Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

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Redaktion
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Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

Beitrag von Redaktion » Do Jul 18, 2019 9:03 am

Gary Anderson glaubt, dass Sebastian Vettel nicht bereit ist, sich an den aktuellen Ferrari anzupassen - Er zieht Vergleiche zu seiner erfolgreichen Zeit bei Red Bull

Sebastian Vettel läuft aktuell Gefahr, bei Ferrari intern hinter Charles Leclerc zurückzufallen. Der junge Monegasse war bei den vergangenen drei Grands Prix jeweils in Qualifying und Rennen schneller als der viermalige Weltmeister und liegt in der WM nur noch drei Punkte hinter seinem Teamkollegen. Experte Gary Anderson glaubt, dass Vettel ein grundlegendes Problem mit dem Ferrari SF90 hat.

"Vettel ist ohne Frage ein Toppilot. Aber er braucht ein Auto, das zu ihm passt", erklärt Anderson in seiner neuen Kolumne für 'Autosport'. "Er hat [in Silverstone] gesagt, dass er mit dem Gefühl im Auto nicht glücklich war. Aber ich habe jemanden gesehen, der nicht einmal ansatzweise so ans Limit gegangen ist wie die anderen Topfahrer - Hamilton, Bottas, Leclerc oder Verstappen", so Anderson.

Im Qualifying fehlten Vettel mehr als 0,6 Sekunden auf Leclerc - in der Formel 1 eine Welt. Doch warum tut sich Vettel so schwer? "Wenn überhaupt neigt der Ferrari zum Untersteuern", erklärt Anderson im Hinblick auf den SF90 und verrät: "Einige Fahrer mögen das und kommen damit klar. Aber ich glaube nicht, dass Vettel zu denen gehört." Anderson zieht einen Verglich zu Vettels erfolgreicher Zeit bei Red Bull.



"In den alten Tages des angeblasenen Diffusors war er der Meister", erinnert er und ergänzt: "Am Kurveneingang hat sich das Heck immer bewegt. Aber er wusste, dass es Grip bekommen würde, sobald er aufs Gas ging. Dadurch hatte er die Front am Kurveneingang und das Heck am Ausgang. Die Balance wechselte durch das Gas, welches er kontrolliert hat."

Und selbst bei Red Bull habe es Phasen gegeben, als Vettel schwächelte. So habe Teamkollege Mark Webber kurzzeitig "besser performt als Vettel", als die Bullen Probleme hatten, ihren Diffusor zum Funktionieren zu bringen. Und 2014, "als er es in einem Red Bull ohne irgendeine Form von angeblasenem Diffusor mit Ricciardo zu tun bekam", zog Vettel in der WM den Kürzeren.

2015 folgte dann sein Wechsel zu Ferrari. Dort läuft er dem Traum vom WM-Titel in Rot bis heute hinterher. "Vettel ist jetzt seit fünf Saisons bei Ferrari. Sowohl er als auch das Team haben gedacht, dass sie erfolgreicher sein würden", glaubt Anderson und erklärt: "Aber leider lässt sich der Erfolg immer nur relativ zur Konkurrenz messen. Und sie leben in einer Zeit, in der Mercedes einen ganzen Haufen davon hat."



Die Dominanz der Jahre 2010 bis 2013, als Vettel viermal in Folge Weltmeister wurde, sei nur noch "graue Vorzeit". Anderson erklärt: "Vettel scheint nicht einsehen zu wollen, dass er sich [an die neuen Autos] anpassen muss. Allerdings glaube ich, dass auch Ferrari seine Rolle spielen und Vettel helfen muss, das Auto zu verbessern und das Untersteuern zu reduzieren."

"Das einzige Problem ist, dass Leclerc auch davon profitieren wird, wenn das Team [dabei] erfolgreich ist", so Anderson. Denn auch der Monegasse würde schneller werden, wenn Ferrari seinem Boliden den Hang zum Untersteuern austreiben kann. Anderson glaubt, dass diese Charakteristik vom Frontflügel kommt. Dort setzt Ferrari 2019 auf ein anderes Konzept als Mercedes.

Während es die Silberpfeile in diesem Jahr schaffen würden, vorne mehr Grip zu erzeugen, neige der Ferrari einfach nur zum Untersteuern. "Ich habe den Eindruck, dass das Problem im Design des Frontflügels liegt", so Anderson, der auch nicht glaubt, dass Ferrari dieses grundlegende Problem so schnell lösen wird. Mercedes habe hier einfach einen besseren Job gemacht.

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Marcha
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Re: Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

Beitrag von Marcha » Do Jul 18, 2019 11:27 am

Wofür gibt es ein Entwicklungsteam mit hunderten von schlauen Köpfen und die schaffen es nicht die Fahrzeugcharakteristik an Vettel anzupassen bzw in die Richtung die er benötigt zu entwickeln.
Es ist NICHT die herausragende Eigenschaft eines Rennfahrers mit allem was man ihm vor die Füße wirft schneller als alle anderen zu fahren im Kontext einer 1000Mann Rennabteilung ist die Aufgabe halt auch optimale Vorraussetzungen zu schaffen damit der Fahrer seine spezifischen Talente einsetzen kann.
Wenn der Fahrer das schafft ist es natürlich angenehm ,, um die Probleme herumzufahren ist aber wenig sinnvoll.

Skid2206
Beiträge: 2
Registriert: Do Jul 18, 2019 12:56 pm

Re: Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

Beitrag von Skid2206 » Do Jul 18, 2019 1:09 pm

Ich liebe Italien. Ich mag die Menschen und das Land und auch Ferrari. Aber ist euch schon mal aufgefallen, dass wenn bei der Scuderia alle Führungspositionen rein italienisch besetzt sind, funktioniert irgendwie nichts mehr?

Erinnere gerne an die Forghieri-Zeit Anfang der 90er, als das ganze mit dem Traktor-Skandal mit Prost eskalierte...

Dann kamen Todt, Brawn Co und schon konnte die Schumacher-Ära losgehen.

Schon auffallend...

Marcha
Beiträge: 74
Registriert: Di Mai 29, 2018 6:13 pm

Re: Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

Beitrag von Marcha » Do Jul 18, 2019 10:58 pm

Ich habe ein Jahr in Italien gearbeitet und muss hier voll zustimmen.
Smedley , Byrne, Brawn und Todt waren mit Schumacher ein Dreamteam
Und wenn Barrichello oder Massa einen tollen Lauf hatten dann war Schumi halt mal 6zehntel langsamer und ist vierter geworden,so what?
Mein Gott , was ist eine halbe Sekunde im Qualy ,wenn das Auto nicht mit dir spricht ?
Wenn Ferrari es schafft ihm zu geben was er braucht haben wir einen Champion im Ferrari sitzen .
Das ist die Aufgabe ,nicht ihm zu raten es mit Gewalt zu versuchen , sieht man doch das geht nach hinten los

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Maceo
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Re: Gary Anderson: Liegt Vettels Problem im Frontflügel-Design?

Beitrag von Maceo » Fr Jul 19, 2019 9:26 am

Marcha hat geschrieben:
Do Jul 18, 2019 10:58 pm
Wenn Ferrari es schafft ihm zu geben was er braucht haben wir einen Champion im Ferrari sitzen .
"Wir"? Wer sind "wir"? Wir Deutschen oder was?!
ICH habe schon einen Champion im Auto sitzen. Und der heisst Charles Leclerc. Himmel, was reden alle immer von der blassen Vettel, wenn wir mit Young Charles einen echten Diamanten vor der Nase haben.
Ich schreibe hier kurze Kommentare und werde nur selten darüber diskutieren.

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