Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

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Redaktion
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Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von Redaktion » Fr Mai 24, 2019 3:58 pm

Reizt Lewis Hamilton die Aussicht, auf Ferrari Weltmeister zu werden? Marc Surer findet, dass er mit einem Wechsel nach Maranello nicht gut beraten wäre ...

In Barcelona hat Toto Wolff mit der Story für Schlagzeilen gesorgt, dass er und Lewis Hamilton bei ihren letzten Vertragsverhandlungen im Sommer 2018 ganz offen über die Möglichkeit eines Wechsels des Superstars zu Ferrari gesprochen haben. "Man muss anerkennen, dass es möglicherweise im Kopf eines jeden Fahrers steckt, eines Tages für Ferrari zu fahren", so der Mercedes-Teamchef am Rande des Grand Prix von Spanien.

Allerdings könnte ein solcher Wechsel frühestens 2021 stattfinden, denn bis Ende 2020 steht Hamilton bei den Silberpfeilen unter Vertrag. Wenn alles glatt läuft, ist er bis dahin siebenmaliger Weltmeister - und könnte den achten Titel, mit dem er Michael Schumacher übertreffen würde, ausgerechnet auf Ferrari gewinnen.

Aber das ist Stand heute Zukunftsmusik - und nicht mehr als eine spannende Spekulation. Marc Surer glaubt auch, dass es dabei bleiben wird, denn: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das antun? Wenn ich im besten Auto sitze und das Team kenne und weiß, dass ich mich verschlechtere, wieso soll ich das machen?", fragt der Experte im Formel-1-Podcast 'Starting Grid'.

Wäre Surer Hamiltons Manager, würde er ihm zumindest aktuell dringend von einem Wechsel zu Ferrari abraten: "Ich glaube nicht, dass Lewis den falschen Ehrgeiz hat, dass er jetzt auch noch mit Ferrari Weltmeister werden möchte. Sondern ich denke, dass er ganz genau weiß, wo seine Stärken sind."



"Er ist Engländer und war die ganze Zeit mit den eigenen Leuten zusammen. Da muss man sich schon zweimal überlegen, ob man nach Italien geht und sich mit dieser Mentalität anfreunden kann. Auch mit seinem Lebensstil. Das kann ich mir schwer vorstellen."

Hamilton selbst ist nach den Schlagzeilen um die Wolff-Aussagen bemüht, etwas Dynamik aus der Story zu nehmen. Er erinnere sich gar nicht an das Gespräch, auf das sein Teamchef Bezug genommen hat, versichert der 34-Jährige. Aber er gibt zu: "Wenn du gerade einen Vertrag verhandelst, muss der Name Ferrari fast zwangsläufig fallen."

"Ich bin jetzt bei Mercedes, seit ich 13 war", sagt Hamilton. "Es fällt mir schwer, mich irgendwo anders zu sehen. Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich ein Ferrari-Fan bin, besonders von Ferrari-Sportwagen. Aber plane ich, in Zukunft zu einem anderen Team zu wechseln? Ich habe im Moment noch keine Pläne für meine Zukunft."

Hamilton wurde 1998 von Ron Dennis in die damalige Nachwuchsförderung von McLaren-Mercedes einberufen. Später fuhr er in der Formel 3, lange vor seinem Formel-1-Debüt, mit Mercedes-Motoren. 2008 holte er seinen ersten WM-Titel auf McLaren-Mercedes. Und die Titel 2014, 2015, 2017 und 2018 gewann er sogar in einem Werks-Silberpfeil.

"Ich habe Freude daran, für dieses Team zu fahren", sagt er. "Es macht mir Spaß, dass wir gemeinsam stetig wachsen, und es ist unglaublich, was wir in diesen sechs oder sieben Jahren erreicht haben. Mein Plan ist, weiter daran zu arbeiten, dieses Team zum erfolgreichsten Team aller Zeiten zu machen. Das ist mein Ziel und die einzige Sache, auf die ich mich konzentriere."



Einen Titel auf Ferrari zu gewinnen, ist ein Reiz, dem kaum ein Fahrer widerstehen kann. Oft heißt es, dass die Karriere eines wahren Champions nicht komplett ist, wenn er nicht auch auf Ferrari gewonnen hat. Aber Hamilton lockt vielleicht etwas anderes: Sieben-, acht- oder neunmal auf Mercedes Weltmeister zu werden, wäre für die Geschichtsbücher ein einmaliger Rekord.

Dass Hamilton Schumachers sieben Titel grundsätzlich reizen, wie wir bereits im Winter in einer Analyse verdichtet haben, ist aus Marc Surers Sicht jedenfalls realistisch: "Wenn du jetzt auf dem Niveau bist, wo er ist, dann bist du nicht mehr so weit weg davon. Du weißt, es ist möglich."

"Das ist schon ein Reiz, wenn du so viel gewonnen hast, dass du dann wahrscheinlich auf Lebzeiten genannt wirst, wenn die Formel 1 erwähnt wird. Dass du vielleicht der Größte aller Zeiten bist, oder einer der Größten. Er lebt noch viele, viele Jahre und kann dann immer von so einem Erfolg zehren."

Den kompletten Formel-1-Podcast 'Starting Grid' mit Marc Surer und Chefredakteur Christian Nimmervoll gibt's in unserem Radioplayer, via iTunes oder direkt bei unserem Kooperationspartner meinsportpodcast.de. Die Ausgabe, auf die sich dieser Artikel bezieht, ist vom 13. Mai und trägt den Titel "You Can't See Me".

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KlausO
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Re: Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von KlausO » Fr Mai 24, 2019 4:49 pm

warum er sich das antun sollte?? damit er beweisen kann, wie gut ER wirklich ist. nicht nur als Fahrer, sondern auch als teammotivator-analytiker und Entwickler. aber um ehrlich zu sein, glaub ich eh nicht daran. wie gut er als Fahrer in diesem benz ist zeigte bei den Tests der junge Nachwuchspilot. dieser hat meine therorie sowieso schon bewiesen: es liegt am auto.....by the way

TH_
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Re: Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von TH_ » Fr Mai 24, 2019 6:11 pm

Auf Spazierfahrten verzichten und sich wirklich anstrengen, ohne zu wissen, ob es was wird? So wird er Spazierfahrweltmeister mit Titeln ohne Gegner. Dass er hin und wieder auch gegen Bottas und die Rosine Schwierigkeiten hat(te), spricht ja Bände. Welcher F1 Fahrer könnte damit nicht spazieren fahren?

indyauto
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Re: Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von indyauto » Sa Mai 25, 2019 3:18 am

Eben deshalb ist Formel 1 kein Sport mehr !!!

2CV
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Re: Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von 2CV » Sa Mai 25, 2019 6:55 am

Das ist zwar jetzt nicht genau das Thema des Artikels, aber eure Kommentare weckten in mir den Gedanken, daß es bei den aktuellen Zielen dieser "Hersteller-F1" das Beste wäre, wir schmeißen die Fahrer alle raus und ersetzen sie durch Computer, natürlich in allen Fahrzeugen dasselbe System -- so könnte der (daran noch) interessierte Zuschauer objektiv die Leistungen der Techniker und Ingenieure der einzelnen Fahrzeuge bemessen.

(//Ironie aus)
Halo ist nicht Sicherheits- od.Schönheits-,sondern Prinzipfrage: F1 sind offene Monoposti, der einzigartige Mix v.Mopped&Auto: Ungefährlicher als Mopped, gefährlicher als Auto; wem's zu gefährlich ist, ab zu Sport-&Tourenwagen. Nein zu Halo i.d.F1

wolfgangf67
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Re: Wechsel zu Ferrari: "Wieso sollte sich Lewis Hamilton das an

Beitrag von wolfgangf67 » Sa Mai 25, 2019 2:14 pm

2CV hat geschrieben:
Sa Mai 25, 2019 6:55 am
Das ist zwar jetzt nicht genau das Thema des Artikels, aber eure Kommentare weckten in mir den Gedanken, daß es bei den aktuellen Zielen dieser "Hersteller-F1" das Beste wäre, wir schmeißen die Fahrer alle raus und ersetzen sie durch Computer, natürlich in allen Fahrzeugen dasselbe System -- so könnte der (daran noch) interessierte Zuschauer objektiv die Leistungen der Techniker und Ingenieure der einzelnen Fahrzeuge bemessen.

(//Ironie aus)
Das wäre doch unfair gegenüber den Leuten, die tatsächlich etwas leisten, den Boxencrews.
Deshalb würde ich vorschlagen, in Form eines Public Viewings rund um die Strecke, eine Reifenwechsel-WM live zu übertragen. Dann hätte man die Möglichkeit, die Kosten für die Pflege (fegen) der Tilke-Retortensträßchen bei den Schickimicki-Fans einzukassieren, die für solche Kaffeekränzchen Hunderte von € ausgeben. Das wäre doch eine Win-Win-Situation für alle, sogar für die Umwelt, der man eine unsinnige CO2-Belastung erspart. Das Architekturbüro Tielke wird sicher andere Auftraggeber finden. /Ironie aus

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