bei", erklärt Marko im Hinblick auf die interne Spannung bei Ferrari. "Da ist so viel Risiko dabei. Aber Ferrari liebt diese Spielereien, obwohl es die meiste Zeit nicht gut ausgeht", zuckt er die Schultern und erklärt: "Aber das ist Ferrari. Das ist halt eine andere Kultur."



Unabhängig von der Situation zwischen Vettel und Leclerc attestiert er Ferrari einen weiteren taktischen Fehler in Sotschi. Er hat kein Verständnis dafür, dass man Leclerc während der Safety-Car-Phase an die Box holte und noch einmal auf die weichen Reifen wechselte. "Dadurch hat man Mercedes alles in die Hand gespielt, weil Bottas herrlich den Puffer [für Hamilton] gespielt hat", so Marko.

"Und auf der Strecke in Sotschi kann man wahnsinnig schwer überholen - selbst mit der Ferrari-Power", erklärt er. Durch den zusätzlichen Stopp fiel Leclerc von Rang zwei auf drei zurück. Zudem hätte der Monegasse mit dem Medium-Reifen laut Marko eine "wesentlich größere Chance gehabt, Hamilton zu attackieren." Für ihn ist klar, dass sich Ferrari häufig selbst einbremst.

Das nimmt er persönlich aber gerne mit. "Da tun wir uns leichter, wenn wir sie besiegen wollen", schmunzelt er. Zudem glaubt er, dass sich Ferrari bald einen neuen Fahrer suchen muss. Denn gegenüber 'Auto Bild motorsport' erklärt er nach den jüngsten Vorkommnissen: "Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr, das steht für mich jetzt fest."

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PaulPahl
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von PaulPahl » Di Okt 01, 2019 8:50 am

Marko ist wohl der letzte den man in Sachen fairer Motorsport als Kronzeugen berufen sollte, das dürfte wohl das Letzte sein was einem zu RB - gerade die Ära Vettel dort betreffend - in den Sinn kommt.
Und beim Rest bewegt er sich wohl auch in seiner eigenen Welt: Auf Soft kam Leclerc an Bottas nicht vorbei, auf Medium hätte er aber Hamilton mit dessen Soft-Reifen (fürs Protokoll: Er fuhr damit die schnellste Rennrunde) gefährlich werden können? Aha. Das sahen das Ferrari-Team und Leclerc selbst wohl auch im Nachgang anders, aber was wissen die schon von ihrem Auto.

Micha_r1
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Micha_r1 » Di Okt 01, 2019 9:04 am

PaulPahl hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 8:50 am
Marko ist wohl der letzte den man in Sachen fairer Motorsport als Kronzeugen berufen sollte, das dürfte wohl das Letzte sein was einem zu RB - gerade die Ära Vettel dort betreffend - in den Sinn kommt.
Und beim Rest bewegt er sich wohl auch in seiner eigenen Welt: Auf Soft kam Leclerc an Bottas nicht vorbei, auf Medium hätte er aber Hamilton mit dessen Soft-Reifen (fürs Protokoll: Er fuhr damit die schnellste Rennrunde) gefährlich werden können? Aha. Das sahen das Ferrari-Team und Leclerc selbst wohl auch im Nachgang anders, aber was wissen die schon von ihrem Auto.
Naja ich denke Herr Marko wird was das Thema Formel 1 angeht deutlich mehr wissen wie sie !!
Allerdings gebe ich ihm bei einem Recht und das ist das Vettel bei Fer keine Zukunft mehr hat. Ist für ihn auch besser so.
Fer wird solange sie keine gescheite Führung haben eh kein WM egal mit wem als Fahrer.
Und gerade im Hinblick auf den aktuellen WM Stand könnte Fer eh beide frei fahren lassen und schauen was passiert.
Beim Start seh ich genauso wie Marko das kann man nicht wirklich absprechen und welche Absprachen es genau gab weiss niemand genau ausser die Leute die dabei waren.

RD-White
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von RD-White » Di Okt 01, 2019 9:08 am

PaulPahl hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 8:50 am
Marko ist wohl der letzte den man in Sachen fairer Motorsport als Kronzeugen berufen sollte, das dürfte wohl das Letzte sein was einem zu RB - gerade die Ära Vettel dort betreffend - in den Sinn kommt.
Und beim Rest bewegt er sich wohl auch in seiner eigenen Welt: Auf Soft kam Leclerc an Bottas nicht vorbei, auf Medium hätte er aber Hamilton mit dessen Soft-Reifen (fürs Protokoll: Er fuhr damit die schnellste Rennrunde) gefährlich werden können? Aha. Das sahen das Ferrari-Team und Leclerc selbst wohl auch im Nachgang anders, aber was wissen die schon von ihrem Auto.
Marko weiß auf jeden Fall um einiges mehr als Sie von Ihrem Sofa aus je erfahren werden. Und seine Kritik an der Strategie und dem Verhalten der Scuderia ist ja auch mehr als gerechtfertigt. Seine Analyse zum Rennverlauf passt und weicht auch nicht von den Kommentaren anderer Experten ab. Ihr Pippi-Langstrumpf-Denken funktioniert in der wirklichen Welt nun mal nicht.

mamola
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von mamola » Di Okt 01, 2019 10:44 am

Die Sofa-Experten aus dem Hotel Mama sind mal wieder der Bringer. :lol:

Ingmar71
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Ingmar71 » Di Okt 01, 2019 10:45 am

Marko bringt es auf den Punkt. Ferrari zeigt mehr als deutlich, das sie Leclerc als ihre Zukunft sehen. Vornerum wird Vettel noch bei Laune gehalten, hintenrum wird er eigentlich nur noch verarscht. Ich wiederhole mich hier, aber Vettel sollte zusehen, das er bei McLaren unterschreibt. Dort könnte er nochmal was aufbauen und mit Glück ab 2021 mit den Mercedes Motoren nochmal angreifen.

Misno
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Misno » Di Okt 01, 2019 11:03 am

In Singapur hat Ferrari dank taktischer Spielchen den Doppelsieg geholt.

Und sie haben in Russland ausschließlich wegen Vettels Defekt und der VSC Phase nicht gewonnen.

Klar sah es dieses Mal etwas komisch aus, den vorderen der beiden einzubremsen. Sie werden ihre Sache draus gelernt haben.

Ich hoffe ja, dass sie nächstes Jahr von Anfang an diese Pace zeigen wie momentan. Da werden Vettel und Leclerc wohl keine Freunde...

Und dazu muss man wirklich mal den Bottas loben: er gibt alles, glaubt nach wie vor daran, vielleicht irgendwann Lewis zu schlagen, fügt sich aber in wichtigen rennentscheidenden Situationen der Teamentscheidung. Finde ich absolut bemerkenswert für einen Fahrer, der v.a. Anfang der Saison wirklich auf Augenhöhe mit Hamilton um den Titel gekämpft hat. Insgeheim hat er wohl dieses Jahr schon abgeschrieben. Wäre er punktemäßig näher an Hamilton dran, hätte das in Singapur und jetzt in Russland vielleicht auch anders ausgesehen...

wolfgangf67
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von wolfgangf67 » Di Okt 01, 2019 11:08 am

Ingmar71 hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 10:45 am
Marko bringt es auf den Punkt. Ferrari zeigt mehr als deutlich, das sie Leclerc als ihre Zukunft sehen. Vornerum wird Vettel noch bei Laune gehalten, hintenrum wird er eigentlich nur noch verarscht. Ich wiederhole mich hier, aber Vettel sollte zusehen, das er bei McLaren unterschreibt. Dort könnte er nochmal was aufbauen und mit Glück ab 2021 mit den Mercedes Motoren nochmal angreifen.
McLaren wäre tatsächlich keine schlechte Alternative, sollte sich nach dem Motorwechsel diese Möglichkeit bieten. Das Auto ist zwar längst nicht auf der Höhe, aber die würden wenigstens strategisch nicht so herumtölpeln. LEC wird auch auf dem Hosenboden der Realität landen, wenn der Hype um seine Person nach weiteren Meisterstrategien wieder abebbt. Mit der Jubeltruppe Ferrari kannst Du nur etwas reißen, wenn Du Dich mit 2-3 starken Realdenkern umgibst. Die sind aber dünn gesät.

vandamm
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von vandamm » Di Okt 01, 2019 11:10 am

Ja es ist schon beeindruckend, wie ein Team mit einem so extremen Vorsprung es nötig hat so eine TO Kacke abzuziehen. Was Mercedes da in Sachen TO die letzten Jahre mit BOT abzieht ist nicht zu verstehen und absolut unsportlich. Binotto ist der Meinung, dass dies von Ferrari noch getopt werden kann und hat dabei ganz vergessen, dass man noch andere Autos als nur die 2 Roten im Rennen hat. Der Abstand im Rennen zu HAM war von LEC lächerlich klein und hätte noch zu Problemen geführt.
Totto Wolf: "Für mich steht Michael über allen anderen."

jerry74
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von jerry74 » Di Okt 01, 2019 11:11 am

Marko hin oder her, er sagt auf seine Weise das was viele wie ich auch denken. Leclerc ist gut, schnell und kann Ellbogen ausfahren. Das gefällt mir an ihm, aber das Rumgeheule am Funk regt mich auf, und beim letzten Rennen hätten sie ihm einfach sagen sollen, er kommt Vettel nicht hinterher und deswegen bleibt alles so wie es ist. Aber nein, Ferrari geht auch noch auf ihn ein und bestraft Vettel freiwillig.
Zusammen mit dem unnützen Reifenwechsel haben dann am Ende alle ihre Rechnung gekriegt und das finde ich gut.

Mutzhunter94
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Mutzhunter94 » Di Okt 01, 2019 11:53 am

Ich glaub besser kann man es wirklich nicht sagen Jerry :schumi:

barcode
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von barcode » Di Okt 01, 2019 12:54 pm

jerry74 hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 11:11 am
Marko hin oder her, er sagt auf seine Weise das was viele wie ich auch denken. Leclerc ist gut, schnell und kann Ellbogen ausfahren. Das gefällt mir an ihm, aber das Rumgeheule am Funk regt mich auf, und beim letzten Rennen hätten sie ihm einfach sagen sollen, er kommt Vettel nicht hinterher und deswegen bleibt alles so wie es ist. Aber nein, Ferrari geht auch noch auf ihn ein und bestraft Vettel freiwillig.
Zusammen mit dem unnützen Reifenwechsel haben dann am Ende alle ihre Rechnung gekriegt und das finde ich gut.
Volltreffer. Alle haben die Rechnung bekommen, auch Seb, der sich sehr wohl überlegen wird, ob er Mangels Rückhalt bei Ferrari tatsächlich noch eine für sich Zukunft sieht.

Ferrari ist aber auch selten dämlich, das muss man mal ganz deutlich sagen. Zu Zeiten von Schumacher hat man sich ebenfalls um einen Nachfolger gekümmert und einen Massa ins zweite Cockpit gesetzt (der ja auch nicht der langsamste war, fuhr ja selbst nach seinem Unfall noch oft auf Augenhöhe mit einem gewissen Bottas) und ihn langsam herangezogen, aber es war klar, solange Schumacher da ist ist er die Nummer 1. Das hat funktioniert. Warum man jetzt einen Leclerc gleichsetzen muss mit einem Vettel kann mir niemand sinnvoll erklären. Klar ist der schnell und talentiert, aber er ist eben auch noch unerfahren und muss noch viel lernen, also lasst ihn lernen statt ihn in seinem ersten Jahr bei Ferrari in eine Position zu manövrieren sich ohne Not mit Vettel duellieren zu müssen. Denn so viel ist klar: Es geht um nichts zwischen den beiden in dieser WM, der Titel ist weg, vermutlich sogar beide. Wer am Ende mehr Punkte auf dem Konto hat ist nicht relevant, also warum? Ist Leclerc dann Nummer 1 nächstes Jahr wenn er mehr Punkte hat? Und was wenn Vettel nächstes Jahr wieder ein Auto vorfindet, welches ihm besser liegt und er schneller ist als Leclerc?

Diese Farce gegen Vettel ist kurzsichtig, gebt ihm den benötigten Rückhalt im Team, hört auf mit diesen ekelhaften politischen Spielchen, die zu absolut nichts Positivem führen!

vampiresclub
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von vampiresclub » Di Okt 01, 2019 1:01 pm

Redaktion hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 8:42 am

"Er hat das so hinausgezögert, dass die letzten fünf [Fahrer] überhaupt keine Runde mehr zusammengebracht haben. Der trägt schon seinen Teil bei", erklärt Marko im Hinblick auf die interne Spannung bei Ferrari. "Da ist so viel Risiko dabei. Aber Ferrari liebt diese Spielereien, obwohl es die meiste Zeit nicht gut ausgeht", zuckt er die Schultern und erklärt: "Aber das ist Ferrari. Das ist halt eine andere Kultur."

... Denn gegenüber 'Auto Bild motorsport' erklärt er nach den jüngsten Vorkommnissen: "Vettel hat bei Ferrari keine Zukunft mehr, das steht für mich jetzt fest."

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Ja die Sache mit der Kirche und dem Wein.
Ich würde Marko gerne zustimmen, in sachen "diese Spielereien, obwohl es die meiste Zeit nicht gut ausgeht" aber gerade aus dem Hause Red Bull ist das seltsam zu Hören. Multi 21 ist da ja nur ein Stichwort

Für mich schaut es so aus, als wenn da einer ein Angebot in Richtung der Fahrerpaarung 2021 an Vettel macht.
Daher wäre dann auch Schlüssig, warum RB sich für 2020 nur Gasly oder Albon ins Auto holen will.
Beide könnten 2021 an Vettels Seite fahren, ohne für diesen eine Gefahr zu sein, wenn Verstappen geht.
it´s a sad day for formula one when privateers really do go.
But I think we are entering a new era where the privateers are the Red Bulls.
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flingomin
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von flingomin » Di Okt 01, 2019 1:39 pm

Jetzt mal ohne jegliche Polemik:
Ferrari sieht in LeClerc die Zukunft und betrachtet Vettel als Auslaufmodell.

Schön und gut, ist ihr gutes Recht und das haben andere Teams mit anderen Fahrern in der Vergangenheit nicht anders gemacht.
Was aber neu ist und was eine neue (ich kenne kein ähnliches Beispiel aus der Vergangenheit) Dimension erreicht hat ist die Selbstverständlicheit, mit der Ferrari dies offen zur Schau stellt.

Die Teamführung versucht erst gar nicht (außer mit wenigen sehr sehr halbherzigen Beteuerungen) den Eindruck zu erwecken, dies sei anders ("Nein nein, natürlich war LCs Undercut nicht dazu gedacht die Plätze zu tauschen" :roll: ).
Bevor Vettel dort (sofern denn der Ferrari 2020 eine Rakete sein sollte) einen weiteren Titel gewinnt, wird LeClerc zum WM gemacht.
Das ist offensichtlich, dessen muss (und wird) sich auch Vettel bewusst sein.
Zu gewinnen gibt's für ihn also nichts mehr bei Ferrari, damit hat Marko imho Recht.

Im aktuellen Status Quo stellt sich für Vettel eigentlich nur noch die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt.

Ende 2019 vor LeClerc davon laufen, mit der unmissverständlichen Botschaft dies dann zum zweiten Mal in seiner Karriere (nach dem Ricciardo - Desaster) getan zu haben?

Oder irgendwie noch 2020 durchhalten (danach ist ohnehin Schluss), mit der relativ sicheren Gewissheit dass er bis dahin vollends von LeClerc (und von Ferrari!!) demontiert wurde und mit der Gefahr dass dies dann sein Karriereende bedeutet?


Entweder Ferrari muss die Füße still halten und die beiden frei fahren lassen, in der Hoffnung dass sie sich gegenseitig antreiben.
Oder Ferrari muss sich auf eine klare Nr. 1 festlegen, dann aber mit allen Konsequenzen (und nicht je nach Gemütslage mal den einen und mal den anderen bevorteilen).
Man nennt das "Führung".
Eindruck: Wenn alles bleibt wie es jetzt ist, gibt es nur Verlierer.
Zuletzt geändert von flingomin am Di Okt 01, 2019 1:59 pm, insgesamt 1-mal geändert.

vandamm
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von vandamm » Di Okt 01, 2019 1:53 pm

Tja lustig nur, wenn der Plan seitens Ferrari nicht aufgeht. Siehe Rennpace in Sotschi. Da hätte es sich gelohnt auf das Pferd LEC zu setzen. Eigentlich war der Ausfall das Beste was Bino passieren konnte. Ein VET der mega Wut im Bauch hat, ein LEC der nicht wirklich schnell konnte und ein HAM der über die Strategie herankommt. Da wäre schön Feuer untern Dach gewesen. Genau wegen so einer Konstellation hätte es was zu lachen gegeben....... Schade

@ Flingo

geht das VETgebash weiter wenn er in Rente ist????
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flingomin
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von flingomin » Di Okt 01, 2019 2:05 pm

vampiresclub hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 1:01 pm


Für mich schaut es so aus, als wenn da einer ein Angebot in Richtung der Fahrerpaarung 2021 an Vettel macht.
Daher wäre dann auch Schlüssig, warum RB sich für 2020 nur Gasly oder Albon ins Auto holen will.
Beide könnten 2021 an Vettels Seite fahren, ohne für diesen eine Gefahr zu sein, wenn Verstappen geht.
Den Gedanken hatte ich auch. Markos "Analysen" sind fast schon zu offensichtlich.
Aber: Wäre Vettels Leben neben Verstappen angenehmer, als es das neben LeClerc ist?
Ich denke da an Regen und Traufe und so.

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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Formula_One » Di Okt 01, 2019 2:10 pm

flingomin hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 2:05 pm
Den Gedanken hatte ich auch. Markos "Analysen" sind fast schon zu offensichtlich.
Aber: Wäre Vettels Leben neben Verstappen angenehmer, als es das neben LeClerc ist?
Ich denke da an Regen und Traufe und so.
Nach aktuellem Stand, wie sich Verstappen entwickelt hat, und wie sich Leclerc momentan gibt, da würde ich sagen: Ja, Vettel und Verstappen würden besser zusammen harmonieren. Hätte ich vor ein, zwei Jahren sicherlich nicht für möglich gehalten, aber ich denke das würde funktionieren. Ich will damit aber nicht sagen, dass Verstappen langsamer wäre und ein "einfacherer" Gegner, als Leclerc.

vandamm
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von vandamm » Di Okt 01, 2019 2:15 pm

flingomin hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 2:05 pm
Den Gedanken hatte ich auch. Markos "Analysen" sind fast schon zu offensichtlich.
Aber: Wäre Vettels Leben neben Verstappen angenehmer, als es das neben LeClerc ist?
Ich denke da an Regen und Traufe und so.
Und wie kommst du auf das schmale Brett?

Donilogie???

Dafür, dass VER plötzlich als WM Kandidat gehandelt wurde kommt da auch nicht viel. Liegt es am Auto????

Flimologie - es liegt niemals am Auto - nur am Vettel....
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flingomin
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von flingomin » Di Okt 01, 2019 2:20 pm

Dieses Board bietet nützliche Funktionen, finde ich.

Micha_r1
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Micha_r1 » Di Okt 01, 2019 2:22 pm

flingomin hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 2:05 pm
Den Gedanken hatte ich auch. Markos "Analysen" sind fast schon zu offensichtlich.
Aber: Wäre Vettels Leben neben Verstappen angenehmer, als es das neben LeClerc ist?
Ich denke da an Regen und Traufe und so.
Naja wenn dann müsste Verstappen weg sein allerdings glaube ich nicht das RB Vettel zurückholen wird. Denn auch diese haben Vettel in seinem letzten Jahr bei RB nicht mehr diese Rückendeckung gegeben wie sie es davor taten. Zudem wäre Vettel zu teuer für RB bzw Vettel würde auf Geld verzichten.

meineinerseiner
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von meineinerseiner » Di Okt 01, 2019 2:31 pm

Gut, nehmen wir mal an dass das Haltbarkeitsdatum von Vet bei Ferrari ist eng begrenzt.

Und dann? Die meiste schreiben ja jetzt schon den jungen Schumacher zu Ferrari. (abgesehen davon ob er die Superlizenz schafft oder nicht)

Dann hat Ferrari den glücklichen Umstand geschaffen das Lec den Schu um die Ohren fährt und er richtig verheizt wird.

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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von vampiresclub » Di Okt 01, 2019 3:14 pm

meineinerseiner hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 2:31 pm
Gut, nehmen wir mal an dass das Haltbarkeitsdatum von Vet bei Ferrari ist eng begrenzt.

Und dann? Die meiste schreiben ja jetzt schon den jungen Schumacher zu Ferrari. (abgesehen davon ob er die Superlizenz schafft oder nicht)

Dann hat Ferrari den glücklichen Umstand geschaffen das Lec den Schu um die Ohren fährt und er richtig verheizt wird.
Kleines Gedankenspiel wie die Paarungen 2021 oder 2022 aussehen können.
Mercedes: Verstappen / Russel
RB: Vips oder Doohan / Vettel
Ferrari: LEC / Schumacher
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Benzinbruder
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Benzinbruder » Di Okt 01, 2019 3:34 pm

vampiresclub hat geschrieben:
Di Okt 01, 2019 3:14 pm
Kleines Gedankenspiel wie die Paarungen 2021 oder 2022 aussehen können.
Mercedes: Verstappen / Russel
RB: Vips oder Doohan / Vettel
Ferrari: LEC / Schumacher
Und warum sollte HAM nach seinem 9. WM Titel aufhören? :D

Benzinbruder
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Benzinbruder » Di Okt 01, 2019 3:37 pm

Der Satz, der mich an Markos Interview am meisten irritiert hat, war der, dass man in Sotschi so schwer überholen kann.
Monaco ok - Ungarn ok - aber wenn eine 900 Meter lange Gerade +DRS nicht mehr reichen, dann läuft gewaltig was falsch in der F1.

Yoda1285
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Re: Marko kritisiert Ferrari: "Gegen die Fairness und den ganzen

Beitrag von Yoda1285 » Di Okt 01, 2019 4:48 pm

Ich will doch nur in Ruhe ein Autorennen gucken! :jupi:

Alle reden immer wie reif Charles Leclerc angeblich ist für sein Alter. :confused: :confused: :confused:

Wenn ich bei Ferrari am Kommandostand sitzen würde und mir das Gejammer anhören müsste, dann würde ich einfach den Kopfhörer abnehmen und mich entspannt zurücklehnen, bis der Anfall des kleinen Jungen vorbei ist.

Frage mich ernsthaft wie Vettel sich den Mist antun kann ohne dabei auszurasten.

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